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PATENTSCHRIFT Nu, 16328. IGNATZ KIRSCH, LEIB SCHAPIRA UND ISIDOR HIRSCH,
SÄMTLICHE IN WIEN.
Zeitkontrollvorrichtung, insbesondere für Billardspielzeiten.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Zeitkontrollvorrichtung, insbesondere für Billardspielzeiten, deren Uhrwerk behufs Registrierens während der Dauer einer bestimmten Handlung, beispielsweise des Billardspiolens, durch elektromagnetische Auslösung des Pendels in Gang versetzt wird, wobei ein synchron mit der Uhr bewegter, mit Zeichen versehener Streifen ans dem Uhrgehäuse tritt und derart die durch die Uhr registrierte Zeit ersehen lässt.
Die Feststellung des Pendels nach vollbrachter Handlung
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von demselben angeordnete Elektromagnet 8 bewirkt ein Anziehen des Ankers und mit ihm dos Pendels in dessen äusserste Schwingungslage, wodurch bei Unterbrechung des Stromes das Pendel bei Erfüllung der später beschriebenen Bedingungen in Gang gesetzt
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erfolgt. Durch entsprechende Zahnräderübersetzung wird entsprechend der zu registrierenden Zeit das Rollenpaar 6, 7 betätigt, wodurch in bekannter Weise ein von einer Magazinrolle 8' sich abwickelnder, zwischen den Rollen 6 und 7 hindurchgeführter Streifen 8 synchron mit diesen bezw. mit dem Uhrwerke aus dem Uhrgehäuse tritt.
Die Betätigung
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an. während der durch den automatischen Türkonfakt 11 betätigte Elektromagnet- durch gleichzeitiges Anziehen seines Ankers 4 die Schwingungshahn des Pendels frei macht. Wenn nun die Titr nach Herausnahme der Bälle 12 geschlossen wird, so wird der Elektromagnet 3 stromlos, gibt hiedurch den Pendelanker bezw. das Pendel frei, das nunmehr bei ange- zogenem Anker 4, also bei freier Bahn regelmässig schwingt und das Uhrwerk in Gang setzt.
Werden nach vollendetem Spiele die Bälle 12 in den Kasten zurückgelegt und die Tür zu diesem Zwecke abermals geöffnet, . so erhält der Ktcktromagnet 3 abermals Strom und setzt die Uhr durch Anziehung des Pendels ausser Gang, während der Elektromagnet ! j beim nun erfolgenden Schliessen der Türe stromlos wird und sein Anker 4 nunmehr das Pendelende hemmt. Bei diesem Türschlusse wird auch der Elektromagnet 3 stromlos, das Pendel ist daher-ohne Zuhilfenahme der Batterie-durch den Anker 4 in seiner schrägen Stellung festgestellt. Der mit Zeitmassen bereits versehene oder durch die Hollen 6 und 7 damit zu versehende Streifen 8 kann mittels einer zweckmässig. nabe der Austritts-
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bezahlende Zeit.
Eine beabsichtigte nachteilige Beeinflussung des Apparates durch Herausziehen des Streifens 8 ist ausgeschlossen, da dieses eine gleichzeitige Weiterbewegung der Uhrzeiger zufolge hätte und ebenso können etwaige falsche Angaben, wie Vorweisung eines unrichtigen Streifens, durch Hinweis auf die Zeigerstellung entkräftet werden. t
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Zeitkontrollvorrichtung, insbesondere für Billardspielzeiten, bei welcher die Sperrung und Auslösung des Uhrwerkes durch zwei Elektromagnete erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass einer (3) der Elektromagnete bei Beginn und am Ende der Kontrollperiode durch Schliessung eines Kontaktes zu für kurze Zeit erregt wird und infolgedessen das mit einem Anker (2) versehene Pendel (1) bis zur äussersten Schwingungslage anzieht, während der Anker (4) des anderen Elektromagneten (5), welcher das Pendel während des Stillstandes der Uhr in einer Schrägstellung festhält, bei Bssginn det Kontrollperiodo durch Erregung seines Elektromagneten, welche durch Schliessung eines Kontaktes (11) erfolgt, angezogen wird und das Pendel freigibt, wobei der Kontakt (11)
während der ganzen Kontrollperiode geschlossen bleibt.