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Einrichtung zum Kleinschneiden von hartem und weichem Tierfutter, zum Zerkleinern von Knollenfrüchten und Kraut und zum Mahlen und Schroten von Körnerfrucht
Es sind bereits Einrichtungen zum Zerkleinern von pflanzlichen Futtermitteln für landwirtschaft- liche Betriebe bekannt, die rinnenförmige Kasten zur Aufnahme des Rohfutters und Zubringer- walzen besitzen, welche das Rohfutter Schwung- scheiben zuführen, an denen Messer befestigt sind, die dasselbe zerhacken. Mit dieser Ein- richtung wird jede Art von Futter zerkleinert, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um hartes oder weiches Futter oder um Knollenfrucht handelt.
Die Schneideeinrichtung kann aber nur für eine bestimmte Futterart mit bester Leistung aus- genützt werden, für jede andere Art wird diese
Schneideinrichtung nicht einwandfrei arbeiten, so dass entweder minderwertiger Schnitt die Folge ist oder übergrosser Aufwand zum Kraftantrieb. Zum Mahlen oder Schroten von Körnerfrucht sind diese bekannten Einrichtungen überhaupt nicht verwendbar und es müssen diese Arbeiten auf getrennten Maschinen durchgeführt werden.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass bei Einrichtungen zum Kleinschneiden von hartem und weichem Tierfutter, zum Zerkleinern von Knollenfrüchten oder Kraut und zum Mahlen und Schroten von Körnerfrucht, im Schnittpunkt von mehreren, z. B. drei Zuführungsrinnen ein, je nach Art des zu verarbeitenden Futters, auswechselbarer, horizontal liegender, zylindrischer, rasch rotierender Arbeitseinsatz angeordnet ist, der an seiner Unterseite offen ist, so dass das dem Zylindermantel zugeführte Futter nach der Zerkleinerung nach unten in einen Vorratsbehälter fallen kann.
Erfindungsgemäss sind die verschiedenen Arbeitseinsätze der Art des zu schneidenden oder zu mahlenden Futters angepasst und leicht auswechselbar, ebenso sind die Zuführungsrinnen leicht gegen Schrottrichter für Körnerfrucht austauschbar.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die Einrichtung mit einem Arbeitseinsatz zur Zerkleinerung von weichem Futter, die Fig. 2 den Arbeitseinsatz für hartes Futter und Fig. 3 den Arbeitseinsatz zum Mahlen und Schroten von Körnerfrucht.
Die Messerbefestigung ist neben den Fig. 1 und 2 in vergrössertem Massstab dargestellt.
Die Maschine besteht aus einem Gestell mit
Fussstützen auf dem eine Trommel 1 horizontal gelagert ist. An diese Trommel schliessen seitlich mehrere, z. B. drei Zuführungsrinnen 2 an, die leicht abnehmbar sind und gegen Trichter 8 für Körnerfrucht oder Rüben ausgetauscht werden können. An den Anschlussstellen der Rinnen befinden sich Öffnungen 11 zum Durchtritt des zu verarbeitenden Futters. Die Ränder dieser Öffnungen sind die Gegenscheidkanten, die mit den rotierenden Messern zusammenarbeiten. Die
Trommel 1 nimmt die verschiedenen, gegen- einander leicht auswechselbaren Arbeitseinsätze auf. Der Antrieb erfolgt über eine darüber gelagerte Welle mit Kegelrädern 6, entweder maschinell oder von Hand.
Um Betriebsstörungen zu vermeiden, ist an der Seite des Schwungrades keine Zuführungsrinne angeordnet, es ist daher dort genügend Raum zur Aufstellung des Antriebsmotors mit Riementrieb oder für den Bedienungsmann bei Handtrieb vor- handen.
Je nach Art des zu verarbeitenden Futters werden verschiedene Arbeitseinsätze verwendet.
Zum Kleinschneiden von hartem und weichem
Grünfutter oder Stroh und zum Zerkleinern von
Knollenfrüchten oder Kraut haben die Arbeitseinsätze Zylinderform. Sie tragen am Zylindermantel Schneideinrichtungen, die in der Drehrichtung gesehen nach Schlitzen 9 angeordnet sind. Die Trommeln sind oben geschlossen (13), um das Austreten von Staub zu verhindern und unten offen, damit das zerkleinerte Futter in einen Vorratsbehälter 24 fallen kann.
Die Messer 4 für hartes Futter sind wesentlich stärker ausgeführt als die Messer 10 für weiches Futter ; sie werden an starke Träger 12 angeschraubt, die verstellbar sind, um die Schnittlänge einstellen zu können. Die Messer 10 für weiches Futter werden dagegen nur an Ausnehmungen im Zylindermantel 3 des Arbeitszylinders befestigt.
Die Befestigung der Messer erfolgt nach einer Schraubenlinie in schräger Richtung. Hiedurch wird ein gezogener Schnitt erzielt, der die Wirkung der raschen Rotation der Arbeitseinsätze wesentlich steigert. Ferner wird dadurch jedes Messer in zwei Richtungen gebogen,
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einerseits der Schraubenlinie folgend und ander- seits senkrecht dazu nach Art der Krümmung einer Rasierklinge beim Einspannen in den
Träger. Durch diese gleichzeitig auftretenden zwei Krümmungen entstehen innere Spannungen, die ein Verbiegen der Messer beim Gebrauch vollkommen ausschliessen.
Der Arbeitseinsatz zum Mahlen und Schroten von Körnerfrucht besteht aus einer Anzahl, z. B. vier kleinen Mahlgängen 16, die im Kreis um die Welle des Antriebszahnrades 6 angeordnet sind. Die Mahlgänge 16 sind über Wellen 5 mit Zahnrädern ausgerüstet, die gleichzeitig von einem zentral gelegenen Zahnrad angetrieben werden. Alle Zahnräder sind horizontal auf der oberen'Deckplatte. M des Arbeitseinsatzes gelagert ; die Mahlgänge 16 sind unterhalb trichterförmiger Zuführungen 17 in der Bodenabschlussplatte angeordnet. Das gemahlene Futter fällt durch Öffnungen 15 in den Vorratsbehälter 24.
Die Mahlgänge sind verstellbar gelagert, um je nach Bedarf ein feineres oder gröberes Mehl-bzw.
Schrotprodukt gewinnen zu können.
Es besteht die Möglichkeit, zum Verarbeiten anderer Arten von Futter jeweils andere passende Arbeitseinsätze zu verwenden, so z. B. zum Zerkleinern von Rüben und Kraut, wenn dies sehr grob erfolgen soll.
In jeder der Zuführungsrinnen befindet sich ein rotierender Zubringer, der seinen Antrieb von der Hauptwelle erhält. Beim Abheben der Zuführungsrinnen wird auch der Zubringer mit entfernt, so dass der Raum zur Anbringung der trichterförmigen Schüttkasten 8 für Knollenoder Körnerfrucht frei ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Kleinschneiden von hartem und weichem Tierfutter, zum Zerkleinern von Knollenfrüchten und Kraut und zum Mahlen und Schroten von Körnerfrucht, dadurch ge- kennzeichnet, dass im Schnittpunkt von mehreren, z. B. drei Zuführungsrinnen ein, je nach Art des zu verarbeitenden Futters, auswechselbarer, horizontal liegender, zylindrischer, rasch rotieren- der Arbeitseinsatz angeordnet ist, der an seiner unteren Seite offen ist, so dass das dem Zylindermantel zugeführte Futter nach der Zerkleinerung nach unten in einen Vorratsbehälter fallen kann.