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Schneeräumer, insbesondere für auf Strassen laufende Fahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schneeräumer, insbesondere für auf Strassen laufende Fahr- zuge, mit Sehneesehleuder und an einem oder beiden Fahrzeugenden vorgesehenem Schneepflug, wobei Schleuder und Pflug wahlweise verwendet werden können. Das wesentliche Kennzeichen der
Erfindung besteht nun darin, dass der Antrieb der Schneeschleuder bei Verwendung des Schneepfluges, also Niehtverwendung der Schleuder, dem Fahrzeugantrieb mittels einer in dem zur Schleuder führenden
Kraftleitungsstrang eingebauten Umschaltvorrichtung zugeschaltet werden kann und so die für das
Pflügen erforderliche vergrösserte Druckkraft des Fahrzeuges erhalten wird.
Die durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Schneeräumers erzielten günstigen Antriebsverhältnisse für beide Verwendungsarten der Einrichtung und die dadurch ermöglichte vielseitige Anwendbarkeit derselben wird noch begünstigt, indem gemäss weiterer Merkmale der Erfindung für die weitestgehende Anpassung der Einrichtung an die vorherrschenden Strassen-und Schneeverhältnisse sowie für eine möglichst einfaehe Bedienung der Einrichtung Sorge getragen wird. Diese Merkmale der Erfindung beziehen sieh nämlich auf eine besonders zweckmässige und günstige Anordnung für die Lagerung des Pfluges am Fahrzeug sowie auf vorteilhafte Ausgestaltungen der Auswurftrichter der Schneeschleuder.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigen die Fig. 1-3 die Seitenansicht, den Grundriss und die Vorderansicht (von der Seite der Schneeschleudern gesehen) eines Fahrzeuges mit den erfindungsgemässen Anordnungen, Fig. 4 in grösserem Massstab eine Frontansicht des verschwenkbaren Auswurftrichtergehäuses, Fig. 5 eine Seitenansicht hiezu, Fig. 6 in einem noch grösseren Massstab eine einzelne Lagerung im Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 4, Fig. 7 eine Teildraufsicht und Fig. 8 eine Seitenansicht derselben.
Gemäss den Fig. 1-3 bezeichnet 1 das Fahrzeug, das z. B. als Dreiachswagen ausgebildet ist.
Am einen Ende des Fahrzeuges nahe der Achse 2 ist der normale Fahrzeugantriebsmotor 3 angeordnet, der über einen insonderheit als Flüssigkeitsgetriebe ausgebildeten Umformer 6 und über einen Wellenstrang 7 auf die beiden, nahe beieinander liegenden Treibachsen 4 und 5 am andern Fahrzeugende einwirkt. An diesem Ende ist eine Sehneeschleuder 8 mit zwei Sehleuderrädern 8'und 8"vorgesehen, . die fest am Fahrgestell 1 angebracht sind und durch eine herabsenkbare Grundschaufel 9 das Material zugeführt erhalten.
Ausserdem ist dort ein Schneepflug 10 angeordnet, dessen beide Pflugscharen 10' und 10"an ihren äusseren Enden bei A kreuzgelenkig am Fahrgestell 1 angebracht sind, so dass sie im Nichtverwendungsfalle seitlich lotreeht am Fahrzeug untergebracht werden können (vgl. in den Fig. 2 und 3 die strichpunktierte Darstellung dieser Teile), wobei eine Verbindung 11 an den zusammenstossenden Enden der Scharen 10', 10"zu lösen ist.
Die Grundsehaufel 9 ist zweckmässigerweise mehrteilig ausgebildet, um so eine besondere Anpassung an die Fahrbahnkrümmungen und-neigungen zu erreichen. Um umgekehrt mit dem Pflug 10 ohne Beeinträchtigung durch Teile der Schleuder 8 arbeiten zu können, ist die Grundschaufel 9 hochklappbar in eine Lage, die in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist.
Bei Fahrt von und zur Arbeitsstätte im Winter sowie bei Schlepperbetrieb, sofern dann nicht überhaupt die Sehneebeseitigungseinrichtungen entfernt sind, sind sowohl die Scharen 10', 10"senkrecht hochgeklappt als auch die Grundsehaufel 9 angehoben.
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Die Sehleuderr der 8', 8"werden in an sich bekannter Weise von einem besonderen zweiten Antriebsaggregat 13 aus betätigt, das hinter dem Umformer 6 des Motors J sitzt und das ebenfalls vorzugsweise über einen Flüssigkeitsumformer 14, einen Wellenstrang 15 und Winkeltrieb 16 auf diese Räder einwirkt.
Hinter dem Umformer 14 sitzt nun noch im Kraftleitungsstrang 15 eine Umschalt-
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Kraftfluss des Motors 73 auf den Antriebswellenstrang 7 über einen Zwischenstrang 77 und ein entsprechendes Vorgelege 18 umgeleitet werden kann. Ferner können, was in der Zeichnung nur andeutungs- weise dargestellt ist, vom Wellenstrang 77 noch Spilltrommeln 79 oder ähnliche Sondereinriehtungen. z. B. Riemenscheiben, ein Elektrogenerator od. dgl.. angetrieben werden.
Bei der Fahrt des Wagens mit seiner Einzelaehse 2 voraus, was z. B. beim Arbeiten mit dem Pflug 12 oder bei Verwendung des Gefährtes als Sehlepper im Sommer der Fall ist, wird er von einem Fiihrerplatz 20 aus gesteuert, während bei Arbeiten des zweiten Schneepfluges 10 oder der Schleuder 8 die Einregelung der Motoren 5 und 13 usw. von einem am andern Fahrzeugende gelegenen Führerplatz 21 aus erfolgt. Dabei ist der jeweilige Führerplatz stets vorne im Fahrzeug gelegen, d. It. der Wagen fährt so, dass im ersten Falle die Achse 2, im zweiten Falle dagegen die Achsen 4 und 5 als Vorderachsen anzusehen sind.
Je nach den Schneeverhältnissen wird man wahlweise die verschiedenen Schneebeseitigungseinriehtungen in der Weise einsetzen, dass die Räumung loser Schneemassen auf ebener Fahrbahn vorwiegend mit den Pflügen 10 und 12 geschieht, wobei die Vorsehung je eines Pfluges an beiden Fahrzeugenden das Wenden desselben erspart. Dagegen hat die Schleuder die Aufgabe. feste Schneemassen und losen Schnee auf Steigungen zu beseitigen. Um eine entsprechend hohe R : ium- gesehwindigkeit auch bei verhältnismässig hohem Schnee beim Arbeiten mit den Pflügen zu erzielen. ist es in diesem Falle zweckmässig, beide Motoren 3 und 13 auf die Achsen 4 und 5 arbeiten zu lassen.
In gleicher Weise können beim Arbeiten als Schlepper diese beiden Achsen angetrieben werden : man erhält so ein Fahrzeug grosser Zugkraft. Durch Verwendung an sich bekannter Flüssigkeitsumfomier 6 und 14 hinter den Motoren 3 und 7. 3 entfällt die umständliche Handschaltung, die bei Zahnräder-
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fenden Motoren lässt sieh der Fahrzeug-und der Schleuderantrieb und damit wieder die Räumgeschwin- digkeit der Sehneebeseitigungseinrichtungen mit den in Frage kommenden Erfordernissen in Einklang bringen.
Um das Auswerfen des Materials wahlweise von beiden Schleudern 8', 8"aus nach der einen oder andern Fahrbahnseite vornehmen zu können, sitzen-wie die Fig. 4-8 deutlicher erkennen lassenum die Schleudern 8', 8" Verkleidungen, die aus einem feststehenden Grundgehäuse 22 und einem verschwenkbaren Ringgehäuse 23 bestehen. Das Ringgehäuse, an dem der Auswurftrirhter 24 sitzt,
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sind, die ihrerseits wieder an bestimmten Stellen am Umfange des Ringgehäuses 23 befestigt sind. Die Rollen laufen auf Bahnen 27, die fest mit dem Grundgehäuse 22 verbunden sind.
Zur Abdeekung
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des Eintrittes von Schnee od. dgl., an diesen Stellen ist noch an den Bügeln 26 ein mitumlaufendes Abdeckblech 28 vorgesehen, so dass ein hohler Ringraum 29 entsteht, in den, was in den Darstellungen nicht angedeutet ist, die Abgase der Antriebsmaschinen 3 und 13 eingeleitet werden können, um dort eine solche Temperatur zu erzeugen, dass eine Vereisung der Laufbahnen usw. nicht eintreten kann.
Gewöhnlich nehmen die Auswurf trichter 24 der beiden Schleudern 8', 8" die in den Fig. 3 und 4 für Schleuder 8'voll ausgezogene Stellung ein, d. h. der Schnee od. dgl. wird nach beiden Seiten in Richtung der Pfeile X wegbefürdert. Will man nun z. B. infolge der Unmöglichkeit des Auswerfens nach einer Strassenseite den Schnee aus der Schleuder nach der andern Seite wegbefördern, so wird das zugehörige Ringgehäuse 23 in Richtung des Pfeiles Y (Fig. 4) verschwenkt, so dass dann das Material in der Richtung Z ausgeworfen wird. Die jeweilige Lage des Gehäuses 23 wird durch nicht dargestellte Feststellvorriehtungen fixiert. Die Lagerung durch Rollen 25 kann natürlich auch durch entsprechende Gleitlager ersetzt werden.
Bei Verwendung von Dampfmaschinen für Fahrzeug-und Schleuderantrieb können entweder die Kesselabgase oder Frisch-bzw. Abdampf zur Beheizung des Raumes 29 benutzt werden.
Wenn auch die Ausführungsbeispiele ein zur Reinigung von Strassen bestimmtes Fahrzeug zeigen,
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einrichtungen anwendbar.
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