AT229431B - Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen - Google Patents

Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen

Info

Publication number
AT229431B
AT229431B AT929961A AT929961A AT229431B AT 229431 B AT229431 B AT 229431B AT 929961 A AT929961 A AT 929961A AT 929961 A AT929961 A AT 929961A AT 229431 B AT229431 B AT 229431B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
electric motor
motor according
direct current
arrangement
transistor
Prior art date
Application number
AT929961A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Airotor Vertriebsges M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airotor Vertriebsges M B H filed Critical Airotor Vertriebsges M B H
Priority to AT929961A priority Critical patent/AT229431B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT229431B publication Critical patent/AT229431B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen 
Die Erfindung betrifft einen selbstgesteuerten Gleichstrommotor mit einer geraden Anzahl von Sta- torspulen. Solche Motoren haben den bekannten Vorteil, dass ihre Drehzahl regelbar ist, doch kann man mit ihnen bis jetzt keine sehr hohen Drehzahlen erreichen. Nachteilig wirkt sich bei ihnen   femer   aus, dass die bei höheren Drehzahlen am Kollektor auftretende Funkenbildung die Kollektorlamellen zerstört und damit ihre Lebensdauer begrenzt. Bei hohen Drehzahlen von   z. B. 15000 bis 20 OOOUmdr/min tritt   ferner neben dem bekannten Bürstenfeuer ein Rundfeuer auf, was einen sehr raschen Abbrand des Kol- lektors zur Folge hat. 



   Man hat bereits versucht, zur Vermeidung des Bürstenfeuers an den Kollektoren von GleichstromElektromotoren und-Generatoren an Stelle eines Kollektors eine Kommutierungsanordnung zu verwenden, die nur eine sehr geringe Energie abgibt, und diese Energie nach Verstärkung In einer   Rohrenanord-   nung den Statorspulen der Maschine als Erregerstrom zuzuführen. Als Kommutierungsanordnung wurde dabei eine Anordnung von Hall-Generatoren verwendet. 



   Solche Massnahmen reichen aber nicht aus, wenn man bei Gleichstrom-Elektromotoren hohe Drehzahlen erreichen will, insbesondere solche von einigen 100 000 Umdr/min, wie sie in der Technik vielfach erwünscht sind. Denn Röhrenverstärker eignen sich grundsätzlich nicht für den Betrieb von Motoren, weil der hohe innere Widerstand der Röhren den Wirkungsgrad nachteilig beeinflusst und vor allem die   er-   forderlichen hohen Anlaufströme nicht zulässt. 



   Auch der   blosse Ersatz der Röhrenverstärker durch Transistoren   führt nicht zum Ziel, da die Transistoren bei so hohen Schaltzahlen verbrennen würden. Soweit man Transistoren bisher bei Elektromotoren verwendet hat, geschah dies auch nur zur Steuerung von Motoren für elektrische Uhren, die fremdgesteuert und von geringer Leistung und geringer Umlaufgeschwindigkeit sind. 



   Es sind auch bereits Rückkopplungsschaltungen von Transistoren bekannt, die ein schnelles Schalten der Transistoren herbeiführen. Diese bekannten Schaltungen sind Gegentaktschaltungen und werden für Wechselrichterschaltungen mit   symmetrischen     und   Ausschaltzeiten verwendet. Sie sind jedoch nicht geeignet zum Betrieb von Motoren mit sehr hoher, insbesondere veränderlicher Drehzahl, weil bei diesen   das Verhältnis von Einschaltzeit zu Ausschaltzeit sehr unterschiedlich und   dabei die Schaltdauer extrem kurz sein muss. 



   Die Erfindung geht nun von einem   selbstgesteuerten Gleichstrom-Elektromotor   mit einer geraden Anzahl von Statorspulen und einer sehr geringe Energie abgebenden Kommutierungsanordnung aus, die eine Verstärkeranordnung zur Erregung der Statorwicklungen steuert. Um bei einem solchen Motor hohe Drehzahlen zu erreichen, sind gemäss der Erfindung die den Statorwicklungen zugeordneten Verstärker aus derart rückgekoppelten Transistoren aufgebaut, dass ihr Ein- und Ausschalten erst bei einem gewissen Grad der Aussteuerung schlagartig erfolgt. 



   Zweckmässig besteht die Verstärkeranordnung aus zwei vorverstärkenden Transistoren in Rückkopplungschaltung und einem Leistungstransistor, der von den ersteren schlagartig mit entsprechend hoher positiver oder negativer Steuerspannung beschickt wird. Vorteilhaft ist eine doppelte Anzahl von Transistorgruppen wie Statorwicklungen vorhanden und sind die jeder Wicklung zugeordneten zwei Transistorgruppen so geschal- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   tet, dass   sie die Wicklungen in entgegengesetzter Richtung erregen. Ferner sind zweckmässig zweiin Reihe geschaltete Gleichstromquellen vorhanden, die von den Transistorgruppen abwechselnd an die Statorwick- lungen gelegt werden. Diese Speisegleichstromquellen können in an sich bekannter Weise durch Anord- nung von Transformatoren und Gleichrichtern in Ein- oder Mehrphasenschaltung erzeugt werden. 



   Als Kommutierungsanordnung kann beim Motor nach der Erfindung in bekannter Weise ein Hall-Ge- nerator oder eine lichtelektrische Steuerung verwendet werden. In letzterem Fall sind symmetrisch um die Ankerachse des Motors Photodioden angebracht, die durch den Schlitz einer mitder Ankerachseum- laufenden Hülse oder über einen an der Ankerachse angebrachten Spiegel nacheinander belichtet werden. Da die   Steuerströme   aber beim Motor nach der Erfindung nur sehr gering sind, kann man die Steuerung auch über Kollektorlamellen und Bürsten vornehmen. 



   Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden. Dabei zeigt Fig. 1 ein Schaltbild einer Anordnung nach der Erfindung mit photoelektrischer Selbststeuerung, Fig. 2 einen Motor nach der Erfindung mit photoelektrischer Steuerung im Längsschnitt, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Motor nach Fig. 2 längs der Ebene   III - III,   Fig. 4 einen Motor nach der Erfindung mit Lamellenkollektor und Schleifbürsten im Längsschnitt, Fig. 5 die   Lamellen- und Bürstenanordnung   des Motors nach Fig. 4 in Draufsicht, Fig. 6 einen Motor nach der Erfindung mit Hallsteuerung und Fig. 7 einen Querschnitt durch den Motor nach Fig. 6 längs der Ebene   VII - VII.   



   In Fig. 1 ist mit 1 der Anker des Motors bezeichnet, der aus einem Dauermagneten SN besteht. 22 und 23 sind die Statorspulen des Motors. Am einen Wellenende 2 des Ankers ist eine Hülse 3 mit einem Schlitz 4 angebracht. In dieser Hülse 3 ist eine Lampe 5 stationär angeordnet. Symmetrisch um die Hülse stehen vier Photodioden 6, 7, 8,9 so, dass sie von der Lampe 5 durch den Schlitz 4 bei Umlauf der   Hülse 3   nacheinander belichtet werden.   I - IV   sind vier Transistorgruppen, die den Photodioden zugeordnet sind. Wird z. B. die Photodiode 8 belichtet, so wird sie leitend, und es tritt über sie die im Gleichrichter 11 erzeugte positive Spannung an der Basis des Transistors 10 auf, so dass derselbe sperrt. Die negativeSpannung des Gleichrichters 11 liegt nun über dem Punkt 12 und dem Basiswiderstand 13 am Transistor 14 und öffnet diesen.

   Infolgedessen fliesst ein Strom über den Widerstand 15, den Widerstand 16, die Emitter-Kollektorstrecke des Transistors 14, zum Emitter des Leistungstransistors 17, und über dessen Basis zum Basiswiderstand 18 zur Gleichstromquelle 11 über Punkt 12 zurück. Der bis dahin gesperrte Transistor 17 wird hiedurch geöffnet. Gleichzeitig fliesst ein Strom über den Transistor 14unddenWiderstand 19, welcher ein sehr rasches Schliessen des Transistors 10 bewirkt. Durch diese Rückkopplungschaltung ergibt sich ein sehr rasches Schalten der Transistoren. Sobald der Leistungstransistor 17 geöffnet ist, fliesst ein Strom aus der Gleichstromquelle 20 über die Statorwicklung 22 des Motors, über den Transistor 17 zum Minuspol der Gleichstromquelle 20 zurück. 



   Infolgedessen dreht sich der polarisierte Anker um zirka 90  nach einer gegebenen Richtung weiter. 



  Bei diesem Weiterdrehen wird der Lichtstrahl, welcher durch den Schlitz tritt, auf die nächste Photodiode, z. B. 7, gelenkt, welche ihrerseits in entsprechender Weise die Transistorgruppe III schaltet. Durch diese wird nun der Statorwicklung 23 Strom zugeführt, während die vorher eingeschaltete Statorwicklung 22 abgeschaltet wird. Infolgedessen dreht sich der Anker wieder um 900, wodurch die Photodiode 6 belichtet wird. Dadurch wird die Transistorgruppe   11   eingeschaltet. 



   Diese Transistorgruppe II bzw. deren Leistungstransistor ist aber mit der Gleichstromquelle 21, welche mit der Gleichstromquelle 20 in Reihe liegt, so verbunden, dass nunmehr durch die Statorwicklung 22 ein Strom in umgekehrter Richtung fliesst. Dabei wird nun der Anker 1 wieder um 900 weitergedreht, das Licht der Lampe 5 durch den Schlitz 4 auf die Photodiode 9 gelenkt und damit die. Transistorgruppe IV in gleicher Weise, wie vorstehend für die Transistorgruppe I beschrieben ist, geschaltet, lediglich mit dem Unterschied, dass der Leistungstransistor IV ebenfalls an die Gleichstromquelle 21 angeschlossen ist und entsprechend dem Leistungstransistor der Gruppe   H   die Statorwicklung 23 in umgekehrter Richtung wie   die Transistorgruppe III   erregt. 



   Durch die Verwendung von doppelt soviel Transistorgruppen wie Statorspulen des Motors, wie sie im   vorstehenden Schaltbeispiel   beschrieben worden ist, ergibt sich der höchstmögliche elektrische Wirkungsgrad, da die Statorspulen in zwei Richtungen vom Strom durchflossen und damit voll ausgenutzt wer-   en   und infolgedessen der Motor bei kleinsten Abmessungen sehr leistungsfähig gestaltet werden kann. Die vorstehend beschriebene Verwendung zweier getrennter, in Reihe geschalteter Gleichstromquellen ergibt   : ten   Vorteil, dass in den Statorspulen eine Stromrichtungsänderung mit nur der Hälfte der Transistoren bewirkt werden kann, die sonst nötig wären. 



   Die Fig. 2 und 3 zeigen beispielsweise eine bauliche Ausführungsform eines selbstgesteuerten Motors 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> schalten erst bei einem gewissen Grad der Aussteuerung schlagartig erfolgt.
    2. Gleichstrom-Elektromotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Verstärkeranord- nung aus zwei vorverstärkenden Transistoren in Rückkopplungsschaltung und einem Leistungstransistor be- steht, der von den ersteren schlagartig mit entsprechend hoher positiver oder negativer S teuerspannun g beschickt wird.
    3. Gleichstrom-Elektromotor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er eine doppelte Anzahl von Transistorgruppen wie Statorwicklungen hat und dass die je einer Wicklung zugeord- neten zwei Transistorgruppen so geschalter sind, dass sie die Wicklungen in entgegengesetzter Richtung erregen.
    4. Gleichstrom-Elektromotor nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei in Reihe geschaltete Gleichstromquellen, die von den Transistorgruppen abwechselnd an die Statorwicklungen ge- legt werden.
    5. Gleichstrom-Elektromotor nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch eine aus La- mellen und Schleifbürsten bestehende Kommutierungsanordnung.
    6. Gleichstrom-Elektromotor nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass als Kom- mutierungsanordnung eine Anzahl von symmetrisch um die Ankerachse des Motors angebrachten Photo- dioden dient, die durch den Schlitz einer mit der Ankerachse umlaufenden Hülse oder über einen an der Ankerachse angebrachten Spiegel nacheinander belichtet werden.
    7. Gleichstrom-Elektromotor nach. Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass als Kommutierungsanordnung eine Anordnung von Hall-Generatoren dient, die durch das Feld eines an der Ankerachse angebrachten Dauermagneten erregt werden.
AT929961A 1961-12-07 1961-12-07 Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen AT229431B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT929961A AT229431B (de) 1961-12-07 1961-12-07 Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT929961A AT229431B (de) 1961-12-07 1961-12-07 Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT229431B true AT229431B (de) 1963-09-10

Family

ID=29588280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT929961A AT229431B (de) 1961-12-07 1961-12-07 Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT229431B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2804561C2 (de)
DE4004785A1 (de) Reihenschlussmotor mit einer bremseinrichtung
CH390370A (de) Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen
DE2533859C2 (de)
DE2339260C2 (de) Kollektorloser Gleichstrommotor
DE2829685C2 (de) Mit Gleichspannung gespeister Motor
AT229431B (de) Selbstgesteuerter Gleichstrom-Elektromotor für hohe Drehzahlen
EP0601352A1 (de) Bremseinrichtung für einen Reihenschluss-Kommutatormotor
DE2541694A1 (de) Elektrische maschine mit axialem luftspalt
CH363073A (de) Antriebseinrichtung mit einem Kommutator-Motor
DE1218502B (de) Kontaktlose elektrische Impulserzeuger-Einrichtung
DE680463C (de) Aus Querfeldgenerator und Motor in Leonardschaltung bestehender Maschinensatz
DE1168549B (de) Elektrische Maschine mit kontaktloser Kommutierung
AT232588B (de) Lichtelektrisch getriebener Motor
AT251095B (de) Elektromotor
DE1231794B (de) Aus einer Gleichspannungsquelle ueber steuerbare Stromrichter gespeister Motor
DE672355C (de) Einphasenwechselstrommotor, dessen Wicklung zur Lieferung eines niedergespannten Stromes fuer Beleuchtungszwecke angezapft ist
AT221185B (de) Als Gleichstrom-Motor arbeitender Elektromotor
DE953891C (de) Gleichstrom-Verstaerkermaschine
AT245102B (de) Einphasenwechselstrom-Motor, insbesondere für Betriebsströme höherer Frequenz
DE560483C (de) Anordnung an stromwendenden elektrischen Maschinen
DE933698C (de) Langsam laufender Elektromotor
DE3943278A1 (de) Drehstromgenerator mit schleifringloser gleichstromerregung
AT35038B (de) Einrichtung zur Regelung von Gleichstrommotoren.
AT247962B (de) In vorzugsweise nur einer Drehrichtung betriebene Gleichstrommaschine