AT162565B - Verfahren zur Herstellung von Filmen, Platten und Körpern aller Art aus Kunstkautschuk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Filmen, Platten und Körpern aller Art aus Kunstkautschuk

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AT162565B
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 EMI1.1 
 
Durch die   österreichischepatentschrift Nr. 160744   ist ein als Elektrodekantation bezeichnetes Ver- fahren zum Reinigen, Trennen und Konzentrieren von kolloidalen Dispersionen in einem elektrischen
Felde bekannt geworden, bei welchem die Anteile der Dispersionen unter Einwirkung des elektri- schen Feldes nach Massgabe ihres spezifischen
Gewichtes unter Erhaltung des Sol-Charakters der Kolloide geschichtet werden. 



   Erfindungsgemäss wurde nun gefunden, dass durch Elektrodekantation von wässerigen Dispersionen von zu kautschukähnlichen Körpern polymerisiertem Butadien, seinen Homologen und Mischpolymerisaten aus Butadien und Styrol oder Acrylsäurenitril, Kunstlatices, wie sie z. B. als Buna-S-Latex   (Igetex")   und Perbunan SP" im Handel vorliegen, ein Latex gewonnen wird, der weitgehendst etwa zu neun Zehntel von den Nichtkautschukbestandteilen befreit ist und dessen Verarbeitung zu Filmen, Platten und Körpern aller Art durch Giessen, Tauchen, Spritzen, Streichen usw. als Endprodukt einheitliche rissfreie Körper ergibt. 



   Diese Nichtkautschukbestandteile, meist Seifen oder seifenähnliche Stoffe, verhindern die Bildung zusammenhängender homogener   Formkörper,   so dass beispielsweise Bunalatex nur unter Bildung von Sprüngen und Rissen eintrocknet. Wie aus der Abhandlung von Bächle in Kautschuk", 'Bd. 13 (1937), S. 174, hervorgeht, lassen sich die Nichtkautschukstoffe bei Vorliegen von Kunstlatex durch Zentrifugieren, Aufrahmen oder Filtrieren nicht vom dispergierten Kunstkautschuk trennen, ohne Koagulation zu bewirken, die den Latex für die beabsichtigte Weiterverarbeitung unbrauchbar machen würde. 



   Die Entfernung dieser störenden Nichtkautschukstoffe gelingt erfindungsgemäss durch Elektrodekantation in solchem Masse, dass die Herstellung homogener Körper, wie z. B. rissfreier Filme, aus dem so gereinigten Latex möglich ist. Nach Bedarf kann das Verfahren ein zweites oder drittes Mal wiederholt werden. 



   Beispiel : Latex aus   Butadien-Styrol-Misch-   polymerisat (Buna S) wird der Elektrodekantation unterworfen, wobei die Konzentration von ursprünglich 30% auf ungefähr 47% erhöht wird. 
 EMI1.2 
 tiert und dieser Vorgang noch ein zweites Mal wiederholt. Der so gewonnene Latex, der nur mehr etwa 10% der ursprünglichen Menge an
Nichtkautschukstoffen enthält, gibt, auf eine
Glasplatte ausgegossen, nach dem Trocknen einen glatten, zusammenhängenden Film, während der ursprüngliche Latex unter den gleichen Umständen einen zusammenhängenden Film von netz-oder wabenförmiger Struktur ergibt. 



   Gleich gute Resultate wurden erzielt, wenn der Bunalatex mit   % igem   Ammoniak auf das dreifache Volumen verdünnt und dann der Elektrodekantation unterworfen wird. 



   Die mit dem so gewonnenen Latex erzeugten Filme oder sonstigen Formkörper zeigen ein geringeres Wasseraufnahmevermögen und besitzen demgemäss auch einen erhöhten elektrischen Isolationswiderstand. Ausserdem wird nach der Entfernung der Nichtkautschukstoffe die Farbe der aus dem Latex hergestellten Formkörper heller. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Filmen, Platten und Körpern aller Art aus Kunstkautschuk durch Giessen, Tauchen, Spritzen, Streichen u. dgl. aus wässerigen Dispersionen von zu kautschuk- ähnlichen Körpern polymerisiertem Butadien, seinen Homologen und Mischpolymerisaten aus Butadien und Styrol oder Acrylsäurenitril, Kunstlatices, z. B."Igetex", dadurch gekennzeichnet, dass zur Verarbeitung ein Latex verwendet wird, welcher durch Elektrodekantation, wie in der österr. Patentschrift Nr. 160744 beschrieben, weitgehendst etwa zu neun Zehntel von den Nichtkautschukstoffen befreit wurde. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT162565D 1945-12-13 1945-12-13 Verfahren zur Herstellung von Filmen, Platten und Körpern aller Art aus Kunstkautschuk AT162565B (de)

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