AT158923B - Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen. - Google Patents

Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen.

Info

Publication number
AT158923B
AT158923B AT158923DA AT158923B AT 158923 B AT158923 B AT 158923B AT 158923D A AT158923D A AT 158923DA AT 158923 B AT158923 B AT 158923B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
coils
self
induction
coil
core
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Radiowerk Horny Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Radiowerk Horny Ag filed Critical Radiowerk Horny Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT158923B publication Critical patent/AT158923B/de

Links

Landscapes

  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzspulen mit beweglichem Kern aus verlustarmem ferromagnetischem Material und betrifft die Feinabgleichung der Selbstinduktion derartiger Spulen, insbesondere bei Hochfrequenzfiltern. Unter Feinabgleichung ist hiebei die einmalige Einstellung der
Selbstinduktion innerhalb enger Grenzen im Zuge der Fabrikation von Empfangsgeräten od. dgl. verstanden. Zweck der Feinabgleichung ist es, die kleinen individuellen Fabrikationsunterschiede, welche beispielsweise den Gleichlauf mehrerer Kreise stören würden, zu beseitigen. 



   Bisher bediente man sich zur Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen meist der Methode des Abwickelns, d. h. es wurde absichtlich die Drahtlänge etwas zu gross gewählt, und von der fertigen Spule schrittweise so viel Draht abgewickelt, bis der Selbstinduktionswert richtig war. Bei Spulen mit ferromagnetischem Kern war es auch schon bekannt, die   Abgleiclung   dadurch vorzunehmen, dass man in den Kern eine Höhlung bohrte und diese nach Bedarf mit fein verteiltem Eisenpulver mehr oder weniger anfüllte. Diesen bekannten Verfahren haftet jedoch der Nachteil an, dass während des Einstellvorganges keine Messung ausgeführt werden kann, so dass man bei der Abgleichung auf Schätzungen angewiesen ist.

   Aus diesem Grunde verzichtet man bisher meist auf die Feinabgleichung der Selbstinduktion und begnügte sieh mit der Berichtigung der Eigenschwingung des betreffenden Schwingungskreises durch einen Korrekturkondensator, was jedoch bei der im Verhältnis zu Luftspulen sehr erheblichen Fabrikationsstreuung der Selbstinduktionswerte von Spulen mit festen ferromagnetischen Kernen zu solchen Schwierigkeiten führte, dass solehe Kerne keinen namhaften Eingang in die Praxis finden konnten. 



   Die Erfindung beseitigt diese Übelstände, indem sie die Lehre gibt, die Feinabgleichung dadurch vorzunehmen, dass eine Hochfrequenzspule mit einem offenen ferromagnetischen Schraubern verwendet wird, der während der Einstellung nur so wenig verschoben wird, dass die Spule ihren Charakter als Eisenkernspule dabei nicht verliert, so dass also die Magnetkraftlinien praktisch innerhalb des ganzen. Abgleichungsbereiches im Spuleninneren durch das magnetische Material, im äusseren Feld aber durch Luft verlaufen. Ausserdem muss die Schraubenbewegung selbsthemmend sein, damit nicht die einmal erfolgte Feinabgleichung beispielsweise bei Transporterschütterungen wieder verlorengeht und soll nur durch ein Hilfswerkzeug möglich sein, um unerwünschte Verstimmungen zu vermeiden, denn die Abgleichung soll in der Regel nur ein einziges Mal vorgenommen werden. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen verschiebbaren Eisenkern als Abstimmorgan einer Hochfrequenzspule zu verwenden, also dazu, um beim Betriebe des Gerätes die Wellenwahl damit vorzunehmen. Dieser Vorschlag führte aus verschiedenen Gründen zu keinem Erfolge, u. a. deshalb, weil die Kurve, welche die Selbstinduktion als Funktion der Eintauchtiefe des Kernes darstellt, über einen grösseren Bereich sehr ungünstig verläuft, so dass die Abstimmung keineswegs frequenzproportional ist, oder dass ein umständlicher und zu Fehlern Anlass gebender Ausgleichsmechanismus notwendig   wird.

   Ferner ändern sich die Kreiskonstanten (Dämpfung usw. ) innerhalb des Variationsbereiches   in unerwünschter Weise, so dass die Vorteile der Eisenkernspulen nicht über den ganzen Variationsbereich der Abstimmung ausgenützt wurden, weil an dem kurzwelligen Ende des Variationsbereiehes die Spule praktisch eine reine Luftspule war. 



   Demgegenüber ist der Korrekturbereich bei der erfindungsgemässen   Abgleichung   relativ so klein, dass aus der gekrümmten Kurve, welche die Selbstinduktion als Funktion der Eintauchtiefe des Kernes darstellt, nur ein kleines, praktisch lineares Stück herausgegriffen wird. Es ist somit kein besonderer Mechanismus zum Ausgleich der Frequenzkurve erforderlich. Man ordnet die Spule und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 den Kern innerhalb des betreffenden   Hochfrequenzgerätes   so an, dass die Betätigung der Transportschraube nur bei der Montage, nicht aber bei der Bedienung des Gerätes zugänglich ist. Für Zwecke der Wellenwahl beim Betriebe eines Gerätes wäre eine solche Einstellvorrichtung natürlich ungeeignet. 



   Besonders bei Bandfiltern von Radioempfangsgeräten ist die genaue Abgleichung der Selbstinduktion der in den gekoppelten Kreisen verwendeten Spulen von Wichtigkeit. Wenn man, wie dies bisher meist geschah, die Selbstinduktion   unabgeglichen   lässt und die Eigenfrequenz der Primär-und Sekundärseite durch einstellbare Parallelkapazitäten, z. B. Quetschkondensatoren, gleichmacht, so ergeben sich verschiedene Nachteile, u. a.

   Unsymmetrie der   Bandfilterkurven.   Da die Eigenkapazität von Eisenkernspulen im allgemeinen einer geringeren Streuung unterliegt als ihr Selbstinduktionswert, ist es häufig möglich, bei Verwendung der   erfindungsgemässen   einstellbaren Kerne auf zusätzliche einstellbare Kapazitäten überhaupt zu verzichten und dadurch den Vorteil eines wesentlich verringerten Raumbedarfes und des Fortfalles von Fehlerquellen zu erzielen. So ergibt sich eine besonders einfache und billige Konstruktion, die sich durch grosse zeitliche Konstanz der Abstimmung auszeichnet. 



   Es ist jedoch im Rahmen der Erfindung auch möglich, insbesondere wenn Leitungskapazitäten abgeglichen werden sollen, ausser den einstellbaren Kernen auch noch einstellbare Trimmer-oder Padderkondensatoren zu verwenden. 



   Im folgenden soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. 



  Die Zeichnung zeigt einen Filtertransformator (Bandfilter), der mit erfindungsgemässen Hochfrequenzspulen ausgerüstet ist, u. zw. stellt Fig. 1 einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Linie A-B der Fig. 1 dar. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit desselben Filtertransformators. 



   Auf der Grundplatte 1 aus Isoliermaterial sind die Spulenkörper 2, 3 für die Primär-und Sekundärwicklung des Filters befestigt. Im Innern der Spulenkörper befinden sich die Kerne 4 aus verlustarmem, magnetischem Material. Zu den Wicklungen parallel geschaltete Fixkondensatoren 5 sind an der Rückseite der Grundplatte befestigt. Erfindungsgemäss sind zur genauen Einstellung der Eigenfrequenz des   Primär- und Sekundärkreises   die Eisenkerne in den Spulen verschiebbar, wodurch deren Induktivität fein abgeglichen werden kann. Zu diesem Zweck sind die Kerne derart gestaltet, dass sie das Spuleninnere vollkommen ausfüllen, so dass sie im Spulenkörper eine sichere Führung erhalten. An einem Ende des Kernes greift die Stellvorrichtung an.

   Der mit der Grundplatte 1 verbundene Winkel 6 enthält ein Gewinde für die Stellschraube 7, welche in axialer Richtung auf den Kern wirkt. Am Kernende sind   Plättchen   8 aus Isoliermaterial mit einem Ende angeklebt, während ihr freies Ende durch einen Steg 9 in Abstand gehalten wird. Weiters ist eine Spannsehraube 10 vorgesehen, welche die   Plättchen   8 fester an den Kern presst. Am Steg 10 greift die Stellschraube an. Um die Anordnung noch kompakter und stabiler zu machen, kann der Raum zwischen den   Plättchen   8 mit Isoliermaterial, 
 EMI2.1 
 einer metallischen Hülle 11 umgeben, auf deren Boden 12 die Grundplatte mittels Winkeln 13 befestigt ist.

   Die Hülle hat die Gestalt eines zylindrischen   Absehirmtopfes,   durch dessen   Stirnflächen   die Stellschrauben ragen, so dass die Kerne auch bei eingebautem Transformator leicht nachgestellt werden können. 



   Das Verschieben der Kerne in den Spulen soll lediglich deren Induktivität ändern. Es ändert sieh jedoch gleichzeitig auch die Kopplung der Spulen, da das Streufeld geändert wird und damit die Bandbreite des Filters. Es ist daher notwendig, nach dem Einstellen der Eigenfrequenz auch die Kopplung der Filterspulen nachzuregulieren. Dies kann in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass man die eine Filterspule auf einer gesonderten Grundplatte montiert und sie gegenüber der andern Spule verschiebbar macht. Man kann aber auch, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist, zwischen den beiden Filterspulen eine verschiebbare Abschirmplatte   ; M einschalten. Im   letzteren Fall erfolgt die Nachregulierung der Kopplung dadurch, dass man die Platte mehr oder weniger weit zwischen die Spulen schiebt.

   In Fig. 3 der Zeichnung ist die Befestigung der   Absehirmplatte   auf der Grundplatte 1 dargestellt. Die Platte 14 ist unten rechtwinkelig abgebogen und besitzt einen Schlitz 15, durch welchen die Befestigungsschrauben 16 ragen. Nach Lüften der Schrauben lässt sich die Platte in der Richtung des Schlitzes verschieben. 



   Eine weitere grosse Vereinfachung im Aufbau des Filters ergibt sich, wenn die Kerne nicht, wie in der Zeichnung dargestellt, quadratischen, sondern kreisförmigen Querschnitt besitzen. In diesem Falle kann der Kern fest mit der   Einstellsehraube   verbunden werden, so dass sich jedes weitere Zwischenglied erübrigt. 



   Die Filterspulen müssen natürlich nicht unbedingt koaxial liegen, sondern können auch nebeneinander mit parallelen oder geneigten Achsen angeordnet werden, wodurch sich unter Umständen eine günstigere Montage im Apparat ergibt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen mit beweglichem Kern aus verlustarmem ferromagnetischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Kern in der Spule mit einer die selbsthemmende, nur mit einem Hilfswerkzeug mögliche Einstellung des Kerns bewirkenden <Desc/Clms Page number 3> Transportschraube so wenig verschiebbar ist, dass die Magnetkraftlinien innerhalb des ganzen Abgleichungsbereiches im Spuleninnern durch das magnetische Material, im äusseren Feld aber durch Luft verlaufen.
    2. Hochfrequenzfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen mit parallelen Achsen nebeneinander angeordnet sind.
    3. Hoehfrequenzfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär-und Sekundärspule gesonderte, voneinander unabhängig einstellbare Kerne aus ferromagnetischem Material besitzen.
    4. Hochfrequenzfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung der Filterspulen einstellbar ist. EMI3.1
AT158923D 1933-05-18 1933-05-18 Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen. AT158923B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT158923T 1933-05-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158923B true AT158923B (de) 1940-06-10

Family

ID=3650101

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158923D AT158923B (de) 1933-05-18 1933-05-18 Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158923B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE974577C (de) Spulenantenne hoher Induktivitaet
AT158923B (de) Feinabgleichung der Selbstinduktion von Hochfrequenzspulen.
DE426944C (de) Einrichtung zur Abstimmung von Antennen mit einem ferromagnetischen Kern
DE706424C (de) Kopplungseinrichtung
AT151159B (de) Regelbare Hochfrequenzinduktionsspule.
DE710905C (de) Hochfrequenzeisenkernvariometer
DE505915C (de) Abstimmbarer neutrodynisierter Hochfrequenzroehrenverstaerker
AT155512B (de) Bandfilter für Hochfrequenzanlagen.
DE675421C (de) Anordnung zur Veraenderung der Bandbreite von Hochfrequenzkreisen mit veraenderbarer Abstimmung
DE976782C (de) Spulenanordnung mit magnetisierbarem Kern
DE2945264C2 (de) Hochfrequenz-Bandfilteranordnung für den UHF-Bereich
DE735174C (de) Hochfrequenzuebertrager
AT116796B (de) Verstärkungseinrichtung für radiotechnische Zwecke.
DE933876C (de) Elektrische Spulen enthaltende elektrisch geschirmte Einrichtung
DE599906C (de) Kopplungselement, welches zwei oder mehrere Spulen mit veraenderlichem Kopplungsgrad enthaelt
DE704874C (de) Bandbreiteregler
AT160820B (de) Anordnung zur Veränderung der Selbstinduktion einer Spule.
DE818970C (de) Rueckkopplungsempfaenger mit Variometerabstimmung
AT154773B (de) Kopplungseinrichtung.
AT213978B (de) Abstimmschaltung für ein nach dem Ümberlagerungsprinzip arbeitendes Empfangsgerät
DE1002825B (de) Abstimmvorrichtung fuer Hochfrequenz mit durch verstellbaren Abgriff regelbarer Selbstinduktion
AT157326B (de) Hochfrequenzspule mit magnetisierbarem Kern.
DE2206460C3 (de) Ausgangsfilter für Fernsehfrequenzumsetzer
CH223177A (de) Abstimmvorrichtung für Überlagerungsempfänger.
DE1080598B (de) Fernsehzeilenablenktransformator