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Geschmiedeter oder gegossener Mähbalkenfinger
Bei den bisher bekannten Mähbalkenfingern mit angeschmiedetem oder angegossenem Führungslappen, deckt dieser den Messerschlitz bildende, flache bzw. mit einer in den Messerschlitz auslaufenden konischen Höhlung versehene Lappen den Messerschlitz durchgehend ab, so dass in diesen eingedrungene Erd-und Grasteilchen sich festfressen können, wodurch in Kürze ein Verlegen der Führungsbahn eintritt. Neben erheblicher Abnützung und Ausleierung der gegenseitig bewegten Teile, bedingt dies auch einen unsauberen Schnitt und einen beträchtlichen Mehraufwand an Antriebsleistung.
Dies gilt auch für Mähbalkenfinger mit in den Messerschlitz auslaufender konischer Höhlung des Führungslappens, da bei diesen Ausführungen der Lappen zwar den Schmutz von den in ihm eindringenden Messern besser abschabt, das Eindringen von Gras-und Erdteilchen in den Führungsschlitz aber niemals vollkommen vermieden werden kann und zufolge der gewölbten Innenfläche des Lappens ein Verklemmen und Festfressen der Verunreinigungen noch begünstigt wird.
Die besagten Nachteile werden durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung vermieden u. zw. besteht das Wesen derselben darin, dass der Führungslappen Ausnehmungen für den Austritt der sich zwischen Messer und Lappen ansammelnden Verunreinigungen, wie Erd-und Grasteilchen, aufweist. Zweckmässig ist dabei eine Ausnehmung vorgesehen, die, von der vorderen Begrenzung der durch den Führungslappen gebildeten Messerführung ausgehend, gegen die rückwärtige Querkante des Führungslappens verläuft, in welche sie zweckmässig ausmündet. Durch diese Ausnehmung werden die während des Betriebes in den Führungsschlitz eingedrungenen Verunreinigungen ausgeworfen, bzw. herausgeschabt, so dass Verschmutzungen der Messerführung und die damit verbundenen Unzukömmlichkeiten vermieden sind.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 die eineAusführungsform in Seitenansicht und Draufsicht, während die Fig. 3 in Draufsicht eine zweite Ausführungsform wiedergibt.
Mit 1 ist der eigentliche Körper des Mähbalkenfingers bezeichnet, der mit dem Führungslappen 2 aus einem Stück geschmiedet oder gegossen ist. Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist der Führungslappen ebenflächig ausgebildet. 3 bezeichnet die Schneidplatte des Mähbalkenfingers. Der Führungslappen 2 weist nun eine Ausnehmung 4 für den Austritt der sich zwischen ihm und dem nicht eingezeichneten Messer ansammelnden Erd-und Grasteilchen und sonstigen Verunreinigungen auf. Diese Ausnehmung geht von der vorderen Begrenzung 5 der durch den Führungslappen gebildeten Messerführung 6 aus und verläuft, in Richtung der Längserstreckung des Mäh- balkenfingers, gegen die rückwärtige Querkante 7 des Führungslappens, in welche sie offen ausmündet.
Der Führungslappen ist hinten um 2 bis 3 mm schmäler als die Schneideplatte 3.
Durch die erfindungsgemässe Ausnehmung des Führungslappens 2 wird die Reibung auf ein Minimum herabgesetzt, da die zwischen die Messer und die Führungslappen gelangende Erde bzw. die durch die Messerbewegung einbezogene Lehmmasse durch die Ausnehmung 4 zum Ausfall bzw. Ausquellen gebracht wird. Ein Verstopfen der Klingenführung und das sonst häufig auftretende Verklemmen und Ausschlagen von Klingen ist dadurch weitgehendst vermieden, wobei auch eine beträchtliche Einsparung an Antriebskraft festgestellt werden konnte.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist der Führungslappen 2 gewölbt ausgebildet, dergestalt, dass seine konkave Innenfläche 8 der Schneideplatte 3 zugekehrt ist. Die in die rückwärtige, oval verlaufende Querkante 7 ausmündende Ausnehmung 4 ermöglicht auch bei dieser gewölbten Form des Führungslappens den ständigen Austritt der zwischen Messer und Führungslappen einbezogenen Verunreinigungen, wobei durch die Längskanten 9 des Führungslappens das Ausmass der durch die Messerbewegung einbezogenen Verunreinigungen herabgesetzt erscheint, da die bis auf die Messerstärke an die Schneideplatte herangebogenen Längskanten 9 die Verunreinigungen von den Klingen, bei deren Eintritt in den Führungsspalt, abschaben.
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Doch gerade bei gewölbter Form des Führungslappens erweist sich die Anbringung der erfindungsgemässen Ausnehmung als besonders vor- teilhaft, da in den Zwischenraum zwischen Messer und Führungslappen eingedrungene Verunreinigungen sich in den keilförmigen Verengungen dieses Zwischenraumes besonders leicht absetzen und festfressen können.
Die erfindungsgemässen Ausnehmungen können ohne irgend welche Schwierigkeit an den üblichen Ausführungen von Mähbalkenfingern nachträglich durchgeführt werden, wodurch eine mit sehr geringem Kostenaufwand verbundene Verbesserung der in Gebrauch stehenden Gerätschaften- ermöglicht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Geschmiedeter oder gegossener Mähbalkenfinger, dadurch-gekennzeichnet, dass der Messerführungslappen (2) Ausnehmungen (4) für den Austritt der sich zwischen Messer und Führungslappen ansammelnden Verunreinigungen, wie Gras-und Erdteilchen, aufweist.