AT256458B - Verfahren zur Herstellung langgestreckter, Abschnitte augenartiger Ausbildung aufweisender Formkörper, insbesondere von Pleuelstangen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung langgestreckter, Abschnitte augenartiger Ausbildung aufweisender Formkörper, insbesondere von PleuelstangenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung langgestreckter, Abschnitte augenartiger Ausbildung aufweisender Formkörper, insbesondere von Pleuelstangen Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Patent Nr. 246987 zur Herstellung langgestreckter, Abschnitte augenartiger Ausbildung aufweisender Formkörper, insbesondere von Pleuelstangen, aus mit Fasereinlagen, z. B. Glasfasern, verstärktem härtbarem Kunstharz, wobei die Fasereinlagen strangförmig über Dorne, die im Abstand voneinander und koaxial zu den Achsen der ein Auge bildenden Ausnehmungen angeordnet sind, aufgewickelt oder in bereits schlaufenförmig zusammengelegter Form auf sie aufgestreift, hierauf in eine Form gebracht und mit Kunstharz getränkt werden, worauf die Form geschlossen und das Kunstharz ausgehärtet wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Verstärkungseinlagen während des Schliessens der Form und der Formgebung der Presslinge durch die Anordnung auf den Dornen ihre gestreckte Lage beibehalten, wobei sie sich der Profilierung der Formteile anpassen und gegebenenfalls vorgespannt werden, so dass ihr Verlauf mit den Spannungstrajektorien übereinstimmt, die bei Beanspruchungen der auf diese Weise hergestellten Kunstharzkörper auftreten. Dabei hat es sich zur Beschleunigung der Herstellungsvorgänge als zweckmässig erwiesen, mehrere, verschiedenen herzustellenden Kunststoffkörpern zugeordnete Verstärkungseinlagestränge auf die Dorne in Längsrichtung derselben hintereinander aufzubringen und gemeinsam unter Entstehung eines Kunstharzblockes zu pressen, worauf der Block, nach dem Aushärten, in die einzelnen Kunststoffkörper zerlegt, beispielsweise zersägt wird. Es hat sich nun gezeigt, dass die beim Schliessen der Form zwischen den Dornen liegenden Schenkel der Faserstränge. verursacht durch die Anordnung der Dome, zwischen sich in Augennähe Zwickel freilassen, die etwa einem Strömungsschatten entsprechen, der auftreten würde, wenn man sich einen Dorn als festen Teil in eine ihn umschliessende Strömung eingehängt vorstellt. In diesem Zwickel sammelt sich unverstärktes Kunstharz an, der somit zu einer Schwächungsstelle dann werden kann, wenn in besonders gelagerten Beanspruchungsfällen ein im Auge des fertigen Kunststoffkörpers liegender, beanspruchender Teil seine Wirkungen gerade auf den erwähnten, verstärkungsfaserfreien Kunststoffzwickel ausübt. Es ist Aufgabe der Erfindung, die Möglichkeit des Auftretens derartiger nachteiliger Erscheinungen von vornherein zu beseitigen. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass vor dem Schliessen der Form in den beim Aufwickeln der Verstärkungseinlage über die beiden Dorne zwischen den Längsteilen der Verstärkungseinlage gebildeten Hohlraum eine letzteren ausfüllende Einlage, beispielsweise aus Glasfasern, eingelegt wird. Besonders zweckmässig ist bei Verwendung einer Glasfasermatte als Einlage diese vor dem Einbringen in an sich bekannter Weise nach Art eines Tuchballens flach zu wickeln. Beim Schliessen der Form streckt sich die Matte infolge der gegenseitigen Annäherung der Verstärkungsfaserstränge und legt sich dadurch mit einer gewissen Vorspannung gegen die Dorne. Man kann auch die Einlage in den Hohl- <Desc/Clms Page number 2> raum zwischen den Längsteilen der Verstärkungseinlage und den Dornen unmittelbar unter Vorspannung einbringen. Das geschieht dadurch, dass man der Matte Abmessungen gibt, durch die sie im flach gewickelten Zustand mehr Raum einnimmt als dem lichten Abstand der Dorne entspricht. Diese Vorspannung ist bei geeigneter Dicke und Breite der Matte so stark, dass es auch beim Schliessen der Form unter Druck nicht zu einem Wegdrücken der Matte kommen kann. Vielmehr dringt das Kunstharz in die Matte so dass das Gefüge des fertigen Kunststoffkörpers auch in den sich unmittelbar an die Dorne anschlie- ssenden Bereichen etwa dasselbe ist wie im Bereiche der Verstärkungsfaserstränge selbst. Dadurch sind in den die Augen des fertigen Kunststoffkörpers umgebenden Wandteilen ausschliesslich faserverstärkte Kunstharzteile zur Kraftaufnahme angeordnet, so dass eine Ableitung der Kräfte ohne die nachteiligen Erscheinungen auftritt, die eingangs geschildert wurden. Die Einlage bzw. die Matte wird zweckmässig vor oder nach dem Einbringen in die Pressform mit vorzugsweise selbsthärtendem Kunstharz getränkt. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, das Kunstharz ohne unmittelbareTränkung der Einlage einzubringen, etwa in der Form von entsprechend zugeschnittenen Streifen, als Folie oder als Granulat, jedoch ist die Tränkung mit dem durchweg zähflüssigen Kunstharz zu bevorzugen. Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Einrichtungen und damit zwei Einzelphasen bei der Durchführung des Verfahrens wieder. Fig. l veranschaulicht die Stellung der Teile vor dem Schliessen der Form, während Fig. 2 die gleichen Teile nach dem Schliessen zeigt ; ein vorzugsweise zwischen den Phasen der Fig. 1 und 2 liegender Tränkungsvorgang ist, als bekannt, nicht veranschaulicht worden. In Fig. l bezeichnet 1 den Oberteil, 2 den Unterteil der Form. Ober-und Unterteile sind bei 11 und 21 so profiliert, wie die Formgebung des herzustellenden Körpers es erfordert. Mit 3 und 4 sind die Dorne bezeichnet, die an der Stelle liegen, an der der herzustellende Formkörper später augenförmige Teile aufweisen soll. Es ist mit 5 ein endloser Glasfaserstrang bezeichnet, zu dessen Halterung die Dorne U, 4 dienen, wobei die Dorne so angeordnet sein können, dass auf den Strang 5 eine Vorspannung gewünschter Grösse ausgeübt wird. Mit 6 ist ein Hohlraum bezeichnet, der zunächst zwischen den Schenkeln des Stranges 5 gebildet und erfindungsgemäss durch eine Einlage 7 ausgefüllt ist, die aus einer nach Art eines flachen Tuchballens aufgewickelten Glasfasermatte besteht. Die Dicke und die Breite dieser Einlage 7 sind so bemessen, dass der Zwischenraum zwischen den Schenkeln des Glasfaserstranges 5 und den Domen 3,4 ausgefüllt ist. Auch kann eine gewisse Vorspannung vorgesehen sein, etwa dadurch, dass der Mattenwickel 7 in den Raum 6 eingelegt wird, bevor die Dome 3 und 4 ihre Endlage erreicht haben. Der Wickel ist in diesem Falle etwas dicker als dem Abstand der beiden Schenkel des Stranges 5 entspricht. Werden die Dome 3,4 beispielsweise mittels einer nicht dargestellten Vorrichtung in einander entgegengesetzten Richtungen bis in ihre Endlage bewegt, so straffen sich die Schenkel des Stranges 5 und pressen den etwas dickeren Wickel 7 so zusammen, dass er sich in der Länge streckt, womit es auch in Längsrichtung zur Anlage seiner kürzeren Flächen an den Dornen 3,4 unter der gewünschten Vorspannung kommt. An die Lage der Teile nach Fig. l kann sich ein nicht veranschaulichter Tränkungsvorgang mit Kunstharz oder mit einem sonstigen Stoff anschliessen. Hierauf wird die Form geschlossen, wie in Fig. 2 dargestellt. Der Pressling passt sich der Profilierung 11, 21 in der dargestellten Weise an. Es dringt dadurch die Ve. rstärkungseinlagein die Hohlraumteile 6 ein, die nach Fig. l vorhanden sind und wenigstens teilweise erhalten bleiben würden, wenn nicht das erfindungsgemäss vorgeschlagene Verfahren angewendet würde. Der in der Dicke stark reduzierte Wickel 7 passt sich dabei den einander zugekehrten Begrenzungsflächen der Dorne 3, 4 völlig an, so dass eine gegebenenfalls vorhandene Vorspannung noch vergrössert wird. Dadurch liegt zwischen den Schenkeln des Verstärkungsfaserstranges 5 und den Dornen 3,4 ein widerstandsfähiger, mit Glasfasern durchsetzter, zug- und druckfester Widerlagerkörper, der imstande ist, die gleichen mechanischen Beanspruchungen aufzunehmen wie der Teil des Presslings, in dem der Glasfaserstrang 5 liegt. Selbst wenn also Maschinenteile, die in den den Dornen 3,4 entsprechenden Ausnehmungen angreifen, nur auf diesen Widerlagerkörper Kräfte ausüben, können diese ohne weiteres aufgenommen werden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung langgestreckter, Abschnitte augenartiger Ausbildung aufweisender Formkörper, insbesondere von Pleuelstangen, aus mit Fasereinlagen, z. B. Glasfasern, verstärktem härt- <Desc/Clms Page number 3> baren) Kunstharz, wobei die Fasereinlagen strangförmig Über Dorne, die im Abstand voneinander und koaxial zu den Achsen der ein Auge bildenden Ausnehmungen angeordnet sind, aufgewickelt oder in bereits schlaufenförmig zusammengelegter Form auf sie aufgestreift, hierauf in eine Form gebracht und mit Kunstharz getränkt werden, worauf die Form geschlossen und das Kunstharz ausgehärtet wird,nach EMI3.1 Aufwickeln der Verstärkungseinlage über die beiden Dorne zwischen den Längsteilen der Verstärkungseinlage gebildeten Hohlraum eine letzteren ausfüllende Einlage, beispielsweise aus Glasfasern, eingelegt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass bei Verwendung einer Glasfasermatte als Einlage diese vor dem Einbringen in an sich bekannter Weise nach Art eines Tuchballens flachgewickelt wird. EMI3.2 lage in den Hohlraum zwischen den Langsteilen der Verstärkungseinlage und den Dornen unter Vorspannung eingebracht wird.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage vor oder nach dem Einbringen in die Pressform mit vorzugsweise selbsthärtenden Kunstharzen getränkt wird.
Priority Applications (7)
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| DE102011012156A1 (de) * | 2011-02-23 | 2012-08-23 | Dbw Holding Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines Formmatrials aus Fasermaterialien und Vorrichtung hierüber |
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- 1961-08-25 AT AT654361A patent/AT256458B/de active
Cited By (2)
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| DE102011012156A1 (de) * | 2011-02-23 | 2012-08-23 | Dbw Holding Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines Formmatrials aus Fasermaterialien und Vorrichtung hierüber |
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