AT160323B - Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen. - Google Patents

Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen.

Info

Publication number
AT160323B
AT160323B AT160323DA AT160323B AT 160323 B AT160323 B AT 160323B AT 160323D A AT160323D A AT 160323DA AT 160323 B AT160323 B AT 160323B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
trigger
drum
fire
spring
barrel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Rheinmetall Borsig Ag
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of AT160323B publication Critical patent/AT160323B/de

Links

Landscapes

  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen. 



   Es sind selbsttätige Feuerwaffen mit Vorrichtungen zur Verzögerung der normalen Feuergeschwindigkeit bekannt, bei denen die Verminderung der   Schusszahl   durch Hemmwerke erfolgt, die die Bewegungen der Schlagvorrichtung oder des Verschlussstücks an sich oder die Zeitspanne zwischen dessen   Offnungs-und Schliessbewegung   verzögern. Insbesondere sind bereits Verzögerungsvorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen durch das rücklaufende Verschlussstück aus Schwungscheiben bestehende Kraftspeicher aufgeladen werden, die bis zu der gegebenenfalls durch Hemmvorrichtungen gedehnten Rückkehr der Schwungscheiben in die Ausgangslage das Vorlaufen des   Verschlussstücks   verhindern. 



   Von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, dass bei ihm für die Schaffung der Verzögerungsenergie das Verschlussstück nicht herangezogen wird, um sowohl die Schussgenauigkeit beeinflussende Stösse zu vermeiden als auch einen ungehemmte, für die Zuführung einer neuen Patrone ausreichenden Verschlussrücklauf sicherzustellen. Zu dem Zweck wird der Kraftspeicher vom rücklaufenden Lauf aus aufgeladen. Infolge seiner grösseren Masse ist der Lauf besser geeignet, die zum Aufladen des Kraftspeichers erforderliche Energie aufzubringen, während er dadurch zugleich auch selbst abgebremst wird. Die Aufladung des Speichers kann dabei während des ganzen Rücklaufweges des Laufes erfolgen, so dass stossartig einsetzende Speicheraufladungen am Ende des Rücklaufs nicht entstehen.

   Eine Ausführungsform der Verzögerungsvorrichtung besteht aus einer federnd abgestützten Trommel, die durch die Laufvorholfederstange gedreht wird. Die Einschaltung der Trommel in die Bahn der Laufvorholfederstange unterbricht die Steuerung der Abzugsklinke vom Abzug her und setzt an deren Stelle eine vom Ablaufen der Trommel gesteuerte Auslösevorrichtung für die Abzugsklinke. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Verzögerungsvorrichtung nach der Erfindung. Es zeigt Fig. 1 das Griffstück mit dem Abzug in Seitenansicht bei gespannt und gesperrt gehaltener Reglertrommel in der Abzugsstellung für Einzelfeuer, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II, Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung bei entspannter Reglertrommel, Fig. 4 eine gleiche Darstellung mit Stellung der Teile bei gespannter Reglertrommel und Fig. 5 als Einzelheit eine Ansicht des Umstellbolzens. 



   Die   Verzogerungsvorrichtung   ist in dem mit dem Abzugsbügel verbundenen Griffstück a der Waffe untergebracht. Die drehbar gelagerte Trommel b ragt mit einem Kurbelarm   b1   in die Bahn einer Laufvorholfederstange c hinein und wird bei deren der   Laufrückwärtsbewegung   entsprechenden Längsverschiebung gegen die Wirkung der Trommelfeder   b2   gedreht. Die Trommelfeder   b2   ist mit ihrem einen Ende bei   bg   im Trommelgehäuse, mit ihrem andern Ende in einer Spanneinrichtung d befestigt. Diese ist zur Erteilung einer grösseren oder kleineren Vorspannung für die Trommelfeder   b2   gegenüber dem Griffgehäuse. verstellbar und in der eingestellten Drehlage feststellbar.

   Zu dem Zweck sind die Zähne   d1   auf einem Flansch des Spannkörpers   d   mit Gegenzähnen am Griffgehäuse kuppelbar. Die der gewollten Vorspannung der Trommelfeder   b2   entsprechende Drehlage des Spannkörpers d wird durch eine die Zahnkupplung bewirkende Feder   d2   gesichert. 



   Auf der Gegenseite der Laufvorholfederstange c liegt an dem Kurbelarm   b1   der Trommel b ein von einer Feder   e1   belasteter, im Waffengehäuse längsverschiebbar gelagerter Auslösebolzen e an. Er arbeitet mit einem um den   Zapfen t1   im Griffgehäuse a schwenkbaren Hebel t zusammen. Dieser hat 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 einen als Fangrast für den Auslösebolzen e gestalteten   Kopf 12   und ragt mit seinem durch eine   Feder 13   beeinflussten Ende in eine Ausnehmung b3 am Trommelumfang hinein, von deren Endbegrenzung die Fangsperre f beim Trommelablauf in eine den Auslösebolzen e freigebende Lage verstellt wird.

   Der Auslösebolzen hat eine wellenförmig gestaltete Steuerfläche   e2, mit   der er den mit der Abzugsklinke g in   kraftschlüssiger   Verbindung stehenden Klinkenschalthebel h anläuft und ihn in eine die Klinke g gegen die Wirkung ihrer Feder gl aus der   Verschlussfanglage   ausrückende Stellung verschwenkt. 



   Die Reglertrommel b ist über eine einseitig wirkende Mitnehmerkupplung   i   (Fig. 2) mit dem Zahnradpaar   Je, Je1   verbunden. Auf der Achse des Zahnrades   Je1   sitzt das Schneckenrad b. Die mit diesem in Eingriff befindliche Schnecke m wird durch die Fliehkraftbremse in ihrem Ablauf gehemmt. Die 
 EMI2.1 
   Fliehstücken     m1, m2, die   auf der Innenseite einer sie übergreifenden Hülse   m3   gleiten. 



   Mit der Trommel b arbeiten ausserdem noch zwei je'unter dem Druck einer Feder n1 und   Oi   stehende Sperrklinken n und o zusammen, die in die Rasten   n2   und   02   im Trommelmantel einfallen können. Die Sperrklinke n wird von dem als Handhabe dienenden Umstellbolzen p, die Sperrklinke o 
 EMI2.2 
 querverschiebbar gelagert, dass er von der das Griffstück a umspannenden Hand des Schützen mittels eines in Ausnehmungen   P4   des Umstellbolzens p einspringenden federbelasteten Sicherungsstiftes (nicht dargestellt) auf normales und langsames Dauerfeuer eingestellt werden kann. 



   Der Umstellbolzen p enthält ferner zwei verschieden tiefe Ausschnitte   P1'P2'von   denen je nach der Einstellung des Bolzens p auf die gewünschte Feuerart der eine oder andere Ausschnitt mit dem Abzug zusammenwirkt. Der Ausschnitt   P2   ist tiefer als der Ausschnitt P1 und bestimmt das normale Dauerfeuer. Eine   Schrägfläche     P3   am Umstellbolzen p hebt bei Einstellung auf langsames Dauerfeuer die Sperrklinke n entgegen dem Druck ihrer Feder   n1   aus der Trommelrast   n2.   



   Die Abzugsvorrichtung der Waffe besteht aus einer an sieh bekannten Einzel-und Dauerfeuerabzugsvorrichtung mit einer besonderen Abzugszunge für jede Feuerart, bei der die Abzugszunge r 
 EMI2.3 
 Abzugsstange q am hinteren Stirnende des Hebels u der Spannhebel h in die für ein Ausrücken der Abzugsklinke   g ausreichende Schwenklage gebracht   wird. Durch den vorlaufenden Verschluss v wird dann der Unterbrecherhebel u in eine Lage verschwenkt, die der über den Spannhebel   h   unter der Wirkung der Klinkenfeder gl stehenden Abzugstange q gestattet, sich mit dem abgestuften Kopfende unter dem Unterbrecherhebel u vorzuschieben.

   Die so eintretende Verkürzung des Abzugsgestänges reicht für das Ausrücken der Abzugsklinke g nicht mehr aus, und es muss zur erneuten Schussabgabe der Abzug s zur Rückkehr in die Ruhelage freigegeben werden, wodurch sich die hintere Stirnfläche des   Unterbreeherhebelsfl   wieder vor die vordere Stirnfläche der Abzugsstange g setzen kann und dadurch ein neues Ausrücken der Abzugsklinke q möglich macht. 
 EMI2.4 
 der Abzugsstange q, die ein dauerndes Ausgerückthalten der Abzugsklinke g bewirkt.

   Die Begrenzungsnase   r1   am Dauerfeuerabzug ist dabei in die Ausnehmung P2 des Umstellbolzens p eingetreten und der Unterbrecherhebel u mit dem Abzug so weit   zurückverschoben,   dass auch nach der Umstellung des Unterbreeherhebels u durch den vorlaufenden Verschluss v der Rückzug der Abzugsstange   q noch   ausreicht, den Schalthebel h in einer die Abzugsklinke   g   aus der Bahn der Fangrast V1 des Verschlussstücks v 
 EMI2.5 
 verschoben, dass die Klinke n unter dem Druck ihrer Feder   Mi   in die Rastausnehmung   n2   der Trommel b einrasten kann und diese damit in der Spannlage gesperrt hält.   Die'Verzögerungsvorriehtung   ist also vollständig ausgeschaltet.

   
 EMI2.6 
   , herübergedrückt,   so wird die Sperrklinke n gegen den Druck ihrer Feder      durch die Schrägfläche   P3   am Bolzen p und einer damit zusammenarbeitenden   Gegenfläche   an der Klinke n aus der Trommelsperrlage ausgehoben. Der zurückgezogene Dauerfeuerabzug rastet die Klinke o ebenfalls aus der
Trommel aus, wodurch sich diese unter Entspannung der Trommelfeder   b2   drehen kann.

   Die Abzugszunge y für Dauerfeuer wird durch die Begrenzung ihrer   Nase 1'1   in der Rast P1 des Umstellbolzens p in einer Rückzugsstellung angehalten, die nach Ausrücken der Abzugsklinke g die weitere Einwirkung auf diese durch das in bekannter Weise erfolgende Vorschieben der Abzugsstange q bei der vom Ver- schlussstück v bewirkten Umsteuerung des Unterbrecherhebels u unterbindet. 



   Von dem beim Schuss zurückgleitenden Lauf wird über die Vorholfederstange c die Regler- 
 EMI2.7 
 hintere Endlage   zurückgeführt   und von dem   Sperrhebelkopf 12   so lange festgehalten, bis der Sperrhebelarm 13 beim Ablaufen der Trommel b durch die Endbegrenzung b'3 der Trommelaussparung b3 verschwenkt wird. Der jetzt vorschnellende Auslösebolzen e läuft unter der Wirkung seiner Feder      

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 der Verschluss v zum Vorlauf freigegeben wird (Fig. 3). Beim nächsten Schuss wiederholt sich der gleiche Vorgang. 



   Das Ablaufen der gespannten Reglertrommel b kann durch geringere oder grössere Vorspannung der Trommelfeder   b2   zufolge entsprechender Einstellung der Spanneinrichtung   d   oder auch durch grössere oder geringere Reibung der Fleihbackenstücke   m1, m2, die   dazu beispielsweise in einer axial verstellbaren Bremshülse ma mit konischer Bohrung laufen könnten, über einen grösseren Bereich regelbar gemacht sein. 



   Mit dem Nachlassen des Abzuges in die Ruhelage wird die Klinke o frei und kann unter Wirkung ihrer Feder   Oi   die Trommel b in der gespannten Lage sperrend hintergreifen, womit die Schussabgabe eingestellt ist. Das   Verschlussstück   v bleibt dann in der hinteren Spannstellung von der Abzugsklinke g gefangen. Bei erneutem Abziehen wird, je nachdem ob die Einzel-oder Dauerfeuerabzugszunge gezogen wird, die betreffende Feuerart, also   Einzel-oder verzögertes Dauerfeuer,   abgegeben. Durch Umstellen des Bolzens p auf normales Dauerfeuer wird die Schussverzögerungsvorrichtung aus dem Spiel der Waffenbewegung ausgeschaltet, wobei die Sperrklinke n unter der Wirkung ihrer Feder   n1   in die Trommelsperrlage einfällt. 



   Die gesamte Verzögerungseinrichtung ist in dem von der Waffe abnehmbaren Griffstück a gelagert, das auch die wesentlichen Teile der Abzugsvorrichtung bis auf die Abzugsklinke g, den Schaltklinkenhebel   h   und den Auslösebolzen e enthält. Letztere Teile sind im Waffengehäuse gelagert. Die Zusammenfassung gestattet, bei irgendwelchen Unregelmässigkeiten eine schnelle Überprüfung, gegebenenfalls Auswechslung des Griffstückes mit den darin befindlichen Teilen vorzunehmen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Verzögerung der Feuerschnelligkeit von Maschinenwaffen mit gleitendem Lauf unter Verwendung eines das Wiedervorlaufen des Verschlussstückes verzögernden Hemmwerkes, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Spannen des Hemmwerkes erforderliche Energie von den Laufbewegungen abgeleitet wird, indem z.
    B. das vom Laufrücklauf aufgeladene Hemmwerk (b) aus einer durch die Laufvorholfederstange (e) gegen Federwirkung (b2) gedrehten Trommel (b) besteht, deren Einschaltung in die Bahn der Laufvorholfederstange (e) die Steuerung der Abzugsklinke (g) vom Abzug her unterbricht und die einen die Abzugsklinke (g) aus der Fanglage auslösenden Druckbolzen (e) steuert, der beim Spannen der Trommel (b) bis zu ihrer durch einen Fliehkraftregler (l, m, M : i, m verzögerten Rückdrehung in einer unwirksamen Lage ausgerückt gehalten wird.
AT160323D Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen. AT160323B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT160323T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT160323B true AT160323B (de) 1941-04-25

Family

ID=3650842

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160323D AT160323B (de) Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT160323B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1453913C3 (de) Abzugsvorrichtung für automatische Feuerwaffen
DE2212211C3 (de) Schlagbolzensicherungseinrichtung für Handfeuerwaffen
DE640721C (de) Selbstladepistole mit Spannabzug und Hahn
DE1034515B (de) Selbsttaetige Feuerwaffe
DE3120024A1 (de) Selbsttaetige sicherungsvorrichtung fuer handfeuerwaffen
AT160323B (de) Vorrichtung zur Verzögerung der Feuergeschwindigkeit von Maschinenwaffen.
DE686843C (de) Vorrichtung zur Verzoegerung der Feuerschnelligkei
DE697256C (de) Rueckstosslader mit gleitendem Lauf und verriegeltem Verschluss
DE684426C (de) Vorrichtung zur Verzoegerung der Feuergeschwindigkeit von selbsttaetigen Feuerwaffen
DE112022004930T5 (de) Schusswaffe
DE518372C (de) Selbstladepistole
DE579528C (de) Schnellfeuerpistole
DE515972C (de) Selbsttaetige Feuerwaffe mit gleitendem Lauf und einer durch einen drehbaren Sperring mit dem Lauf verblockbaren Kammer
DE554834C (de) Selbsttaetige Feuerwaffe mit festem Lauf und verriegeltem Verschluss
DE2162260C3 (de)
DE605729C (de) Handfeuerwaffe mit Spannabzug
DE139766C (de) Selbsttätige Feuerwaffe mit gleitendem Lauf
DE548103C (de) Gasdrucklader
DE925158C (de) Selbsttaetige Feuerwaffe mit zurueckziehbarem Lauf und Abzugsvorrichtung fuer Einzel- und Dauerfeuer
AT212750B (de) Abzugseinrichtung an automatischen Feuerwaffen
DE344833C (de) Abzugsvorrichtung fuer selbsttaetige Handfeuerwaffen
AT282408B (de) Vorrichtung zum Verhindern des Rückpralls der Verschlußteile einer automatischen Feuerwaffe
DE81020C (de)
DE695671C (de) Wahlweise als Luftgewehr oder als Feuerwaffe mit ein und demselben Lauf benutzbares Gewehr
AT153875B (de) Verschlußverriegelung für selbsttätige Feuerwaffen mit beweglichem Lauf.