DE757201C - Schraemmeissel, bei dem ein Hartmetallstueck von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen ist - Google Patents
Schraemmeissel, bei dem ein Hartmetallstueck von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen istInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C35/00—Details of, or accessories for, machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam, not provided for in groups E21C25/00 - E21C33/00, E21C37/00 or E21C39/00
- E21C35/18—Mining picks; Holders therefor
- E21C35/183—Mining picks; Holders therefor with inserts or layers of wear-resisting material
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- E21C35/18—Mining picks; Holders therefor
- E21C35/183—Mining picks; Holders therefor with inserts or layers of wear-resisting material
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Description
AUSGEGEBENAM
5. OKTOBER 1953
5. OKTOBER 1953
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 b GRUPPE 2330
V 37070 VIb/5b
Richard Eilerhorst, Düsseldorf und
. Walter Wassermann, Dortmund sind als Erfinder genannt worden
Vereinigte Stahlwerke A. G., Düsseldorf
. eingelassen ist ■
Patentiert im Deutschen Reich vom 22. Oktober 1940 an Patenterteilung bekanntgemacht am 19. Oktober 1944
Zum Zweck der Erleichterung der Steinkohlengewinnung unter Tage bedient man
sich heute immer mehr der Kettenschrämmaschine, der gegenüber die Stangenschrämmaschine
weit in den Hintergrund getreten ist. Die heutige Bedeutung der Kettenschrämmaschine
ist in erster Linie auf die Entwicklung der Schrämmeißel zurückzuführen, die zu einem verhältnismäßig verschleißfesten
und betriebssicheren Werkzeug geführt hat. Es hat sich im Laufe der Entwicklung
des Schrämmeißels gezeigt, daß nur ein vergüteter Meißelstahl von hoher Zähigkeit
und Biegungsfestigkeit den an ihn gestellten hohen Betriebsbedingungen gewachsen
ist. Hierbei muß der Meißelstahl als Schneide ein Einsatzstück aus Hartmetall, zweckmäßig Widia oder Titanit, erhalten,
also aus einem Metall, das die höchste bisher erreichte Verschleißfestigkeit aufweist und 2&
dabei aber nicht zu spröde ist.
Man hat nun bereits eine ganze Reihe von Formen sowie auch die verschiedensten Werkstoffe
für die Herstellung der Schrämmeißel und deren Einsatzstücke praktisch erprobt, wobei sich aber herausstellte, daß sie sich alle
auf die Dauer nicht bewährt haben. So hat man z. B. vorgeschlagen, mehr oder weniger
dicke Plättchen aus Hartmetall vom Meißelrücken aus in den Schrämmeißel einzusetzen
5 oder auch statt dessen keilförmige Einsatzstücke oder rechteckige Hartmetallstifte vorzusehen,
deren der Brustseite des Meißels zugekehrte Längsflächen an der Meißelspitze auslaufen. Bei allen diesen Ausführungen hat
ίο es sich aber gezeigt, daß die Einsatzstücke schon nach kurzer Betriebszeit seitlich aus
dem als Halter für das Einsatzstück dienenden Meißel herausgedrückt wurden, abbrachen
oder in ihrem Sitz freigeschlissen wurden, wodurch sie ihren Halt im Meißel verloren. Auch ein weiterer Vorschlag, das
Einsatzstück parallelogrammförmig zu gestalten und mittels Nut und Feder in den
Meißel einzusetzen und hierin zu halten, zeigt kein besseres Ergebnis, da auch in
diesem Falle das Einsatzstück in keiner Weise festgehalten wird und ebenfalls nach
kurzer Betriebszeit ausbricht.
Der bisher günstigste Vorschlag ging nun dahin, in den Meißel einen Zylinderstift geeigneten
Durchmessers und geeigneter Länge schräg in den Meißel einzulassen und in seinem Sitz zu verlöten, wobei die Mittelachse
des Stiftes etwa durch die Meißelspitze verläuft und der Schaft werkstoff die obenerwähnten
besonderen Eigenschaften aufweist. Dieser Vorschlag, der bisher noch nicht verdrängt wurde, stellt die bisher beste
Ausführungsform des Schrämmeißels dar, und mit ihm wird die Kohle auch heute noch
fast ausschließlich geschrämt. Bei dieser Ausführung treten im Dauerbetrieb die vorerwähnten
Nachteile, wie seitliches Herausdrücken und Abbrechen, nicht auf, wohl aber Freiverschleiß.
Wenn nun auch ein derartiger mit schräg eingelassenem und eingelötetem Rundstift
versehener Schrämmeißel eine längere Betriebszeit als die sonstigen bisher bekannten
Ausführungein besitzt und wenn sich auch ein derartiger Meißel bei günstigen Arbeitsbedingungen
bis zu seinem endgültigen Verbrauch des öfteren nachschleifen läßt, ohne daß der eingesetzte Hartmetallstift an Halt
verliert, so zeigt sich bei ihm doch ebenfalls ein bedeutender Übelstand, der darin besteht,
daß der Schaftwerkstoff nach einiger Laufzeit des Meißels unterhalb seines eingesetzten
runden Hartmetallstiftes auskolkt, d. h. unterhöhlt wird. Dies geschieht besonders beim
Arbeiten des Meißels in weniger fester Kohle (Fettkohle), da hier die Schrämmaschine,
deren die Meißel tragende Kette stets mit gleichbleibender Geschwindigkeit umläuft,
mit schnellerer Vorschubgeschwindigkeit fährt als in fester und zäher Kohle, so daß
ein dickerer Kohlenspan abgehoben wird. Hier schneidet der Meißel nicht mehr allein
mit seiner Hartmetallspitze, sondern mit einer viel weiter herabreichenden Fläche der
Meißelbrust, deren Kanten beiderseits unterhalb des Hartmetalls aus Schaftstahl bestehen
und die daher weit stärker dem Verschleiß als das Hartmetall der Spitze ausgesetzt
sind. Von hieraus wird dann der Schaftwerkstoff an den Seitenwangen unterhalb des Hartmetallstiftes in rückwärtiger
Richtung fortgeschlissen und so der Stift selbst allmählich freigelegt, so daß er schließlich
nur noch ein wenig durch den durch den Verschleiß geschwächten Schaftstahl von hinten her gehalten wird, was zur Folge hat,
daß der eingesetzte Hartmetallstift vorzeitig abbricht oder ausbricht. Ja, es kann sogar
der Fall eintreten, daß der Rundstift bei fortschreitendem Verschleiß der Kanten unterhalb
des Hartmetalls bis zu seinem hinteren inneren Einsatzende bloßgelegt wird und herausfällt. Diese geschilderte Erscheinung
ist durch entsprechendes Nachschleifen nicht zu beheben, da der Verschleiß den ganzen
Schaftstahl nach rückwärts parallel zur Laufrichtung der Kette bis zum Hartmetallstift
erfaßt. Aber nicht nur beim Arbeiten des Meißels in weicher Kohle wird der eingesetzte
Hartmetallstift unterhöhlt, sondern auch beim Arbeiten in harter Kohle, denn die
Kette wühlt und mahlt in dem scharfkantigen dichten, bereits gelösten Schrämklein, womit,
von der Meißelbrust ausgehend, ein Verschleiß aller Teile stattfindet, der den Schaftstahl
ebenfalls wieder am stärksten in Mitleidenschaft zieht. Die Folge des hierdurch bedingten vorzeitigen Absplitterns oder Abbrechens
der freigelegten Hartmetallspitze ist, daß die Lebensdauer des Meißels auch bei schräg eingesetztem und eingelötetem
Hartmetallrundstift auf ein Bruchteil herabgesetzt wird, da ein solcher Meißel stärker
nachgeschliffen werden muß als ein Meißel, dessen Kanten durch normalen Betriebsverschleiß
etwas abgerundet sind. Damit wird dann die Möglichkeit des Nachschleifens bis zum völligen Meißelverbrauch weitgehend
vermindert, und in sehr vielen Fällen bedeutet ein Abbrechen der Rundstiftspitze zugleich
den Verlust des ganzen Meißels.
Um den geschilderten Nachteil zu vermeiden, schlägt die Erfindung bei einem
Schrämmeißel, bei dem ein Hartmetallstück von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt
spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen bzw. eingelötet ist und flächig
mit den Seitenwangen des Schaftes abschneidet (eine Ausbildung, die bereits bekannt
ist), vor, das schräg eingelassene Hartmetallstück mit einem in Richtung auf die
Brustseite des Meißels gerichteten Fortsatz zu versehen, der eine Stoßfläche zwischen dem
Hartmetallstück und dem Schaftwerkstoff bildet. Hierdurch wird der Vorteil erreicht,
daß infolge des flächigen Abschneidens des Hartmetalls mit den Seitenwangen des Meißels
der bei den üblichen' Ausführungen unterhalb des Einsatzstückes auftretende Verschleiß
völlig vermieden wird, da dann der
ίο ganze gefährdete Meißelteil an beiden Wangen aus Hartmetall besteht. Um hierbei
das Hartmetallformstück gegen seitliches Herausdrücken aus seinem Sitz zu sichern,
ist es zweckmäßig, daß mindestens eine der
*5 an dem Schaftwerkstoff anliegenden Flächen
des Hartmetalleinsatzstückes zur Sicherung gegen seitliches Herausdrücken genutet ist,
und zwar wenigstens auf der dem Rücken des Meißels zugekehrten, dem Schaftwerkstoff
so anliegenden Seite. Einen weiteren Schutz
gegen die Gefahr des seitlichen Ausdrückens des Einsatzstückes aus seinem Schaftsitz bewirkt
auch die Auflagefläche des Fortsatzes nach unten gegen den Schaftstahl, da das Hartmetallstück beim Seitendruck, um sich
über die Kante der geraden Auflagefläche hinwegdrehen zu können, im ganzen nach oben angehoben werden müßte, während aber
der Schrämdruck von vorn wirkt und dadurch das Formstück im Gegensatz zu seiner Achsenrichtung,
d. h. abwärts drückt.
In der Zeichnung ist in Abb. 1 als Beispiel eine Ausführungsform des Schrämmeißels
gemäß der Erfindung dargestellt. Darin ist ι der Meißelschaft und 2 das eingesetzte
und eingelötete Hartmetallstück. Das Hartmetallstück hat einen in Richtung auf die
Brustseite verlaufenden dreieckigen Fortsatz, dessen Fläche in diesem Fall parallel zum
Rücken verläuft. Die Nut gegen das seitliche Herausdrücken ist gestrichelt gezeichnet;
In der Abb. 2 ist ein Schnitt nach II-II
dargestellt. Wie ersichtlich, schneidet das Hartmetallstück "bei 3 flächig mit den Seitenwangen
des Schaftes ab. Aus Abb. 2 und den Abb. 3 bis 7 sind einige Möglichkeiten, die dem Schaftmaterial anliegenden Flächen zu
nuten, angegeben, wobei die Nuten an der oberen oder unteren Fläche des Haftmetall-Stückes
liegen können, wie sich aus einem Vergleich der Abb. 2 und 3 bereits ergibt.
Eingehende Versuche haben bestätigt, daß ein derartiger Schrämmeißel auch im Dauerbetrieb
den an ihn gestellten Forderungen voll und ganz gewachsen ist, d. h. das Hartmetalleinsatzstück
wurde weder seitlich aus seinem Schaftsitz herausgedrückt, noch brach es ab, oder es wurde freigeschlissen. Es zeigt
sich bei ihm, daß der unvermeidliche Verschleiß an wichtigen Stellen des Meißels
wesentlich geringer war, und es wird bei ihm der Widerstand gegen das seitliche Herausdrücken
des Hartmetallstückes aus dem Schaftwerkstoff vergrößert und somit bei · eingelötetem Hartmetallstück die Lötung
beim Arbeiten weniger beansprucht. Auch gestattet der Meißel gemäß der Erfindung
ein wiederholtes Nachschleifen bis zu seinem endgültigen Verbrauch, und ein Unterhöhlen
des Schaftwerkstoffes unterhalb des Einsatz-Stückes ist ausgeschlossen. Es sind also beim
Schrämmeißel gemäß der Erfindung alle den bisher bekannten Ausführungen anhaftenden
Nachteile vermieden, wodurch ein für den Dauerbetrieb bestens geeigneter Schrämmeißel
geschaffen ist.
Claims (2)
1. Schrämmeißel, bei dem ein Hartmetallstück von im wesentlichen rechteckigem
Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen bzw.
eingelötet ist und flächig mit den Seitenwangen des Schaftes abschneidet, dadurch
gekennzeichnet, daß das schräg eingelassene Hartmetallstück (2) mit einem in Richtung auf die Brustseite des Meißels
gerichteten Fortsatz (3) versehen ist, der eine Stoßfläche zwischen dem. Hartmetallstück
(2) und dem Schaftwerkstoff (1) bildet.
2. Schrämmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
der dem Schaftwerkstoff anliegenden Flächen des Hartmetallstückes zur Sicherung gegen seitliches Herausdrücken genutet
ist.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschrift Nr. 585396;
Werbeschrift »Widia« Werkzeugmetall der Fried. Krupp A. G., Essen, 1. Ausgabe "
I.Oktober 1930, Abb. 7;
»The Iron Age«, 27. Februar 1930, S. 663; »Glückauf«, 1932, S. 338.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 5453 9.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV37070D DE757201C (de) | 1940-10-22 | 1940-10-22 | Schraemmeissel, bei dem ein Hartmetallstueck von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV37070D DE757201C (de) | 1940-10-22 | 1940-10-22 | Schraemmeissel, bei dem ein Hartmetallstueck von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE757201C true DE757201C (de) | 1953-10-05 |
Family
ID=7590279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV37070D Expired DE757201C (de) | 1940-10-22 | 1940-10-22 | Schraemmeissel, bei dem ein Hartmetallstueck von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt spitzwinklig zur Brustseite in den Schaft eingelassen ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE757201C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3238607A (en) * | 1963-01-07 | 1966-03-08 | Thugus Mek Verkst Ab | Rapid lathing steel for groove lathing |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE585396C (de) * | 1930-11-21 | 1933-10-03 | Wengeler & Kalthoff Stahlhamme | Schraempicke |
-
1940
- 1940-10-22 DE DEV37070D patent/DE757201C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE585396C (de) * | 1930-11-21 | 1933-10-03 | Wengeler & Kalthoff Stahlhamme | Schraempicke |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3238607A (en) * | 1963-01-07 | 1966-03-08 | Thugus Mek Verkst Ab | Rapid lathing steel for groove lathing |
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