AT157746B - Doppeldose zur Herstellung von Zigaretten mittels in einer der beiden Dosen eingebauter Stopfvorrichtung od. dgl. - Google Patents

Doppeldose zur Herstellung von Zigaretten mittels in einer der beiden Dosen eingebauter Stopfvorrichtung od. dgl.

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Karl Schneider
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Doppeldose zur Herstellung von Zigaretten mittels in einer der beiden Dosen eingebauter Stopf- vorrichtung od. dgl. 



   Zigarettendosen, in welchen eine   Zigarettenstopf- odcr Wirkclmasrhine   eingebaut ist, sind bereits bekannt. Die vorliegende Erfindung bezweckt, bei solchen Dosen eine weitgehende Automatisierung der Zigarettenherstellung zu ermöglichen, was   erfindungsgemäss dnrch   Anwendung einer Doppeldose erzielt wird, bestehend aus zwei mit ihren Böden verschieb- bzw. verdrehbar miteinander verbundenen Einzeldosen, durch deren gegenseitige Verschiebung bzw. Verdrehung zwangsläufig die Betätigung der in einer Dose eingebauten Stopfvorrichtung od. dgl. erfolgt.

   Der allgemeine Grundgedanke der Erfindung ist hiebei darin gelegen, auf der Aussenseite der einen Dose Bolzen anzuordnen, welche durch
Schlitze im Boden der ändern Dose in diese hineinragen und beim Verschieben der ersten Dose in bezug zur zweiten, den ihnen durch die Form der Schlitze vorgeschriebenen Weg beschreiben, auf diesem Weg die in der zweiten Dose befindliche Stopfvorrichtung od. dgl.   betätigen   ;

   gleichzeitig können auch umgekehrt von der Aussenseite der zweiten Dose Bolzen durch Schlitze im Boden der ersten Dose ragen und gegebenenfalls in dieser vorhandene Vorrichtungen   betäl igen.   Ferner können im Boden ein und derselben Dose   Fithrungsschlitze   so angeordnet werden, dass sie mehrere Arten der Relativbewegung der beiden Dosen zueinander, also eine räumliche Verschiebung oder eine Verdrehung um eine gemeinsame Drehaehse   erinüglielttn.   Die gegenseitige Verschiebung kann hiebei längs jeder gewünsehten geraden oder krummen Bahn erfolgen,

   so dass dabei die Kanten der beiden Dosen keineswegs parallel zueinander verbleiben   müssten.   Gemäss der in der Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung findet eine Parallelverschiebung der beiden Einzeldosen zueinander Anwendung, um das Öffnen der   Stopfvorriehtung   zwecks Einbringen des Tabaks und beim darauffolgenden Schliessen die Formung des Tabakstranges unter gleichzeitigem Abschneiden der überragenden Tabaksfasern durch die schräge Kante der Stopfvorrichtung zu bewirken, wobei der abgeschnittene Tabak in den Tabak-   behälterraum   der Dose fällt, daher nicht verstreut werden kann.

   Ferner findet eine gegenseitige Verdrehung der beiden Dosen um eine fixe Achse Anwendung, um den in der geschlossenen Stopfvorrichtung befindliehen Tabakstrang mittels des Stopfkolbens in die auf das vorragende   Mundstück   der Stopfvorrichtung   aufgesetzte Zigarettenhülse zu   schieben, die durch eine Fixiervorrichtung gehalten wird. 



   Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 den bei geöffneter oberer Dose ersichtlichen Dosenboden, in Fig. 2 den mit diesem verbundenen Aussenboden der zweiten Einzeldose ; die Fig. 3 zeigt im   Sehaubild   ein Bruchstück der Doppeldose bei durch Parallelverschiebung der Dosen geöffneter Stopfvorrichtung in der oberen Dose, Fig. 4 den durch gegenseitige Verdrehung der beiden Dosen bewirkten Vorschub des Stopfkolbens. 



   In der oberen Dose   1,   welche zugleich den Tabakbehälter bildet, ist die Stopfvorrichtung eingebaut. Sie besteht aus dem Stopfrohrteil   5,   der längs einer Seitenwand mit dem oberen Dosenkörper fix verbunden ist und im rechten Winkel hiezu in das Führungsrohr 17 übergeht, und aus dem senkrecht zum   Rohrteil 15 verschiebbaren   Teil 14, der beim Auseinanderschieben der Dosen das Öffnen der Stopfvorrichtung (Fig. 3) zwecks Einbringens des Tabaks und beim darauffolgenden Zusammenschieben in die Deeklage das Sehliessen der Stopfvorrichtung (Fig. 4) und die Formung des Tabakstranges unter Abschneiden der überschüssigen Tabaksfasern durch die   Sehrägkante   22 bewirkt.

   Im ührungsrohr 17, welches auf der unteren Seite bei 23 (Fig. 3,4) geschlitzt ist, gleitet der Stopfkolben 21, der an einem Ende der flixiblen Welle (Zugfeder) 18 sitzt, deren anderes Ende mit einem Führung-   stück. ? 9   versehen ist, das einen durch den Schlitz 23 nach unten vorragenden Führungsstift 20 trägt. 



  Durch gegenseitiges Verdrehen der beiden Dosen (Fig. 4) wird der Tabakstrang in der geschlossenen 

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   Stopfvorriehtung mittels   des Stopfkolbens in eine auf das durch die Dose   I     hinausragende   Mundstück aufgesetzte Zigarettenhülse geschoben. Diese Hülse wird mittels einer halbrund gebogenen Blattfeder 16, die mir einem Gummibelag versehen ist und am freien Ende einen Druckknopf aufweist, der durch die Dosenwand   hinausragt, festgehalten. Niederdrucken   des Druckknopfes   ermöglicht   das Aufsetzen der Zigarettenhülse auf das   Mundstück.   Es soll nun die Verbindung der beiden Einzeldosen an den einander zugekehrten Bodenteilen beschrieben werden.

   Der Boden der Dose I (Fig. 1) besitzt die beiden   symmetrisch   zur   Mittellinie gelegenen Längsschlitze 7 und von kürzerer   Länge und den längeren   seitlichen Längsschlitz   9. der mit dem Schlitz 23 übereinstimmt. Der Boden der Dose Ix (Fig. 2) weist zwei in der Längsachse gelegene Längsschlitze 3 und 4 sowie zwei Kreisbogensehlitze 7 und 8 mit dem Mittelpunkt im Zentrum des Bodenprofils auf. 



   Der Schlitz   ? schliesst   an den   Längsschlitz a   an. Die Verbindung der beiden Dosen erfolgt durch vier Nieten. Hievon sitzen zwei mittlere Zapfen 10 und 11 am Boden der   Dose I   und ragen durch die   Schlitze 3 und 7   im Boden der Dose   P.   Zwei andere,   72, 7. 3,   sitzen fest im versehiebbaren Teil 14 der 
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 gegeneinander verdreht werden, weil Bolzen 11 in den Kreisschlitz 7 eintreten kann, während Bolzen 10 am Ende des Schlitzes 3, im Zentrum des Bodenprofils liegend, die Drehachse bildet. Zur Übertragung dieser Drehbewegung auf den Stopfkolben besitzt der Boden der Dose   Ix     (Fig. 2) noch   einen seitlichen   Längsschlitz o   und daran   anschliessend   den Bogenschlitz 6.

   In letzterem gleitet bei Verdrehung der Dosen (Fig. 4) der Führungszapfen 20 und drückt die flixible Welle 18 mit dem Stopfkolben gegen   das   Aussenende des   Stopfrohrs,   wogegen der erstgenannte Schlitzteil J die Längsverschiebung der Dosen ohne   Beeinflussung des Stopfkolbens ermöglicht. Während   die Dose 1. wie schon erwähnt, die Stopfvorrichtung enthält und der von dieser nicht ausgefüllte Platz   als Tabakbehälter   dient, ist die Dose   1. 1 :   in der für Zigarettendosen üblichen Art mit Gummibändern adjustiert und dient zur Aufnahme einer der Tabakmenge in Dose   I   emsprechenden Anzahl (etwa 25 Stück) von Mundstückzigarettenhülsen. 



  In der Dose If kann überdies auch ein halbautomatisches Feuerzeug in einem dazu bestimmten Halter, das leicht herausnehmbar ist, untergebracht werden. Ein Mitnehmer des Feuerzeugsprungdeckels kann durch den Boden der Dose   7 derart hindurchragen, dass   das Feuerzeug beim Rückdrehen der 
 EMI2.2 
   gleich   anziinden zu können. Die Schiebe- und Drehbewegungsrichtungen der beiden Dosen können durch Pfeile an den Deckeln angedeutet werden. Die äussere Form der Dosen kann auch oval sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Doppeldose zur Herstellung von Zigaretten mittels in einer der beiden Dosen eingebauter
Stopfvorriehtung od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die beiden die Dopeldose bildenden Einzel- dosen mit ihren Böden aufeinander gleitend gegenseitig verschieb-und verdrehbar verbunden sind, und die Betätigung der in einer der Dosen eingebauten Stopfvorrithtung od. dgl. zwangsläufig durch die gegenseitige Verstellung der Dosen erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Doppeldose nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Dosen (I1, Ix) parallel verschiebbar verbunden sind, wobei der verschiebbare Teil (14) der Stopfvorrichtung mittels die Längs- schlitze (1,2) des Dosenbodens (I) durchdringender und in der zweiten Dose (Ix) geführter Zapfen (12, 13) bei Parallelverschiebung der Dosen in die Offen-oder Schliessstellung gebracht wird.
    3. Doppeldose nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Stopfkolbens durch gegenseitige Verdrehung der Dosen (I, Ix) bei geschlossener Stopfvorrichtung um eine gemeinsame Drehachse (10) bewirkt wird.
    4. Doppeldose nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermöglichung der Dosenverdrehung bei geschlossener Stopfvorrichtung der Führungsschlitz (8) der Zapfen (12, 13) in der Dose (Ix) ein Kreisschlitz ist.
    5. Doppeldose nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung des Stopfkolbens durch einen aus dem Schlitz (9) der Dose (I) nach unten in die Dose (Ix) ragenden Mitnehmer (20) erfolgt, der in einem Winkelschlitz (5, 6) mit geradem und gekrümmtem Sehenkel EMI2.3
AT157746D 1938-05-05 1938-05-05 Doppeldose zur Herstellung von Zigaretten mittels in einer der beiden Dosen eingebauter Stopfvorrichtung od. dgl. AT157746B (de)

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