AT158796B - Verfahren zum Behandeln von unter einer Schutzgasatmosphäre lagernder Flüssigkeit in einer Trennschleuder. - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von unter einer Schutzgasatmosphäre lagernder Flüssigkeit in einer Trennschleuder.

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AT158796B
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  Verfahren zum Behandeln von unter einer Schutzgasatmosphäre lagernder Flüssigkeit in einer   Trennschleuder.   



   Süssmost wird mit Kohlensäure gesättigt in Lagertanks unter Druck aufbewahrt. Die Sättigung mit Kohlensäure ist nötig, um das Gären der Flüssigkeit zu verhindern. Soll der   Sissmost   abgefüllt werden, so ist oft eine möglichst restlose Entfernung der Kohlensäure erwünscht. Man entspannt dann die Flüssigkeit, ehe sie zum Klären durch eine Schleuder geht, in einem besonderen Zwischen-   gefäss,   aus dem die bei der Entspannung entweichende Kohlensäure abgesaugt und zur weiteren Verwendung wieder verdichtet wird. 



   Dieses Verfahren ist   umständlich   und zeitraubend, da sich das Gas nur verhältnismässig langsam aus der Flüssigkeit löst. 



   Eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung durch schnellere und vollkommenere Entgasung bildet das Verfahren nach der Erfindung, bei dem die Flüssigkeit in einem einzigen Arbeitsgang in einer Trennschleuder geklärt und von der Kohlensäure befreit wird, die wiedergewonnen und neu einzulagernder Flüssigkeit wieder zugesetzt werden kann. 



   Erfindungsgemäss wird die der Schleuder unter dem Druck des Gases zuströmende Flüssigkeit im Einlaufraum der Trommel entspannt, das dadurch freiwerdende und sich unter der Schleuderwirkung in dem mittleren flüssigkeitsfreien Raum der Trommel sammelnde Gas abgesaugt und zur Wiederverwendung von neuem verdichtet. 



   Zweckmässig wird für das Verfahren eine Schleudertrommel mit   Schälkörper   verwendet, weil das sich unter der Wirkung des Schleuderdruckes dicht um den Sehälkörper legende Schleudergut einen wirksamen Abschluss gegen die Aussenluft bildet. Solehe Schleudern sind an sich bereits bekannt, und die Wirkung der Flüssigkeitsabdiehtung an den rotationssymmetrischen Schälkörpern wird dazu benutzt, um schaumfreies   Schleudergut   zu erhalten. Der Luftabschluss kann aber auch auf andere Weise erzielt werden. Der in dem   Schälkörper   erzeugte Überdruck kann auch dazu dienen, mit Hilfe einer Injektordüse das Gas wieder mit der geklärten Flüssigkeit zu vereinigen. 



   Die Erfindung ist in einer Ausführungsform beispielsweise in der Zeichnung veranschaulicht.
Der   Schleudertrommel   fliesst das gashaltige Schleudergut durch die Leitung 2 zu, wobei der Zufluss durch einen Hahn 3 geregelt werden kann. Das Einlaufrohr 4 leitet die Flüssigkeit zwischen die Mitnehmerflügel   5   in den Einlaufraum 6, wo sie infolge der Druckminderung das Gas abgibt. Die Prallwirkung und der   plötzliche Richtungswechsel,   hervorgerufen durch die schnell umlaufenden Flügel   5,   beschleunigen die Entgasung.

   Unter dem Einfluss der   Schleuderkraft   wird die Flüssigkeit nach aussen, das ausgeschiedene Gas nach innen in den flüssigkeitsfreien Raum der Trommel getrieben, aus dem es durch die Kanäle 7 des   Sehälkörpers   und die Leitung 8 abgesaugt wird. Das kann z. B. mit Hilfe einer Pumpe erfolgen, die das angesaugte Gas wieder verdichtet. 



   Die entgaste Flüssigkeit durchströmt den Trommeleinsatz und tritt in    geklärtem. Zustand durch   die Kanäle 9 in die   Schälkammer   10. Unter dem Schleuderdruck legt sich die Flüssigkeit dicht um den   Schälkörper   und schliesst so den Einlaufraum luftdicht ab. Das geförderte Schleudergut fliesst dann durch die Leitung 11 ab. Der Gegendruck kann dabei durch einen Druckmesser   12 überwacht   und mit dem Hahn 13 geregelt werden. 



   In die Abgasleitung 8 ist ein bei Schleudern an sich bekannter   Flüssigkeitsabscheider   14 mit Schauglas 15 und ein Druckmesser 16 mit Regelhahn 17 eingebaut. Um das aus der Flüssigkeit aus- 

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 geschieden Gas wieder mit dem geklärten Gut zu vermischen, kann die Abgasleitung auch unmittelbar mit der Schleuderableitung verbunden werden. Damit keine Luft statt der Kohlensäure in die Anlage eindringt, kann der die Trommel umgebende Raum der Schleuder oder das ganze Sehleudergestell durch feste Dichtungen oder Flüssigkeitsverschlüsse gegen die Aussenluft abgeschlossen und mit   i Kohlensäure   angefüllt sein.   Bei Überschreitung   eines bestimmten Unterdruckes wird zweckmässig die Abgasleitung durch ein Rückschlagventil von der Trommel getrennt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Behandeln von unter einer Schutzgasatmosphäre lagernder Flüssigkeit in einer Trennschleuder, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schleuder unter Druck des Gases zu- strömende Flüssigkeit im Einlaufraum   (6)   der Schleudertrommel   (1) entspannte   und dass das dadurch freiwerdende und sich unter der Schleuderwirkung im mittleren flüssigkeitsfreien Teil der Trommel sammelnde Gas abgesaugt und zur Wiederverwendung von neuem verdichtet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgeschiedene Gas durch den in dem Schälkörper der Schleudertrommel (1) erzeugten Druck mit Hilfe einer Injektordüse dem geklärten Schleudergut wieder zugeführt wird.
    3. Vorrichtung zur Ausführung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Abgasleitung durch Kanäle (7) im Schälkörper gebildet ist. EMI2.1 EMI2.2
AT158796D 1936-06-16 1937-06-12 Verfahren zum Behandeln von unter einer Schutzgasatmosphäre lagernder Flüssigkeit in einer Trennschleuder. AT158796B (de)

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