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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15629.
COMPAGNIE INTERNATIONALE DE L'ELECTRO-TYPOGRAPIIE MERAY & ROZAR IN PARIS.
Selbsttätige Ausrückvorrichtung für Typengiess- und Setzmaschinen, welche mit Hilfe eines Registerstreifens arbeiten.
Bei den Typengiess-und Setzmaschinen, welche selbsttätig unter Vermittlung eines perforierten Registerstreifens arbeiten, wie z. B. die Maschine nach dem österreichischen
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folgender Nachteil herausgestellt.
Es war stets notwendig, auf die. Annäherung der letzten Zeile des Registerstreifens acht zu geben, um die Maschine im geeigneten Moment gleich nach dem Giessen der
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sächlich des Kolbens vermieden wird. Dieser Umstand machte es sehr schwierig, mehrere Maschinen durch einen einzigen Arbeiter beaufsichtigen zu lassen, denn bei kurzen Schriftsätzen, wie sie viel in den Druckereien der Zeitungen vorkommen, ereignet es sich häutig, dass zwei Maschinen ihre Arbeit zu gleicher Zeit beendet haben, in weichem Falle das Ausrücken der beiden Maschinen im geeigneten Moment fast unmÖglich ist.
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Die Vorrichtung ist in der Zeichnung veranschaulicht. in weicher Fig. 1 die durch die Funktion eines Loches 7 der Reibe II des Registerstreifens erzengten elektrischen Verbindungen zeigt. Fig. 2 ist ein Schnitt durch die Vorrichtung, wobei die Kupplung in
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in eingerückter Stellung. Fig. 4 ist eine Seitenansicht und zeigt den Anker des Elektro- magneten angezogen. Fig. 5 ist eine Vorderansicht der neuen Vorrichtung. Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Antriebsriemenscheibe mit ihren Daumen. Fig. 7 ist eine Vorderansicht der Antriebsriemenscheibe mit den Daumen an der Seite. Fig. 8 zeigt einen Teil des Registrierstreifens, welcher sich hauptsächlich auf die Funktion der vorliegenden Einrichtung bezieht.
Die Antriebsriemenscheibe 11 der Maschine ist lose auf der Welle 32 gelagert und wird beständig durch einen Riemen angetrieben. Nahe der Riemenscheibe 31 ist eine Kupplungsscheibe 33 derart vorgesehen, dass ihre Peripherie, weiche ein wenig konisch ist, durch Reibung mit dem inneren Teil der Antriebsriemenscheibe 31 in Eingriff kommen kann. Der innere Teil der letzteren ist entsprechend gestaltet. Die Kupplungsscheibe 33 ist auf der Welle 3 durch einen Keil 34 befestigt, kann jedoch auf der Welle in der Längsrichtung derselben verschoben werden. Hinter der Kupplungsscheibe 33 liegt eine Druckfeder 35. welche bestrebt ist. dieselbe gegen die Antriebsriemenscheibe 31 zu pressen.
Zwischen der Druckfeder 3. 5 und der Kupplungsscheibe 33 ist eine Scheibe 3C aus ge- härtetem Stah ! vorgesehen, in deren Nut Kugeln 37 rollen, welche dazu bestimmt sind, die Reibung der Feder gegen die Kupplungsscheibe zu vermindern.
Ein Entkupplungshebel 51 ist mit der Kupplungsscheibe 33 verbunden. Er ist auf dem Gestellteil 89 gelagert und um die Schraube 40 drehbar ; er trägt gehärtete Nasen 41, 42 und 43. Oberhalb der Nasen 42 und 43 ist eine Ausrückeinrichtung angeordnet, mit deren Hilfe der Hebel 51 und die mit ihm verbundene Kupplungsscheibe derart frei-
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gegeben werden kann, dass beide der Wirkung der Feder 35 folgen können, d. h. entweder mit der Antriobsriomenschoibe gokuppott oder von derselben getrennt worden können, Diese
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Vorrichtung (Fig. 2) gehalten. Sobald die Maschine mit der Antriebsriomenscheibe gekuppelt worden soll, hebt man den Hebel gegen den Bolzen 49.
Durch diese Bewegung legt sich die Verlängerung 50 des Hebels 44 gegen den Bolzen 47 und bringt die Klinke 45 aus dem Bereich der Nase 43 des Hebels 51. Die Feder 35 tritt dann in Wirkung und schiebt die Scheibe 33 gegen den konischen Teil der Antriebsriemenscheibe 31, so dass die Welle 32 durch die letztere angetrieben wird.
Die Ausrückung der Vorrichtung geschieht dadurch, dass der Hebel 44 nach unten gedreht wird. Bei dieser Bewegung tritt die Verlängerung 52 des Hebels 44 in Tätigkeit und iegt sich gegen die Nase 42 des Hebels 51, welche den Hebel und infolgedessen auch die Scheibe 33 von der Antriebsscheibe abrückt. Am Ende der Bewegung geht die Nase 43 unter der Sperrklinke 45 hinweg und wird durch dieselbe festgehalten.
Wenn man annimmt, die Welle 32 ist mit der Antriebsriemenscheibe gekuppelt und will man eine selbsttätige Ausrückung am Ende des Gusses eines Schriftsatzes erreichen, so ist es nötig, die Kupplungsscheibe 33 aus dem Bereich der Antriebsriemenscheibe 31 zu bringen. Nach der vorliegenden Erfindung ist der Registerstreifen das Organ, welches die entsprechenden Bewegungen behufs selbsttätiger Ausrückung einleitet. Eine geeignete Durchtochung Zeile 7 Reihe 1I am Ende des Registerstreifens (Fig. 8) dient dazu, einen Stromkreis, in welchem der Elektromagnet 26 eingeschaltet ist, derart zu schliessen, dass der Strom durch denselben fliesst und somit der Anker 53 angezogen wird.
Der Elektro- magnet 6 ist auf einem Gestellteil 39 derart in Bezug auf die Antriebsriemenscheibe angeordnet, dass, sobald der Anker angezogen ist, dieser sich im Bereiche des inneren Randes 54 der Antriebsriemenscheibe befindet. Der Anker besteht aus zwei Teilen, von denen der eine 53 gelenkig auf einem Polstück gelagert ist, während der andere 55 sich in der Längsrichtung auf dem ersteren bewegen kann und unter der Wirkung einer Druck-
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welche durch die Schlitze 58 hindurchgehen.
Die Antriebsriomenscheibe ist mit zwei Daumen 59 und 60 versehen.
Sobald der Anker des Elektromagneten sich im Bereiche der Antriebsriemenscbeibe 31 befindet, stösst hei der ersten Drehung der letzteren nach der Erregung des Elektromagneten zuerst der Daumen 59 den Teil 55 in der Längsrichtung zurück. Nach dem Passieren des Daumens 59 geht der Teil 53 sofort wieder in seine frühere Stellung durch die Wirkung der Feder 56 zurück, so dass er nunmehr in den Bereich des Daumens 60 getätigt. Sobald dieser eintrifft, stösst er den Anker 53, 55 nach unten, d. h. der Daumen entfernt letzteren aus dem Bereich der Antriebsriemenscheibe 31.
Bei seiner durch den Daumen 59 hervo@gerufenen Längsbewegung schlägt der Teil 55 dey tankers gegen die Nase 41 des Hebels 51 derart, dass der Hebel zu gleicher Zeit wie der Teil bewegt wird. Da der Hebel 51 mit der Kupplungsscheibe 33 verbunden ist, überträgt sich dessen Bewegung auf diese Scheibe, welche dann sofort ausser Eingriff mit der Antriebsriemenscheibe gebracht und somit die Maschine ausgerückt wird.
Wenn die Nase 43 des hebels 51 bei dessen Bewegung die Klinke 45 passiert, sperrt letztere den Hebel derart, dass die Ausrückung der Maschine fortdauert. Dadurch, dass die Daumen, welche die Ausrückung bewirken, auf der sich beständig drehenden An- triebsriomenselheibe angeordnet sind, wird die absolute Sicherheit der Ausrückung erreicht.
Es bleibt jetzt nur noch übrig zu erklären, wie und wann der Strom durch den Elektromagneten 26 unter Vermittlung eines in der Zeile 7 der Reihe II des RegisterstreifensgelegenenLocheshindurchgeschicktwird.
In dem österreichischen Privilegium Reg. Bd. 48, Seite 379H (vergl. D. R. P.
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Ferner wird nach der englischen Patentschrift Nr. 25691 A. D. 1902 die Aus- schliessung nur durch die Ströme bewirkt, welche den Durchlochungen der Zeilen 1-5 des Registerstreifens entsprechen, während die Durchlochungen der Zeilen 6 und 7 für andere Zwecke freigelassen sind.
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Typen dient. Im letzteren Falle durchfliesst der Strom des durch die kontaktfeder 7'der Auslesevorrichtung geschlossenen Stromkreises die Segmente 7x, 7xx der Schleifkontakte JC, 17, dann die Klemme 7" des Schalters 12 und geht von da durch den Elektromagneten, wie
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der von dem Schalter 12 während des Giessens der Typen eingenommenen Stellung nicht mit einem Leitungsstück in Berührung ist.
Im Gegenteil wird der Schalter 12, sobald in der Auslesevorrichtung die Durchlochung der Zeile 7 in der Reihe 11 erscheint, welche der letzten Zeile eines Schriftsatzes folgt, dessen Ende durch die einzige Durchlochung der Reihe IV gefolgt von den Reihen I und 11 ohne eines der Löcher 1-5 markiert ist, mit dem Kontakt 23 in Berührung sein und seine Klemme 7"wird kein Leitungsstück derart berühren, dass der Strom seinen gewöhnlichen Weg verfolgen kann. Jedoch wird der Strom einen neuen Weg durch die folgenden Organe finden, welche der vorliegenden Erfindung entsprechend kombiniert sind.
Diese bestehen
1. aus einer Leitung 29, welche den Strom nach der Klemme 30 leitet und Kontaktsegment 23x, mit welchem die Klemme 30 in Berührung tritt, sobald der Schalter auf 23 liegt. Man ersieht daraus, dass der Strom von der Etektrizitätsquelle 30 ausgehend durch 7', 29, 30. 23x und 27 fliesst und dann durch den Elektromagneten 26 geht. Dieser wird erregt, was die notwendige Bedingung ist, um eine selbsttätige Ausruckung der Maschine zu bewirken. Von dem Elektromagneten 26 kehrt der Strom nach der Elektrizitätsquelle 20 durch dio Leitung 25 zurück.
Man wird bemerken, dass der Strom nicht durch die Schleifkontakte 16 und 17 geht, so dass seine Dauer nicht auf die Zeit des passierens der Bürsten über ein Paar
Segmente, z. B. x und 7xx beschränkt ist. Im Gegenteil kann der Elektromagnet 26 während einer längeren Zeit erregt sein als notwendig ist. Diese Dauer hängt ab von der
Winkelstellung des Daumens 59 auf der Antriebsriemenscheibe M. Nach dem Anhalten der Maschine unterbricht man dann den durch den Elektromagneten 26 gehenden Strom.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Ausrückvorrichtung am Ende eines Schriftsatzes für Typengiess-und Setzmaschinen, welche mit Hilfe eines Registerstreifens arbeiten, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Kontaktstückes (23X), welches während der Aussch1iessperiode in Wirkung tritt und mit dessen Hilfe der Strom in passender Zeit durch einen Elektromagneten
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richtung wirkt.