<Desc/Clms Page number 1>
Kranken-Trag-und Fahrsessel.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Krankensessel, der zufolge besonderer Bauart den Transport von Kranken in der Wohnung, ein verhältnismässig leichtes Tragen über Stiegen und schliesslich auch ein Führen auf unebenen Strassen mit Hilfe besonderer Ansteckräder ermöglicht.
Die üblichen Krankenstühle haben den Nachteil, dass sie im Zimmer sehr viel Platz wegnehmen, auch sind sie zu unhandlich und schwer, als dass die Kranken mit dem Fahrstuhl zugleich über die Stiege getragen werden könnten.
Für den Transport über Stiegen ist zwar eine Ausführung nach britischem Patent Nr. 178220 bekannt, die eine ähnliche stufenartige Ausbildung des Sesselunterteiles zum Stiegentransport zeigt.
Diese hat jedoch den Nachteil, dass beim Vorklappen der rückwärtigen Räder ein grosses Kippmoment nach rückwärts auftritt, da dann der Sessel nur mit den Vorderrädern aufruht, während der Systemschwerpunkt ungefähr in der Mitte des Sessels liegt. Er muss also rückwärts von einer Person kräftig gehalten werden, während eine zweite erst seitwärts das eine Rad vorklappen, hierauf um den ganzen Sessel herumgehen und das Rad auf der andern Seite umklappen muss. In engen Stiegenhäusern kann das zu Unannehmlichkeiten führen.
Hingegen ist der in der Zeichnung dargestellte Krankensessel in einfacher und leichter Art aus Stahlrohr gebaut, so dass er im gewöhnlichen Zustand des Sitzens, wie Fig. 1 zeigt, nicht mehr Platz beansprucht als irgendein gewöhnlicher Sessel im Zimmer. In diesem Zustand ruht er vorne bei bzw. mit den kleinen Rollen i und rückwärts mit den heruntergeklappten Tragstangen b am Boden auf. Diese Tragstangen sind bei c drehbar gelagert, so dass sie leicht nach rückwärts geklappt und in dieser Stellung auch fixiert werden können.
Die Feststellungsmögliehkeit der Tragstangen b ist gegeben durch eine halbkreisförmige Scheibe d, die an zwei Stellen ein Loch hat, durch das fallweise ein Stellstift e durchgesteckt werden kann. Fig. 5 zeigt die Einzelheit dieser Konstruktion. Der Stellstift e wird durch die Feder, die sieh einerseits gegen den am Stift festgesehweissten Federteller t, anderseits gegen die am Sesselgerüst aufgeschweisste
EMI1.1
hält dadurch die Tragstange b in der jeweiligen Lage fest. Durch blossen Zug am Knopf h in der Pfeilrichtung kommt der Stellstift e ausser Eingriff mit der Scheibe d, so dass die Tragstangen in die andere Lage gebracht werden können, wobei der Stift e infolge der Federwirkung selbsttätig einschnappt und die Tragstangen dadurch wieder fixiert sind.
Die Lage des Sessels, wenn der Kranke im Zimmer befördert werden soll, zeigt Fig. 2. In diesem Falle wird die Tragstange b wie vorhin beschrieben, hochgeklappt und der Sessel etwas nach rückwärts geneigt, so dass er nur mit den kleinen Rollen i am Boden aufruht. Nun ist es ein leichtes, den Sessel auch mit schweren Kranken durch eine einzige Person in Bewegung zu setzen, da die Rollen i ungefähr unter dem Schwerpunkt der Last liegen, so dass kein nennenswertes Kippmoment auftreten kann.
Beim Transport über Stiegen sind zwei Personen nötig, wobei eine in normaler Weise an den Tragstangen b und die andere vorne an einem ausziehbarem Rohr k angreift. Dieser Fall ist in Fig. 3 dargestellt. Infolge des stufenartigen Ansatzes der unteren Gerüstkonstruktion des Sessels kann dieser mit der Last auf jeder Stufe abgestellt werden, falls es nötig sein sollte.
Fig. 4 zeigt schliesslich den Sessel beim Krankentransport auf unebenem Boden, wobei die kleinen Rollen i allein zuviel Erschütterungen hervorrufen würden. In diesem Falle werden zwei grosse Räder 1 aufgesteckt, die mit Luftreifen versehen sind. Der Sessel kann nun entweder nur auf den grossen Rädern allein oder je nach Bedarf auch mit den kleinen Rollen i zusammen gefahren werden.
Die leichte Aufsteek-und Wegnehmbarkeit der grossen Räder ist durch die in Fig. 6 dargestellte Konstruktion ermöglicht. Die Achse m hat eine eingedrehte Rille o, in die wieder ein federnder Stift n hineingedrückt wird. Die Achse 1n ist bei p konisch abgenommen, so dass ein blosses Hineindrücken derselben genügt, um den Stift entgegen der Federwirkung zu bewegen, der dann von selbst in die Rille o einschnappt und das Herausfallen der Achse verhindert. Beim Abnehmen der grossen Räder genügt ein Herausziehen des Stiftes, worauf die Achse 1n mit den Rädern abgenommen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Krankensessel, der an der unteren Seite stufenartig abgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet. dass ausser grossen abnehmbaren Rädern (1) unterhalb des Systemsehwerpunktes Rollen (i) angeordnet sind, die bei abgenommenen Rädern (1) den Transport auf ebenem Boden ermöglichen, wobei die rückwärtigen als Füsse dienenden Tragstangen (b) als Tragvorrichtung leicht aufklappbar sind.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.