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Verfahren) zum Verbinden der Enden von zwei oder mehr parallelen Rohren zu einem Hosenrohr mit einem im Verhältnis zum Rohrdurchmesser grossen Schenketabstand durch Sehmiedeschweissen mittels Gesenk und Stempel.
Nach dem bekannten Verfahren zum Verbinden der Enden von zwei oder mehr parallelen Rohren zu einem Hosenrohr durch Schmiedeschweissen mittels Gesenk und Stempel steht der erzielbare Mitten- abstand der Schenkelrohre in einem bestimmten Verhältnis zum Rohrdurchmesser, insofern als bei einem grösseren Schenkelabstand der für die Bildung eines einwandfrei geschweissten Hosenstückes zur Verfügung stehende Werkstoff nicht ausreicht. Die Erfindung besteht darin, dass man, um Hosenrohre mit einem im Verhältnis zum Rohrdurchmesser grossen Abstand der Rohrschenkel ausführen zu können, Rohre verwendet, die an den Enden einen grösseren Durchmesser haben als die Schenkelrohre.
Auf der Zeichnung veranschaulichen die Fig. 1-4 die Form, die das Werkstück in verschiedenen
Arbeitsstufen beim Herstellen eines Hosenrohres aus zwei Rohren gemäss der Erfindung erhält. Die Fig. 5 zeigt die untere Hälfte eines in dem einen Arbeitsgang verwendeten Gesenkes mit dem Stempel am Ende seines Hubes und Fig. 6 die zugehörige Stirnansicht des Gesenkes. Die Fig. 7 und 8 zeigen entsprechende Ansichten der in einem folgenden Arbeitsgang verwendeten Werkzeuge. Die Fig. 9 zeigt die untere Hälfte eines Gesenkes mit einem abweichend geformten Werkstück zur Durchführung einer abgeänderten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung und Fig. 10 die untere Gesenkhälfte mit dem Werkstück und dem Stempel am Ende seines Hubes.
Die geraden Rohre 1, 2 der Fig. 1 sind gemäss Fig. 2 mit erweiterten Enden 3, 4 versehen. Es ist angenommen, dass die Rohrenden aufgeweitet und dabei gleichzeitig gestaucht worden sind, also eine grössere Wandstärke erhalten haben. Die Rohrschenkel und die erweiterten Enden liegen in einer gemeinsamen Achse. Nach Fig. 3 sind die Enden 3, 4 zu einem Hosenstück 5 vereinigt. Der Abstand der beiden Schenkelrohre ist dabei derselbe wie in Fig. 2. Fig. 4 zeigt das fertige Werkstück, bei welchem die Schenkelrohre zwecks Vergrösserung ihres gegenseitigen Abstandes seitwärts nach aussen verschoben sind, so dass die nach aussen liegende Wandung der Schenkelrohre etwa in gleicher Richtung mit der Wandung des Hosenstückes an den Schmalseiten verläuft.
Die gemäss Fig. 2 ausgebildeten Rohre werden in ein Gesenk 6 (Fig. 5) eingelegt, das zwei halbzylindrische Vertiefungen zur Aufnahme der Rohrschenkel enthält. An diese Vertiefungen, die durch einen Steg 7 voneinander getrennt sind, schliesst sich eine breite Ausnehmung des Gesenkes an, welche der Form des Hosenstückes entspricht. Die obere Hälfte 8 des Gesenkes ist symmetrisch zur unteren Hälfte ausgebildet. In Fig. 5 befindet sich der mit zwei Dornen 9 versehene, im wesentlichen gabelförmig gestaltete Stempel 10 am Ende seines Arbeitshubes. Die beiden Dorne 9 treten beim Einführen des Stempels in das Gesenk in die Rohrenden 3, 4 ein, die dadurch an den einander zugekehrten Seiten in bekannter Weise aufgeschlitzt und nach aussen gegen die Wand des Gesenkes aufgebogen werden.
Die einander berührenden Ränder der aufgebogenen Teile werden verschweisst, und am Ende des Steges 7 entsteht die Kehle oder das Gelenk 12 des Hosenstückes 5. Sowohl dieses Gelenk als auch das sonstige Hosenstück 5 haben eine grössere Wandstärke als die Rohrschenkel , 2.
Das Auseinanderschieben der Rohrschenkel 1, 2 zwecks Vergrösserung ihres Abstandes erfolgt in einem sich anschliessenden Arbeitsgange, nachdem gegebenenfalls das Werkstück wieder erhitzt worden ist. Die in diesem Arbeitsgang zur Verwendung gelangenden Werkzeuge unterscheiden sich von dem vorher benutzten dadurch, dass die Lagerstellen 16 der Gesenkhälften 14, 15 nicht halb-
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zylindrisch, sondern langrund sind und die Dorne 18 des Stempels jfy einen grösseren Abstand haben.
Wenn beim Einführen des Stempels 17 in das Gesenk die Dorne 18 in die Rohrschenkel1, 2 eintreten, werden diese durch die schrägen Anlaufflächen 19 der Dorne vom Steg 20 weg, der dem Steg 7 der Fig. 5 entspricht, nach aussen gedrückt.
Nach einer andern Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung finden für das Schmiedeschweissen im Gesenk Werkstücke Verwendung, bei denen die Schenkelrohre 1, 2 nicht in gleicher Achsrichtung zu den erweiterten Rohrenden 21, 22, sondern seitlich verschoben zu diesen liegen. Diese Werkstücke werden, wie Fig. 9 zeigt, in ein entsprechend gestaltetes Gesenk 23 in der Weise eingelegt, dass die Rohrschenkel1, 2 den bei dem fertigen Hosenrohr gewünschten gegenseitigen Abstand haben. Durch Einführen des Stempels 24 ist dann nur das Schlitzen, Aufbiegen und Ver- schweissen der Rohrenden zum Hosenstück durchzuführen.
Infolgedessen kann bei Verwendung derartiger Werkstücke mit aussermittig liegenden erweiterten Rohrenden die Herstellung des Hosenrohres in einem Arbeitsgang mittels Stempel und Gesenk erfolgen.
Auch bei Werkstücken, deren erweitertes Ende gleichachsig zum Rohrschenkel liegt, kann das Verfahren in einem Arbeitsgang durchgeführt werden, indem man von vornherein die Werkzeuge nach den Fig. 7 und 8 benutzt. Die Fertigstellung des Hosenrohres in zwei Arbeitsgängen, wie an Hand der Fig. 6-8 beschrieben, bietet aber verschiedene Vorteile, u. a. wird eine Verdichtung des Werkstoffes und eine Glättung der Innenwand an der Gelenkstelle gesichert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verbinden der Enden von zwei oder mehr parallelen Rohren zu einem Hosenrohr mit einem im Verhältnis zum Rohrdurchmesser grossen Schenkelabstand durch Schmiedeschweissen mittels Gesenk und Stempel, dadurch gekennzeichnet, dass Rohre verwendet werden, die an den Enden einen grösseren Durchmesser haben als die Schenkelrohre.