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Vorrichtung zur Bestimmung der Richtung, in der sieh ein Rundfunksender befindet.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bestimmung der Richtung, in der sich ein Rundfunksender befindet.
Es ist bekannt, die Richtung, in der sich ein Rundfunksender befindet, mit Hilfe einer Rahmenantenne zu ermitteln. Es tritt dabei jedoch der Nachteil auf, dass sehr schwache Signale, wie sie von einer auf eine Mindestempfangsstärke eingestellten Rahmenantenne geliefert werden, sehr schwierig aufzunehmen sind.
Es werden nun erfindungsgen'äss zwei auf einem gewissen Abstand voneinander angeordnete, ungerichtete Antennen verwendet, wobei die in den Antennen auftretenden Spannungen einem Anzeiger zugeführt werden, der den Phasenunterschied dieser Spannungen anzeigt.
Als Anzeiger wird zweckmässig eine Kathodenstrahlröhre benutzt, bei der die in einer der Antennen auftretende Spannung eine in sich selbst geschlossene Bewegung des Kathodenstrahlbündels in der Kathodenstrahlröhre herbeiführt und die Geschwindigkeit der Elektronen des Kathodenstrahlbündels periodisch durch eine Spannung gesteuert wird, die wechselweise beiden Antennen entnommen wird und deren Frequenz ein ganzes Vielfaches der Frequenz ist, mit der das Kathodenstrahlbündel seine in sich selbst geschlossene Bewegung ausführt. Dies kann z.
B. dadurch erfolgen, dass einer der Antennen zwei Spannungen gleicher Frequenz entnommen werden, die mit einer gegenseitigen Phasenverschiebung von 900 den waagrechten bzw. senkrechten Ablenkmittel einer Kathodenstrahlröhre zugeführt werden und dass den beiden Antennen wechselweise eine gleiche Spannung der gleichen Frequenz entnommen wird, die über einen Frequenzvervielfacher einer die Elektronengeschwindigkeit steuernden Elektrode der Kathodenstrahlröhre zugeführt wird.
Die beiden Antennen werden in diesem Fall zweckmässig wechselweise mittels einer elektrischen oder mechanischen Schaltvorrichtung mit dem Eingangskreis des Frequenzvervielfachers verbunden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.
Zwei Antennen 2 und 4 sind in einem gewissen Abstand, der durch die gestrichelte Linie 1 angedeutet ist, voneinander angeordnet und über abgeschirmte Leitungen J bzw. J mit Kontakten 7 und 9 verbunden. Die Antenne 2 ist ausserdem mit dem Eingang eines Überlagerungsempfängers verbunden.
Eine Schaltvorrichtung 6 bringt den Schaltarm-M eines Schalters 17 wechselweise mit den Kontakten 7 und 9 in Berührung. Der Schaltarm 15 ist mit dem Eingang eines Überlagerungsempfängers 1. 3 verbunden. Die beiden, auf die gleiche Frequenz abgestimmten Überlagerungsempfänger 11 und 13 erhalten die Oszillatorspannung von einem gemeinsamen Oszillator 19, weshalb auch ihre Ausgangsfrequenz einander gleich sind.
In dem Ausgangskreis des Empfängers 11 befindet sich eine Parallelschaltung einer Selbstinduktionsspule 21 in Reihe mit der Primärwicklung 25 eines Transformators 29 und eines Kondensators 23 in Reihe mit der Primärwicklung 27 eines Transformators 31. Die beiden Enden der Sekundärwicklung 33 des Transformators 29 sind mit den Ablenkmitteln 37 einer Kathodenstrahlröhre 41 verbunden. Die'beiden Enden der Sekundärwicklung 35 des Transformators 31 sind mit den Ablenkmittel 39 derselben Kathodenstrahlröhre verbunden.
Die Ablenkmittel je und 39 bewirken Abweichungen des Kathodenstrahlbündels, die miteinander einen Winkel von 90'bilden, Die Mitten
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gangskreis des Empfängers 13 ist an einen Frequenzvervielfacher 47 angeschlossen, dessen Ausgangsspannung über eine Batterie 49 einer Elektrode 51 zugeführt wird, welche die Geschwindigkeit der Elektronen des Kathodenstrahlbündels in der Kathodenstrahlröhre 41 steuert.
Die Schaltung wirkt wie folgt : Die vom Rundfunksender in der Antenne 2 induzierte Spannung erzeugt in dem Ausgangskreis des Empfängers 11 eine Spannung, die in der Primärwicklung 25 des Transformators 29 einen Strom fliessen lässt, der infolge des Vorhandenseins der Selbstinduktionsspule 21 in bezug auf die Spannung in Phase nacheilt. Der durch diese Spannung in der Primärwicklung 27 des Transformators 31 erzeugte Strom eilt infolge des Vorhandenseins des Kondensators 23 in Phase vor in bezug auf diese Spannung.
Wenn die Phasenunterschiede der in den Primärwicklungen 25 und 27 auftretenden Ströme mit der Spannung 450 betragen, weisen diese Ströme, "ebenso wie die von ihnen erzeugten, an den Ablenkmittel 37 und 39 auftretenden Spannungen, in bezug aufeinander einen Phasenunterschied von 90 auf, wodurch das Eathodenstrahlbündel eine in sich selbst geschlossene Drehbewegung ausführt.
Die vom Rundfunksender in den Antennen 2 und 4 induzierten Spannungen werden wechselweise über den Schalter 17 dem Empfänger 13 zugeführt. Der Ausgangskreis des Empfängers 13 ist an einen Frequenzvervielfacher angeschlossen.
Die am Ausgang des Frequenzvervielfachers 47 auftretende Frequenz beträgt also ein ganzes Vielfaches der Frequenz, mit der sich das Kathodenstrahlbündel dreht. Da die Ausgangsspannung des Frequenzvervielfacl : 1ers 47 der Elektrode 51 zugeführt wird, mittels der die Geschwindigkeit der Elektronen des Kathodenstrahlbündels gesteuert wird, ändert sich die Elektronengeschwindigkeit periodisch mit einer Frequenz, die'einem ganzen Vielfachen der Frequenz gleich ist, mit der sich das Kathodenstrahlbündel dreht. Wie Fig. 2 zeigt, wird die kreisförmige Bewegung 53 infolgedessen in eine schlangenförmige Bewegung 55 geändert.
Befinden sich die beiden Antennen 2 und 4 in gleicher Entfernung vom Rundfunksender, so weisen die vom Rundfunksender in den Antennen 2 und 4 induzierten Spannungen untereinander keinen Phasenunterschied auf. Es ist in diesem Fall gleichgültig, ob die Antenne 2 oder die Antenne 4
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den induzierten Spannungen auf, so dreht sich die schlangenförmige Linie 55 in Fig. 4 nach links oder nach rechts, je nach dem Vorzeichen des genannten Phasenunterschiedes. Jedesmal wenn der Schalter 17 die Antenne 2 mit dem Empfänger 13 verbindet, kehrt die sehlangenförmige Linie in die Nullage zurück.
Zur Sichtbarmachung von verhältnismässig geringen Phasenunterschieden, die geringen Verschiebungen der schlangenförmigen Linie 55 entsprechend, kann, wie in Fig. 3 dargestellt ist, die Ablenkung des Kathodenstrahlbündels stark vergrössert werden, so dass durch ein mit einer Skala 65 versehenes Fenster 61 auf dem Schirm 59 der Kathodenstrahlröhre eine Linie 63 sichtbar wird, die sich bei einem positiven oder negativen Phasenunterschied nach links oder nach rechts bewegt.
In Fig. 4 gibt die Lage der Linie 63 die Grösse des Phasenunterschiedes zwischen den in den beiden Antennen 2 und 4 induzierten Spannungen an. Das Kreuz 65 gibt die Lage der Linie 63 an, wenn der Phasenunterschied Null ist. Dieses Kreuz kann in der Weise erhalten werden, dass die der Elektrode 51 zuzuführende Ausgangsspannung des Frequenzvervielfachers 47 einer periodischen Phasenverschiebung um 180'unterzogen wird, u. zw. während jener Zeit, in welcher die Antenne 2 (der die Spannungen zur Steuerung der Ablenkmittel entnommen werden) mit dem Eingangskreis des Frequenzvervielfachers 47 verbunden ist.
Der Schalter 27 wird zweckmässig mit einer Frequenz umgeschaltet, deren Periode kleiner als die Nachwirkungszeit eines Lichteindruckes auf die Netzhaut des menschlichen Auges ist.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Richtung, in der sich ein Rundfunksender befindet, dadurch gekennzeichnet, dass zwei voneinander, entfernt angeordnete ungerichtet Antennen verwendet werden, wobei die in den Antennen auftretenden Spannungen einem Anzeiger zugeführt werden, der den Phasenunterschied dieser Spannungen anzeigt.