DE894160C - Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen, welche aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, aus waesserigen Kautschuk-dispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen, welche aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, aus waesserigen Kautschuk-dispersionen

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DE894160C
DE894160C DEI3937A DEI0003937A DE894160C DE 894160 C DE894160 C DE 894160C DE I3937 A DEI3937 A DE I3937A DE I0003937 A DEI0003937 A DE I0003937A DE 894160 C DE894160 C DE 894160C
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rubber
aqueous
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hydrofluoric acid
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DEI3937A
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Inventor
Robert Gilbert Dr James
Bernhard James Newey
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International Latex Processes Ltd
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International Latex Processes Ltd
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08C—TREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C1/00—Treatment of rubber latex
    • C08C1/14—Coagulation
    • C08C1/145—Heat-sensitising agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen, welche aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, aus wässerigen Kautschukdispersionen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Waren, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, aus wässerigen Kautschukdispersionen, die mit einem Salz der Kfeselfluorwasserstoffsäure gemischt werden.
  • In der britischen Patentschrift 3262zo ist ein Verfahren zur Herstellung von Waren beschrieben, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, die durch Mischen wässeriger Kautschukdispersionen mit einem oder mehreren Salzen .der Kieselfluorwasserstoffsäure, wie z. B. Natriumsilicofluorid, hergestellt werden, und in der britischen Patentschrift 332525 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem verschäumte wässerige Kautschukdispersionen durch den Zusatz von Silicofluoriden geliert werden. Das Silicofluorid wird, wenn es zu der Kautschukmilch zugesetzt wird, verdünnt und wird demgemäß fortschreitend hydrolysiert; es werden dadurch saure Produkte, gebildet, die die Kautschukmilch koagulieren. Da die Koagulation der Kautscbukmildh nur nach Verlauf einer gewissen Zeit stattfindet, ist das Sil-icofluorid als ein Koagulierungsmittel mit verzögerter Wirkung bekannt.
  • Bei der technischen Ausführung wird Natriurnsilicofluorid zu Kautschukmilchschaum in der Form einer konzentrierten wässerigen Suspension hinzugefügt. Der pH-Wert einer solchen wässerigen Suspension beträgt etwa 3, und dementsprechend kann, wenn die Suspension zu der verschäumten Kautschukmilch hinzugesetzt wird, welche einen pH-Wert von ungefähr 9 bis io hat, eine örtliche Koagulation der Kautschukmilch eintreten, bevor die Silicofluoridsuspens-ion ,gleichmäßig durch den Kautschukmil@c'lischaum hindurch verteilt worden ist; diese örtliche Koagulation kann die Ursache von verschiedenen Arten von Fehlern oder Nachteilen indem fertigen Produkt sein. .
  • Zweck der Erfindung ist,die Schaffung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von Waren, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, durch Mischen wässeriger Kautschukdispersionen mit einem oder mehreren Salzen der Kieselfluorwasserstoffsäure unter solchen Bedingungen, daß die örtliche Koagulation der -Kautschukdispersion'herabgesetzt oder verhindert wird.
  • Gemäß der Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung von. Waren, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, durch Mischen wässeriger Kautschukdispersionen mit einem Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure gekennzeichnet durch die Verwendung einer wässerigen Suspension des Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure, die durch Zusatz eines alkalischen Stoffes derart eingestellt worden ist, daß sie einen nicht unter 7,0 liegenden pH-Wert hat. Die wässerige Kautschukdispersion kann sich in verschäumtem Zustand befinden, und die wässerige Suspension des Silicofluorids wird vorzugsweise so eingestellt, daß sie einen pH-Wert hat, der im wesentlichen der gleiche ist, wie derjenige der wässerigen. Kautschukdispersion.
  • Die Silicofluori@dsuspension kann auf verschiedene Weise alkalisch gemacht werden. Beispielsweise kann eine verdünnte wässerigeAmmoniaklösung oder verdünnte Natronlauge zu der Suspension zugesetzt werden, bis der gewünschte PH-Wert erreicht ist. Silicofluoridsuspensionen, welche auf .diese Weise behandelt worden sind, sind jedoch infolge der allmählichen.Bil.dung von gelatinöser Kieselsäure nicht während längerer Zeit stabil. Das Ammoniak oder Ätznatron soll daher zu der Silicofluoridsuspension unmittelbar vor dem Zusatz der Suspension zu den Kautschukmilchmischungen hinzugesetzt werden.
  • Die Gegenwart von gelatinöser Kieselsäure führt zur Instabilität einer alkalischen Natriumsilicofluoridsuspension, jedoch kann ihre Bildung verzögert und dementsprechend die Stabilität .der alkalischer Natriumsilicofluori-dsuspension verbessert werden, indem zu der Silicofluoridsuspension ein Stoff, wie Natriumfluorid oder Natriümchlorid zugesetzt wird, der die Geschwindigkeit der Bildung der hydrolytischen Produkte aus dem Silicofluorid herabsetzt. Diese Stoffe sollen zu der Natriumsilicofluoridsuspension vor dem Zusatz dies Alkalis hinzugefügt werden. Beispiele von anderen Stoffen, welche diese Eigenschaft haben, sind in den britischen Patentschriften 540 568 und 572 135 angegeben.
  • Gemäß einer wieiteren Ausführunggsform der Erfindung wird die Silicofluoridsuspension, welche gewünschtenfalls Natriumfluorid, Natriumchlorid od. dgl. enthalten kann, durch den Zusatz eines Salzes alkalisch gemacht, welches in ähnlicher Weise wie das Silicofluorid eine Hydrolyse erleidet, welches sich jedoch so hydrolysiert, daß eine alkalische Lösung und nicht eine saure Lösung wie bei der Hydrolyse des Silicofluorids entsteht. Beispiele von derartigewSalzen sind Trinatriumphosphat, Trikaliumphosphat, Natrium- oder Kaliumborat und Natrium- oder Kaliumsilicat. Diese Stoffe lösen sich ,in Wasser .auf und ergeben eine alkalische Lösung, und wenn die Lösung zu Silicofluoridsuspensionen hinzugefügt wird, wird der pH-Wert der letzteren unverzüglich erhöht. Durch Einstellung der Menge derartig angesetzter Salze kann ein pH-Wert in der Größenordnung von 8,o bis 9,o erhalten werden. Beispielsweise gibt der Zusatz von 9 Teilen einer ioo/oigen Lösung von Trinatriumphosphat zu io Teilen einer i8o/oigen wässerigen Suspension von Natriumsilicofluorid eine stabile Dispersion, die einen endgültigen pH-Wert in der Größenordnung von 9,o hat. Wenn diese Dispersion in; Bromthymolblau enthaltendes Wasser gegossen wird, ;hat die verdünnte Dispersion einen pH-Wert von 9,o und gibt eine tiefblaue Färbung; beim Stehen verliert -die Mischung langsam ihre 'blaue Farbe, geht durch eine neutralgrüne Stufe bei einem PH-Wert von ungefähr 7,0 und schlägt schließlich in Gelb um, was eine saure Reaktion anzeigt. Die Bildungsgeschwindigkeit der sauren Materialien und die endgültige Acidität der Mischung kann durch Einstellen des Ionendruckes (z. B. durch Änderung der Menge an Natriumchlorid od. dgl., die zu der Silicofluoridsuspension zugesetzt ist), durch Änderung der Temperatur; durch Änderung der Menge an zugesetztem Trinatriump'hosphat oder durch Einstellen des Grades der endgültigen Verdünnung der Silicofluoridsuspensionen geregelt werden.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
  • Beispiel i Eine Kautschukmilohmischung von folgender Zusammensetzung
    Gewichtsteil:
    Kautschukmilch (6o o/a Kautschuk) . . ioo
    Schwefel ....... .............. i
    Zinkdiäfhyldithiocarbamat . .. ... .. . 0,3
    Lampenruß ... .. .. ...; ........... 0,05
    Kalirizinusölseife ................ 0,22
    wird zu Schaum geschlagen, bis ihr endgültiges Volumen das Fünffache ihres ursprünglichen Volumens beträgt. Der pH-Wert der Kautschukmilchmischung ist 9,5. Zu dem so erhaltenen Schaum werden a Gewichtsteile Zinkoxyd in Form einer wässerigen Suspension und i Teil Silicofluorid in Form einer frisch bereiteten Suspension hinzugefügt, die durch Zusatz von 5o Volumenteilen einer io/oigen wässerigen Ammoniaklösung auf ioo Volumenteile einer i8o/oigenwässerigen Natriumsilicofluoridsuspension erhalten wurde. Diese alkalische Silicofluori-dsuspension hat .einen Anfangs-pH-Wert von annähernd 9,6; nach Stehenlassen während i ,Minute fällt der .pH-Wert auf ungefähr 8"8, und dieMischung verdickt sichbeträchtlich. DieSuspension soll daher sofort nach ihrer Bereitung .zu dem Kautschukmilchschaum zugesetzt werden. Nachdem das Zinkoxyd und .das Natriumsilicofluorid in den Schaum innig eingemischt worden sind, wird der Schaum in Formen gegossen und sich verfestigen gelassen. Das Koagulat wird dann vulkanisiert, gewaschen und in üblicher Weise getrocknet. Beispiel e Dieses Beispiel zeigt die Wirkung des Zusatzes eines Alkalis und eines Stoffes, der die Geschwindigkeit -der Bildung der hydrolytischen Produkte aus dem Silicofluorid herabsetzt, zu der Natriumsilicofluoridsuspension. Die Arbeitsweise gemäß Beispiel i wird wiederholt, wobei jedoch das angewendete verzögerte Koagulierungsmittel aus i Gewichtsteil Natriumsilicofluori.d in der Form einer Suspension besteht, die .durch Zusatz von 5o Volumenteilen einer io/oigen wässerigen Ammoniaklösung auf ioo Volumenteile einer i8p/oigenwässerigen Natriumsilicofluoridsuspension bereitet ist, die 2o Gewichtsteile Natriumchlorid auf ioo Teile festes Natriumsilicofluori@d enthält. Diese Suspension hat einen Änfangs-pH-Wert von 9,8, und es findet nach Stehenlassen bei Raumtemperatur während io Minuten kein wesentlicher Abfall des pH-Wertes und keine wahrnehmbare Verdickung,der Suspension statt. Es ist daher nicht dieselbe Eile wie bei dem Beispiel i für den Zusatz der Suspension zu dem Kautschukmilchsehau.m geboten. Beispiel 3 Die Verfahrensweise des Beispiels i wird wiederholt, wöbei als Koagulierungsmittel i Gewichtsteil Natriumsilicofluorid in der Form einer Suspension benutzt wird, die durch Zusatz von 9 Volumenteilen einer ioo/oigen wässerigen Lösung von Trinatriumphosphat auf i o Volumenteile einer i 8°/oigen wässerigen Natriumsilicofluoridsuspension bereitet worden ist. Diese Suspension hat einen pH-Wert von 9,6. Es tritt keine wesentliche Änderung des pH-Wertes nach Stehenlassen während mehrerer Stunden ein.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist insbesondere bei derHerstellung von d ichten und nicht porösen Kautschukplatten oder -bahnen aus verschäumten wässerigen Kautschukdispersionen nach dem in der britischen Patentschrift 536756 beschriebenen Verfahren von Nutzen.
  • Die Dispersionen, welche bei dem Verfahren gemäß der Erfindung angewendet werden können, umfassen solche, die aus Kautschuk oder ähnlichem natürlich vorkommendem oder künstlich erhaltenem Material bestehen oder solche Stoffe enthalten. Derartige künstliche wässerige Dispersionen können beispielsweise solche von koaguliertem Kautschuk, Guttapercha, Balata, vulkanisiertem Kautschuk, synthetischem Kautschuk, isomerisiertem Kautschuk, Kautschukabfall oder Kautschukregenerat umfassen. Es können auch vulkanisierte Kautschukmi.lcharten verwendet werden. Je nach Wunsch können die vorgenannten Dispersionen allein oder in Mischung miteinander benutzt werden. Die genannten Dispersionen könnendie üblichen bekannten Zusatzstoffe enthalten, oder sie können. sich in konzentrierter Form befinden, oder es kann beides der Fall sein. Konzentrate, die nach dem Verfahren der britischen Patentschriften 2,90313 und 219635 erhalten worden sind und denen ein oder mehrere der üblichen Zusatzstoffe zugesetzt sein können, können Anwendung finden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Waren, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, durch Mischen von wässerigen Kautschukdispersionen mit einem Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure, gekennzeichnet durch die Verwendung einer wässerigen Suspension des Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure, die durch Zusatz eines alkalischen Stoffes so eingestellt worden ist, daß sie einen nicht unter 7,0 liegenden pH-Wert hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Kautschukdispersion verschäumt ist.
  3. 3. Verfahren nachAnspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der wässerigen Suspension des Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure so eingestellt wird, daß er im wesentlichen gleich demjenigen der wässerigen Kautschukdispersion ist. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der wässerigen Suspension des Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure -durch Zusatz von Ammoniak so eingestellt wird, daß er nicht niedriger als 7,o ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3"dadurch gekennzeichnet, daß der p11-Wert der wässerigen Suspensionen des 'Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure durch Zusatz von Natriumhydroxyd so eingestellt wird, daß er nicht niedriger als 7,0 ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche T bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Suspension des Salzes der Kieselfluorwasserstoffsäure durch den. Zusatz eines Stoffes alkal:isch ;gemacht wird, welcher durch Hydrolyse eine alkalische Lösung bildet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, -daß als zuzusetzender Stoff Trinatriumphospbat verwendet wird. B. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stoff, .der die Geschwindigkeit .der Bildung der hydrolytischen Produkte aus dem Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure herabsetzt, zu der alkalischen Suspension -des genannten Salzes hinzugesetzt wird.
DEI3937A 1942-05-19 1951-03-25 Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen, welche aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, aus waesserigen Kautschuk-dispersionen Expired DE894160C (de)

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