AT156826B - Verfahren zur Beseitigung der klebrigen Beschaffenheit von aus Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung der klebrigen Beschaffenheit von aus Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen.

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AT156826B
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Description


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  Verfahren zur Beseitigung der klebrigen Beschaffenheit von aus Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen. 



   Um das Haften zwischen einander berührenden   Kautschukoberflächen   zu verhindern, das
Abstreifen und die nachfolgende Handhabung zu erleichtern, sind bisher Kreide oder ähnliche Ein-   staubmittel   auf die Oberflächen trockener Kautschukerzeugnisse, die unmittelbar aus wässrigen Dis- persionen von   Kautschuk   od. dgl. erhalten worden waren, mechanisch aufgebracht worden. 



   Das mechanische Aufbringen von Einstaubmitteln erfordert im allgemeinen die Anwendung solcher Pulver in erheblichen Mengen, verhindert eine saubere Handhabung der Erzeugnisse und be- einflusst auch die Gesundheit der mit solchen Einstaubverfahren beschäftigten Personen un- günstig. 



   Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, das mechanische Aufbringen von Einstaubmitteln   unnötig   zu machen. 



   Das   Verfahren gemäss   der Erfindung, gemäss welchem eine oder beide Oberflächen von aus
Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen, die unmittel- bar aus wässrigen Dispersionen dieser Stoffe gewonnen werden, mit einem Einstaubmittel versehen werden, besieht im wesentlichen darin, dass die Einstaubmittel auf einer Oberfläche oder beiden
Oberflächen durch chemische Zersetzung einer oder mehrerer wässriger Lösungen oder durch Wechsel- wirkung einer oder mehrerer wässriger Lösungen mit Stoffen, die im Kautschuk vorhanden sind, oder durch Einwirkung mehrerer wässriger Lösungen aufeinander erzeugt werden. 



   Gemäss der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung werden Formen mit den darauf gebildeten Kautschukerzeugnissen in eine wässrige Lösung getaucht, welche durch chemische
Wechselwirkung mit Stoffen, die im Kautschuk vorhanden sind, mindestens auf einer der Oberflächen des   Kautsehukartikels im wesentlichen wasserunlösliche pulverformige Niederschläge   bildet, die an der Oberfläche festhaften. 



   Durch geeignete Wahl von Reagentien können Niederschläge der verschiedensten Arten erzeugt werden. 



   Die wässrigen Dispersionen von   Kautschuk, welche Anwendung   finden, können selbst ein geeignetes Reagens enthalten, welches zufolge der nachfolgenden Reaktion mit einer wässrigen 
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 artikels bildet. 



   Beispiele   wasserlöslicher Reagentien, welche   den wässrigen Dispersionen von Kautschuk zugesetzt werden können, sind beispielsweise die Salze der Erdalkalimetalle, wie Calcium, Barium und Strontium, oder von Leichtmetallen, wie Magnesium, Aluminium oder gewisse Säuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure usw. Solche Reagentien können dem Kautschuklatex nur in geringen Mengen zugesetzt werden ; wie bekannt ist, wird Kautschuklatex durch ihre Einverleibung   wärmeempfindlich   oder fähig, in der Kälte in einem bestimmten und regelbaren Zeitraum in die Gelform überzugehen. 



   Die Lösungen von Reagentien, welche nachträglich auf die Kautschukabseheidungen, die aus solchen Dispersionen erhalten werden, aufgebracht werden, wählt man   in Übereinstimmung   mit den dem Kautschuklatex zugesetzten Stoffen. Beispielsweise können die Carbonate von Magnesium, Calcium und Zink auf den   Oberflächen   von Kautschukerzeugnissen durch Wechselwirkung von Natriumcarbonat und Sulfat oder Chloriden dieser Metalle erzeugt werden. In ähnlicher Weise können die Silikate von   Magnesium   und Zink auf den Oberflächen von Kautsehukerzeugnissen durch Wechselwirkung von Natriumsilikat und dem entsprechenden Sulfat oder Chlorid erzeugt werden. Die Bildung solcher Niederschläge umfasst also das Eintauchen der Kautsehukerzeugnisse in Natriumcarbonat oder Natriumsilikat.

   Mischungen der   Niederschläge   können ebenfalls auf diesem Wege gebildet werden. 
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 behandelt werden, welches mit   einem wasserlöslichen   Reagens, das in der wässrigen Dispersion des verwendeten Kautschuks enthalten ist, unter Bildung eines wasserunlösliehen Niederschlages auf der inneren   Oberfläche   des Kautschukartikels reagiert. In diesem Falle kann das wasserlösliche Reagens, das auf die Form aufgebracht wird, auch ein Koagulationsmittel für Kautschuklatex sein. 



   Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird eine Form verwendet, welche mit einem   wasserlöslicl : en Koagulationsmittel für Kautschuklatex   versehen ist, und ein Kautschuklatex. 

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 der frei von einem   wasserlöslichen   Reagens ist, welches fähig ist, mit dem Koagulationsmittel unter
Bildung eines   wasserunlöslichen   Niedersehlages auf der inneren Seite der Abscheidung zu reagieren ; die erzeugte   Abseheidung   von Kautschuk wird hernach in die wässrige Lösung eines Reagens getaucht, welches fähig ist, sich mit dem genannten Koagulationsmittel zu einem wasserunlöslichen Niederschlag umzusetzen. 



   Nach einer andern Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden   Kautschukerzeug-   nisse, welche unmittelbar aus Kautschuklatex erzeugt worden sind, während sie sieh noch auf der   Abscheidungsunterlage   befinden, mit der wässrigen Lösung eines Stoffes, z. B. Magnesiumbiearbonat oder Kieselsäure, behandelt, welcher sich beim Erhitzen unter Bildung eines   wasserunlöslichen   
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 erläutert :
Eine Spielzeugballonform wird zunächst in ein Koagulationsmittel getaucht, weiches aus in Alkohol gelöstem Caleiumehlorid besteht, welcher Lösung 20 Teile Talkpulver zugesetzt sind.

   Die Form wird aus der Lösung des Koagulationsmittels herausgezogen, getrocknet und in eine Latex-   misehung   getaucht, welche die üblichen Zusatzstoffe, wie Vulkanisationsbeschleuniger, Schwefel, Farben und   Weichmaehungsmittel,   enthält. Nachdem die gewünschte Dicke der Abseheidung gebildet ist, wird die Form aus der Latexdispersion entnommen und die Abscheidung in heisser Luft getrocknet. Die Form mit dem trockenen Kautschuk wird nun für wenige Minuten in eine Lösung von Natriumearbonat getaucht. In dieser Weise bildet sich auf der äusseren Oberfläche des Ballons ein dünner, glatter Niederschlag von Caleiumearbonat aus. 



   Zufolge der Anwesenheit von Talk im Koagulationsmittel besitzen die Spielzeugballons eine bereits mit Talk überzogene innere Oberfläche. Sie können daher in einer Atmosphäre, die vollständig frei von Staub ist, von der Form abgestreift werden. 



   Die wässrigen Dispersionen können irgend welche natürliche oder   künstliche   Dispersionen von Kautschuk od. dgl. Stoffen,   einschliesslich     natürlicher   Latiees von Kautschuk, Balata,   Guttapercha,   künstlicher Dispersionen von Rohkautschuk, synthetischem   Kautschuk, Kautsrhukabfall   und Kaut-   schukisomeren   sein. Die Dispersionen können konzentriert oder vulkanisiert oder in andrer Weise behandelt sein, bevor sie zur Anwendung gelangen, und können Pigmente, Weiehmachungsmittel und Vulkanisationsmittel oder andere Zusätze enthalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Beseitigung der klebrigen Beschaffenheit von aus Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen, die unmittelbar aus wässrigen Dispersionen gewonnen werden, mit Hilfe von Einstaubmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die   Einstaubmitteln   auf der Oberfläche der Erzeugnisse durch chemische Zersetzung einer oder mehrerer wässriger Lösungen oder durch Wechselwirkung einer oder mehrerer wässriger Lösungen mit Stoffen, die im Kautschuk vorhanden sind, oder Einwirkung mehrerer wässriger Lösungen aufeinander erzeugt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Formen mit einem wasserlöslichen Koagulationsmittel für Kautschuk versehen werden und die erhaltenen Abscheidungen von Kautschuk od. dgl. hernach in die wässrige Lösung eines Reagens getaucht werden, das mit dem benützten Koagulationsmittel unter Bildung eines wasserunlöslichen Niederschlages reagiert.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Dispersionen von Kautschuk od. dgl. ein Reagens zugesetzt wird, welches bei einer nachfolgenden Reaktion mit einer wässrigen Lösung eines andern Reagens, das auf die aus solchen Dispersionen hergestellten Erzeugnisse, beispielsweise indem man die Formen mit den darauf befindlichen Erzeugnissen in diese wässrige Lösung taucht, aufgebracht wird, einen unlöslichen Niederschlag auf den Oberflächen des Erzeugnisses bildet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form, auf welcher die Abseheidung des Kautschuks stattfinden soll, mit einem wasserlöslichen Reagens, beispielsweise einem Koagulationsmittel für Latex, behandelt wird, das mit einem wasserlöslichen Reagens, welches in der wässrigen Dispersion von Kautschuk vorhanden ist, unter Bildung eines wasserunlöslichen Niederschlages auf der inneren Oberfläche des Kautschukartikels reagiert.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kautsehukerzeugnisse, die unmittelbar aus Kautschuklatex gewonnen wurden, solange sie sich noch auf der Abscheidungsunter- lage befinden, mit einer wässrigen Lösung eines Stoffes, welcher beim Erhitzen durch Zersetzung eine wasserunlösliche Abscheidung ergibt, behandelt und hernach erhitzt werden.
AT156826D 1936-12-08 1937-09-23 Verfahren zur Beseitigung der klebrigen Beschaffenheit von aus Kautschuk od. dgl. bestehenden oder Kautschuk od. dgl. enthaltenden Erzeugnissen. AT156826B (de)

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