DE417672C - Elektrischer Strombegrenzer - Google Patents
Elektrischer StrombegrenzerInfo
- Publication number
- DE417672C DE417672C DEF55714D DEF0055714D DE417672C DE 417672 C DE417672 C DE 417672C DE F55714 D DEF55714 D DE F55714D DE F0055714 D DEF0055714 D DE F0055714D DE 417672 C DE417672 C DE 417672C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electromagnet
- contact
- current limiter
- lever
- open position
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H75/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of power reset mechanism
- H01H75/02—Details
- H01H75/04—Reset mechanisms for automatically reclosing a limited number of times
Landscapes
- Breakers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Strombegrenzer, welcher dazu dient, zwei elektrische
Kontaktstücke unter der Einwirkung eines Überstromes oder eines Kurzschlusses in der Leitung, in welche sie eingeschaltet
sind, plötzlich zu unterbrechen und darauf wieder zu schließen.
Erfindungsgemäß wird der das bewegende Kontaktstück tragende Hebel durch ein Knie-ίο
gelenk betätigt, dessen Hauptgelenkpunkt in Abhängigkeit von einem Elektromagneten
steht, welcher entweder durch den Gesamtoder einen Bruchteil des zu unterbrechenden
Stromes erregt wird. Es ist die Anordnung so gewählt, daß beim Ansprechen des Elektromagneten
der den beweglichen Kontakt tragende Hebel in seiner Offenstellung so lange
gesperrt wird, bis der infolge Unterbrechung der Leitung abfallende Anker die Sperrvoririchtung
löst, wonach die Wiedereinschaltung des Schalters durch die Einschaltfeder vorgenommen
wird.
Die allgemeine Anordnung der verschiedenen Arbeitsteile des Momentschalters gestattet,
den für die Auslösung desselben erforderlichen Kraftaufwand zu vermindern und infolgedessen
zu diesem Zwecke zur Auslösung einen Elektromagneten von geringer Leistung zu benutzen.
Bei der Auslösung werden im Gegensatz zu bekannten Strombegrenzern die Schwingungen des den beweglichen Kontakt
tragenden Hebels verhindert durch Feststellung dieses Hebels, sobald er das Ende des
Öffnungshubes erreicht. Der bewegliche Kontakt ist dadurch festgelegt, und von diesem
Augenblick an bleibt der Abstand zwischen dem beweglichen und dem feststehenden Kontakt
unverändert, und zwar unabhängig von den Änderungen des Stromes und den mögliehen
elastischen Schwingungen der verschiedenen Organe. Erst wenn der Strom unter einen gewissen Wert sinkt, wird der bewegliche
Kontakt freigegeben.
Des weiteren gestattet der Mechanismus, die Kontakte endgültig offen zu halten nach der
Auslösung, falls die Störungen in der Leitung bestehen bleiben sollten. Um dies zu erreichen,
ist ein Hilfselektromagnet mit durch ein Uhrwerk oder eine andere Hemmungsvorrichtung
verzögerter Wirkung vorgesehen, der nach einem bestimmten Zeitintervall in Tätiar-•
keit tritt, um das gewünschte Resultat zu erreichen.
Es ist gleichfalls möglich, die Wirkung der j Spule des Auslösemagneten zu regeln.
j Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des elektrischen Momentschalters gemäß
der Erfindung veranschaulicht.
Der Hebel 1, an welchem der bewegliche Kontakt 2 des Momentschalters sitzt, ist an
eine feststehende Achse 3 angelenkt, von welcher er isoliert ist. Eine Feder 4 ist ständig
bestrebt, ihn in der Schließstellung zu halten. Diese Feder ist mit einem Ende in 6
an dem Hebel 1 und mit dem anderen Ende an einem feststehenden Punkt 5 befestigt. In
der Schließstellung, welche der Einschaltung des Momentschalters entspricht, drückt die
Feder 4 den beweglichen Kontakt 2 gegen den feststehenden Kontakt 21 an.
Der Auslöseelektromagnet 7 ist mit einer Wicklung 8 versehen, welche in Reihe mit
den Kontakten 2, 21 liegt, und ist von dem Strom durchflossen, der unterbrochen werden
soll.
Der bewegliche Anker 9 des Elektromagneten 7 ist an das eine Ende der einen Stange
10 eines Kniegelenkes 10, 11 befestigt. Das
andere Ende dieser Stange ist an eine feststehende Achse 13 angelenkt. Die zweite
Stange 11 des Kniegelenkes ist mit einem ihrer Enden an die Stange 10 angelenkt, und
mit dem anderen Ende steht sie in einem Punkte 12 unterhalb der Drehachse 3 mit dem
Hebel 1 in Eingriff, welcher den beweglichen Kontakt 2 trägt.
Tritt ein Überstrom in der durch den Momentschalter überwachten Leitung ein, so zieht
der Elektromagnet seinen Anker 9 an und der durch die beiden Stangen 10, 11 des Knie- go
gelenkes gebildete Winkel wird spitzer. Die Stange 11 wirkt in 12 auf den Hebel 1 und
dreht denselben nach links, indem die Feder 4 gespannt wird. Dadurch entfernt sich der
Kontakt 2 von dem Kontakt 21, und infolgedessen erfolgt die Auslösung des Momentschalters.
Der Hebel 1 ist mit einem Haken 14 versehen,
welcher am Ende des Öffnungshubes in Eingriff mit einer Klinke 15 gelangt, die
drehbar an einer feststehenden Achse 161 sitzt
und mit einer Verlängerung 16 versehen ist.
Eine Feder 18 ist ständig bestrebt, diese Verlängerung
16 nach links zu bewegen, so daß infolgedessen der Hebel ι und sein beweglicher
Kontakt 2 in der äußersten Offenlage festgehalten werden.
Von diesem Augenblick an braucht der Elektromagnet den Widerstand der Feder 4 ;
nicht mehr zu überwinden, und der zur Festhaltung seines Ankers 9 erforderliche Strom ;
ist schwächer als der, welcher notwendig ist, um die Auslösung des Momentschalters herbeizuführen.
An der Verlängerung 16 der Klinke 15 ist
eine weitere Klinke 21 vorgesehen, welche dreh- , bar um eine Achse 211 ist, «die an einer Kulisse
17 sitzt. Diese Klinke soll in Verbindung mit einem Fingerstück 20, welches an
der Stangen des Kniegelenkes 10, 11 sitzt,
die selbsttätige Einschaltung des Momentschalters sichern.
Bei der Auslösung des letzteren hat das Fingerstück 20, welches die Bewegung der
Stange 11 mitmacht, die Klinke 21 angehoben
und ist mit ihr in Eingriff verblieben.
Wenn der Strom des überwachten Stromkreises unterbrochen wird oder nur unter einen
gewissen Wert sinkt, so wird der Anker 9 nicht mehr durch den Elektromagneten 7 angetrieben
und fällt infolge seines Gewichtes ab. Demzufolge wird der durch die Stange
10, 11 des Kniegelenkes gebildete Winkel
stumpfer. Die Stange 11 verstellt sich somit, und mit ihr der Finger 20, 'der an ihr sitzt.
Dieses Fingerstück wirkt auf die Klinke 21 und bewegt sie nach rechts mit der Kulisse 17
und der Verlängerung 16. Die der Verlängerung 16 mitgeteilte Bewegung dient dazu, die
Klinke 15 anzuheben und infolgedessen den Haken 14 freizugeben. Da der Hebel 1 nicht
mehr in seiner Offenstellung gehalten wird, wird er durch die Feder 4 wieder in seine
Schließstellung zurückbewegt, und es ist die Wiedereinschaltung des Momentschalters auf
diese Weise gesichert.
Es sei noch bemerkt, daß während der selbsttätigen Wiedereinschaltung die Stange
11 wegen des Schlitzes 19, welcher die Achse
12 umgibt, keine unmittelbare Wirkung auf den Hebel 1 hat.
Wenn nach einer bestimmten Zeit der Überstrom, welcher die Auslösung des Momentschalters
bewirkt hat, bestehen bleibt und infolgedessen die Wiedereinschaltung nicht stattgefunden hat, so kann man in an sich
bekannter Weise die beweglichen Organe des Momentschalters endgültig in der auf der
Zeichnung dargestellten Offenstellung halten durch die Wirkung eines mit Verzögerung ausgerüsteten
Hilfselektromagneten, der die Klinke 21 anhebt, so daß sie beim Falle g0
des beweglichen Ankers 9 nicht mehr unter die Einwirkung des Fingerstückes 20 gelangt.
Die Regelung des Luftspaltes des Elektromagneten 7 wird erreicht durch Einstellung
einer Schraube 22, welche die Verstellung des beweglichen Trägers 23 um die Achse 13 gestattet,
auf welcher der Elektromagnet 7 angeordnet sein kann.
Durch die Betätigung der Schraube 22 wird der Elektromagnet 7 mehr oder weniger von
der Ruhestellung seines beweglichen Ankers 9 entfernt, welcher, wie schon erwähnt, selbst
um die Achse 13 schwingt, die als Gelenkachse für den Träger 23 dient.
In der vorhergehenden Beschreibung wird nur die selbsttätige Wiedereinschaltung des
Momentschalters erwähnt. Es ist aber, klar, daß diese Wiedereinschaltung auch durch Einwirkung
mittels Hand auf die Klinke 15 bewerkstelligt werden könnte. go
Es ist gleichfalls angenommen, daß der Gesamtstrom der überwachten Leitung durch
die Wicklung des Elektromagneten 7 fließt. Man könnte jedoch ebensowohl die Wicklung
in einen Nebenschluß der Leitung einschalten, so daß sie nur von einem Teil des Stromes durchflossen wird.
Claims (2)
1. Elektrischer Strombegrenzer, dadurch gekennzeichnet, daß ein den beweglichen
Kontakt tragender, in der Kontaktstellung durch eine Feder gehaltener Hebel derart
mit einer Sperrvorrichtung und mit einem unter der Einwirkung des Überwachungselektromagneten
stehenden Kniehebel verbunden ist, daß beim Auftreten von Überstrom der den beweglichen Kontakt
tragende Hebel in seine Offenstellung gelangt und in dieser so lange gesperrt J00
wird, bis der infolge der Leitungsunterbrechung abfallende Anker des Elektromagneten
die Sperrvorrichtung löst, wonach die Wiedereinschaltung des Ausschalters durch die Wirkung der Einschaltfeder selbsttätig log
erfolgt.
2. Strombegrenzer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung-, welche
beim Fortdauern des Überstromes über eine bestimmte Zsit nach der Unterbrechung
des Kontaktes die Freigabe, des beweglichen Kontaktes verhindert und infolgedessen
den Schalter in der Offenstellune·
hält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF55714D DE417672C (de) | Elektrischer Strombegrenzer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF55714D DE417672C (de) | Elektrischer Strombegrenzer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE417672C true DE417672C (de) | 1925-08-14 |
Family
ID=7107758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF55714D Expired DE417672C (de) | Elektrischer Strombegrenzer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE417672C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1074728B (de) * | 1960-02-04 | Heliowatt Werke Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Berlin - Charlottenburg | Elektromagnetischer Strombegrenzer |
-
0
- DE DEF55714D patent/DE417672C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1074728B (de) * | 1960-02-04 | Heliowatt Werke Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, Berlin - Charlottenburg | Elektromagnetischer Strombegrenzer |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3407868C2 (de) | ||
| DE1588258A1 (de) | Mit Strombegrenzung arbeitender Stromunterbrecher | |
| DE2419038C3 (de) | Elektrische Schaltvorrichtung | |
| DE417672C (de) | Elektrischer Strombegrenzer | |
| DE839965C (de) | UEberstromschalter mit Kniegelenkmechanismus | |
| DE591830C (de) | Schutzschalter, insbesondere mit Ausloesung durch Erdschlussrelais | |
| DE556665C (de) | Nullspannungsausloeser fuer einen Selbstausschalter | |
| DE1042708B (de) | Einrichtung an einem mittels einer Tuer zu oeffnenden Gehaeuse fuer die Aufnahme eines elektrischen Geraetes | |
| DE1590297B1 (de) | Elektrischer Schalter mit einem Schnappschaltsystem | |
| DE829917C (de) | Elektrischer UEberstromausschalter mit selbsttaetigem Wiederschliessen | |
| DE952730C (de) | Federschnellschaltvorrichtung, insbesondere fuer elektrische Leistungsselbstschalter | |
| DE927938C (de) | Elektrischer Schalter fuer langsames Ausschalten und schnelles Einschalten von Hand sowie fuer selbsttaetiges Ausschalten beim Auftreten von UEberlast | |
| DE858712C (de) | Motorschutzschalter mit Schnellausloesung | |
| DE1790194C3 (de) | Selbstschalter mit Hand- und Freiauslösung, insbesondere Fehlerstromschutzschalter | |
| AT83327B (de) | Auslösevorrichtung für selbsttätige elektrische Schalter. | |
| DE660695C (de) | Zwei- oder mehrstufiger handbedienter, als Walzenschalter ausgebildeter Anlassschalter | |
| DE73956C (de) | Signalflügel-Mitnehmer-Auslösung | |
| DE640499C (de) | Einrichtung zum Verhindern des Pumpens von ferngesteuerten elektrischen Schaltern | |
| DE3044327A1 (de) | Lasttrennschalter mit einem eine blockiereinrichtungaufweisenden federspeicherantrieb | |
| DE666338C (de) | Elektrischer Selbstschalter mit Druckknopfklinkenfreiausloesung | |
| DE681009C (de) | Elektromagnetisch ausloesbarer UEberstromkipphebelselbstschalter | |
| DE609484C (de) | Elektrischer Selbstschalter mit Nullspannungs- bzw. Nullstromausloeser | |
| DE605080C (de) | Elektrischer Selbstschalter | |
| DE605977C (de) | Anordnung an elektrischen Schuetzen und Selbstschaltern | |
| DE661451C (de) | Elektrische Schaltvorrichtung fuer Schuetze mit unverzoegerter Ein- und Ausschaltungvon Hand und verzoegerter selbsttaetiger Ausschaltung |