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Zweiteiliger Dübel zur Verbindung von hölzernen Baugliedern.
Die Verwendung von Dübeln zum Verbinden von hölzernen Baugliedern ist bekannt. Diese bekannten Dübeln bestehen aus Metallplatten oder Ringen, die an den Baugliedern verankert sind und mit scheibenförmigen Fortsätzen und entsprechenden Ausnehmungen derart ineinandergreifen, dass sie ein Gelenk bilden, das zur Aufnahme der an der Verbindungsstelle auftretenden
Schub-und Druckkräfte bestimmt ist. Die Verankerung dieser Metallplatten erfolgt durch ihre Zinken, Zähne oder schneidenartige Lappen, welche beim Anschlagen der Dübel oder beim Zusammenschrauben der Bauglieder in das Holz eingepresst werden und hiebei die Fasern durchtrennen oder das Holz spalten.
Eine derartige Verankerung der Dübel hat den Nachteil, dass sich die Zinken, Zacken oder abgebogenen Metalllappen der Metallplatten unter dem Einfluss der auftretenden Schub-und Druckkräfte im Holz lockern und dadurch keinen festen Sitz der Dübel im Holz gewährleisten. Die Dübel geben infolge dieses Umstandes nach kurzer Zeit den Spannungen der Bauglieder nach, so dass die die Dübel durchsetzenden Spannschrauben wieder ausser der Zugbeanspruchung die volle Schub-und Biegungsbeanspruchung an der Verbindungsstelle aufnehmen müssen. Auch die nabenlosen, stirnseitig abgestuften Ringdübel haben diesbezüglich die gleiche Wirkung und den gleichen Nachteil wie die zweiteiligen Metalldübel.
Zur Beseitigung dieses Übelstandes werden die beiden Dübelteile eines zweiteiligen Dübels gemäss der Erfindung aus Gelenkköpfen gebildet, welche in den Baugliedern versenkt sitzen und in diese so tief eingreifen, dass sie die Spannschraube weit über die Scherzone hinaus über einen grossen Teil ihrer Länge schützen und die Schub-und Druckkräfte bei völliger Entlastung der Spannschrauben parallel zur Faser der Bauglieder unmittelbar mit ihrem Körper aufnehmen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus- führungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Draufsicht, Fig. 2 eine Ansicht und Fig. 3 ein Schnitt durch das Gelenk, während Fig. 4 in der Ansicht und im Schnitt nach den Linien I-I bzw. II-II eine Verbindung zeigt.
Das Gelenk entsteht dadurch, dass ein kreisscheibenförmiger Fortsatz 4 des einen Teiles 2 in eine Ausnehmung des anderen Teiles 1 eingreift. Eine die Ausnehmung 5 umgebende schmale Erhöhung 6 beeinflusst in günstiger Weise die auftretenden Reibungsverhältnisse.
Für schrägen Kraftangriff wird mindestens einer der Verbinder zweckmässigerweise länglich mit zwei parallelen Längsseiten hergestellt, d. h. oval, elliptisch oder ähnlich (s. Fig. 1 und 2). Dadurch ist es möglich, auch in schräger, ja auch senkrecht zur Faser stehenden Richtung dieselben Kräfte angreifen zu lassen, wie sie parallel zur Faserrichtung zulässig sind.
Die voneinander gewendeten Flächen beider Teile sind in mehreren Stufen 3 abgetreppt (Fig. 2 und 3). Die Stufen treten beim Einsetzen des Holzverbinders zwischen die Stäbe in genau passende Vertiefungen, welche in das Holz maschinell eingefräst werden. Infolgedessen legen sich die Stufenflächen satt an das Holz und übernehmen die Kräfte auf grossen Flächen, wodurch jedes Spalten des Holzes vermieden wird. Die Abmessungen der Stufenflächen lassen sich den Belastungen anpassen ; so ist es möglich, die Einhaltung der Bauvorschriften rechnerisch nachzuweisen.
Durch die Anordnung des aus dem Fortsatz 4 und der Ausnehmung 5 bestehenden Gelenkes sind die Verbindungsschrauben 7 ausschliesslich der Zugbeanspruchung ausgesetzt, also frei von allen Biegung-und Schubkräften.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweiteiliger Dübel zur Verbindung von hölzernen Baugliedern, dessen Dübelteile gelenkartig ineinandergreifen und von der Spannschraube zentrisch durchsetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Dübelteile aus Gelenkkörper bestehen, welche in genau passenden Ausnehmungen der hölzernen Bauglieder zur Gänze so versenkt festsitzen, dass sie die Spannschraube über den grössten Teil ihrer Länge schützend umgeben und die Schub-und Druckkräfte der Bauglieder unmittelbar mit ihren Körpern aufnehmen.
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