DE651448C - Schlitzverschluss - Google Patents
SchlitzverschlussInfo
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- DE651448C DE651448C DEW96585D DEW0096585D DE651448C DE 651448 C DE651448 C DE 651448C DE W96585 D DEW96585 D DE W96585D DE W0096585 D DEW0096585 D DE W0096585D DE 651448 C DE651448 C DE 651448C
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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- General Physics & Mathematics (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schlitzverschlüsse für photographische Rollfilmkameras,
die aus zwei starren, mit je einem besonderen Federantrieb versehenen Schiebern bestehen, deren erster von Hand ausgelöst
Avird und mittels eines Nockens in
einem beliebig einstellbaren Punkt seiner Bewegung den zweiten, nacheilenden Schieber
auslöst, so daß sich zwischen beiden in Bewegung befindlichen Schiebern ein Schlitz
einstellbarer Breite bildet.
Gegenstand der Erfindung ist die Verbindung eines solchen Schlitzverschlusses mit
einem Zeitlaufwerk zur Regelung der Belichtungszeit von etwa V10 bis 1 Sekunde. Dieses
Zeitlaufwerk wirkt auf einen parallel zur Laufrichtung der Schieber gleitenden Schaltschlitten
mit drei Nocken, von denen der erste Nocken dazu dient, im Eingriff mit einer Nase des vorauseilenden Schiebers den
Schaltschlitten beim Spannen des Verschlusses in die Berei-tschaftstellung zu führen,
während der zweite Nocken hierbei das Zeitlaufwerk aufzieht, das nach dem· Auslösen
des Verschlusses den Schaltschlitten zurückzieht, bis der dritte Nocken über -.einen, doppelarmigen
Hebel, der bei kurzen Belichtungszeiten durch den Nocken des vorauseilenden Schiebers gesteuert wird, die Auslösung
des nacheilenden Schiebers bewirkt. Dabei dienen zur Übertragung der Auslösung vom vorauseilenden Schieber bzw.
vom Auslösenocken des vom Zeitlaufwerk beeinflußten Schaltschlittens auf den nacheilenden
Schieber zwei doppelarmige Hebel mit sich kreuzenden Drehachsen. Der eine dieser Hebel, dessen Drehachse senkrecht
zur Schieberebene steht, ist an einem einstellbaren Schlitten angebracht und trägt an
einem Arm den Gegennocken zum Auslösenocken des vo rau seil en den Schiebers bzw. zum
Auslösenocken des Schaltschlittens, am anderen Arm dagegen eine öse, die auf demeinen in der Richtung seiner zur Schieberbewegung
parallelen Drehachse stangenartig verlängerten Arm des anderen Hebels gleitet, während der andere Arm dieses zweiten
Hebels die Sperrnase trägt, die sich in der Spannstellung gegen eine Nase des nacheilenden
Schiebers stützt.
Gegenüber dem Bekannten hat diese Anordnung den Vorzug der Einfachheit, Übersichtlichkeit
der Einzelteile und eines außerordentlich geringen Raumbedarfs, so daß die Außenmaße einer mit dem neuen Schlitz-Verschluß
ausgestatteten Kamera erheblich verkleinert Averden. Außerdem aber hat die
neue Anordnung der doppelarmigen Hebel den Vorteil, daß ohne Rücksicht auf die eingesteifte
Belichtungsdauer die Länge der von den Auslösenocken beeinflußten Hebelarme unverändert
bleibt, so daß auch die zur Auslösung erforderlichen Kräfte die gleichen bleiben und bei den verschiedensten Belichtungszeiten
stets ein gleichmäßiges, sicheres Auslösen des Verschlusses ohne störende Verzögerungen
gewährleistet ist.
Auf weitere Einzelheiten der Erfindung
wird bei der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles des neuen Schlitzverschlusses
hingewiesen werden, welches in der beiliegenden Zeichnung in schemalischcr
Darstellung veranschaulicht ist. Es zeigen: Abb. ι eine Seitenansicht des neuen Schlitzverschlusses
von der Objektivseite her gesehen, und zwar nach Entfernung des Objektivteiles der Kamera und aller übrigen
ίο vor den Schiebern liegenden Teile,
Abb. 2 eine Rückansicht der Einrichtung nach Abb. ι nach Entfernung der Rückwand
der Kamera und der Bildfläche mit ihren Haltern,
•5 Abb. 3 eine ähnliche Darstellung wie
Abb. ι nach Entfernung lediglich des Objektivteiles der Kamera,
Abb. 4 eine Draufsicht auf v die Einrichtung
nach Abb. 3 nach Entfernung des oberen Teiles der Kamera.
Wie ersichtlich, ist im Kasten^ der Kamera eine kräftige Metallplatte B angebracht,
an der sämtliche Teile des neuen Schlitzverschlusses befestigt sind, was den Einbau
der neuen Einrichtung sehr erleichtert. ,An der Platte B befinden sich neben einem langen
Führungsschlitz B1 zur Führung der aus sehr dünnem Blech bestehenden Schieberplatten
10 und 11 samt den an ihrem Oberteil befestigten
Zahnstangen 4 und 5 noch die fest eingebauten Führungsstangen B2 und B3,
deren Zweck noch erläutert wird. Die Schieberplatte 10 besitzt an der Vorderseite zwei
Sperrnasen 6 und 21, von denen die erstere am inneren Ende der Zahnstange 4, und zwar
dicht unterhalb derselben, die zweite am entgegengesetzten Ende dicht oberhalb derselben
angebracht ist, wie Abb. 1 zeigt. An der Rückseite ist an der Schieberplatte 10 ein
Nocken 29 vorgesehen, wie aus Abb. 2 ersichtlich ist. An der Schieberplatte 11 ist
vorn, und zwar am äußeren Ende der Zahnstange 5, dicht oberhalb derselben die Sperrnase
8 angebracht. In diese Sperrnase 8 greift ein Kippbügel 9 ein,, der an der Platte B
kippbar gelagert ist und durch eine Feder dauernd in seiner Sperrstellung gehalten
wird. Dieser Kippbügel 9 liegt größtenteils an der Rückseite der Platte B, wie Abb. 2
und 4 zeigen. An der Vorderseite der Platte .ß unterhalb der durch den Führungsschlitz B1 hervorragenden Zahnstangen 4 und
5 "sind die beiden zweischenkligen Hebel 7 und. 36 drehbar angebracht. Der Hebel 7 besitzt
an seiner Oberseite eine Sperrnase 7", die mit der Sperrnase 6 der Zahnstange 4 der
Schieberplatte 10 zusammenwirkt. Das eine Ende des Hebels 7 stützt sich gegen den einen
Schenkel des Hebels 36, während das andere Ende des Hebels 7, welcher durch die Feder Jb
dauernd in seine Sperrstellung nach oben gedrückt wird, als Auflage für das mit dem
Auslöseknopf 12 fest verbundene Winkelstück 13 dient. An diesem. Winkelstück 13 ist,
wie Abb. 1 zeigt, noch ein Nocken 15 angebracht, welcher auf den gegenüberliegenden
Nocken 9" des "Kippbügels 9 wirkt. An der Objektivseite der Kamera sind an der
Platte B die Spiralfedergehäuse 19 und zn
befestigt, an. deren Drehstiften 2 und 2" die in Eingriff mit den Zahnstangen 4 und 5 der
Schieberplatten 10 und 1 r stehenden Zahnräder
3 und 37 sitzen. Am Drehstift 2, der nach oben verlängert ist, befindet sich der
Spannknopf 1, wie Abb. 3 zeigt.
Die obere Führungsstange B" der Platte B dient zur Führung des mit dem Führungsknopf I7a versehenen Schlittens 17, an welchem
sich ein Zeiger 16 befindet, der, wie Abb. ι zeigt, aus dem Kasten der Kamera 8p
herausragt und mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten Skala die Einstellung der
gewünschten Belichtungsdauer von '/as bis
Viooo Sekunde bzw. der entsprechenden Schlitzbreite ermöglicht. Am Schlitten 17,
und zwar an der Rückseite der Platte B, ist, wie Abb. 2 zeigt, ein zweischenkliger Hebel
28 drehbar befestigt, dessen einer Schenkel in eine Öse 28° endigt, die den Kippbügel 9
umfaßt, und beim Verschieben des Schlittens 17 auf dem Kippbügel 9 gleitet, und die dazu
dient, das Kippen dieses Bügels 9 und damit das Auslösen von dessen Sperrnase aus der
Sperrnase 8 der Zahnstange 5 des Schiebers 11 zu bewirken. Das Ende des zweiten
Schenkels des Hebels 28 besitzt einen Nocken 2~j, der mit dem Nocken 29 des Schiebers 10
zusammenwirkt, wie Abb. 2 zeigt, und durch welchen die Auslösung der Verriegelung der
zweiten Schieberplatte 11 in der entsprechenden Einstellung bewirkt wird.
Die andere Führungsstange B3 der Platte B
dient zur Führung des Schlittens 22, der zur Einstellung von Zeitaufnahmen von etwa
V10 bis ι Sekunde bestimmt ist. Wie Abb. 1
zeigt, ist am Schlitten 22 eine nach unten gerichtete Sperrnase 22a angebracht, mittels
welcher dieser Schlitten beim Aufziehen des Verschlusses durch die Nase 21 der Zahnstange
4 des Schiebers 10 mitgenommen wird. Außerdem sind am anderen Ende des Schlittens
22 noch zwei Nocken 24 und 26 angebracht, von denen der letztere, wie Abb. 2
zeigt, in einem Schlitz 26« der Platte/ί gleitet
und mit dem Auslösungsnocken 27 des Hebels 28 zusammenwirkt. Der Nocken 24
des Schlittens 22 dagegen wird durch das Federsperrwerk 23 nach Abb. 3 beeinflußt.
Letzteres besteht aus einem gleichfalls an der Platte B befestigten Federgehäuse bekannter
Art, dessen Drehstift 23" nach oben aus dem Kasten der Kamera herausragt und mit dem
Drehknopf 31 versehen ist. Oberhalb des Federgehäuses 23 ist am Drehstift 23" die
Kurvenscheibe 33 angebracht, auf welcher sich der Nocken 25 befindet, der beim Drehen
der Kurvenscheibe ^T) ilen Xocken 24 des
Schlittens 22 mitnimmt, wie Abb. 4 zeigt. Gegen den Umfang der Kurvenscheibe 33 wirkt der gefederte Schalthebel 34, der in
bekannter Weise zur Umschaltung der Drehgeschwindigkeit des Federwerkes 27, dient.
An der Unterseite des Federwerkes 23 ist eine Scheibe 35 am Drehstift 23" befestigt, deren
Nocken 55" bei der Drehung gegen die abgeschrägte
Endfläche des Hebels 30 wirkt und hierdurch, wie Abb. 1 zeigt, auf den Auslösungshebel
7 zur Auslösung des Schiebers lo'zur Einleitung der Belichtung wirkt. Die
Beendigung der Belichtung erfolgt dann durch die A'erschiebung des Schlittens 22
to mittels der beiden Nocken 2 ς und 24 nach
Abb. 4.
Die neue Einrichtung arbeitet wie folgt: i. Zeitaufnahmen beliebiger Dauer.
Zum Zwecke des Aufziehens- (Spannen) ~5 des Verschlusses wird zunächst der Aufzugsknopf I um etwa, eine Drehung nach links gedreht, wobei mittels des Drehstiftes 2 die Feder IQ gespannt wird und gleichzeitig das Zahnrad 3 mittels der Zahnstange 4 den Schieber 10 gleichfalls nach links drückt und hierbei die Zahnstange 5 nebst dem Schieber ι r vor sich her schiebt, bis die Sperrnase 6 der Zahnstange 4 in den Sperrzahn 7" des Auslösungshebels 7 und die Sperrnase 8 der Zahnstange 5 in die Sperrnase des Kipphebels 9 einschnappt. Beide Schieber 10 und 11 sind damit je für sich in der aufgezogenen Stellung verriegelt. Nun schiebt man den Schlitten 17 mittels des Knopfes 17" soweit als möglich nach links, wobei der Zeiger 16 des Schlittens 17 auf den Punkt B der Skala zeigt. Auf der Rückseite der Platte B verschiebt sich dabei der Hebel 28 so weit nach rechts, daß er den Xocken 2Q des Schiebers 10 mit seinem Nocken 2j überspringt und diese beiden Xocken nicht mehr zusammenwirken können. Nun drückt man mittels des Auslösungsknopfes 12 das Winkelstück 13 und damit zugleich den Auslösungshebel 7 nach unten, wobei sich der Nocken 6 der Zahnstange 4 des Schiebers 10 aus dem Sperr-/ahn 7" des Auslösungshebels 7 löst. Der Schieber 10 ist dann frei und gleitet unter seiner Federspannung in der aus Abb. 1 .lurch einen Pfeil bezeichneten Richtung seitlich von der Bildfläche herunter. Die Belichtung hat damit begonnen. Beim Herunterdrücken des Auslösungsknopfes 12 wird gleichzeitig der Nocken 15 unterhalb des federnd ausweichenden Nockens qj des Kipphebels <.) gedrückt und verbleibt in dieser Stellung, solange der Knopf 12 heruntergedrückt wird: Erst bei Beendigung der eine beliebige Zeit dauernden Belichtung wird der Knopf 12 losgelassen, wobei er im Heraufgehen mittels des Nockens 15 den Nocken 9" des Kippbügels 9 mit nach oben nimmt und damit den Kippbügel an der' Rückseite der Platte B herabdrückt. Hierbei wird die Sperrnase 8 des Schiebers 11 entriegelt, und dieser gleitet nun unter dem Einfluß seiner Federung dem Schieber 10 nach und verdeckt die von diesem vorher freigelegte Bildfläche. Die Zeitaufnahme ist damit beendigt.
Zum Zwecke des Aufziehens- (Spannen) ~5 des Verschlusses wird zunächst der Aufzugsknopf I um etwa, eine Drehung nach links gedreht, wobei mittels des Drehstiftes 2 die Feder IQ gespannt wird und gleichzeitig das Zahnrad 3 mittels der Zahnstange 4 den Schieber 10 gleichfalls nach links drückt und hierbei die Zahnstange 5 nebst dem Schieber ι r vor sich her schiebt, bis die Sperrnase 6 der Zahnstange 4 in den Sperrzahn 7" des Auslösungshebels 7 und die Sperrnase 8 der Zahnstange 5 in die Sperrnase des Kipphebels 9 einschnappt. Beide Schieber 10 und 11 sind damit je für sich in der aufgezogenen Stellung verriegelt. Nun schiebt man den Schlitten 17 mittels des Knopfes 17" soweit als möglich nach links, wobei der Zeiger 16 des Schlittens 17 auf den Punkt B der Skala zeigt. Auf der Rückseite der Platte B verschiebt sich dabei der Hebel 28 so weit nach rechts, daß er den Xocken 2Q des Schiebers 10 mit seinem Nocken 2j überspringt und diese beiden Xocken nicht mehr zusammenwirken können. Nun drückt man mittels des Auslösungsknopfes 12 das Winkelstück 13 und damit zugleich den Auslösungshebel 7 nach unten, wobei sich der Nocken 6 der Zahnstange 4 des Schiebers 10 aus dem Sperr-/ahn 7" des Auslösungshebels 7 löst. Der Schieber 10 ist dann frei und gleitet unter seiner Federspannung in der aus Abb. 1 .lurch einen Pfeil bezeichneten Richtung seitlich von der Bildfläche herunter. Die Belichtung hat damit begonnen. Beim Herunterdrücken des Auslösungsknopfes 12 wird gleichzeitig der Nocken 15 unterhalb des federnd ausweichenden Nockens qj des Kipphebels <.) gedrückt und verbleibt in dieser Stellung, solange der Knopf 12 heruntergedrückt wird: Erst bei Beendigung der eine beliebige Zeit dauernden Belichtung wird der Knopf 12 losgelassen, wobei er im Heraufgehen mittels des Nockens 15 den Nocken 9" des Kippbügels 9 mit nach oben nimmt und damit den Kippbügel an der' Rückseite der Platte B herabdrückt. Hierbei wird die Sperrnase 8 des Schiebers 11 entriegelt, und dieser gleitet nun unter dem Einfluß seiner Federung dem Schieber 10 nach und verdeckt die von diesem vorher freigelegte Bildfläche. Die Zeitaufnahme ist damit beendigt.
2. Aufnahmen mit einer Belichtungsdauer von 1Z25 bis V1000 Sekunde.
Nach dem unter 1 geschilderten Aufziehen des \~erschlusses wird der Schlitten 17 mittels
des Knopfes 17s gemäß der angebrachten Skala so verstellt, daß bei auf gezogenem" Ver-Schluß
der Nocken 27 des Hebels 28 sich zwischen dem Nocken 29 des Schiebers 10 und
dem nach hinten aus der Platte B herausragenden Nocken 26 des Schlittens 22 befindet.
Je näher hierbei der Nocken 27 des Hebels 28 dem Nocken 29 des Schiebers 10
steht, um so kürzer ist die Belichtungsdauer bzw. um so geringer stellt sich die Schlitzbreite
30 zwischen beiden Schiebern ein, wie Abb. 2 zeigt. Wird nun mittels des Auslösungsknopfes
12 in der unter 1 geschilderten Weise der Verschluß ausgelöst, dann
gleitet der Schieber 10 in der Pfeilrichtung nach rechts. Je nach der Einstellung des
Schlittens 17 berührt hierbei der an seiner Rückseite befindliche Nocken 29 den Nocken
27 des Hebels 28, wie Abb. 2 zeigt. Hierdurch wird dieser Nocken 27 nach oben und
damit die Öse 28" des Hebels 28 samt dem Kipphebel 9 nach unten gedrückt und gleichzeitig
die Verriegelung der Sperrnase 8 der Zahnstange 5 des Schiebers 11 gelöst, der sofort
unter Einhaltung seines Abstandes vom vorauseilenden Schieber 10 und der auf diese
Weise eingestellten Schlitzbreite 30 dem Schieber 10 nacheilt, bis er die Bildfläche abschließend
verdeckt. Die Belichtung ist damit beendigt.
3. Aufnahmen mit einer Belichtungsdauer von 1Zi0 bis etwa 1 Sekunde.
NWh dem unter 1 geschilderten Aufziehen
des Verschlusses wird der Schlitten 17 mittels des Knopfes 17" gemäß der angebrachten
Skala so verstellt, daß der Nocken 27 des Hebels 28 sich jenseits des aus Abb. 2 ersichtlichen
Nockens 2(1 befindet, der sich nach dem Aufziehen des Verschlusses am Ende des Schlitzes 2(>" in der aus Abb. 2 erkennbaren
Stellung befindet. Beim Aufziehen des Verschlusses ist nämlich der Schlitten 22
bzw. der aus Abb. 1 ersichtliche Nocken 22" desselben von der Sperrnase 21 des Schiebers
ίο so weit mitgenommen worden, daß sich der Nocken 26 des Schlittens 22 am
Ende des Führungsschlitzes 26° in der aus Abb. 2 ersichtlichen Stellung befindet. Bei
dieser Einstellung des Schlittens 17 kommt der Nocken 29 des Schiebers 10 nicht mehr
in Berührung mit dem Nocken 27 des Hebels 28, da er unmittelbar vor dem Nocken 26
seine Endstellung erreicht. Die Entriegelung des Schiebers 11 erfolgt nunmehr durch das
gleichzeitig in Gang gesetzte Zeitwerk, wobei mittels des aus Abb. 4 ersichtlichen
Nockens 25 der sich drehenden Kurvenscheibe 33 der Nocken 24 des Schlittens und
damit zugleich auch der Nocken 26 langsam mitgenommen wird und hierbei im eingestellten
Zeitpunkt in Berührung mit dem Nocken 27 des Hebels 28 gelangt, diesen hochdrückt
und damit in der mehrfach geschilderten Weise die Entriegelung des Schiebers
11 bewirkt, der dann die Verdeckung der Bildfläche vornimmt, wodurch die Belichtung
beendigt wird. ~
4. Selbsttätige Lösung des Verschlusses.
Gemäß Ziffer 1 bis 3 ist die Lösung des Verschlusses stets von Hand durch Herabdrücken
des Auslösungsknopfes 12 vorgenommen worden, wobei dann nach Ziffer 1
die Beendigung der Belichtung durch einfaches Loslassen des Knopfes 12 gemäß Ziffern
2 und 3 aber völlig selbsttätig erfolgte. Es ist aber auch möglich, mittels des Federwerkes
23 die Lösung des Abschlusses nach
einer Dauer von etwa 10 Sekunden selbsttätig zu bewirken. Diesem Zwecke dient die
Drehscheibe 35 mit ihrem Nocken 35". Dieser drückt nämlich bei seinem Umlauf im gegebenen
Augenblick auf das abgeschrägte Ende des Hebels 36, wobei sich das andere Ende
hebt und damit den Auslösungshebel 7 mitnimmt. Die Sperrnase 7a desselben kommt
'damit außer Eingriff mit der Sperrnase 6 des Schiebers 10, so daß dieser entriegelt wird
und seine Bewegung beginnt. Der Schieber
+5 11 folgt dann in jedem Falle selbsttätig nach
Maßgabe der Einstellung des Schlittens 17. Das Aufziehen des Federwerkes 23 erfolgt
durch Drehen des Knopf es 31. Bis zur Auslösung wird der Drehknopf 31 mittels des
Sperrknopfes 32 festgehalten. Letzterer greift
in der Ruhelage mittels eines Stiftes 32" in ein an der Unterseite cles Drehknopfes 31
angebrachtes Sperrloch ein. Die Auslösung bzw. die Ingangsetzung der Einrichtung erfolgt
dann in einfachster Weise durch Niederdrücken des Knopfes 32, wobei die Bedienungsperson
etwa 10 Sekunden Zeit hat, ihre Stellung auf dem Bilde einzunehmen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schlitzverschluß, bestehend aus zwei starren, mit je einem besonderen Federantrieb versehenen Schiebern, deren erster von Hand ausgelöst wird und mittels eines Nockens in einem beliebig einstellbaren Punkt seiner Bewegung den zweiten, nacheilenden Schieber auslöst, so daß sich zwischen beiden in Bewegung befindlichen Schiebern ein Schlitz einstellbarer Breite bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß mit einer durch ein Zeitlaufwerk zur Regelung der Belichtungszeit von etwa 1Z10 bis 1 Sekunde gesteuerten Vorrichtung verbunden ist, welche aus einem parallel zur Laufrichtung der Schieber (10, 11) gleitenden Schaltschlitten (22) mit drei Nocken besteht, von denen der erste Nocken (22") dazu dient, im Eingriff mit einer Nase (21) des vorauseilenden Schiebers (10) den Schaltschlitten (22) beim Spannen des Verschlusses in die Bereitschaftstellung zu führen, während der zweite Nocken (24) hierbei das Zeitlaufwerk (23) aufzieht, das nach dem Auslösen des Verschlusses den Schaltschlitten (22) zu-. rückzieht, bis der dritte Nocken (26) über einen doppelarmigen Hebel (28), der bei kürzeren Belichtungszeiten durch den Nocken des vorauseilenden Schiebers (10) gesteuert wird, die Auslösung des nacheilenden Schiebers (11) bewirkt.
- 2. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Auslösung vom vorauseilenden Schieber (10) bzw. vom Auslöse- nocken (26) des vom Zeitlaufwerk beeinflußten Schaltschlittens (22) auf den nacheilenden Schieber (11) zwei doppelannige Hebel (28, 9) mit sich kreuzenden Drehachsen dienen, von denen der eine (28), dessen Drehachse senkrecht zur Schieberebene steht, an einem einstellbaren Schlitten (17) angebracht ist und an einem Arm den Gegennocken (27) zum Auslösenocken (29) des vorauseilenden Schiebers (10) bzw. zum Auslösenocken (26) des Schaltschlittens (22), am anderen Arm dagegen eine Öse (28Ή trägt, die auf dem einen in der Richtung seiner zur Schieberbewegung parallelen Drehachse stangenartig verlängerten Arm des anderen Hebels (9) gleitet, während der andere Arm dieses Hebels (9) die Sperrnase trägt, die sich in der Spannstellung gegen eine Nase (8) des nacheilenden Schiebers (11) stützt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PL651448X | 1934-05-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE651448C true DE651448C (de) | 1937-10-13 |
Family
ID=19936530
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW96585D Expired DE651448C (de) | 1934-05-26 | 1935-05-24 | Schlitzverschluss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651448C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060254B (de) * | 1956-05-12 | 1959-06-25 | Dr Hugo Bergerhoff | Schieberschlitzverschluss fuer photographische Kameras |
-
1935
- 1935-05-24 DE DEW96585D patent/DE651448C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060254B (de) * | 1956-05-12 | 1959-06-25 | Dr Hugo Bergerhoff | Schieberschlitzverschluss fuer photographische Kameras |
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