AT157522B - Kinogerät, insbesondere Aufnahmekamera für Schmalfilm. - Google Patents

Kinogerät, insbesondere Aufnahmekamera für Schmalfilm.

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AT157522B
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Bosch Gmbh Robert
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  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description


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    Kincgerät, insbesondere Aufnahmekamera   für Schmalfilm. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein   Kinogerät,   insbesondere eine Aufnahmekamera für Schmalfilm, mit einem einzigen Ausloseglied, das bei seiner Betätigung in der einen Richtung das Triebwerk für ein Einzelbild und bei der Betätigung in der andern Richtung auf Dauerlauf einschaltet. 



   Bei einer bekannten Aufnahmekamera dieser Art wird das Auslöseglied durch Drehen zuerst auf Einzelbild oder Dauerlauf eingestellt und dann durch Längsverschieben das Triebwerk für die betreffende Laufart ausgelöst. Es waren also zur Auslösung eines Einzelbildes zwei verschiedene Handgriffe erforderlich, wenn der Auslöseknopf vorher auf Dauerlauf eingestellt war bzw. umgekehrt. Auch bei einer andern Ausführungsform, bei der das Auslöseglied sowohl für die Einschaltung eines Einzelbildes als auch für Dauerlauf in derselben Ebene geführt war, bestand ein ähnlicher Nachteil.

   Denn der AuslÏseknopf war in einem U-förmigen Schlitz geführt und musste jeweils in dem Verbindungssteg zwischen den beiden   U-SchenkeIn zunächst   auf die gewünschte Betriebsart eingestellt werden, worauf dann durch die zweite Bewegung innerhalb des jeweiligen U-Schenkels das Triebwerk ausgelöst wurde. 



  Es ist ferner bekannt, den Auslöseknopf aus einer Mittelstellung heraus in zwei einander entgegengesetzten Richtungen zu bewegen, wobei zugleich mit der Bewegung aus der Mittelstellung in die Einzelbildstellung und auch mit der Bewegung aus der Mittelstellung in die um 180  versetzte Dauerlaufstellung das Triebwerk ausgelöst wird. Diese Ausführung hat den Nachteil, dass der Auslöseknopf bei seiner   Rückführung   in die Mittelstellung versehentlich in die entgegengesetzte Auslösestellung gelangen kann ; oder man ist gezwungen, um solche Fehlschaltungen mit einiger Sicherheit zu vermeiden, verwickelte und teure Sperrvorrichtungen einzubauen. 



   Die Erfindung bezweckt, derartige Nachteile mit einfachen Mitteln zu beseitigen. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die beiden Schaltrichtungen des AuslÏsegliedes für Einzelbild und Dauerlauf sich in der gemeinsamen Mittel-und Ruhestellung (mindestens annähernd) rechtwinkelig treffen. Als besonders zweckmässige und einfache Ausführung kommt eine solche in Frage, bei der die Schaltwege auf dem Mantel eines Zylinders verlaufen. Dass der Auslöseknopf sich dabei in der einen Schaltrichtung aus der Ebene der Gehäusewand entfernt bzw. sich dieser nähert, ist ein erheblicher Vorteil insofern, als hiedurch eine bedeutende Vereinfachung der Auslösevorrichtung und eine Verringerung der Zahl der Einzelteile erreicht werden kann und durch die verschiedene Art der Bedienung Fehlbedienungen durch Verwechslung vermieden werden. 



   Die Zeichnungen stellen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer Auslösevorrichtung nach einem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 und 3 je einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 bei verschiedener Stellung der Teile, wobei in Fig. 2 die oberhalb der Schnittlinie liegenden Teile strichpunktiert dargestellt sind, Fig. 4 eine Öffnung in der Gehäusewand der Kamera, durch die das Ausloseglied hindurchragt, Fig. 5 eine Seitenansicht einer andern Ausführungsform, Fig. 6 und 7 je einen Schnitt nach Linie   VI-VL   in Fig. 5 bei verschiedener Stellung der Teile, Fig. 8 eine Öffnung in der Gehäusewand der Kamera, durch die das Auslöseglied hindurchragt, sowie in Abänderung der Ausführungsformen nach Fig. 1-4 und 5-7 eine Sperrvorrichtung, Fig. 9 ein Schaltbrett. 



   1 ist eine Gehäusewand einer Schmalfilmaufnahmekamera, an der zwei Lager 2 in beliebiger Weise befestigt sind. In den Lagern 2 ist eine Welle 3 drehbar und   längsverschiebbar   gelagert. Auf der Welle 3 sind eine Platte 4 und zwei Abstandringe 5 angeordnet, die durch eine Feder 6 ständig nach oben in Fig. 1 gedrückt werden. Die Form der Platte 4 ist am deutlichsten aus den Fig. 2 und 3 erkenn- 

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 bar. Sie hat einen Hals 7, mit dem sie gemäss Fig. 2 durch eine Öffnung 8 der Gehäusewand hindurchragt, und hat aussen einen geriffelten zylinderischen Kopf 9. Durch Drehen mit dem Finger kann der
Kopf 9 gegen die Wirkung einer Feder 10 in der Öffnung 8 aus der Stellung gemäss Fig. 2 in diejenige gemäss Fig. 3 gebracht werden. 



   An der Platte 4 sind zwei   Anschläge   11, 12 vorgesehen. Von diesen kann gemäss Fig. 2 und 3 je nach der Stellung der Platte der eine oder der andere mit einem Stift oder Nocken 13 einer Scheibe 14 zusammenarbeiten. Die Scheibe 14 und eine Umlaufblende 15 sind auf einer Welle 16 befestigt, die vom Triebwerk der Kamera, z. B. durch einen nicht dargestellten Federmotor, in der Richtung eines Pfeiles 17 angetrieben wird. In der Stellung gemäss Fig. 2 liegt der Nocken 13 an dem Anschlag 11 an. 



  Wird durch Drehen des Knopfes 9 an dessen zylindrischem Rand der Anschlag 11 aus der Bahn des Nockens 13 verschwenkt, bis der Ansatz 18 gemäss Fig. 3 an der Gehäusewand anliegt, so wird der Nocken freigegeben. Er gelangt nunmehr zunächst in die Lücke 19 der Platte 4 und wird dann nach einer knappen Umdrehung der Welle 16 von dem zweiten Anschlag 12 angehalten (Fig. 3), nachdem eine einzige Belichtung des Films im Bildfenster 20 stattgefunden hat. Die Bewegung des Knopfes oder Auslösegliedes 9 aus der Stellung gemäss Fig. 2 in diejenige nach Fig. 3 ist also eine Einzelbildschaltung. 



   Das eine Ende der Platte 4, das in Fig. 2 links über die Gehäusewand 1 vorsteht, ist gemäss Fig. 1 oben bei 22 etwas   abgeschrägt.   Diese Abschrägung 22 ist mit Riefen versehen, damit sie leicht mit dem Finger erfasst werden kann, um die ganze Platte 4 mit der Welle 3 gegen die Wirkung der Feder 6 nach unten (Fig. 1) zu schieben. Für die Abwärtsbewegung ist der Hals 7 der Platte 4 in einer unteren Verlängerung 21 der Öffnung 8 geführt. Wenn der Hals 7 am unteren Ende der Verlängerung 21 zur Anlage gekommen ist, hat die Platte 4 die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellte Stellung. Hiebei ist der Nocken 13 von dem Anschlag 11 frei und das Getriebe kann so lange umlaufen, bis beim Loslassen des Fingers die Platte 4 wieder nach oben gegangen ist und der Anschlag 11 den Nocken 13 wieder erreicht hat.

   Durch Herunterdrücken des Knopfes oder Auslösegliedes 9 nach unten in Fig. 1 wird also die Kamera auf Dauerlauf eingestellt und bei der Aufwärtsbewegung wieder stillgesetzt. 



   Das Stillsetzen erfolgt selbsttätig durch die Feder 6, wenn das Auslöseglied losgelassen wird. 



  Es kann auch durch   Aufwärtssehieben   des   Auslösegliedes   9 mit dem Finger bewirkt werden. Die Aufwärtsbewegung ist durch das obere rechte Ende des Schlitzes 8, 21 begrenzt. Die Rückbewegung des Auslösegliedes 9 aus der Einzelbildsehaltstellung gemäss Fig. 3 erfolgt durch die Feder   10,   wenn das Auslöseglied losgelassen wird. Es kann auch mit dem aufliegenden Finger zurückgedreht werden. Hiebei kann nicht versehentlich zu weit gedreht und dabei auf Dauerlauf geschaltet werden, obwohl auch dieses Mal das   Auslöseglied   vollständig in dieselbe Ruhestellung zurückgeht, von der aus es auch unmittelbar in die Dauerlaufstellung gebracht wird.

   Dies liegt daran, dass sich die beiden Schaltrichtungen für Einzelbild und Dauerlauf bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in ihrer gemeinsamen Ruhestellung rechtwinklig zueinander treffen und so der Begrenzungsschlitz 8, 21 für die Bewegung des Halses in beiden Rückführrichtungen einen Endanschlag bildet, ohne dass noch eine weitere Sicherung erforderlich wäre. 



   Bei einer andern Ausführungsform der Erfindung gemäss Fig. 5-8 ist eine längsverschiebbare und drehbare Welle 25 in zwei Lagern 26,27 einer Kameraseitenwand 28 angeordnet. Gegen das untere Lager 27 und eine durch einen Stift 29 befestigte Scheibe 30 stützt sich eine Feder 31 ab, die die Welle 25 dauernd nach oben zu schieben sucht. Am unteren Ende der Welle 25 ist eine kleine Scheibe 32 zur Begrenzung der   Aufwärtsbewegung angebracht,   sowie eine Platte 34 mit Anschlägen 35, 36 (Fig. 6 und 7), die den Anschlägen 11, 12 in Fig. 2 und 3 entsprechen. Als Auslöseglied dient bei dieser Ausführungsform ein Knopf   37,   der durch einen Stift 38 mit der Welle 25 verbunden ist.

   Der Stift 38 ist in einem Schlitz 39 der Gehäusewand 28 derart geführt, dass er aus der in Fig. 8 dargestellten Lage wahlweise nach unten bewegt oder nach links (Fig. 7) gedreht werden kann. Da die Anschläge 35, 36 grundsätzlich in derselben Weise wie die Anschläge 11, 12 mit dem Nocken 13 zusammenarbeiten, bewirkt die Abwärtsbewegung des Auslöseknopfes   37,   dass der eine Anschlag 35 in die in Fig. 5 strichpunktiert dargestellte Lage gelangt und so die Kamera auf Dauerlauf schaltet. Die Drehung des Auslöseknopfes 37 aus der Lage gemäss Fig. 6 in die schiefe Lage gemäss Fig. 7 bewirkt die Einzelbildsehaltung. Als   Endansehläge   bei der Einstellung auf Dauerlauf und zurück in die Ruhestellung dienen die untere und obere Begrenzung des rechten Teils des Schlitzes 39.

   Die Rechts-und Linksbewegung des Auslösegliedes ist dagegen durch die Anlage des Stiftes 38 am linken oder rechten Ende des oberen   waagreehten   Teils des Schlitzes 39 begrenzt. 



   Die Trennung der Platte 34 von dem   Auslöseglied   37 hat im vorliegenden Fall darin ihren Grund, dass das Auslöseglied von demselben Schaltbrett 49 (Fig. 9) aus bedienbar sein soll, das auch die andern Bedienungsteile, z. B. einen Schaltknopf 40 für die Bildzahleinstellung, sowie eine Filmzähluhr 41 trägt. 



   Um das   Auslöseglied   gegen unbefugte Benutzung und unbeabsichtigtes Schalten zu sichern, kann es in seiner Ruhestellung noch durch eine zusätzliche Sicherheitsvorrichtung gesperrt sein, wie aus dem in Fig. 8 gezeigten Beispiel hervorgeht. Diese Sicherheitsvorrichtung besteht aus einem Schieber 42, der durch einen Längsschlitz 43 auf zwei Stiften 44längsverschiebbar geführt ist und durch einen Bedienungsknopf 46 hin-und hergeschoben werden kann. Der Längssehlitz 43 steht mit einem 

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 weiteren Schlitz 47 in Verbindung, der sich in Fig. 8 im wesentlichen mit der Gehäuseöffnung 39 deckt. Wird nun der Schieber 43 mit dem Schlitz 47 in der Pfeilrichtung 48 verschoben, bis das obere Ende des Schlitzes 43 den oberen Stift 44 erreicht hat, so gelangt der Stift 38 in den Bereich des Schlitzes 43.

   Bei dieser unteren Stellung des Knopfes 46 ist es nicht mehr möglich, das Auslöseglied37 mit dem Stift 38 in der Öffnung 39 nach unten oder nach links zu bewegen. Damit ist das Triebwerk der Kamera gesperrt, bis der Knopf 46 wieder nach oben in die Stellung gemäss Fig. 8 gebracht ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kinogerät, insbesondere Aufnahmekamera für Schmalfilm, mit einem einzigen Auslöseglied, durch das bei seiner Betätigung in der einen Richtung das Triebwerk für ein Einzelbild und bei der Betätigung in der andern Richtung auf Dauerlauf eingeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schaltrichtungen des Auslösegliedes (9 bzw. 37) für Einzelbild und Dauerlauf sich in der gemeinsamen Mittel-und Ruhestellung (mindestens annähernd) rechtwinkelig treffen.

Claims (1)

  1. 2. Kinogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schaltwege auf dem Mantel eines Zylinders verlaufen.
    3. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseglied (9 bzw. 37) an einer Welle (3 bzw. 25) befestigt ist, die zur Einschaltung der einen Laufart längsverschiebbar und zur Einschaltung der andern Laufart drehbar gelagert ist.
    4. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (3 bzw. 25) ein einziges Schaltglied (4 bzw. 34) mit mehreren Anschlägen (11, 12 bzw. 35, 36) trägt, von denen der eine (11 bzw. 35) zur Einstellung des Dauerlaufs durch Längsverschieben und bei der Einstellung auf Einzelbild durch Drehen der Welle (3 bzw. 25) aus der Bahn eines mit dem Triebwerk gekuppelten Stiftrades (14) gelangt, wobei während des Drehens der Welle der zweite Anschlag (12 bzw. 36) in die Bahn des Stiftrades bewegt wird, um dieses nach einer Umdrehung der Umlaufblende (15) anzuhalten.
    5. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseglied (9) mit den Anschlägen zusammen als ein einziges Werkstück hergestellt ist.
    6. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das durch Zwischenglieder (38, 25) mit den Anschlägen (35, 36) verbundene Auslöseglied (37) durch eine Öffnung eines Schaltbretts (49) hindurchgeführt ist, auf dem noch weitere Bedienungsteile (40, 41) untergebracht sind.
    7. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöseknopf (37) in seiner Ruhestellung durch eine von Hand verstellbare Sperre 42 gegen unbeabsichtigtes Schalten gesichert ist.
    8. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperre aus einem Schieber (42) besteht, der in seiner Sperrstellung die Bewegung des Auslöseknopfes (37) in jeder der beiden aufeinander senkrechten Schaltrichtungen verhindert.
    9. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Auslöseglied (9 bzw. 37) verbundene, die beiden Anschläge (11, 12 bzw. 35, 36) für Dauerlauf-und Einzelbildschaltung tragende Schaltglied (4 bzw. 34) unmittelbar mit einem auf der Achse (16) der Umlaufblende (15) befestigten Nockenrad (13, 14) zusammenwirkt.
    10. Kinogerät nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (3 bzw.
    25) für das Auslöseglied (9 bzw. 37) und die beiden Anschläge (11, 12 bzw. 35, 36) innen an einer Seitenwand (1 bzw. 28) des Kameragehäuses längsverschiebbar angeordnet ist, das Auslöseglied durch einen winkelförmigen Schlitz (8, 21 bzw. 39) der Seitenwand hindurchragt, und die beiden Anschläge mit einem auf der Achse (16) der Umlaufblende (15) befestigten Gegenanschlag (13) zusammenwirken.
AT157522D 1937-06-23 1938-05-10 Kinogerät, insbesondere Aufnahmekamera für Schmalfilm. AT157522B (de)

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