DE439761C - Einrichtung zur Ausscheidung von Luft und Gasen an mit Kondensat gespeisten Dampfanlagen - Google Patents

Einrichtung zur Ausscheidung von Luft und Gasen an mit Kondensat gespeisten Dampfanlagen

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DE439761C
DE439761C DES59169D DES0059169D DE439761C DE 439761 C DE439761 C DE 439761C DE S59169 D DES59169 D DE S59169D DE S0059169 D DES0059169 D DE S0059169D DE 439761 C DE439761 C DE 439761C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Ausscheidung von Luft und Gasen an mit Kondensat gespeisten Dampfanlagen.
  • Die Erfindung stellt eine Verbesserung des sogenannten geschlossenen Speisewasserkreislaufes dar, bei welcher das Wasser unter Umgelung des Speisewasserbehälters von der Kondensatpumpe direkt der Speisepumpe zufließt, durch welche Serbesserung die voln Kondenswasser mitgerissenen Gasblasen noch rechtzeitig, bevor sie in Lösung treten, ausgeschieden werden.
  • Bisher wurde angenommen, daß das Kondensat beim Austritt aus dem Kondensator praktisch vollständig gasfrei sei und daß es daher genüge, das Kondensat vor der Berührung mit Luft zu schützen, um es gasfrei zu erhalten. Es wurde daher die Kondensatpumpe mit der Speisepumpe unter Umgehung des Speisewasserbehälters direkt verbunden.
  • Das Kondensat besitzt zwar beim Austritt aus der Kondensatpumpe keine nennenswerten Mengen von gelösten Gasen, es wurde aber übersehen, daß Gase in Blasenfonn mitgeführt werden, welche auf ihrem weiteren Wege entsprechend dem hohen Druck in der Druckleitung der Kondensatpumpe in Lösung gehen, so daß der Gehalt an Gasen unter Umständen eine schädliche Höhe erreichen kann.
  • Durch zahlreiche Versuche des Erfinders an verschiedenen Anlagen wurde jedoch festgestellt, daß vom Kondensat Gase in Blasenform mitgeführt werden. Diese Blasen werden zum Teil durch die im Kondensator niederfallenden Wassertropfen in das im Kondensatorunterteil sich sammelnde Wasser hineingepeitscht. Dieses Wasser wird von der Kondensatpumpe so rasch angesaugt, daß die hineingelangten Blasen vom Wasserstrom mitgerissen werden. Trotz bester Abdichtung können durch die unvermeidlichen Undichtheiten der Saugrohrleitungen und besonders der Kondensatpumpen-Stopfbüchse Gase in das Kondensat gelangen. Diese Gasmengen können, solange sie sich im Vaknumraum befinden, nicht gelöst werden. Erst auf der Druckseite der Pumpe ist die physikalische AIöglichkeit gegeben, daß die Blasen gelöst werden. Um dies zu verhindern, sind dieselben so rasch wie möglich durch einen geeigneten Blasenabscheider zu entfernen. Der Erfinder hat daher gleich am Druckstutzen der Kondensatpumpe einen solchen Abscheider vorgeschlagen. Dadurch wird es erreicht, das Wasser blasenfrei mit einem verschwindend kleinen Gehalt an gelösten Gasen den Speisepumpen zuzuführen.
  • Der Speisewasserbehälter ist dem geschlossenen Speisewasserkreislauf parallel geschaltet und hat nur die normalerweise geringen Schwankungen aufzunehmen, welche in der Förderung der Kondensat- und Speisepumpe auftreten. In Betrieben, wo diese Schwankungen gering sind, ist es überflüssig, einen gasgeschfitzten Behälter vorzusehen.
  • In anderen Betrieben kann dieser Behälter durch entsprechende Mittel vor der Gas auf nahme geschützt werden.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung im scheInatischcn lotrechten Sdmitt.
  • In der Abbildung ist I die Kondensatpumpe, 2 deren Saug- und 3 deren Druckstutzen. Gemäß der Erfindung befindet sich möglichst nahe am Druckraume der Pumpe I der mit der freien Luft unmittelbar in Verhindung stehen dz uftausscheider, in dem die Gas- und Luftblasen aus dem Kondensat sofort nach dessen Austritt aus der Pumpe ohne Anwendung von Vakuum oder Wärme unmittelbar in die freie Luft entweichen können.
  • Die Ausführung des Luftausscheiders kann eine beliebige sein und in an und für sich bekannter Weise durch Verwendung von Prallflächen, der Fliehkraft u. dgl. die schnelle Ausscheidung der Luftblasen fördern.
  • Der Wasserraum des Luftausscheiders 4 steht durch die Leitung 5 mit der Speisepumpe 6 in Verbindung, so daß das Kondensat unmittelbar unter Umgehung des Speisewasserbehälters in den Kessel gefördert wird. Das gehörig gereinigte und entgaste Zusatzwasser wird durch die Pumpe 6 in den Kessel gespeist.
  • Da im Betriebe die Speisepumpe nicht immer die gleiche Menge Wasser in den Kessel zurüclçzuspeisen hat, die der Kondensatpumpe als Kondensat zufließt, und es andererseits vorkommen kann, daß zeitweise mehr Speisewasser erforderlich ist, als das von der Maschine ablaufende Kondensat ausmacht, so pflegt man bei derartigen Anlagen zum Ausgleich der zeitlichen Abweicllungen zwischen den gelieferten Kondensatmengen und den zu fördernden Speisewassermengen einen Ausgleichbehälter 8 anzuordnen, der einen gewissen größeren Wasservorrat enthält.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜcHE: I. Einrichtung zur Aussclleidung von Luft und Gasen an mit Kondensat gespeisten Dampfanlagen, bei welchen letzteres unter Umgehung des Speisewasserbehälters direkt der Speisepumpe zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet. daß am Druckraum der Kondensatpumpe bzw. möglichst nahe hinter dem Druckstutzen, allenfalls zwischen der Kondenhat und Speisepumpe, ein mit der freien Luft unmittelbar in Verbindung stehender Luft- und Gasblasenausscheider zwischengeschaltet ist, vrelcher die Gasblasen ohne Anwendung von Vakuum oder Erwärmung auf rein mechanischem \\weg ausscheidet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I mit einem Ausgleichsbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserraum des Das und Luftausscheiders (4) mit einem in den Ausgleichsbehälter mündenden Überlaufrohr (g) ausgeriistet ist.
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