AT16252B - Ventilsteuerung für Lokomotiven. - Google Patents

Ventilsteuerung für Lokomotiven.

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AT16252B
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Austria
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Eduard Pielock
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Eduard Pielock
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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Now 16252.   EDUARD PIELOCK IN BERLIN. 



   Ventilsteuerung für Lokomotiven. 



   Die unverkennbar grossen Vorteile, welche die Verwendung hoch überhitzten Dampfes für den Betrieb stationärer   Maschinen   gewährt, können dem Lokomotivbetriebe vorteilhaft durch Einführung der Ventilsteuerung nutzbar gemacht werden. Eine Steuerung mit getrennt angeordneten   Ein- und Auslassventilen   ist aber des komplizierten Antriebes wegen bei Lokomotiven nicht verwendbar ; man darf auch nicht beanspruchen, dass die Verteilung des Dampfes in der Weise, wie es bei stationären Maschinen mit   Präzisions-oder zwangs-     läussger Ventilsteuerung   geschieht, erfolgt, sondern muss zunächst mit einer Dampfverteilung, wie sie durch Schieber bewerkstelligt wird, zufrieden sein. 



   Diese   Erwägungen   haben zu der auf den beigefügten Zeichnungen dargestellten Konstruktion geführt, welche einen Querschnitt (Fig. 1), einen Längenschnitt (Fig. 2), einen llorizontalschnitt (Fig. 3) sowie zwei Diagramme (Fig. 4 und 5) zeigen. Fig. (i ver-   anschaulicht   eine zweite Ausführungsform. 



     A   ist das Dampfeinlass-, B das Dampfauslassvontil, beide sind in einem   Körper C   angeordnet, der, mit dem Rohr D aus einem   Stück bestehend, gleichzeitig   den Antriebsmechanismus der Ventile aufnimmt. Das Rohr D dient beiden Ventilen als feste gesicherte 
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 führt, bei F durch   eine kleine Stopfbüchse abgedichtet und   trägt bei G die auf ihr einstellbare Hubscheibe H. Letztere wird in dem zylindrischen Ringe I, der mit der Hub- 
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 geführt. Das Einlassventil A wird durch   seine Führungshülse auf   dem Rohre D geführt,   nimmt   die   Hubscheibe A7 auf,   deren Gegenscheibe m mit dem Körper C aus einem Stück hergestellt ist.

   Die Ilubscheiben und deren Gegenscheiben sind in einer auseinander gezogenen Schraube mit totem Gang aufeinander gepasst. Die Spiralfeder N drückt die Hubscheiben an ihre   Gegenscheiben   und hat die Reibung der   Stopfbüchse   F zu überwinden. 



   Der Antrieb der Ventile geschieht durch den auf der Stange/) sitzenden Kreuzkopf P, welcher mit den Zapfen   Q     der drehbaren Ilubscheiben vermittels   der Stangen R verbunden ist.   8   ist eine Führung, welche das Kanten des   Kreuzkopfes   P verhütet. Bei 7' tritt der   Dampf ein, bei IT tritt er ans.   



   Die   Aussonsteuorung   der Lokomotive ist auf Mitte gestellt in Fig. 4 : die Ein-und Auslassventile sind geschlossen, die   schiefen Ebenen   der Hubscheiben liegen fest auf denen ihrer Gegenscheiben. Wird die Steuerung nach vorn gelegt, die Antriebsstange O (Fig. 2 
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 kopf P mit der Stange O verbunden sind, dieselbe Bewegung ausführen ; sie greifen an den Zapfen Q der   Hubscheiben K und M an   und verschieben sie sämtlich aus der Mittel- stellung. nach rechts (Fig. 3). Bei voller Füllung nehmen dann die Hubscheiben die in
Fig. 5 gegebene Stellung an. 



   Ventil I, das linksseitig gelegene Einlassventil, ist geöffnet, die Hubscheibe   M hat   ihren vollen Hub h gemacht und das an ihr befindliche   Vent. il A mitgenommen,   es findet sonach   Dampfeinströmung durch den vollen   Querschnitt der   Ventilöffnung   hinter den Kolben   statt. Ventil II,   das auf derselben Seite   liegende Auslassventil, bleibt   geschlossen, die Hub- scheibe H hat den ganzen Weg von a bis a'gemacht, eine Bewegung im vertikalen Sinne, 

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 lassventil auf der entgegengesetzten Seite, muss geschlossen bleiben : aine dasselbe öffnende Bewegung hat seine Hubscheibe M tatsächlich nicht ausgeführt.

   Ventil   IV,   das Auslassventil auf der rechten'Seite, öffnet sofort und hat bei halbem Wege bereits den vollen Ausströmungsquerschnitt frei gegeben. 



   Wird die Steuerung der Lokomotive nicht ganz nach vorn, sondern nur auf halbe Füllung gelegt, so wird der Weg der Antriebsstange 0 auch nur halb so gross, als bei voller Füllung sein. Das Öffnen des   Einlassventiles   erfolgt sofort, die Antriebsscheibe erhebt sich jedoch nur bis zur halben Hubhöhe, gibt die   Einlassöffnung   daher nur halb frei. 



   Beim Rückwärtsfahren der Lokomotive wechseln die Ventile I und III sowie II und IV ihre Funktionen. Die Steuerung bedarf den jetzt allgemein üblichen Schiebersteuerungen gegenüber nur einer sehr geringen Antriebsarbeit, wird daher einen sehr ruhigen Gang des, äusseren Steuermechanismus zur Folge haben und auch beim Betriebe mit gesättigtem Dampf Vorteile bringen. 



   Bei der in Fig. 6 dargestellten abgeänderten Ausführungsform wird der gesamte Antriebsmechanismus durch Einschalten des Deckels J der Einwirkung des Dampfes entzogen. Das Einlassventil   A   ist durch diesen Deckel mittels einer   Stopfbüchse     V abgedichtet   ; das Auslassventil, welches durch die Stange   E im   Rohre D geführt wird, wird nochmals durch das kleine Ventil W gegen den Aussenraum abgedichtet, u. zw. nur bei geschlossenem Ventil B, denn bei geöffnetem Ventil   B,   d. h. also in dem Falle, wo der Auspuffdampf austritt und ihm ein grosser Ausgangsquerschnitt durch das geöffnete Ventil geboten wird, kann durch die lang geführte Stange E sowie das geöffnete Ventil Zein Austreten dieses Dampfes nicht erfolgen. 



   Der Antrieb der Ventile geschieht durch die beiden Hubscheiben H und M in Vereinigung mit deren Gegenscheiben K und m. Die Scheiben   M und H   sind mit den Ventilen   A   und B verbunden und werden durch die vier Säulen X in achsialer Richtung geführt, können also eine Drehbewegung um die Mittelachse nicht ausführen. Die Gegenscheiben   mund     K sind   in den um die Mittelachse drehbaren   Zylinder Pl   lose eingelegt, können sich aber gegen den Zylinder nicht bewegen, da sie durch die Rippen   p2 gegen   Verdrehen und durch den   Ansatz P3   im Zylinder P sowie durch den Deckel Po gegen achsiale Verschiebungen gesichert sind. Durch die Spiralfeder NI werden die Scheiben M und H gegen die Scheiben m und K gedrückt. 



   Der Antrieb der Steuerung erfolgt durch eine Schieberstange, die durch Verbindungsstangen mit den Bolzen Y der Zylinder pI verbunden ist. Bei T tritt der Dampf ein, bei   U   tritt er aus. 



   Diese Betätigung der Ventile bietet den Vorteil, dass die zur Bewegung dienenden 
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PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Ventilsteuerung für Lokomotiven, gekennzeichnet dadurch, dass die Ein-und Auslassventile durch besondere, an ihrem Umfange als Schraubenteile mit totem Gange aus- 
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Claims (1)

  1. der Ventile durch Drehung eines Zylinders (pt) erfolgt, welcher die gegen achsiale Verschiebung gesicherten Gegenscheiben (m, K) mitnimmt und hiedurch die gegen Drehung gesicherten Hubscheiben (M, H) achsial verschiebt.
AT16252D 1903-01-03 1903-01-03 Ventilsteuerung für Lokomotiven. AT16252B (de)

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AT16252B true AT16252B (de) 1904-05-10

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