AT160843B - Dachwehr. - Google Patents

Dachwehr.

Info

Publication number
AT160843B
AT160843B AT160843DA AT160843B AT 160843 B AT160843 B AT 160843B AT 160843D A AT160843D A AT 160843DA AT 160843 B AT160843 B AT 160843B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
flap
lower flap
weir
roof
transverse frame
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Ing Cicin
Original Assignee
Paul Dr Ing Cicin
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of AT160843B publication Critical patent/AT160843B/de

Links

Landscapes

  • Barrages (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Dachwehr.   



   Die ursprüngliche Form des aus zwei ebenen Tafeln gebildeten hydraulischen Dachwehres hat den Nachteil der zu geringen Verwindungssteifigkeit und weist ausserdem den wesentlichen Mangel auf, dass sich im oberen Absenkungsbereich zwischen Ober-und Unterklappe ein sich beim Absenken verengender, nach aussen offener Zwickel bildet, in dem sich leicht Fremdkörper, Schwimmholz od. dgl. einklemmen und dadurch das weitere Absenken unmöglich machen können. Ebenso bildet der Umstand, dass der Überfallstrahl über die Oberkante der Oberklappe im steilen Winkel auf die Unterklappe   aufschlägt,   eine Gefahr-besonders bei   Eisgang-für   den Bestand des Dachwehres.

   Auch das aus zwei gleichen, gebogenen Klappen bestehende Daehwehr, bei welchem bei Absenkung die Ab- stützung zunächst durch Rollen am oberen Saum der Unterklappe und anschliessend durch die am oberen Saum der Oberklappe angeordneten Rollen erfolgt, weist ebenfalls zum grossen Teil die oben erwähnten Mängel auf. Der nach aussen offene Zwickel und teilweise auch die mangelhafte Verwindungssteifigkeit werden dadurch vermieden, dass die Oberklappe auf ihren oberen Rand einen rechtwinkligen, mit einer Rollenreihe versehenen Ansatz erhält, mittels welchen sie sich gegen die Unterklappe abstützt, doch bleibt der Nachteil in der Unstetigkeit der Strahlführung und die damit verbundenen Gefahren besonders bei Eisgang weiter bestehen.

   Um diesen Nachteil zu umgehen, hat man die Anordnung umgekehrt, indem man die Unterklappe mit dem erwähnten rechtwinkligen Ansatz versehen hat und die jetzt kürzere Oberklappe gegen diesen Ansatz sich abstützen lässt. Da jetzt die Oberklappe sich auf der Aussenseite der hakenförmigen Unterklappe bewegt, wurde der obere Rand der Unterklappe mit einer Rundung versehen, um die Bildung eines Zwickels zu vermeiden und um bessere Abflussverhältnisse für den Überfallstrahl zu schaffen. Diese Vorteile werden jedoch hier durch eine tiefere Wehrgrube und durch die Verlegung der Dichtungsfuge zwischen den beiden Klappen von der Luftseite nach der Oberwasserseite erkauft.

   Die tiefere Wehrgrube erschwert die Beseitigung oder Spülung der sich auf dem Wehrgrubenboden bildenden Schlammablagerungen, während die Dichtung in Staulage unter dem ständigen Druck des Oberwassers steht, wobei Undichtigkeiten mit den damit verbundenen Wasserverlusten und Vereisungen sowie grössere Reibungswiderstände beim Bewegen nicht zu vermeiden sind. 



   Zweck der nachstehend geschilderten Erfindung ist, die obenerwähnten Nachteile zu vermeiden. 



  Dies wird erfindungsgemäss folgendermassen erreicht. Die Oberklappe, die in bekannter Weise an ihrem oberen Rand Stützrollen erhält, mittels welchen sie sich gegen die Unterklappe auf der Luftseite anlehnt, wird in ihrem oberen Bereich mit einer derartigen stetigen Krümmung versehen bzw. der Innenrand der die Klappenstauwand aussteifenden Querrahmen wird im oberen Bereich derart geformt, dass der obere Rand der entsprechend angepassten Form der Unterklappe sich bei Betätigung des Dachwehres in geringem und nahezu gleichbleibendem Abstand vom Innenrand des Oberklappenquerrahmens bewegt, wobei die Abstützrolle der Oberklappe ständig mit der Unterklappe in Berührung bleibt.

   Bei Einhaltung dieser Gestaltungsregel ist es dann auch ohne weiteres möglich, auch den Aussenrand des Oberklappenquerrahmens, gleichbedeutend mit der oberen Begrenzung der Klappenstauwand, so zu formen, dass in allen Lagen des Dachwehres zwischen Ober-und Unterklappe ein praktisch kontinuierlicher Übergang vorhanden ist und dass infolgedessen der Abfluss ohne Anprall des Überfallstrahles auf die Unterklappe, mit den ungünstigen Folgen besonders bei Eisführung, vor sich geht. Um diese vorteilhafte Formung zu ermöglichen, werden die zur Aussteifung der Stauwände bestimmten zylindrischen Hohlkörper, die hier unter Mitbenutzung der Staubleche selbst gebildet 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden, in den unteren Teil der Tafeln, insbesondere der Obertafel verlegt.

   Schliesslich wird die hohe Verwindungssteifigkeit dieser Hohlkörper dazu benutzt, um die Vorrichtungen, die das weitere Öffnen des Dachwehres über die Staulage hinaus verhüten sollen und die bei den bekannten Anordnungen über die ganze Öffnung verteilt an den Querrahmen angeordnet sind, durch eine einzige im Endquerrahmen angeordnete Vorrichtung zu ersetzen. Durch diese Vorrichtung ist nicht nur die Sicherung in der Endlage, sondern auch eine dauernde Führung während des ganzen Absenkungs-bzw. Hubweges der Klappen gewährleistet. 



   In den nachstehend angeführten Figuren ist der Erfindungsgedanke an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Fig. 1 stellt den Querschnitt des Dachwehres in Staulage, Fig. 2 in umgelegter Lage dar, während in den Fig. 3 und 4 zwei Zwischenlagen veranschaulicht sind. 



   In den Fig. 1 und 2 sowie in den nachfolgenden Figuren ist mit 1 die Stauwand der Oberklappe bezeichnet, die in ihrem unteren Bereich zusammen mit dem Mantelblech 2 den verwindungssteifen, über die ganze Klappenlänge sich erstreckenden Hohlzylinder bildet. In angemessenen Abständen sind die Querrahmen 3 angeordnet, die an ihrem unteren Ende die in der Sohle 13 verankerten Drehlager 4 tragen, während sie an ihrem anderen, oberen Ende mit Stützrollen   6   versehen sind.

   Der mit 6 bezeichnete Innenrand der Querrahmen 3 und der Rücken der gebogenen Unterklappe sind derart geformt, dass der obere Rand 11 des Querrahmens 10 der Unterklappe bzw. des Unterklappendeckbleches 8 sich während des grössten Teiles der Senkbewegung in geringem Abstand von dem Innenrand 6 bewegt, wobei die Rollen   6   mit dem   Unterklappenrüeken   ständig in Berührung bleiben und sich gegen diesen abstützen. Die Stauwand 1 der Oberklappe passt sich in ihrem oberen Bereich 7 der Krümmung des Innenrandes 6 an, so dass sie auch in den   Absenkdagen'einen   stetigen Übergang zu dem   Deckblech 8   der Unterklappe bildet.

   Auch das Deckblech 8 der Unterklappe bzw. sein mittlerer Teil bildet mit dem zugehörigen Mantelblech 9 einen zylindrischen Hohlkörper, der sich zweckmässigerweise ebenfalls über die ganze Wehrlänge erstreckt. Die Unterklappe ist mittels der in den Querrahmen 10 angeordneten Drehgelenken 12 in der Tosbeckensohle 16 gelagert. In der gänzlich abgesenkten Lage stützt sich die Unterklappe und durch sie auch die Oberklappe mittels der in den Figuren angedeuteten Klötze gegen die Beckensohle 14. Das Tosbecken geht durch allmählichen Übergang 17 in die normale Gerinnesohle 13 über. Die aus den Stau-und Mantelblechen gebildeten Hohlkörper sind mit Wasser- und Luftlöchern versehen, um in der umgelegten Lage oder beim Bewegen keine unerwünschte Auftriebswirkung auszuüben.

   Aus der Fig. 1 ersieht man ferner, wie durch die vorbeschriebene Anordnung die StÜtzrolle   5   und somit auch die Dichtungsfuge fast in der Höhe des Stauspiegels auf der Luftseite zu liegen kommt, während der für die Aufrechterhaltung der Staulage erforderliche Innenwasserspiegel wesentlich unterhalb der Stützrollen bzw. der Dichtungsfuge gelegen ist.

   Aus den Fig. 3 und 4 erkennt man zunächst, wie in den beiden dargestellten   Absenklagen der   Übergang des Überfallstrahles vom oberen Bereich 7 der Oberklappe zu der Unterklappe ein praktisch stetiger ist und wie durch den Umstand, dass sieh der obere Rand 11 der Unterklappe im ganzen oberen Bereich in nur geringem Abstand von dem Innenrand 6 des Oberklappenquerrahmens bewegt, die strömungstechnisch richtige Gestaltung 
 EMI2.1 
 Endquerrahmen 18 mittels des Bolzens 19 angreifende Hubmittel 20 die Unterklappe und somit das ganze Dachwehr angehoben werden kann, da die Unterklappe, vermöge ihrer Verwindungssteifigkeit, die Oberklappe samt Wasserauflast in der ganzen Ausdehnung zu tragen vermag.

   Dank der Verwindungssteifigkeit der Oberklappe kann durch eine im Endquerrahmen 18 der Unterklappe angeordnete, parallel zu ihrem oberen Rand verlaufende Führungsschiene   21,   gegen die sich die im Endquerrahmen 22 der Oberklappe gelagerte Führungsrolle 5 stützt, verhindert werden, dass sich durch übermässigen   Innendruck   die Oberklappe von der Unterklappe abhebt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dachwehr, dessen bis zum Oberwasserspiegel reichende, gekrümmte oberwasserseitige Oberklappe sich gegen die ebenfalls gekrümmte Unterklappe abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass der obere äussere Rand (7) der Oberklappe parallel oder nahezu parallel verläuft mit der Krümmung des oberen Teiles des Innenrandes   (6)   des Oberklappenquerrahmens   (3)   und dass der obere Rand   (11)   der im oberen Teil entsprechend gekrümmten Unterklappe bei der gegenseitigen Bewegung beider Klappen mit geringem Abstand an der inneren Umrandung   (6)   der Oberklappenquerrahmen   (3)   vorbeistreieht, wobei die   Abstützrollen     (5)   der Oberklappe während der ganzen Bewegung mit der oberen Begrenzung der Unterklappe in Berührung bleiben.

Claims (1)

  1. 2. Dachwehr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterklappen-Endquerrahmen (18) eine mit dem oberen Rand der Unterklappe parallellaufende Führung (21) für die Abstützrolle (5) der Oberklappe angeordnet ist, durch die die zwangläufige gegenseitige Bewegung der beiden Klappen bewirkt wird und ein Abheben der beiden Klappen voneinander verhindert ist.
AT160843D Dachwehr. AT160843B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT160843T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT160843B true AT160843B (de) 1942-05-20

Family

ID=3651083

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160843D AT160843B (de) Dachwehr.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT160843B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1929246A1 (de) Amphibisches Bruecken- und UEbersetzfahrzeug
DE2927804A1 (de) Vorrichtung zum abdichten des unteren teils einer auf oder in einem gewaesserboden stehenden saeule gegenueber der umgebenden oberflaeche des gewaesserbodens
DE2212313C3 (de) Aufschwimmbares Stauwehr
AT160843B (de) Dachwehr.
DE4010221A1 (de) Verfahren und sperrwerk fuer die absperrung eines tidewasserlaufes bei sturmflut
DE2434469A1 (de) Einrichtung zum ausschluss von wasser aus einer neben einer wasserflaeche liegenden arbeitsstelle
DE2138741A1 (de) Rollverschluss fuer fugen in bruecken oder aehnlichen bauwerken
DE2239653A1 (de) Kombinierte lauf- und schutzschiene
DE698717C (de) Hydrostatisches Wehr
AT139897B (de) Schützenwehr.
EP0841436B1 (de) Hochwasserschutzwand
DE880119C (de) Abschlußvorrichtung für Schleusen, Häfen, Docks oder Wasserläufe
DE1265063B (de) Bewegliches Wehr mit biegsamer Stauwand
DE504298C (de) Seitendichtung fuer Wehrverschluesse
DE2020073A1 (de) Schwimmende Landungsbruecke
DE1119779B (de) Selbsttaetiges Klappenwehr
DE1018800B (de) Einschwimmbarer Verschluss fuer Wehre
AT159903B (de) Mechanisch angetriebenes Doppelklappenwehr.
AT215361B (de) Segmentschütz mit aufgesetzter Klappe bei nischenlosen Wehrpfeilern
DE736178C (de) Bewegliches Wehr mit einem torsions- und biegungssteifen Staukoerper
DE571305C (de) Walzenwehr
DE462332C (de) Wasserschnecke fuer die Foerderung des Wassers auf verschiedene Oberwasserstaende
AT236306B (de) Doppelsegmentverschluß für Schleusen und Wehre
AT224025B (de) Nische zur Aufnahme der Laufrollen bzw. Gleitkufen von beweglichen Wasserverschlüssen
DE515292C (de) Verschlusskoerper fuer Wasserbehaelter, insbesondere fuer Schleusen