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Verfahren und Maschine zum Entkörnen von Baumwolle.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Maschine zum Entkörnen von Baumwolle, zu der ausser der eigentlichen Vorrichtung zur Entkörnung auch noch die Einrichtungen zum Auf- wickeln des Vlieses gehören, das vom Verdichter zwecks Ablage in einer Presse abläuft.
Beim erfindungsgemässen Entkörnungsverfahren und der zu seiner Durchführung erforderlichen
Vorrichtung wird die Trägheit der Körner ausgenutzt, um diese von den Baumwollfasern zu trennen.
Bei Beginn des Entkörnungsverfahrens werden die Flocken aus einer Ruhelage in eine plötzliche Be- wegung versetzt, wobei die Bewegung den Körnern durch die erfassten Baumwollfasern mitgeteilt wird. Infolge der Trägheit der Körner werden die Fasern hiebei zum Teil von den Körnern gelockert oder abgetrennt. Beim Auftreten eines plötzlichen Richtungswechsels der Bewegung verursacht die
Trägheit der noch nicht abgetrennten Körner deren Abtrennung von den vom bewegenden Organ fest- gehaltenen Fasern.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht demnach darin, dass die Baumwollfasern von den
Körnern mit Hilfe der Trägheit der Körner abgerissen werden, so lange bis die Baumwolle vollkommen entkörnt ist.
Die Maschine zum Entkörnen von Baumwolle gemäss der Erfindung enthält ein schnellaufendes Entkörnungselement mit Zähnen, die in die Fasern der zugeführten Rohbaumwolle eingreifen und sich längs einer gekrümmten Bahn bewegen, wodurch die Körner infolge der Fliehkraft abgeschleudert werden, während die entkörnte Baumwolle durch die Zähne zurückgehalten wird. Hiezu gehört noch eine Vorrichtung zum Abnehmen des Vlieses von den Zähnen.
Die Vorteile des Verfahrens und der Maschine sind zahlreich. Vor allem werden die Baumwollfasern nicht geschnitten, weil die Rippen des üblichen Entkörners vermieden sind und die Trennung der Körner von den Fasern ohne zwangläufiges Zurückhalten der Körner erfolgt. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass ein Vermischen der Körner des vorangegangenen Ballens mit der Baumwolle des nachfolgenden Ballens dadurch vermieden wird, dass alle Körner und Fasern aus der Entkörnmaschine ausgeschieden werden, sobald die Speisung unterbrochen ist. Ein anderer Vorteil ist der, dass bloss die spinnbare Baumwolle von den Körnern entfernt wird, während die Samenabfälle an den Körnern bleiben.
Die Zeichnung veranschaulicht die zur Durchführung des Verfahrens dienende Maschine in verschiedenen Ausführungsformen. Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt durch eine Entkörnmaschine.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform der Maschine in gleicher Darstellung. Fig. 3 zeigt in gleicher Darstellung eine weitere Ausführungsform der Maschine, die mit Hilfsvorrichtungen ausgestattet ist. Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine Einzelheit hiezu. Fig. 5 stellt eine Einzelheit der in Fig. 3 dargestellten Einrichtung in Seitenansicht in grösserem Massstab dar. Fig. 6 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform einer Entkörnmaschine im lotrechten Schnitt. Fig. 7 zeigt einen Teil eines Riemens, der bei den Entkörnmaschinen nach den Fig. 1-3 Anwendung finden kann, in der Draufsicht. Fig. 8 zeigt einen Riemen nach Fig. 7 im Querschnitt. Die Fig. 9 und 10 zeigen ebensolche Querschnitte durch Riemen anderer Ausführungsformen. Fig. 11 zeigt eine Draufsicht auf einen Riemen nach Fig. 10.
Aus Fig. 12 ist ein Doppelzahn in schaubildlicher Darstellung ersichtlich. Fig. 13 veranschaulicht eine andere Ausführungsform eines Riemens im Längsschnitt. Fig. 14 lässt einen Zahn für einen Riemen
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eines Zahnes. Fig. 16 zeigt ein Stück eines Riemens anderer Ausführungsform in schaubildlicher Darstellung. Fig. 17 stellt eine weitere Ausführungsform der Entkörnvorriehtung dar. Fig. 18 zeigt einen Grundriss einer andern Entkörnvorrichtung, teilweise im Schnitt. Fig. 19 ist ein Schnitt nach der Linie 19-19 in Fig. 18.
Bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1 sind drei Walzen 25,26, 27 auf parallelen Wellen 28, 29,30 angeordnet, die in einem Rahmen gelagert sind. Die Walzen sind von einem endlosen Riemen 31 umschlungen, dessen Breite etwa 135 cm beträgt. Die Achsen sind derart angeordnet, dass der Riemen 31 zwischen den Walzen 25 und 26 um etwa 350 zur Lotrechten geneigt ist. Die Welle 28 ist vorteilhaft verstellbar, um ein Spannen des Riemens zu ermöglichen. Etwa in der Mitte zwischen den Walzen 25 und 26 befindet sich eine Walze 32, die den Riemen 31 stützt.
Der Riemen 31 hat eine Vielzahl von Zähnen 33, die unter einem solchen Winkel an der äusseren Oberfläche des Riemens angeordnet sind, dass sie auf der geraden Strecke zwischen den Walzen 25
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von der Rückseite des Riemens in diesen eingetrieben sind und deren Querstege sich in Nuten des Riemens befinden,-so dass sie die Oberfläche der Walzen nicht berühren. Der Riemen selbst besteht aus Leder oder anderem Material. Die vorstehenden Enden der Zähne schliessen einen Winkel von etwa 450 mit der Riemenoberfläche ein (Fig. 8) und ragen um etwa 6 WMK vor. Die Zähne einer jeden Klammer befinden sieh in etwa 13 mm Entfernung voneinander und sind in der Längsrichtung versetzt angeordnet, so dass Längsreihen in etwa 6 mm Entfernung voneinander entstehen.
In der Längsrichtung ist die Entfernung zweier aufeinanderfolgender Zähne etwa 18 mm.
Das Gehäuse 3-1 hat einen halbzvlindrischen Teil 35 oberhalb der Walze 26, das untere Ende 36 des Teiles 35 befindet sich in einem geringen Abstande oberhalb der Bahn der Zähne 33 in der Nähe des höchsten Teiles der Riemenschleife. Im Gehäuseteil 35 ist eine von der Welle 37 getragene rotierende Bürste 38 angeordnet, die quer über den Riemen 31 reicht. Der Gehäuseteil 35 kann an den Enden durch Wände abgeschlossen oder offengelassen sein, je nachdem es erwünscht ist, durch Zugwirkung eine Verstärkung der Wirkung der Bürste zu erzielen oder nicht.
Das Gehäuse 34 steigt vom Gehäuseteil 35 mit einer Krümmung an und bildet eine feststehende Ablenkwand 39, die bis zum Punkt 40 reicht. Die Fortsetzung des Teiles 39 bildet ein abwärts gekrümmtes Sieb 41, das bis zum Trog 42 reicht, welcher einen Teil des Gehäuses bildet und ebenso wie der übrige Teil des Gehäuses wenigstens von einem Rand bis zum andern Rand des Riemens reicht.
An den äusseren Teil des Troges 42 schliesst sich der Gehäuseteil 43 an, der zusammen mit der Wand 44 eine Saugleitung zur Ableitung von Stoffen aus der Kammer 45 bildet. Eine Forderschraube 46 im Trog 42 dient zum Entfernen von im Troge sieh ansammelnden Stoffen. Der Gehäuseteil 43 bildet ferner mit der Wand 47, 48 einen Trichter. Vom unteren Rande des Teiles 48 erstreckt sich eine Platte 49 abwärts, parallel zur Bahn des Riemens 31, um dann einwärtsgebogen zu verlaufen und einen Trog 50 zu bilden ; die an den Trog sich anschliessende Wand 51 reicht bis nahe zu den Spitzen der Zähne 33.
Eine Förderschnecke 52, die im Trog 50 drehbar ist, dient zum Entfernen der darin befindlichen Stoffe.
Oberhalb der Förderschnecke 52 angeordnete parallele Wellen 53,54 tragen eine Reihe von
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Riemen und dem Gehäuse eine geschlossene Kammer 62.
An der rechten Seite des Riemens unterhalb des Gehäuseteils 35 befindet sieh eine zum Sammeln der kleinen Körner dienende Rinne 63 mit einem aufgebogenen Rand 64, der sieh in geringem Abstand von der Bahn der Zähne befindet. Vom Rande 64 erstreckt sich parallel zur Riemenbahn eine Platte 65 abwärts und schliesst sich unten an ein halbzylindrisehes Gehäuse 66 an, das eine Bürste 67 enthält.
Diese ist auf einer Welle 68 befestigt, die der Achse 30 gegenübersteht und parallel zu dieser verläuft.
An das Gehäuse 66 schliesst sich die obere Wand 69 einer Leitung 70 an, deren Boden von einer längsverstellbaren Rinne 71 gebildet wird, die unterhalb der Bürste angeordnet ist. Die Leitung 70 führt zu einem Verdichter.
Der Antrieb kann durch die Welle 28 erfolgen, die etwa 1250 Umdrehungen in der Minute im Sinne des Uhrzeigers macht. Bei einem Durchmesser der Walze 25 von etwa 300 mm läuft der Riemen 31 mit einer Geschwindigkeit von etwa 19. 5 tnjsek. Die Walze 26 hat einen Durchmesser von etwa 200 rum, um der oberen Schleife des Riemens eine schärfere Krümmung zu geben. Die Welle 68 kann von der
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schwindigkeit beträgt etwa 3500 Umdrehungen pro Minute, ist also wesentlich höher als die der Welle 28. Die Welle 37 der Bürste 38 kann von der Welle 68 mittels eines Riemens 73 mit gleicher Drehzahl im Sinne des Uhrzeigers gedreht werden.
Die Wellen 57 und 58 können von den Riemen 74
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und 75 im Uhrzeigersinn und mit 100-150 Umdrehungen pro Minute angetrieben werden. Der Antrieb der Wellen 53 und 54 erfolgt von der Welle 58 aus, u. zw. mit Hilfe von Riemen 76 und 77, wobei die Drehrichtung und Umdrehungsgeschwindigkeit dieselbe ist wie die der treibenden Welle. Der Antrieb der Förderschrauben 46 und 52 kann in beliebiger geeigneter Weise erfolgen. Die beispielsweise angegebenen Geschwindigkeiten können nach Bedarf geändert werden.
Der in Bewegung gesetzten Vorrichtung wird Baumwolle durch den Trichter 78 zugeführt ; sie gelangt auf die Sägen 59 und 60 und wird von diesen in der Richtung zum Riemen 31 geleitet. Die Abstände der Sägen 59 und 60 sind derart, dass die Flocken nicht zwischen ihnen durchfallen können, während der lose Abfall unmittelbar nach unten gelangen und durch die Förderschnecke 52 entfernt werden kann. Sobald die Flocken die Zähne 33 am Riemen 31 erreichen, werden die Fasern von diesen plötzlich erfasst, und infolge der Trägheit der Körner erfolgt eine augenblickliche Auflockerung oder sogar Abtrennung der Fasern von den Körnern.
Die abgetrennten Körner werden entweder vom Riemen aufwärts und über die Walze 26 bewegt oder sie werden zurückgeworfen und fallen auf die Sägen 59 und 60, um neuerlich den Zähnen 33 zugeführt zu werden. Wenn von den Flocken ein Teil der Baumwolle abgetrennt worden ist, können diese durch die Reihen der Sägen 59 und 60 hindurchgesiebt werden und auf die Sägen 55 und 56 gelangen, deren Zwischenräume etwas grösser sind als die normalen Körner, so dass diese erst dann durch die Reihen 55,56 gesiebt werden können, wenn die Baumwolle vollkommen entfernt ist. Demzufolge werden alle Körner, die noch spinnbare Fasern aufweisen, wieder den Zähnen 33 zugeführt, wodurch die Entkornungstätigkeit wiederholt wird.
Einzelne von den Körnern können über die Sägen 60 hinaufbewegt werden und ein Teil bleibt im Raum zwischen den Sägen 56 und 60 zurück und bildet dort eine Rolle, die an den Zähnen 33 anliegt und einer unabhängigen Entkornungswirkung ausgesetzt ist. Sind die Körner genügend entblösst, so werden sie durch die Sägereihen 55 und 56 durchgesiebt und gelangen zur Förderschnecke 52, um von dieser abgeleitet zu werden.
Die von den Zähnen 33 erfassten Flocken werden von diesen aufwärts bewegt und erfahren bei hoher Geschwindigkeit einen Richtungswechsel, der durch die Walze-26 hervorgerufen wird. Wenn die Flocken zur Walze 2Q gelangen, bewegt sich die erfasste Baumwolle mit den Zähnen um die Walze, während die Körner infolge ihrer Trägheit geradlinig weiterbewegt und durch die Ablenkflächen 39 und 41 unter Mitwirkung der Schwerkraft den Siebsägen zugeführt werden, worauf die beschriebene Entkörnungstätigkeit wiederholt wird, so lange es notwendig ist, um die spinnbaren Fasern zu entfernen.
Hieraus ist zu ersehen, dass zwei Hauptstufen des Entkörnungsvorganges vorhanden sind, nämlich jene, in welcher die Flocken den Riemen erreichen und plötzlich durch die Zähne 33 aus einem Ruhezustand in Bewegung versetzt werden, und jene, in welcher die erfasste Baumwolle einem plötzlichen Wechsel der Bewegungsrichtung ausgesetzt wird, so dass durch die Zentrifugalkraft eine Abtrennung der Körner, Stäbchen und Fremdkörper bewirkt wird. Die zuerst genannte Stufe beginnt, sobald die Baumwolle zu den Zähnen gelangt, die andere, wenn die erfasste Baumwolle zur Walze 26 gelangt.
Zwischen diesen beiden Punkten wird sich gewöhnlich ein gewisses Gewicht von nicht entkörnter oder teilweise entkörnter Baumwolle befinden, das sich mit den mit dem Riemen aufsteigenden Flocken befindet, und da dieses Gewicht das Bestreben hat, die Bewegung der mit den Zähnen aufsteigenden Flocken zu verhindern, befindet sich zwischen den obgenannten beiden Hauptstufen eine die-Baumwolle lockernde und abtrennende Stufe. Es kann auch eine unabhängige Entkörnungsoperation gleich oberhalb der Sägen 56 stattfinden. Jedenfalls findet in keinem Falle ein zwangsweises Erfassen der Körner statt, wie dies bei den gewöhnlichen Entkörnungsmaschinen durch deren Rippen erfolgt.
Infolge dieses Umstandes und des Entfalls der Seitenwirkung der üblichen Sägen wird ausser den spinnbaren Fasern nichts von den Körnern abgetrennt. Die Baumwollsamenabfälle (Linters) bleiben an den Körnern, so dass eine höhere Ausbeute und eine bessere Spinnfähigkeit erzielt wird.
Die Bürste 38 verhindert infolge ihrer mechanischen Wirkung und auch durch den bei ihrer Bewegung hervorgerufenen Luftzug, dass Abfälle mit der Baumwolle zwischen der Kante 36 und dem Riemen 31 mitgenommen werden. Feine Abfälle werden durch das Sieb 41 und die Saugleitung 44 abgesaugt. Sandteilchen u. dgl. fallen in den Trog 42 und werden durch die Förderschnecke 46 entfernt.
Bei der weiteren Bewegung der Baumwolle um die Walze 26 erfolgt durch die Zentrifugalwirkung eine Ausscheidung der kleinsten Körnchen auf die Rinne 63. Die Abnahme der Baumwolle erfolgt durch die Bürste 67, die sich gegenüber der Walze 27 an jener Stelle befindet, wo ein Richtungswechsel des Riemens stattfindet. Die Bürste legt die Baumwolle auf eine Rinne 71 einer Leitung 70 ab, durch die sie dem Verdichter zugeführt wird. Vor der Rinne 71 findet eine weitere zentrifugale Abseheidung von Staub und Körnchen statt.
Wenn die Zufuhr abgestellt wird, geht der Entkörnungsvorgang zu Ende, wobei alle Körner, die in der in der Kammer 62 befindlichen Baumwolle enthalten sind, infolge der Schwerkraft durch die Siebsägen zur Förderschnecke 52 gelangen.
Die eintretende Baumwolle wird gegen die flache Bahn des Riemens 31 geführt ; die Schrägstellung der Zähne bewirkt, dass die Baumwolle fest an die Oberfläche des Riemens gedrückt und durch die Zähne gut erfasst wird.
Die Zähne können anstatt der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Klammerform auch als einzelne Spitzen ausgebildet sein ; vollkommen zufriedenstellende Erfolge wurden mit Hilfe gewöhnlicher
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Grammophonnadeln erzielt. Nach Fig. 9 bestehen die Zähne aus den schräg gebogenen Enden von Nägeln oder Stiften 80, die senkrecht durch die Fläche des Riemens 81 getrieben sind.
Nach den Fig. 10 und 11 bestehen die Zähne 82 aus dünnen Flacheisen mit einer geraden Leitkante und einer geneigten rückwärtigen Kante, die die Leitkante an einer Spitze trifft. Die Zähne 82 sind durch den Riemen 83 getrieben ; ihre Anordnung zeigt die Fig. 10.
Die Zähne 82'gemäss Fig. 12 sind den Zähnen 82 ähnlich, sie sind jedoch durch einen Quersteg 84 verbunden, so dass ein klammerartiger Körper gebildet wird. Wie bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform verhindert der Quersteg zwingend die Verstellung der Zähne unter der Einwirkung der Fliehkraft, aber selbst in der Abwesenheit solcher Verankerungsteile besteht kein
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sehr sicher festgehalten, insbesondere wenn sie konisch zulaufen. Die in den Fig. 13 und 14 dargestellten Zähne 85 unterscheiden sich von den in Fig. 10 dargestellten dadurch, dass sie mit einer Kerbe 86 versehen sind, deren untere Kante sich ein wenig über der Oberfläche des Riemens befindet.
Diese Kerbe hat das Bestreben, die Baumwolle ein wenig von der Oberfläche des Riemens wegzuhalten, so dass eine verbesserte Reinigungswirkung erzielt wird, insbesondere infolge des Luftzuges, den die in Fig. 1 dargestellte Bürste 38 hervorbringt. Da zwischen der erfassten Baumwolle und der Riemenoberfläehe Luft durchstreichen kann, wird das Haftenbleiben von Abfällen an der Riemenoberfläche verhindert und deren Abseheidung erleichtert. Der Zahn 87 nach Fig. 15 hat im allgemeinen die gleiche Wirkung wie der Zahn 85 nach Fig. 14. Er ist mit einem Einschnitt 88 versehen, dessen unterer Rand die Baumwolle von der Riemenoberfläche abhält.
Nach Fig. 16 besteht der Riemen 89 aus einem dünnen, biegsamen, endlosen Band aus Stahl oder anderem geeigneten Metall, aus dem die Zähne 90, die von ähnlicher Form sein können wie jene nach Fig. 10, ausgestanzt sind, wobei Öffnungen 91 entstehen.
Irgendwelche Abfälle, die ihren Weg durch die Öffnungen 91 finden, können durch geeignete Mittel, z. B. einen Luftzug, entfernt werden. Anderseits ist es möglich, jedes Bestreben des Durchganges von Stoffen durch die Öffnungen 91 durch einen leichten Luftdruck auf der Innenseite des Riemens zu verhindern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Riemen 89 mit einem Belag zu versehen, der die Öffnungen verschliesst.
Anstatt eines einfachen Riemens, der sich über die volle Breite der Walzen erstreckt, kann eine Anzahl getrennter Riemen, die nebeneinander angeordnet sind, Anwendung finden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform, bei der die gleichen Bestandteile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet sind wie in Fig. 1, erstreckt sich das Gehäuse 92, das das Sieb 93 umfasst, um die Sägereihen 59, 60 und 55,56 und die Förderschnecke 52. Die untere Fläche des Troges 50 bildet die obere Begrenzung der Öffnung 94 eines Zufuhrtrichters, dessen äussere Wand mit 95 bezeichnet ist. Der Boden der Trichteröffnung wird durch eine Stiftenwalze 96 gebildet, die in einem gewissen Abstand vom Riemen 31 ! gegenüber der Walze 25 und etwas tiefer als diese gelagert ist.
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in Verbindung und hat eine Düse 98, die sich über die Breite des Riemens erstreckt und deren eine Kante sich in geringem Abstand oberhalb der Bahn der Zähne 33 befindet.
Ein Gebläseläufer 99 ist im Gehäuse 97 angeordnet und trägt Arme, an deren Enden Schaufeln 100 angeordnet sind, die sieh über die ganze Breite des Gehäuses erstrecken. Die Seitenwände des Gehäuses sind mit Lufteinlass- öffnungen 101 versehen, die durch Schieber od. dgl. einstellbar sind. Der untere Mündungsrand 98' der Düse ist aufwärtsgebogen, um den austretenden Luftstrahl in die Richtung der aufsteigenden Wand des Gehäuses 92 zu lenken, wodurch die teilweise von der Wolle befreiten Körner in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung gefördert und zur wiederholten Behandlung den Sägen 59 zugeführt werden, wobei die Blaswirkung in Verbindung mit der Fliehkraftwirkung und zusätzlich zu dieser zur Wirkung kommt.
Gegenüber der Walze 27 befindet sich ein zweites Gebläsegehäuse 102 mit einem Schlitz 103, der sieh quer über die ganze Breite des Riemens erstreckt und sieh etwas oberhalb der Mitte der Walze 27
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Teil einer Leitung 105 erstreckt, die zu einem Verdichter führt. Die untere Wand 106 der Leitung kann eine Rinne bilden, die in einem solchen Abstand vom Riemen endigen kann, dass die durch die Fliehkraft abgeschleuderten Körnchen und Stäubehen zwischen ihr und dem Riemen hindurchgehen. Ein Gebläseläufer 107, der ähnlich ausgebildet ist wie der Gebläseläufer 99 ist ins Gehäuse 102 eingebaut.
Die Stiftenwalze 96 macht vorteilhaft 100-150 Umdrehungen pro Minute in der Uhrzeigerrichtung. Eine Ablenkplatte 340 erstreckt sich im Gehäuse über die volle Breite des Riemens. Sie nähert sich den Zähnen vor der Stelle, an der die Umlenkung des Riemens 31 durch die Walze 26 eintritt, und hat das Bestreben, die Wolle gegen den Riemen zu drängen ; ihre Hauptaufgabe besteht aber darin, zu verhindern, dass von der Wolle befreite Körner, die durch den Luftzug entfernt werden, neuerlich von der gereinigten Baumwolle mitgenommen werden.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform wird die ungereinigte Baumwolle durch die Öffnung 94 zugeführt und durch die Stiftenwalze 96 gegen den Riemen 31 geschleudert, wobei die Körner nach unten zwischen der Stiftenwalze und dem Riemen hinabfallen, da sie nicht an den Zähnen 33 haften. Die Baumwollfloeken werden von den Zähnen erfasst und die Entkörnung geht vor sich, wie
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somit die Bürste 38 der ersten Ausführungsform.
Die durch den Schlitz 79. 3 austretende Luft lost die Baumwolle von den Zähnen 33 und treibt sie abwärts. Wenn die abgelöst Baumwolle einer geraden Linie folgen würde, so müsste sie ausserhalb
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wirkung am Ende der Wand 106, durch die die Baumwolle in die Leitung 105 gezogen wird, alle schweren Teile, wie kleine Körner, fallen hingegen vor der Wand 106 zu Boden. Der aus der Düse 104 austretende Luftstrom fördert die Baumwolle überdies zum Verdichter.
Nach Fig. 2 wird die zugeführte Baumwolle durch eine unten gelegene Öffnung von den Sieb-
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Die Vorkehrung dieser getrennten Bahnen für die eintretende Rohbaumwolle und die entkörnte Baumwolle ist von grossem Wert, da hiedurch Verstopfungen vermieden werden und eine Steigerung der Wirksamkeit des Entkernens möglich ist. Dieser Umstand ist von besonderer Wichtigkeit für die Behandlung ungereinigter Baumwolle.
Die Zufuhrvorrichtungen nach den Fig. 1 und 2 können mit Umführungsvorrichtungen versehen sein, so dass die Baumwolle über die Siebsägen geführt werden kann, wie in Fig. 1, oder unter diese, wie nach Fig. 2. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 kann dies dadurch erfolgen, dass der Gehäuse-
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den Trog 50 geführt werden.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform läuft der mit Zähnen 110 besetzte Riemen 109
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ist ähnlich wie bei Fig. 2.
In der Kammer 118 sind zwei Reihen von Siebsägen 119 und 720 vorgesehen, deren Wirksamkeit
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sich zwischen den Ketten 130 und 7. 36 schräg rückwärts erstrecken, wie dies in Fig. 4 und in vollen Linien in Fig. 3 dargestellt ist. Die Welle 737 trägt auch einen Arm 139 mit einem Gewicht 110, durch
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gehalten wird, wobei die Finger ihre aufwartsgerichtete Stellung einnehmen.
Die Wellen 125 und 132 sind Triebwellen ; die Kettenräder 72S und 734 sind auf ihnen aufgekeilt.
Die Welle 125 wird ununterbrochen im Uhrzeigersinn angetrieben, solange die Vorrichtung in Tätigkeit ist, während die Welle 132 absatzweise im Uhrzeigersinn angetrieben wird, wobei die Antriebsgeschwindigkeit beider Wellen die gleiche ist.
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Ausführungsform nach Fig. 2, und das Entkörnen erfolgt in gleicher Weise wie bei dieser. Die entkörnte Baumwolle wird an den Zähnen des Riemens durch die Bürste 113 abgenommen, die entgegengesetzt zum Uhrzeiger mit bedeutend höherer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird als der Riemen.
Die kleinen Körner gelangen zwischen der hinteren Riemenbahn und der Rinne 114 zum Boden, während die Baumwolle über die Rinne zum Verdichter gelangt.
Die von den Walzen 122, 123 sich fortbewegende gereinigte Wolle bewegt sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Ketten 130. Die benachbarten Teile der Ketten 130 und 1. 36 sind weiter voneinander entfernt, als der Dicke der Watte entspricht, so dass diese von den Ketten gegen die Finger 138
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diese entsprechend stark geworden ist, wird die Bewegung der Triebwelle 7. 32 verlangsamt oder unter- brochen, und nach Verstellung der Finger in die in Fig. 3 gestrichelt dargestellte Lage wird die Rolle zwischen den Ketten unter der Wirkung der Ketten 130 herausbewegt und in die Presse abgelegt.
Zum Anlassen und Abstellen des Antriebes der Welle 1.'3. 2 können beliebige Steuervorrichtungen in Anwendung kommen. Sobald die Rolle entfernt ist, bewegen sich die Finger zurück in ihre in Fig. 3 voll gezeichnete Lage, in der sie die nächste Lage der entkernten Baumwolle aufwärts gegen die Ketten 136 lenken, so dass das Wickeln einer neuen Rolle beginnt. Statt die Drehung der Welle 2 zu verlangsamen oder abzustellen, kann man sie auch umkehren, um das Auswerfen der Rolle zu beschleunigen.
Bei Beginn der Behandlung wird die verdichtete Baumwolle von den Walzen 122, 123 mehr in Klumpen als in einem gleichförmigen Vlies freigegeben, und zur wirksamen Behandlung dieses Vorproduktes sind die Wellen 125 und 126 mit den Wellen 132 und 133 entsprechend gesenkt und so angeordnet, dass die obere Bahn der Ketten 7. 30 wesentlich tiefer liegt, als es in der Zeichnung dargestellt ist, wobei das Leitbrett 727 gegen die Ketten abwärts geneigt ist, so dass die Baumwolle darüber abwärtsgleitet, um von den Ketten erfasst zu werden.
Die Ketten 1. 30 befinden sich also bei Beginn der Behandlung in einer andern Lage als während der Behandlung, während der die Höhenlage nach Bedarf geändert wird.
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vorteilhaft auch die Breite des gezahnten Riemens und der zugehörigen Sägen, Bürsten, Gebläse usw.
Die in gewünschtem Masse zwischen den Ketten 1. 30 und 7. 36 zusammengedrückten Rollen werden sich nicht ausdehnen und der verhältnismässig kostspielige Stampfer kann vollständig entfallen.
In Fig. 6 sind die Riemenanordnung, die Bürste und der Verdichter und die Art der Vereinigung dieser Bauteile dieselben wie in Fig. 3. In diesem Falle aber erstreckt sich die Ablenkfläehe 39 b bei 773 abwärts annähernd parallel zur wirksamen Fläche, des Riemens und dann bei 144 einwärts und bei 145 aufwärts, um einen Trog 116 fur eine Förderschnecke 147 zu bilden. Die Siebsägen sind durch Reihen
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den Riemen abwärts geneigt, so dass die Baumwolle auf den Rippen gegen den Riemen gleitet.
Eine bogenförmige Lenkfläche 150 erstreckt sich quer durch die Kammer 151 gegenüber der oberen Riemenwalze ; ihr unterer Rand befindet sich in einem solchen Abstand von den Zähnen, dass den sich mit dem Riemen bewegenden Körnern der Durchgang an dieser Stelle ermöglicht wird. Die Lenkfläche 150 verhindert die Mitnahme von Abfallteile oder teilweise entkörnter Baumwolle.
Die Körner, die nur mehr so viel Wollfasern tragen, dass sie zwischen den Rippen 148 hindurch-
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spinnbaren Fasern vorgesehen sind. Diese Baumwolle gleitet längs der Rippen 149 hinunter gegen die Zähne des Riemens und wird entweder wieder zum Scheitel des Riemens hinaufgeführt oder es
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alle Baumwollfasern entfernt sind, gelangen die Körner in den Trog 146 und werden durch die Schnecke 147 entfernt.
Auch bei der eben beschriebenen Ausführungsform können Stiftenwalzen, Lenkflächen usw. nach Bedarf angeordnet sein, um den wirksamsten Erfolg zu erzielen und die Bewegung der Baum-
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Zwischen den Sägen sind schmale, aussen befestigte Rippen 155 vorgesehen, deren obere Enden nicht über die Wurzeln der Sägezähne ragen.
Den Trichter bildet zum Teil eine sich abwärts erstreckende Platte 156, deren unterer Rand 157 sich in einem Abstand von den Sägezähnen befindet. Eine Lenkwand 158 bildet den oberen Teil des Trickters ; an diese Wand schliesst sich eine bogenförmige Platte 159 an, die in einem geringen Abstand von den Zähnen verläuft. Eine weitere Platte 160 hat eine Kante 161, die parallel zur Kante 162 der
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eine Luftzuführleitung, die an einem Ende geschlossen ist.
Die Sägen werden entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn mit einer Geschwindigkeit von etwa 1250 Umdrehungen pro Minute angetrieben. Die Zähne erfassen die in Trichter befindlichen Baumwollfloeken. Die Baumwollfasern bleiben an den Zähnen hängen, wogegen die Körner durch die Flieh-
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und dem Rand 157 hindurch und werden durch die Rippen 155 gehindert, von den Sägeblättern mitgenommen zu werden. Die an den Zähnen 1, hängengebliebene entkörnte Baumwolle wird durch die Wirkung des aus dem Schlitz 163 austretenden Luftstromes mit einer Geschwindigkeit weggeblasen,
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die höher ist als jene der Sägezähne. Die freigegebene Baumwolle kann in beliebiger Weise gesammelt werden.
An Stelle der Sägen kann eine Walze in Anwendung kommen, die mit einem gezahnten Belag (Fig. 7 und 8) bedeckt ist. In diesem Falle sind die Rippen überflüssig.
Die Entkörnungsmaschine nach den Fig. 18 und 19 enthält eine flache Scheibe 165, die an einer lotrechten Welle 166 befestigt ist und durch diese mit hoher Geschwindigkeit entgegengesetzt zur Richtung des Uhrzeigers (Fig. 18) angetrieben wird. Die obere Fläche der Scheibe ist mit einer grossen Zahl von in radialen Reihen angeordneten Zähnen 167 besetzt, die eine von der Welle etwas abstehende Ringzone bilden. Die Zähne sind in der Drehrichtung vorwärts geneigt und befinden sich in ähnlichen Abständen, wie die Zähne der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Riemen. Eine ringförmige Schutzhaube 168 ist parallel zur Scheibe 165 in einem solchen Abstand über den Spitzen der Zähne befestigt, so dass die Baumwollflocken auf der Scheibe frei unter ihr hindurchgehen können.
An der Unterseite der Schutzhaube 168 ist eine gekrümmte Stauschiene 169 befestigt, deren untere Kante sich wenig ober den Spitzen der Zähne befindet. Vor dieser Stauschiene ist die Schutzhaube 168 an ihrem inneren Randteil mit einer Speiseöffnung versehen, zu der eine Zuführungsleitung 171 führt.
Zwischen der Stauschiene und der Speiseöffnung ist die Schutzhaube 168 zur Aufnahme einer Luftdüse unterbrochen, die aus zwei sich nach unten nähernden Wänden 172, 173 besteht, zwischen denen eine radiale Luftaustrittsöffnung 174 gebildet wird, deren Länge gleich gross ist wie die Breite der gezahnten Zone der Scheibe. Der untere Rand 175 der Wand 172 ist in der Richtung der Bewegung der Scheibe gekrümmt, die Wand 173 hat einen entgegengesetzt gekrümmten unteren Rand 176, der höher liegt als der Rand 175. Die Wand 173 bildet auch die eine Seite einer Saugleitung, deren entgegengesetzte Seite aus der Wand 177 besteht, die sich quer über die ganze Breite der gezahnten Zone der Scheibe erstreckt.
Die untere Kante der Wand 177 endigt ein Stück oberhalb der Schutzhaube 168, und darunter hat die Schutzhaube gewöhnlich einen radialen, abwärtsgebogenen Rand 178, der bis nahe an die Spitzen der Zähne reicht.
Wenn die Scheibe mit etwa 1200-1300 m/min angetrieben wird, werden die durch die Öffnung 170 aufgegebenen Baumwollflocken heftig von den Zähnen erfasst und unter die Schutzhaube geführt.
Unter der Einwirkung der Fliehkraft bewegt sich die Rohbaumwolle quer zur gezahnten Flache und die Wollfasern werden allmählich durch die Zähne von den Körnern abgenommen, wobei die Körner gegebenenfalls infolge der Fliehkraft über den äusseren Rand der Scheibe abgeschleudert werden, während die Wolle zurüekgehalten wird. Die gezahnte Zone ist genügend breit, so dass die Körner während ihres Durchganges von der Wolle getrennt werden. Die Stausehiene 169 hat bloss den Zweck, Stoffe, die von den Zähnen zurückgehalten worden sind, nach aussen über den Rand der Scheibe zu streichen, ehe sie zum Luftschlitz 174 gelangen. Dem Schlitz 174 entströmt ein Luftstrahl von sehr hoher Geschwindigkeit, der infolge der gekrümmten Ränder des Schlitzes in der Bewegungsrichtung der Scheibe austritt.
Die Geschwindigkeit des Luftstromes ist grösser als jene der Zähne, so dass die Baumwolle von diesen abgehoben und in die darauffolgend zur Wirkung gelangende Saugleitung nach oben abgezogen und in den Verdichter geleitet wird. Der Rückprall der aus dem Schlitz 174 auf die Scheibe geblasenen Luft hilft mit, die Baumwolle in die Öffnung der Saugleitung zu befördern. Bei Verdichtern, in denen ein Unterdruck zustande kommt, genügt dieser, die vom Gebläse abgehobene Baumwolle durch'die Leitung dem Verdichter zuzuführen. Die Verunreinigungen und Körner, die schwerer sind als die Baumwolle, werden nicht in die Leitung abgesaugt, sondern gehen unter der unteren Kante der Wand 177 durch die Öffnung 179 und gelangen in die Rinne 180.
Jene Teile des Gehäuses, die den harten Stössen der Körner ausgesetzt sind, so insbesondere der Wandteil 39 in Fig. 1 und das Gehäuse 92 in Fig. 2, können mit Gummi oder einem andern nachgiebigen Stoff gefüttert sein.
Die Entkörnungsmaschine nach der Erfindung ist viel wirksamer als die bekannten Vorrichtungen, bedarf einer viel geringeren Kraft zum Antriebe als diese und verstopft sich nicht. Die Herstellung einer solchen Entkörnungsmaschine ist sehr wirtschaftlich, ihr Nutzen ist sehr gross, da sie für Baumwolle jeder Stapellänge brauchbar ist, auch feuchte Baumwolle entkörnt und zur Behandlung von Mustern, von abgebrannter und beschädigter Baumwolle und von Abfall geeignet ist. Sie kann in jede bestehende Anlage eingebaut werden. Insbesondere in Verbindung mit einem Rollenwickler, der den Stampfer ersetzt, wird eine grosse Wirtschaftlichkeit hinsichtlich der Anlage-, Bau-und Betriebskosten erzielt und ein bedeutend gesteigerter Wirkungsgrad erreicht.
Auch Warmluft kann in die Entkörnungskammer eingeleitet werden, insbesondere wenn feuchte Baumwolle bearbeitet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Entkörnen von Baumwolle, dadurch gekennzeichnet, dass die Baumwollfasern von den Körnern mittels der Massenträgheit der Körner wiederholt abgerissen werden, bis praktisch alle Baumwolle von den Körnern entfernt ist.