AT155798B - Verfahren zur Verringerung der Neigung zum Gären von aus Kasein gewonnenen Kunstfasern. - Google Patents

Verfahren zur Verringerung der Neigung zum Gären von aus Kasein gewonnenen Kunstfasern.

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  Verfahren zur Verringerung der Neigung zum Gären von aus Kasein gewonnenen Kunstfasern. 



    Es ist bekannt, dass die aus Kasein herstellbaren Kunstfasern leicht der Gärung ausgesetzt sind, wenn sie sich in nassem Zustande befinden. 



  Ausserdem sind vorgänglich dem Sieden unterworfene Fasern viel mehr der Fäulnis ausgesetzt, als diejenigen, welche lediglich mit kaltem oder lauem Wasser genässt wurden. 



  Das Vorhandensein von mineralischen oder auch organischen Säuren während des Siedens verschlimmert noch den Zustand der Faser und erhöht den Gärungsprozess, was die Bildung von Schimmel nach sich zieht. 



  Es folgt daraus, dass das gewöhnliche Färbungsverfahren mit sauren oder Chromfarbstoffen, deren Verwendung ein längeres Sieden in saurem Medium erheischt, sich auf die Fasern besonders schädlich auswirkt, indem es dieselben in hohem Masse der Fäulnis aussetzt. Diese Erscheinung zeigt sich in beschränkterem Masse, wenn das Färben mit sauren oder direkten Farbstoffen bei 70-80  C, in schwach saurem oder neutralem Medium vollzogen wird, während das Färben mit Basenfarbstoffen, welches gewöhnlich bei niedrigerer Temperatur (zirka 300 C) ausgefÜhrt wird, das für die Faser am wenigsten schädliche ist. 



  Man hat nun gefunden, dass, wenn man rohe oder auch gefärbte Fasern einer Behandlung mit einer wässrigen Lösung von alkalischen Toluol-Chlor-Sulfonamidsalzen unterzieht, so wird der Gärungprozess und die Bildung von Schimmel in grossem Ausmasse gehemmt. Auch die mit sauren oder Chromfarbstoffen gefärbten Fasern, die also ein längeres Sieden in saurem Medium erfahren haben, sind der Fäulnis nicht mehr ausgesetzt, wenn sie nachfolgend mit einer solchen Lösung behandelt werden. auch wenn sie mehr als einen Monat für sich in nassem Zustande gelassen werden. 



  Es kann dies als eine eigentliche spezifische Wirkung angesehen werden, insofern sich die gewöhnlichen fäulniswidrigen und gärungshemmenden Mittel fast ohne Wirksamkeit zeigen. 



  Die weitgehende Bedeutung der vorliegenden Erfindung für das Färben von Kasein-und ähnlichen Fasern ist augenfällig, da die praktische Ausführung des Färbens nunmehr ohne die bisher beklagten Übelstände vor sich gehen kann. 



  Die Behandlung kann auch bei gemischten Fasern angewandt werden. 



  Beispiel 1 : Man färbt die aus Kasein gewonnene Faser mit 2% schwarzblau Alizarin B in üblicher Weise, nämlich durch ungefähr eineinhalb Stunden langes Sieden mit nachfolgendem Chromieren. Man bringt die gewaschene Faser bei gewöhnlicher oder lauer Temperatur (zirka 30  C) 15 Minuten lang in eine Lösung von 2-3 g je Liter Natriumsalz aus Ortho-oder Para-Toluol-ChlorSulfonamid. 



  Beispiel 2 : Man färbt die aus Kasein gewonnene Faser mit 3% Libia Scharlach 4 BS bpi 70  C während ungefähr einer Stunde. Man bringt die gewaschene Faser, wie im ersten Beispiel, in eine Lösung von 1-2 g je Liter Natriumsalz aus Ortho-oder Para-Toluol-Chlor-Sulfonamid. 



  Beispiel 3 : Man färbt die zu gleichen Teilen mit Naturwolle gemischten Kaseinfasern mit 3% festem Fullerrot G während zirka 40-50 Minuten bei 90-95  C in schwach saurem Medium. Man bringt die gewaschenen Fasern, wie im ersten Beispiel, in eine Lösung von 1'5-2 g je Liter Natriumsalz aus Ortho-oder Para-Toluol-Chlor-Sulfonamid. 

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verringerung der Neigung zum Gären von aus Kasein gewonnenen Kunstfasern, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern mit einer wässrigen Lösung von alkalinischen Toluol-ChlorSuIfonamidsalzen behandelt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT155798D 1937-03-25 1938-02-22 Verfahren zur Verringerung der Neigung zum Gären von aus Kasein gewonnenen Kunstfasern. AT155798B (de)

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