AT159951B - Verfahren zur Darstellung von Aminobenzolsulfonsäureamidverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aminobenzolsulfonsäureamidverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   Aminobenzolsulfons ureamidverbindungen.   
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 bis alles in Lösung gegangen und eine Probe der Schmelze in Wasser klar löslich ist. Beim Zugeben von 260   em3   Alkohol erstarrt das Reaktionsgemisch zu einem Kristallbrei des Natriumsalzes des 
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 5-Aminobenzol-1. 3-bis-[sulfonsäuredimethylamid] (F=183 ), 4-Aminobenzolsulfonsäure-(1)-cyclohexylamid usw.   in #-Sulfomethylaminoverbindungen   überführen. 



   23 g 5-Äthoxy-4-amino-2-methylbenzolsulfonsäure-(1)-amid (F=139 ) werden mit 100 cm'Wasser und 17 g Formaldehydnatriumbisulfit bis zur Lösung aufgekocht und die erkaltete Lösung nacheinander 
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 gewaschen wird ; es ist in Wasser sehr leicht löslich. 



   20 4-Amino-2.5-dimethylbenzolsulfonsäure-(1)-amid (F=190 ) werden mit 17 g Formaldehyd-   natriumbisulfit und 50 em Äthylenglykol fünf Minuten bis zur Lösung erhitzt und die erkaltete Lösung   mit 400   cm3   Alkohol und 400   cm"Äther   versetzt. Die ausgeschiedene   m-Sulfomethylaminoverbindung   wird abgesaugt, mit Äther gewaschen und getrocknet. 



   In ähnlicher Weise lassen sieh auch 4-Methylaminobenzolsulfonsäure-(1)-amid (F=173 ), 
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   Beispiel 2 :   9'45     Chloressigsäure   werden in   100 cm2 n-Natronlauge gelöst, 17#2 g 4-Amino-   benzolsulfonsäure-(1)-amid zugegeben und eine Stunde unter Rühren auf dem siedenden Wasserbad erhitzt ; hierauf wird filtriert und erkalten gelassen. Im Filtrat kristallisiert zusammen mit unver-   ändertem   Ausgangsmaterial das   4- [Carboxymethylamino]-benzolsulfonsäure- (l)-amid   in farblosen Kristallen, die in kaltem Wasser wenig, in verdünnter Natriumcarbonatlösung sehr leicht löslich sind. Es wird durch   Umlösen   aus Natriumbicarbonatlösung und Salzsäure sowie durch Umkristallisieren aus kochendem Wasser gereinigt und schmilzt dann bei   1750.   



   Mit besserer Ausbeute erhält man diese Verbindung, wenn man 17'2   g   4-Aminobenzolsulfonsäure-(1)-amid in 100 cm3 kochendem Wasser löst, mit 5g Caleiumearbonat versetzt und unter lebhaftem Rühren   12#2 g Chloressigsäureäthylester   zutropfen lässt. Das Calciumcarbonat wird unter Kohlensäureentwicklung zersetzt ; beim Abkühlen kristallisiert der Äthylester des 4-[Carboxymethylamino]-benzol-   sulfonsäure- (1)-amids   in schönen Kristallen aus, die nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei   1440   schmelzen. Der Ester geht beim   halbstündigen   Kochen mit einem geringen   Überschuss   von Natronlauge in Lösung.

   Nach dem Abkühlen wird das   4-[Carboxymethylamino]-benzolsulfonsäure- (1) -amid   durch Zugabe von verdünnter Salzsäure abgeschieden und aus kochendem Wasser umkristallisiert. 



  Man kann auch den Ester mit methylalkoholischem Ammoniak in das   4-[Amidocarboxymethylamino]-     benzolsulfonsäure- (l)-amid   überführen, das nach dem Umkristallisieren aus Methylalkohl bei 207  schmilzt. Durch Erhitzen dieser Verbindung mit   15% iger   Salzsäure am Rückfluss erhält man ebenfalls das 4-[Carboxymethylamino]-benzolsulfonsäure-(1)-amid. 



   Beispiel 3 :   17#2 g 4-Aminobenzolsulfonsäure-(1)-amid   werden mit 16 Formaldehydnatriumsulfoxylat und   80 cm   Wasser unter Rühren eine halbe Stunde auf dem Wasserbad erhitzt und heiss unter Zugabe von etwas Tierkohle filtriert. Beim Abkühlen kristallisiert rasch unverändertes Ausgangsmaterial aus. Im Filtrat verbleibt das Natriumsalz des   4-M[-Sulfinsäuremethylamino]-benzolsulfon-   säure-(1)-amids, das in Wasser leicht löslich ist. 



   In entsprechender Weise lässt sich auch das 5-Aminobenzol-1.3-bis-[sulfonsäuredimethylamid] umsetzen. 



   Beispiel 4 : Zu einer konzentrierten wässerigen Lösung von 12'5   g Natriumeyanid   werden unter guter Kühlung 25 g 30%ige Formaldehydlösung zugetropft, dann 50 g 4-Aminobenzolsulfonsäure- (l)-dimethylamid vom F=168  und 250 cm3 Alkohol zugegeben und einige Stunden im Wasserbad 
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 in Wasser aufgenommen, die Lösung nach Zusatz von Tierkohle filtriert und mit Salzsäure angesäuert. Das ausgefällte   4- [Carboxymethylamino]-benzolsuIfonsäure- (l)-dimethylamid   wird aus Methylalkohol umkristallisiert und bildet farblose Kristalle vom   F=187O.   



   Beispiel 5 :   21#4 g 4-Methylaminobenzolsulfonsäure-(1)-dimethylamid (F=152 )   werden mit 60 cm3 Methylalkohol und 10 g Epichlorhydrin unter Rühren acht Stunden zum Sieden erhitzt. Der Methylalkohol wird abdestilliert und der Rückstand mit 50 em3 40% iger Natronlauge zwei Stunden   verrührt. Man saugt durch eine Glasfilternutsche ab und wäscht mit Wasser nach. Der Rückstand wird mit 35 cm3 30%iger Natriumbisulfitlösung drei Stunden unter Rühren gekocht und zum Trocknen   

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 gebracht. Das so erhaltene Natriumsalz des   4- [Methyl- (' (-sulfo-ss-oxypropyl) -amino J -benzolsulfon-     säure- (l)-dimethylamids   ist ein in Wasser leicht lösliches farbloses Pulver. 



   Beispiel 6 : Zu einer Suspension von 17 g   4-Aminobenzolsulfonsäure- (1)-amid   in 50 cm3 Alkohol werden unter Rühren 6   g   Acetaldehyd getropft, worauf unter Selbsterwärmung allmählich klare Lösung eintritt. Nach zweistündigem Rühren bei Zimmertemperatur wird die Lösung in Äther gegossen und die entstehende, anfangs schmierige Fällung mehrmals mit frischem Äther durchgearbeitet, worauf sie kristallin erstarrt. Nach Absaugen und Waschen mit Äther erhält man das   4-Äthylidenaminobenzol-     sulfonsäure- (1)-amid   als weisses Kristallpulver. 



   19 g dieser Verbindung werden mit 12 g Natriumbisulfit in 150   cm3   Wasser unter Rühren zum Sieden erhitzt, worauf nach kurzer Zeit klare Lösung eintritt. Nach Aufkochen mit etwas Entfärbungskohle wird filtriert, das Filtrat im Vakuum eingeengt, der Rückstand mit Alkohol versetzt, worauf 
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 wird. Die Substanz löst sich leicht in kaltem Wasser. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von Aminobenzolsulfonsäureamidverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man in die   ringständige Aminogruppe   von   4-Aminobenzolsulfonsäure41)-amiden   oder von Aminobenzoldisulfonsäurediamiden durch Umsetzung mit Alkylsulfonsäure-, Alkylsulfinsäureverbindungen oder   Alkylcarbonsäuren   bzw. deren Estern, Amiden oder Nitrilen, die im Alkylrest einen austauschfähigen Substituenten enthalten, einen Sulfonsäurealkyl-bzw. Sulfinsäurealkyl-oder Carboxyalkylrest einführt, wobei im Falle der Anwendung von   Alkylearbonsäureestern,-amiden oder-nitrilen   die angeführten Gruppen durch Verseifung in die Carboxylgruppe übergeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Sulfonsäurealkyl-oder Carboxyalkylrest stufenweise einführt, indem man in 4-Alkylaminobenzolsulfon- säure- (1)-amiden oder in Alkylaminobenzoldisulfonsäurediamiden, die im Alkylrest einen austauschfähigen Substituenten enthalten, diesen austauschfähigen Substituenten in an sich üblicher Weise durch die Sulfo-oder Carboxylgruppe ersetzt.
AT159951D 1936-02-06 1937-01-11 Verfahren zur Darstellung von Aminobenzolsulfonsäureamidverbindungen. AT159951B (de)

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