AT155868B - Verfahren und Vorrichtung zur verbesserten Verarbeitung von fertigen Gespinsten oder Drähten. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur verbesserten Verarbeitung von fertigen Gespinsten oder Drähten.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur verbesserten Verarbeitung von fertigen Gespinsten oder Drähten. Bei der Herstellung von Textilwaren aus fertigen Gespinsten, z. B. aus einfachen und/oder gezwirnten oder gefachten Fäden, oder bei der Herstellung von Geweben aus Draht sind die zu ver- arbeitenden Materialien (Garne, Spagate, Drähte) sowohl bei der Berührung mit den Teilen der ver- schiedenen Arbeitsmaschinen als auch bei der gegenseitigen Berührung einer mechanischen Bean- spruchung ausgesetzt. Auch die Ungleichmässigkeiten der zu verarbeitenden Materialien spielen hiebei eine grosse Rolle. Durch diese Beanspruchung wird die Leistungsfähigkeit der Textilmaschinen u. dgl. beschränkt, weil die Maschinen nicht so schnell laufen dürfen, dass die Fasern über ihre praktische Festigkeitsgrenze angestrengt werden. Es wurde gefunden, dass Faserstoffe u. dgl. viel stärkeren Beanspruchungen ausgesetzt und dadurch die Leistungsfähigkeit der Arbeitsmaschinen weit über die bisher zulässige Grenze erhöht werden können, wenn gemäss der Erfindung das Gespinst oder der Draht durch die diese Materialien verarbeitende Maschine unabhängig von dem Warenvorschub in rasche Schwingungen versetzt wird. Unter raschen Schwingungen sollen solche mit einer Schwingungszahl von 1000 bis 10. 000 und mehr in der Minute verstanden werden. Die Schwingungen können dabei entweder in der Längsrichtung des Gespinstes oder in der Querrichtung erfolgen oder als Drehschwingungen auftreten, wobei bei einer Kombination von zwei oder aller dieser Schwingungen die Schwingungszahl der einzelnen Komponenten kleiner gehalten werden kann. Ein weiterer dadurch erzielter Vorteil besteht darin, dass die hergestellte Ware voller, fester und gleichmässiger ist, wobei durch die erwähnte Vibration gleichzeitig eine gewisse Verfilzung der Fasern eintreten kann. Bei manchen bekannten Konstruktionen von Webereimaschinen ist der Warenträger, z. B. der Querriegel, beweglich und führt eine Art Schwingbewegung aus. Diese Bewegung erfolgt jedoch nur in der Längsrichtung der Kette und in Abhängigkeit von der Bewegung der Lade, deren Schlagzahl auch bei angestrengtem Betrieb und hervorragend geeignetem Material sich praktisch um 200 in der Minute herumbewegt. Ihr Zweck besteht darin, die Kette bei jedem Fach um die notwendige Länge zu verschieben und ist nur bei geschlossenem Fach möglich. Bei einer Einrichtung mit offenem und doppeltem Fach würde die Bewegung des Warenträgers, z. B. des Querriegels, die Fäden stark beschädigen. Zum Unterschied von dieser Bewegung des Warenträgers handelt es sich erfindungsgemäss um eine Bewegung ganz anderer Natur. Es sind dies Schwingungen viel höherer Schwingungszahl, die unabhängig von dem Warenvorschub erfolgen. Die erfindungsgemässe Einrichtung kann aus Organen bestehen, welche durch häufige Stösse die gespannten Faserstoffe in Vibration versetzen. Ausser dieser und anderer rein mechanischer Einrichtungen können auch elektrische oder andersartige Einrichtungen verwendet werden. Die Erfindung ist im weiteren in einem Ausführungsbeispiel bei einer in Fig. 1 schematisch dargestellten Webereimaschine beschrieben. Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des die Schwingungen hervorrufenden Organs. Die in bekannter Weise über den Warenträger 1 und an den Kreuzschienen 2 und 2'vorbei- geführten Kettenfäden A gehen über das die Schwingungen hervorrufende Organ 3, welches gemäss Fig. 2 aus zwei sich drehenden Scheiben 4 besteht, zwischen denen mehrere Stäbe 5 gelagert sind. Diese Stäbe sind in den Scheiben vorteilhaft drehbar gelagert und können auch einzeln in Drehung versetzt werden. Bei der dargestellten Ausführung dreht sich das Organ 3 entgegengesetzt zur Kettenbewegung.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.1 EMI2.2
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| AT155868T | 1936-08-29 |
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- 1936-08-29 AT AT155868D patent/AT155868B/de active
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