AT156790B - Verfahren zur Gewinnung von Grieß mit Hartgrießeigenschaften aus weichem Getreide. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Grieß mit Hartgrießeigenschaften aus weichem Getreide.

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  Verfahren zur Gewinnung von Griess mit Hartgriesseigensehaften aus weichem Getreide. 



   Bekanntlich eignen sieh besonders die weichen Weizenarten nicht zur Herstellung von sogenannten harten Griessen und Dunsten, wie sie für die Bereitung von Mehlspeisen, wie Pudding, Puddingaufläufe,
Suppeneinlagen u. dgl., nötig sind. Man ist vielmehr gezwungen, teure, harte Getreidesorten zu verarbeiten, darunter besonders den unter dem Namen Durum bekannten Weizen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, um auch aus weichem Getreide ein dem Hartgriess ähnliches Produkt zu gewinnen und dadurch Ersparnisse zu erzielen und vom Ausland unabhängig zu werden. Das Verfahren benutzt zur Behandlung der Griesse und Dunste höhere Temperaturen während längerer Zeiträume, etwa 40-60 Minuten, in Gegenwart grösserer Mengen von Wasserdampf. Dieser Wasserdampf kann gesondert zugeführt werden oder aus dem den Mahlprodukten beigefügten Wasser gebildet werden. 



   Es wird also bei Benutzung einer einfachen Apparatur Wasserdampf dauernd zugeführt, während bei Benutzung einer geschlossenen Apparatur eine einmalig zugeführte bzw. aus   beigefügtem   Wasser entstandene   Wasserdampfmenge ausreichen   kann. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Erhitzungen von Cerealien auf etwa 85  C bei Gegenwart   geringer Wasserdampfmengen vorzunehmen, um die Backfähigkeit zu verbessern. Es ist dabei ausdrücklich gefordert, die Temperatur niedrig zu halten und die Gegenwart grösserer Wasserdampf-   mengen zu vermeiden, da sonst die   Backfähigkeit   verschlechtert wird. 



   Es ist im gleichen Sinne auch schon vorgeschlagen worden, die Erhitzung so vorzunehmen, dass der Wasserdampf ständig entweichen kann, weil sonst ein Dämpfen auftritt, das als schädlich angesehen wurde. 



   Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die sonst für schädlich gehaltene
Erhitzung in Gegenwart grösserer Wasserdampfmengen, in der oben erwähnten bestimmten Weise vorgenommen, den neuen technischen Effekt ergibt, aus weichen Getreidesorten Hartgriesse herstellen zu können. Solche Hartgriesse haben keine Backfähigkeit mehr, sind aber zur Herstellung von Puddingen usw. sehr gut geeignet. 



   Einige Beispiele mögen das Verfahren erläutern. 



   Beispiel 1 :   Weichweizengriess,   der in der Griessputzmaschine von allen Schalenteilen und Unreinigkeiten möglichst frei gemacht ist, wird in einer Schnecke auf etwa 1000 erhitzt, indem man z. B. die Schnecke mit einem Dampfmantel versieht. Die Zeit der Wärmeeinwirkung hängt von der Weizensorte ab. Die Schnecke ist geschlossen, also so eingerichtet nach der einen Ausführungsform, dass keine Feuchtigkeit entweichen kann, bei offener Apparatur wird die verlorengehende Feuchtigkeit dem Griess wieder zugeführt in Form von fein zerstäubtem Wasser. Das zerstäubte Wasser wird mit kalter Luft angesaugt und wenn der Griess die Apparatur verlässt, so wird er zur Entfernung von Klumpen oder zusammengeballten Teilchen nochmals abgesichtet. 



   Beispiel 2 : Gereinigter Weichweizengriess wird in eine Paddelschnecke eingeführt und durch einen Dampfmantel zunächst nur auf etwa   700 erwärmt   und dann z. B. mittels Dampfstrahl auf 100  erhitzt. Darauf gelangt der Griess in einen beheizten oder gegen Wärmeverlust   geschützten   Förderer, dessen Fassungsvermögen und Geschwindigkeit so bemessen sind unter Aufrechterhaltung der Temperatur, dass der Griess in etwa 40 Minuten durchgeht. Darauf wird eine Naehsichtung vorgenommen, die auch gleichzeitig zur   Abkühlung   der Ware dient. 

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 EMI2.1 
 Stoffe, die dazu noch den Aufschluss der Stärke begünstigen. Der Zusatz der Chemikalien zu den   Mahlprodukten   kann vor oder während der Erhitzung vor sieh gehen.

   Die Zusatzmengen richten sich nach der Getreideart und-sorte, im allgemeinen dürfte ein Zusatz von 10 bis 20   g   auf 100 kg Weizengriess oder Dunst zur Erreichung des gewollten Zwecks genügen. 



   Das Verfahren hat den weiteren Vorteil, dass eine vollständige Sterilisierung eintritt und dass alle   Mehlschädlinge   sowie deren Larven und Eier abgetötet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Griess mit   Hartgriesseigenschaften   aus weichem Getreide 
 EMI2.2 
   durchgeführt   wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Eiweiss koagulierende Stoffe zugesetzt werden, die die Erhärtung des in den Mahlprodukten enthaltenen Eiweisses begünstigen und eventuell auch die Stärke auflösen.
AT156790D 1935-03-29 1936-03-25 Verfahren zur Gewinnung von Grieß mit Hartgrießeigenschaften aus weichem Getreide. AT156790B (de)

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