AT156480B - Vorbehandlung von Samen. - Google Patents

Vorbehandlung von Samen.

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AT156480B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorbehandlung von Samen. 



   Zum Aufbringen von Wachstumsstoffen auf Samen hat man bisher letztere etwa 24-48 Stunden in wässrigen Lösungen der Wuchsstoffe quellen lassen [N. G. Cholodny, Nature 138,586 (1936)]. Hiebei dringt nicht nur der Wuchsstoff in das Samenkorn ein, sondern aus dem Samen diffundieren auch wertvolle, für das spätere Keimen des Samens wichtige Stoffe, z. B. Biotin und   Schleimstoffe,   so dass die Keimfähigkeit des Samens geschädigt wird. Es kommt hinzu, dass die abdiffundierten Sehleimstoffe die Wuchsstofflösung stark verunreinigen und die Wuehsstofflösungen sich mit Bakterien bzw. 



  Pilzen bevölkern. Eine weitere Benutzung der Lösung bringt somit die Gefahr einer Infektion des Saatgutes mit sich. Da bei dem Quellverfahren der Wirkstoffgehalt sich ständig verringert, ist es bei mehrmaligem Gebrauch der Lösung nicht möglich, gleichbleibende Wuchsstoffmengen dem Samen einzuverleiben. Durch diese Verluste ist der Wuchsstoffverbrauch bei dem Quellverfahren ausserordentlich hoch. Man hat auch bereits vorgeschlagen,   Wuchsstoffe   z. B. mit Wollfett zu Pasten zu verarbeiten, die man zur Bewurzelung von Stecklinge verwendet [F. Laibach, Ber. d. deutschen Bot. Ges., 51, 386-340 (1933) ; 53, 528-539 (1935)]. Auf Samen lässt sich dieses Verfahren nicht anwenden, da durch das Aufbringen der Pasten die Atmung des Samens verhindert wird. 



   Es wurde gefunden, dass man die bei der bisher   üblichen   Aufbringung von Wuchsstoffen auf Samen auftretenden Nachteile dadurch verhindern kann, dass man die Keimung oder das Wachstum höherer Pflanzen fördernde Stoffe in praktisch fettfreier Form unter Vermeidung einer Quellung der
Samen auf deren Oberfläche aufbringt. 



   Als die Keimung oder das Wachstum höherer Pflanzen fördernde Stoffe kommen beispielsweise in Frage :   ss-Indolessigsäure   oder-propionsäure, Biotin, N-Pyrimidyl-thiazoliumverbindungen, wie Vitamin   Bi, Isoalloxazine,   insbesondere Lactoflavin. 



   Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung hat es sich am zweckmässigsten erwiesen, auf die Samen eine Lösung der Wuchsstoffe aufzusprühen und die Lösung auf der   Samenoberfläche   anzutrocknen. Man geht hiebei vorteilhaft von wässrigen Lösungen aus ; doch hängt die Wahl des Lösemittels von dem zu verwendenden Wuchsstoff ab. So können z. B. auch   wässrigalkoholisehe   oder   Petrolätherlösungen   der Wuchsstoffe Verwendung finden. Das Antrocknen der   Wuchsstofflösung   kann gleichzeitig oder anschliessend an das Aufsprühen z. B. durch vorsichtiges Erwärmen oder mittels eines Luftstromes erfolgen. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens kann man z. B. das Saatgut in eine Drehtrommel einbringen und hierauf die Wuchsstofflösung z. B. mit Hilfe einer Spritzpistole aufsprühen. 



   Man kann auch so vorgehen, dass man die Samen mit Mischungen der Wuchsstoffe mit festen Trägerstoffen nach Art der Trockenbeizung einstäubt. Zu diesem Zweck verteilt man zunächst zweckmässig die Wuchsstoffe in dem Trägerstoff, z. B. Kaolin, Kreide, Gips, Kieselgur, Bolus oder naphtholpechsulfosaures Calcium und behandelt anschliessend den Samen mit der Mischung in den üblichen Trockenbeizapparaturen. Hiebei kann gleichzeitig eine Beizung mit den üblichen Beizmitteln, z. B. organischen Quecksilberverbindungen, stattfinden. Um die Haftung der Wuchsstoffe auf der Samenoberfläche zu erhöhen, kann man noch Klebstoffe, z. B. Harze, mitverwenden. 



   Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass man die Samen in eine Lösung der Wuchsstoffe für kurze Zeit eintaucht und die Lösung an der   Samenoberfläche   anschliessend antrocknet. Hiezu kann man der Lösung ein Netzmittel, z. B. Kondensationsprodukte von höher molekularen Alkoholen mit Äthylenoxyd oder isoalkylierte   Naphthalinsulfosäuren,   zusetzen. 

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   Wird das so vorbehandelte Saatgut in den Boden gebracht, so saugt der Samen mit dem zur Quellung erforderlichen Wasser zugleich den Wuchsstoff auf. 



    Beispiel l : 10 ajg Siegeshafer wird in einer oben offenen, sieh drehenden Misehbirne bei dauern-   dem Einblasen von vorgewärmter Luft mit Hilfe einer Spritzpistole mit einer wässrigen Lösung von 
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 verteilt ist. 



   Beispiel 3 : Man taucht einen Sack mit 10 kg Gerstenkörner 15 Minuten lang in   10 l   einer wässrigen 1/10%igen Lösung von Lactoflavin ein. Dann nimmt man das Saatgut heraus, lässt die Fliissigkeit   gründlieh   abtropfen und trocknet das Material im warmen Luftstrom. 
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1. Vorbehandlung von Samen mit pflanzlichen Wachstumstoffen hormoualer Natur   (Phyto-   hormone), wie Indolessigsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Wachstumsstoffe in praktisch fettfreier Form unter Vermeidung einer Quellung der Samen auf deren Oberfläche aufbringt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Samen eine Lösung der Wuchsstoffe aufsprüht und anschliessend oder gleichzeitig die Lösung auf der Samenoberfläche antrocknet.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Samen mit Mischungen der Wuchsstoffe und festen Trägerstoffen nach Art der Trockenbeizung einstäubt.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Samen in eine Lösung der Wuchsstoffe, die gegebenenfalls ein Netzmittel enthält, eintaucht und die Lösung an der Samenoberfläche antrocknet.
AT156480D 1937-05-14 1938-04-08 Vorbehandlung von Samen. AT156480B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2024251904A1 (en) * 2023-06-07 2024-12-12 Syngenta Crop Protection Ag Use of riboflavin as a seed treatment

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