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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 1 631 6.
ALFRED NATHAN BENJAMIN IN NEW-YORK. Vorrichtung zum Herstellen und Eintreiben von Scharnierklammern.
Vorliegende Erfindung bezweckt konstruktive Vereinfachungen an einzelnen oder paarweise und abwechselnd betätigten, rechtwinklig zueinander angeordneten Klammerbild- und Eintreibmechanismen von Drahtscharniermaschinen, bei denen die zur Scharnierbildung benötigten zwei Klammern nacheinander und durcheinander in den Deckel der Schachtel oder der Kiste bezw. deren Wand hineingetrieben werden. Die wesentlichste Vereinfachung gegenüber den bekannten Systemen besteht darin, dass das Formen und Eintreiben der Scharnierklammorn von Seite der hiezu bestimmten, an sich verbesserten Maschinenteile einzig und allein durch die blosse Hin- und Herbewegung eines Schlittens bewerkstelligt wird.
Der Arbeitsvorgang ist hiebei derart, dass der Klammerdraht zwischen dem Klammerform- hebe ! und einer Matrize eingeführt, abgeschnitten und hierauf von dem Formhehel in die
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in die Kistenwand eingeschlagen wird.
Fig. 1 zeigt eine einzelne Form- und Eintreibvorrichtung im Grundriss, Fig. 2 und 3 sind die Seitenansichten derselben. Fig. 4 und.' zeigen den gleichzeitig als Former und Eintreiben dienenden Hebel in Seitenansicht und Druntersicht, Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer ganzen Maschine. Fig. (ja eine Seitenansicht zweier zusammenarbeitender Former und Eintreiber, wobei der linke eine etwas andere Ausführungsform aufweist.
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treihvorrichtungen in einem geeigneten Winkel zueinander verwendet, von denen die eine achsial um einen Winkel von beiläufig 90 zur anderen verdreht ist, so dass zunächst bei- spielsweise die linke der beiden Vorrichtungen die Klammer in den Schachtcldeckel und alsdann die rechte die zweite Klammer durch die erste hindurch in die Schachtelwand hineintreibt.
) Die Schlitten 7, welche das gleichzeitig als Formeisen dienende Eintreibwerkzoug 19 tragen, werden abwechselnd von dem schwingenden Winkelhebel 37, 38 vor- und rückwärts ver- schoben. Letzterer sitzt auf einer Achse 36 und wird von einem Hebelwerk 34, 35 hin- und herbewegt. Die Zwischenglieder 40 sind mittels Gelenkbolzen 39 und 9 am Winkel- hebel 37, 38 und an den Schlitten 7 befestigt. Die Einrichtung der beiden Form- und Eintreibschlitten ist aus den Fig. 1 bis 5
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Der Schlitten ist mit einem Ansatz 8 versehen, welcher den Gelenkzapfen ss für die oben erwähnten Glieder 40 trägt. In dem Block 13 sowie in der Matrize 14 befindet sich, wie erwähnt, eine rechteckige Führungsnut 12, deren Seitenwandungen je eine rillenförmige Ausnehmung besitzen (Fig. 9).
In der Nut der Matrize wird der Draht zunächst unter Einwirkung des Formhebels 19 zur Klammer gebogen und dann durch die Nut des Blockes 13 gegen dessen Ende vorgetrieben und in die Schachtelwand eingeschlagen (Klammer 42, Fig. 6 a und 7). In dem gegabelten Teil 10 des Schlittens 7 ist das Form- und Eintreibwerkzeug 19, welches die Gestalt eines zweiarmigen Hebels hat (Fig. 4 und 5), bei 20 drehbar gelagert. Am vorderen Ende desselben befindet sich der in der Nut 12 gleitende Ansatz 21 mit vorderem, runden Ausschnitt 22, während an dessen hinterem Ende eine schräge Fläche 23 angeordnet ist, welche beim Rückgang des Schlittens von einem aus einem Anguss der Platte 1 unter Federspannung vortretenden Anschlag 24 (Fig. 3 und 11) niedergedrückt wird, wodurch der Ansatz 21 des vorderen Hebelendes aus der Rinne 12 herausgehoben wird.
Der für die Klammerbildung bestimmte Draht wird bei 41 quer zu der Rinne 12, und zwar an der Trennungsfuge hintor dem Ansatz 21 des Hebels 19 eingeführt.
Die unmittelbar vor der Klammerbildung zurückgleitende Matrize wird durch eine Feder 17 J die einerseits am Block 13, andererseits an der Matrize befestigt ist, stets gegen den ersteren angezogen. An passender Stelle des Hebels 19 befindet sich eine Fedor 25, welcho das Bestreben hat, den Ansatz 21 stets nach abwärts zu drücken. Wird nun der Draht bei 41 quer durch die Bahn des Hebels 19 durchgeführt und durch eine geeignete Vorrichtung abgeschnitten, so fasst bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens die hintere Nase des Ansatzes 21 das Drahtstück und stösst es samt der Matrize so lange zurück, bis die letztere arretiert wird.
Der noch weiter gleitende Hebel zieht nun den Draht völlig in die Matrizen- rinne 12 hinein und formt ihn zu einem Bügel bezw. zu einer Scharnierklammer. Hierauf stösst die schräge Fläche 23 gegen den Anschlag M, wodurch der Ansatz 21 aus der Rinne heraus und über die in derselben liegende Klammer hinweggehoben wird, während gleichzeitig dadurch die Matrize freigegeben und unter der Wirkung der Feder 17 samt der in ihrer Nut befindlichen Klammer vorgeschnellt wird. Während der weiteren Zurückbewegung des Schlittens wird die Anlauffläche 23 unter dem Anschlag 24 hinweggezogon und schnappt nach Passierung desselben unter der Wirkung der Feder 25 empor, die Nase 21 wieder nach abwärts drückend.
Bei der nun folgenden Umkehr der Schiittenbewegung wird der Anschlag 24 durch die vertikale Abschrägung 4 zur Seite gedrückt, so dass er unter Zusammenpressung seiner Feder in den Plattenanguss eintritt und den Hebel 19 ungehindert
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dieselbe mit seinem vorderen runden Ausschnitt 22, treibt sie während seiner weiteren Vorwärtsbewegung durch die Nut 12 hindurch und schlägt sie in die Schachtelwand ein.
Eine etwas andere Ausführungsform der eben beschriebenen Vorrichtung ist in dem linksseitigen Former und Eintreiber der Fig. 6 a bis 6c dargestellt. Die Wirkungsweise ist dieselbe und die Einrichtung unterscheidet sich nur dadurch, dass die bewegliche Matrize statt durch eine Zngfeder unter der Wirkung einer um eine Stange 53 gewundenen'Druck-
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des vorderen Endes des Formhebels 19 statt auf den rückwärtigen auf den vorderen Hebelarm wirkt. Ferner besitzt der Schlitten statt der Grundführungen zwei seitliche Wandführungen 55, was zur Folge hat, dass die Führungsstange 6 wegfällt. Diese seitlichen
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und zwischen Walzen 30, 31 hindurch nach dem Einlass 41 geführt.
Ein drehbar gelagerter, gabelförmiger Hebel 32 erhält durch den Hin und Hergang des Schlittens eine pendelnde Bewegung und steht durch ein geeignetes Räderwerk mit den Zuführungswalzen 30, 31 in Verbindung. Durch an ihm angebrachte Nasen wird das Schneidwerk in Tätigkeit gesetzt.
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