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Anordnung für zwei auf gleicher Achse sitzende, unabhängig voneinander einstellbare Drehwäbler.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung für zwei auf gleicher Achse sitzende, unabhängig voneinander einstellbare Drehwähler, von denen der eine als Bürstenwähler für den andern dient. Es ist bereits bekannt, derartige Anordnungen mit einem beiden Wählern gemeinsamen Andrückmagneten auszurüsten, der erst nach Beendigung der bezüglich aller oder eines Teiles ihrer Bürsten berührunglos erfolgenden Einstellung beider Wähler die Bürsten der beiden Wähler an die zugehörigen Kontakte andrückt.
Die Erfindung besteht in weiterer Ausgestaltung dieser bekannten Anordnung darin, dass sich die angedrÜckten Bürsten unabhängig von dem Erregungszustand des Andrückmagneten mechanisch verriegeln (durch Einfallen des Hebels 10) und durch Beeinflussung des Drehmagneten eines der beiden vorzugsweise mit indirektem Schrittschaltantrieb ausgerüsteten Wähler wieder frei werden.
Ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden beschrieben. Fig. 1 ist ein Grundriss der Wähleranordnung und Fig. 2 eine Seitenansicht dazu.
In dem Gehäuse 1 sind auf einer gemeinsamen Achse 2 der Bürstenwähler oder"Zehnerwähler" und der"Einerwähler" untergebracht. Beide Wähler sind getrennt beweglich und haben getrennte
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wie aus Fig. 2 erkennbar, als sogenannte indirekte Wähler ausgebildet, d. h. beim Ankeranzug fällt die. Stossklinke in den nächsten Zahn des Zahnrades ein. Beim Ankerabfall wird sodann unter der Einwirkung der Rückzugfeder das Schaltsystem um einen Schritt fortbewegt.
Die Schaltarmsätze sind in an sich bekannter Weise so ausgebildet, dass die Bürsten, über welche die Sprechverbindungen verlaufen, während des Drehens des Wählers die Kontaktlamellen nicht be-
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lauf des Wählers in die Nullstellung, schleifen stets auf den Lamellen. Hiedurch wird eine wesentliche Verringerung des Kraftbedarf für beide Antriebsmagneten erzielt, da die zu überwindenden Reibungskräfte geringer sind. Gleichzeitig wird das Entstehen von sogenannten Wählergeräuschen auf ein Mindestmass herabgesetzt. Wie für den Einerwähler 4 dargestellt, sind die stets schleifende BÜrsten : 34 und die abgehobenen Biirsten.'M je für sich zusammengefasst, u. zw. derart, dass die stets schleifende Bürsten in der Nähe des Antriebs untergebracht sind.
Dadurch wird die Gefahr einer Verwindung der Sehaltarmsätze verringert.
Nach dem Einstellen beider Wähler werden die Bürsten durch den ihnen gemeinsamen Magneten 7 angedrückt. Der Anker 8 dieses Magneten greift hiezu mittels seines innerhalb der Zahlentrommel 9 des Bürstenwählers geführten Ansatzes. 32 hinter die Druckscheibe-M und zieht auf diese Weise den Bürstenwähler nach rechts hinüber. Da beide Wähler mit ihren auf der Achse 2 sitzenden Hohlwellen auf denen die Schaltarmsätze befestigt sind, an der Stelle 33 zusammenstossen, wird der Einerwähler ebenfalls nach rechts herübergedrückt.
Infolge der Axialversehiebung des Zehnerwählers fällt der Sperrhebel 10 hinter einen Bund 28 der Welle dieses Wählers und sperrt hiedurch beide Wähler in der angedrückten Lage. Auch der Anker 8 des Andruckmagneten 7 wird dadurch mechanisch in der Arbeitslage gehalten, so dass die von ihm betätigten, nicht dargestellten Ankerkontakte umgeschaltet bleiben.
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schaltmagneten J gelagert. Er besitzt auf der gegenüberliegenden Seite einen Fortsatz 30, mit dem er die Kontakte 27 betätigt, wodurch z. B. der Stromkreis des Andrüekmagneten sofort wieder unterbrochen werden kann.
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Wie sieh aus der Zeichnung ergibt, liegt der Sperrhebel 10 mit seinem Fortsatz 11 über dem Anker 12 des Zehnermagneten 5. Bei der Auslösung wird der Zehnermagnet 5 erregt und hiedurch
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Wähler in der in Fig. 2 dargestellten Weise mit indirektem Antrieb auszubilden, so dass bei der ersten Anzugsbewegung des Ankers 12 des Schrittschaltmagneten 5 zunächst lediglich die Verriegelung der Bürsten aufgehoben, ein Drehsehritt jedoch noch nicht ausgeführt wird ; auch der erste Drehschritt erfolgt in diesem Falle bei abgehobenen Sprechbürsten.
Die Anordnung kann so getroffen werden, dass der Zehnerwähler bei der Auslösung als erster in die Ruhelage zurückkehrt, wobei dann der Zehnermagnet 5 ohnehin als erster erregt wird. Die Anordnung kann aber auch so getroffen sein, dass der Zehnermagnet 5 bei der Auslösung zunächst lediglich einen Stromstoss erhält, um die Bürsten aus ihrer Verriegelung frei zu geben, worauf die Rückkehr der beiden Wähler in die Ruhelage in beliebiger Reihenfolge vor sich gehen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung für zwei auf gleicher Achse sitzende, unabhängig voneinander einstellbare Drehwähler, von denen der eine als Bürstenwähler für den andern dient, mit einem beiden Wählern gemeinsamen Andrüclqnagneten, der erst nach Beendigung der bezüglich aller oder eines Teiles ihrer Bürsten berührungslos erfolgenden Einstellung beider Wähler die Bürsten der beiden Wähler an die zugehörigen Kontakte andrückt, dadurch gekennzeichnet, dass sich die angedrückten Bürsten unabhängig von dem Erregungszustand des Andrückmagneten mechanisch verriegeln (durch Einfallen des Hebels (10)) und durch Beeinflussung des Drehmagneten (5) eines der beiden vorzugsweise mit indirektem Schrittsehaltantrieb ausgerüsteten Wähler wieder frei werden.