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Elektrische Handlampe
Bei den bekannten elektrischen Handlampen, bei welchen der Strom für die Glühlampe durch einen elektrischen Kleingenerator erzeugt wird, der mittels eines von Hand zu betätigenden
Hebels angetrieben ist, empfindet man den
Umstand als grossen Nachteil, dass die Glühlampe nur so lange leuchtet, als der schon nach ganz kurzer Zeit sehr ermüdend wirkende, durch die
Hand ausgeübte Hebelantrieb erfolgt. Diesem
Nachteil kann auch nicht wirksam durch Auf- speicherung der in der angegebenen Weise mechanisch zugeführten Antriebsenergie in einer z. B. auf der Ankerwelle der Maschine angeordne- ten, rasch umlaufenden Schwungmasse abgeholfen werden, weil weder die Schwungmasse noch ihre
Drehzahl so gross gewählt werden können, dass beim Auslauf der Schwungmasse eine nennens- werte Verlängerung der Leuchtdauer der Glühlampe erzielt wird.
Auch ein Vorschlag, in das Gehäuse einer nach Art einer Stablampe ausgebildeten Taschenlampe üblicher Grösse einen Gleichstromkleingenerator und einen Akkumulator einzubauen, der, vom Generator aufgeladen, als Stromquelle für die Glühlampe bei Stillstand der Maschine dienen soll, führt zu keiner praktischen Lösung der gestellten Aufgabe. Abgesehen davon, dass in einem Stablampengehäuse nach Einbau des Dynamos und des Getriebes der Raum zur Unterbringung eines Sammlers ausreichender Kapazität nicht vorhanden und somit die bestimmunggemässe Wirkung nicht gewährleistet ist, führt allein schon die Anwendung einer Gleichstrommaschine vermöge ihres verwickelteren Aufbaues mit Kollektor und Bürsten zu neuen erheblichen Störungsquellen.
Deshalb verwendet man in den gebräuchlichen Dynamotaschenlampen fast durchwegs die viel einfachere, weniger Raum beanspruchende und betriebssichere WechselstromKleinmaschine, insbesondere mit umlaufendem permanentem Magnetfeld.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine, die angeführten Nachteile vermeidende elektrische Handlampe mit handbetätigtem Wechselstromdynamo, bei der gemäss der Erfindung durch einen über einen Gleichrichter, vorzugsweise einen Trockengleichrichter, in den Generatorstromkreis geschalteten Akkumulator die Glühlampe bei stillstehendem Dynamo kurzzeitig mit Strom versorgbar ist.
Auf der Zeichnung ist das Schaltbild einer
Handlampe gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Das in üblicher Weise mit einem handlichen
Tragorgan, dem Reflektor für die Glühlampe so- wie mit den notwendigen Antriebs-und Schalt- gliedern ausgestattete Gehäuse der Handlampe muss genügend Raum bieten, um neben dem handbetätigtem Wechselstromdynamo samt Vor- gelege den Trockengleichrichter und einen Samm- ler ausreichender Kapazität aufnehmen zu können.
Die beiden Enden der zwei Ankerspulen des
Wechselstromgenerators 1, dessen Polrad mit permanenten Magneten versehen ist, sind mit- einander verbunden und an den einen Pol des
Akkumulators 3 angeschlossen, wogegen die
Anfangspunkte der Ankerspulen je mit gleich- artigen Elektroden eines in bezug auf die Gegen- elektrode bzw.-elektroden symmetrisch ausge- bildeten Trockengleichrichters 4 verbunden sind ; die Gegenelektroden liegen am anderen Pol des
Sammlers 3.
Die Glühlampe 2 kann durch einen z. B. einhebeligen Umschalter 5 mit drei Schalt- stellungen, I, II und III, wahlweise an den Akkumulator oder an die Generatorwicklung geschaltet bzw. von beiden genannten Stromquellen abgeschaltet werden.
In der Stellung I des Umschalthebels sind, wie bereits erwähnt, die Glühlampe 2 und der Akkumulator 3, dieser über den Trockengleichrichter 4, gleichzeitig an die Wechselstrommaschine 1 angeschlossen, so dass bei deren Antrieb sowohl die Lampe leuchtet, als auch der Akkumulator geladen wird. In der Stellung III des Hebels 5 liegt die Glühlampe 2 nur im Stromkreis des Akkumulators 3, so dass sie von letzterem gespeist wird und auch leuchtet, wenn die Maschine nicht angetrieben wird. Wird der Umschalthebel 5 dagegen in die Mittelstellung 11 gebracht, so ist lediglich der Akkumulator 3 an die Maschine angeschaltet und kann daher bei deren Antrieb geladen werden.
Selbstverständlich kann der Akkumulator zur Erhaltung seiner dauernden Wirksamkeit, wie üblich, von Zeit zu Zeit an einer Fremdstromquelle voll geladen werden.
Damit die Ladespannung keine für den Akkumulator 3 nachteilige zu grosse Höhe erreichen kann, ist in dessen Stromkreis ein (in der Zeichnung nicht dargestellter) Fliehkraftschalter eingeschaltet,
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der den Akkumulatorstromkreis erst bei Erreichen der Ladespannung schliesst und bei entsprechend einzustellender Überschreitung derselben unterbricbt. Dieser Schalter ist, damit er möglichst kleine Abmessungen erhält, zweckmässig auf der schnell umlaufenden Welle des Ankers angeordnet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrische Handlampe mit handbetriebenem Wechselstromdynamo, gekennzeichnet durch einen über einen Gleichrichter, zweckmässig einen Trockengleichrichter, in den Generatorstromkreis geschalteten Akkumulator, mit dessen Hilfe die Glühlampe bei stillstehendem Dynamo kurzzeitig mit Strom versorgbar ist.