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Vorrichtung zur Ermittlung der Reissfestigkeit und des Widerstandes von Gewebestoffen gegen
Abnützung.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der durch Patent Nr. 155609 geschützten Vorrichtung und bezweckt, das Messergebnis zu verbessern, sowie die erforderliche Zeit zur Prüfung des Gewebestoffes od. dgl. herabzusetzen. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass zu beiden Seiten der Befestigungsstelle des zu prüfenden Gewebestreifens an einer der unter regelbarem Druck übereinanderliegenden Platten wenigstens eine Zuführungsöffnung für Pressluft vorgesehen ist, durch die bei jeder Bewegungsumkehr der verschiebbaren Platte abwechselnd ein Luftstrom so gegen die Faltstelle des Gewebestreifens gerichtet wird, dass er eine glatte Faltenbildung des Gewebestreifens zwischen den Platten begünstigt.
Eine besonders einfache Bauart ergibt sieh, wenn der für das Hindurchführen des Gewebestreifens in der festen Platte vorgesehene Schlitz in seinem oberen Bereich unter Bildung von schrägen Flächen nach beiden Seiten erweitert ist und die zu beiden Seiten des Schlitzes vorgesehenen Zuführungsöffnungen für die Pressluft in der Richtung der gegenüberliegenden Schrägfläche in den Schlitz münden.
In der Zeichnung ist die abgeänderte Ausbildung der festen Platte gemäss der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt.
Der Schlitz 9 der festen Platte 1 ist nach oben gegen die Auflagefläche für den Gewebestreifen schräg nach beiden Seiten erweitert. In den schrägen Seitenflächen 31, 32 des Schlitzes 9 sind Öffnungen 33, 34 für die Zuführung von Pressluft vorgesehen, die durch Kanäle 35, 36 über Rohrleitungen 37, 38 von einem Kompressor oder Druckluftbehälter zuströmt. Die Anordnung ist hiebei
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Seitenfläche 32 leitet, während die Zuführungsöffnung 34 die Druckluft in der Richtung der gegenüberliegenden Schrägfläche 31 bläst. In den Rohrleitungen 37, 38 sind nicht dargestellte Absperrorgane vorgesehen, die bei jeder Bewegungsumkehr der nicht dargestellten, auf der Platte 1 hin-und hergeführten beweglichen Platte abwechselnd geöffnet und geschlossen werden.
Zur Erhöhung der Reibung des Gewebestreifens an der Platte 1 sind zu beiden Seiten des Schlitzes 9 je zwei Rillen 39 vorgesehen.
Der wie beim Stammpatent an den Platten befestigte Gewebestreifen wird durch die erfindunggemässe Ausbildung bei der Bewegungsumkehr der beweglichen Platte z. B. in der linken Endstellung durch die gleichzeitige Öffnung des Absperrorganes in der Leitung 37 von dem aus der Öffnung 33 austretenden Luftstrom getroffen und die mit der Verschiebung der beweglichen Platte sich am Ende der rechten Abschrägung bildende Falte unter Streckung der beiden an die Falte anschliessenden Seiten des Gewebestreifens zwischen den rechts vom Schlitz 9 liegenden Teil der Platte 1 geblasen. Ungefähr nach Zurücklegung von zwei Dritteln des Weges der beweglichen Platte kann das Absperrorgan in der Leitung 37 geschlossen werden.
Nach der Erreichung der rechten Endstellung und Umkehr der beweglichen Platte wird das Absperrorgan in der Leitung 38 geöffnet, worauf die Faltenbildung links des Schlitzes 9 in der beschriebenen Weise erfolgt. Durch die Erweiterung des Schlitzes im oberen Teil wird die Faltenbildung während der Bewegungsumkehr der beweglichen Platte besonders begünstigt.
Die Steuerung der Absperrorgane in den Leitungen 37, 38 kann in einfacher Weise von der Hubbewegung der beweglichen Platte abgeleitet werden.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung erfolgt die Abreibung des Gewebestreifens an der grossen Oberfläche gleichmässig, so dass das Messergebnis ein einwandfreies Vergleichsmass zu der
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natürlichen Abnutzung liefert. Durch die zwangläufige Führung der Faltstelle zwischen den Platten kann der Antrieb der beweglichen Platte rascher erfolgen, was eine weitere Verkürzung der Prüfdauer zur Folge hat. In gleicher Weise kann gegebenenfalls die bewegliche Platte mit einer Pressluftzuführung für die zwangläufige Steuerung der Faltstelle zwischen den Platten versehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Reissfestigkeit und des Widerstandes von Gewebestoffen gegen Abnutzung nach Patent Nr. 155609, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten der Befestigungsstelle an einer der Platten des zu prüfenden Gewebestreüens 00. dgl. wenigstens eine Zuführungs- öffnung für Pressluft vorgesehen ist, durch die bei jeder Bewegungsumkehr der verschiebbaren Platte abwechselnd ein Luftstrom in Richtung der beginnenden Schlittenbewegung gegen die Faltstelle des Gewebestreifens gerichtet wird, so dass eine glatte Faltenbildung des Gewebestreifens zwischen den Platten begünstigt wird.