AT162184B - Verfahren zur Erzeugung von Reck- und Streckspannungen verdrillter Armierungen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Reck- und Streckspannungen verdrillter Armierungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzeugung von Reck-und Streckspannungen verdrillter, Armierungen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung von Reck-und Streckspannungen verdrillter Armierungen, wobei die Bewehrung nicht an die Schalung angeschlossen wird, sondern an die als Widerlager dienenden fertigen Betonwerkstücke mit entsprechenden Lochungen, in die man die Bewehrung einschiebt und in ihr Vorspannungen erzeugt, als deren Widerlager die Werkstücke selbst dienen (Schnürbeton). Man verwendet hiezu am besten Dralleisen, z. B. Isteg-Stahl oder Drillwulststahl, durch deren Verdrillung man die gewünschten Vorspannungen in einfachster Weise erzeugen kann. Diese Vorspannungen müssen in zwei Phasen erzeugt werden. 1. Zum Recken ausgewuchteter, verbogener Einzelstäbe mittels kleinerer Reckspannungen. (Versuchstechnisch üblich mit 500 I'cml.) 2. Strecken der Bewehrungsstäbe durch Drall, dessen Grad man aus der Ganghöhe genau genug bestimmen kann, um die verlangte Rückspannung zu erzeugen. Hiebei fallen zwei z. B. im Spannbeton nachteilige Wirkungen fort und das sind : die Vermeidung des grössten Teiles der Schwindspannung, denn der Schwindungsprozess vollzieht sich hauptsächlich in den ersten Wochen nach der Erzeugung, und die nachteilige federnde Nachgiebigkeit des Betons (die durch beliebige Nachspannung der Bewehrung günstig ausfällt). Man kann diese erfindungsgemäss Form der Ausführung und das Verfahren durch die Namensgebung bezeichnen, indem man derartige Baukörper mit dem Namen Schnürbeton belegt. Der fertige Werkstoffkörper aus Beton, Magnesit und anderen druckfesten Baustoffen hergestellt, (gemäss Fig. 1 im Längsschnitt der Bewehrungsachse), wird mit einer röhrenförmigen Öffnung 1 a versehen betoniert, in die die Bewehrung aus Drallstäben eingeschoben wird, die aus zugfesten Baustoffen besteht (Stahl, Leicht- metall u. a. ). Wird nun der Bewehrungsstab mit ortsfesten Enden verdrillt, so bildet das Werkstück das Widerlager. Die Anschlüsse der unverschieblich gelagerten Enden sind in den Fig. 1 und 3 für beide Enden und im Aufriss in der Fig. 2 dargestellt. Hiebei ist das Ende dort, wo gedrillt wird, mit einem Schweissbund 3 versehen, der auf einer Platte, die den Widerlagerdruck auf den Betonkörper verteilt, aufsitzt. Durch diese Druck- platte 4 wird der Reaktionsdruck auf das Werk- stück 1 übertragen. Es wird bemerkt, dass diese verteuernde Anordnung aber nur an den äussersten Enden eines sehr langen Stabes nötig ist, auf dem viele solche gelochte Werkstücksplatten entsprechend aufgefädelt sind, die später bei den Fugen durch Sägen abgetrennt werden. Zum Verdrillen dient die erfindungsgemäss in Fig. 4,6, 7 und 8 dargestellte Vorrichtung, die zwei Hebel 5 und 6 zum Verdrillen besitzt (Fig. 4). Der Hebel 6 dient zum Verdrillen der Nabe 7 (Fig. 1) mittels des mit ihr verbundenen Riegels 8, an den er anschliesst. Die beiden Hebel sind durch eine nachstellbare Feder 9 verbunden. Wird nun der Hebel 5 gedreht, so spannt sich die Feder 9, der Hebel 5 eilt vor um den Winkel S, entsprechend der vorgeschriebenen Reckung, bis in der Bewehrung die vorgeschriebene Reckspannung von 500 kgJcm2 erzeugt wird, die einmal in einer Versuchsanstalt festgestellt wurde oder durch eine Hausprobe. Zur Vermeidung der Rückdrehung dient ein Sperrad 12, dessen Zacken in Fig. 9 dargestellt sind, mit Sperrklinke 13. Man kann den Hebel 14, je nach dem es sich um links oder rechts gedrehte Bewehrungsstäbe handelt, im Sinne des Pfeiles 15 abkippen, so dass die Sperrung nach jedem der beiden Drehsinne wirksam gemacht werden kann. Nun kann die eigentliche Schnürspannung is durch Verdrillen erzeugt werden, je nach der Umdrehungszahl des Hebels 6. Die Feder 9 zwischen den beiden Hebeln Jundssist nachstellbar, um für die verschiedenen Durchmesser der Bewehrungsstäbe brauchbar zu sein. Das Recken crr kann gemäss Fig. 7 statt mit Federung auch durch eine Rolle 10 mit Gegengewicht 11 vorgenommen werden. Ist dies bis zu einer bestimmten Marke geschehen, so kann mit dem weiteren Verdrillen begonnen werden, mit einer Umdrehungszahl, die der verlangten Spannung entspricht, durch die der Werkstoffkörper geschnürt werden soll. Das andere Ende des Stabes kann durch eine einfache Schraube, die in der Verschweissung angeschnitten ist, verankert werden. <Desc/Clms Page number 2> Durch kleine Löcher 16 in den Wandungen des Werkstückes wird der Füll-Beton in die Hohlräume 1 a eingepresst. Es ist ferner zweckmässig, die Bewehrung, etwa im Kern, in einem Drittel der Höhe des Werkstückes (Fig. 5) zu verlegen, weil dadurch eine durch die Schnürung des Betons allenfalls nötige Zugbewehrung in der eigentlichen Druckzone erspart werden kann. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von Reck-und Streckspannungen verdrillter Armierungen in Werkstücken, die mit Aussparungen für die Armierung versehen sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Armierung zuerst durch kleinere Spannungen geradegerichtet wird und sodann die grösseren Stabspannungen, die zur Schnürung des Betons dienen, durch weiteres Verdrillen der Armierung erzeugt werden.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie im wesentlichen aus zwei auf einer Achse drehbar gelagerten Hebeln besteht, die durch eine nachstellbare Feder miteinander verbunden sind, mittels der bei einer Verdrehung der eine, zum Recken der Armierung dienende Hebel, den anderen, zum weiteren Verdrillen der Armierung dienenden Hebel, sobald die gewünschte Reckspannung erreicht ist, nachzieht.
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| AT162184T | 1947-03-31 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3088187A (en) * | 1959-06-03 | 1963-05-07 | Justice Company | Process of making elongated stressed concrete structures |
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1947
- 1947-03-31 AT AT162184D patent/AT162184B/de active
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