AT155036B - Verfahren zur Herstellung härtbarer Kunstharze. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung härtbarer Kunstharze.

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AT155036B
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acid
acids
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synthetic resins
curable synthetic
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Fritz Dr Ing Groebe
Oskar Dr Spengler
Adolf Dr Pfannenstiel
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Aeg
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Hersteilmg   härtbarer Kunstharze. 



   Es ist bekannt, durch Kondensation von mehrwertigen Alkoholen, insbesondere Glycerin, mit mehrbasischen Säuren, insbesondere Phthalsäure, harzartige Produkte herzustellen, die man durch weitere Zusätze in ihren Eigenschaften beeinflusst hat. 



     Weiter ist bekannt, dass das lediglich aus Glycerin und Phthalsäure bestehende Harz,   das verhältnismässig spröde ist, durch Zusätze, die in chemischer Bindung oder als Beimischung im Endprodukt enthalten sind, wie durch trocknende Öle oder sich von diesen ableitenden Säuren biegsamer gemacht werden kann. 



   Man hat zu diesem Zwecke z. B. u. a. die aromatische   Dicarbonsäure   (Phthalsäure) ganz oder teilweise durch mehr-oder einwertige aliphatische Säuren, wie z. B. Bernsteinsäure, Weinsäure, Buttersäure und ähnliche ersetzt, um auf diese Weise dem Harz die Sprödigkeit zu nehmen (z. B. britische Patentschriften Nr. 3566/1913 und 24060/1912). Im vollen Umfange befriedigend sind die Eigenschaften der so erhaltenen Harze nicht. Um die insbesondere für die Herstellung von Lacken erforderlichen Eigenschaften zu erhalten, ist man immer mehr dazu übergegangen, fette Öle, d. h. Glyceride von hochmolekularen Oxysäuren bzw. diese Oxysäuren selbst mitzuverwenden, um die Filmzähigkeit der Lacke zu erhöhen. So ist z. B. ein Verfahren zur Herstellung von nichttrocknenden sirupösen und in organischen Lösungsmitteln löslichen Kondensationsprodukten bekannt (D. R.

   P. Nr. 602881), wobei man höher molekulare   Oxyfettsäureglyceride   mit höchsten den gerade zur völligen Absättigung der vorhandenen alkoholischen Hydroxylgruppen erforderlichen Mengen Phthalsäure bzw. Phthalsäureanhydrid oder Adipinsäure oder entsprechenden gesättigten Säuren bzw. Gemischen derselben unter solchen Temperaturbedingungen verestert, dass keine Wiederabspaltung der Säurekomplexe erfolgt. 



  Bei der Umsetzung des Rizinusöls mit dem Phthalsäureanhydrid entstehen ölige Produkte, die insbesondere als Weichmachungsmittel bei der Herstellung von Nitrocelluloselacken verwendet werden. 



   Gemäss der Erfindung gelangt man nun, auch ohne hochmolekulare Oxysäuren zu verwenden, zu zähen, homogenen und schnell härtenden biegsamen Alkydharzen mit guten elektrischen Eigenschaften, die insbesondere hochwertige Lacke ergeben, wenn man zunächst den mehrwertigen Alkohol mit zur vollständigen Veresterung ausreichenden Mengen niedrig molekularer aliphatischer Oxycarbonsäuren,   insbesondere Milchsäure,   verestert und dann die entstandenen Ester mit   Polycarbonsäure   kondensiert. 



   Beispiel l : 92 g Glycerin (d   = 1'26) werden mit   300   90% iger Milchsäure   in einem indifferenten
Gasstrom auf etwa 195  bis zur vollständigen Austreibung des Reaktionswassers der einsetzenden Esterreaktion erhitzt. Das entstehende milchsaure Glycerin ist eine schwach gelblich gefärbte, hochviskose Flüssigkeit, die mit 222   g Phthalsäureanhydrid   bei etwa   2220 weiter durch   Substitution der OH-Gruppen der   Milchsäurereste   durch Phthalsäurereste bis auf 90-92% der Theorie verestert wird. 



  Nach dem Erkalten fällt ein hellgelbes Harz an, das in Aceton sowie in einem Gemisch von Alkohol und Benzol leicht   löslich   ist und bei Temperaturen zwischen   160-200'härtet.   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 von Alkohol und Benzol leicht löslich und härtet bei Temperaturen zwischen   140-2000 zu einer   biegsamen Masse. 



   Beispiel 3 : Ein Gemisch von 184 g Glycerin und   62   Glykol oder 184 g Glycerin und   124 g   
 EMI2.1 
 Glyceride werden hierauf nach Beispiel 1 mit   444g Phthalsäureanhydrid   und 118 g Bernsteinsäure bzw. 



  444 g Phthalsäureanhydrid und 236 g Bernsteinsäure zur Umsetzung gebracht. Die anfallenden hellgelben Harze sind in Aceton und einem Gemisch von Alkohol und Benzol leicht löslich und ergeben bei den Härtungstemperaturen zwischen   140-180'eine   biegsame Masse. 



   Beispiel 4 :   308 g   des nach Beispiel 1 dargestellten milchsauren Glycerides werden mit 146 g Adipinsäure bei   180-2050 kondensiert,   wobei nach einer etwa 80% igen Veresterung eine hochviskose Masse entsteht, die in Aceton, Alkohol und einem Gemisch von Alkohol und Benzol leicht löslich ist. 



  Bei Temperaturen zwischen   140-185'härtet   das Kondensationsprodukt zu einem gummiartigen elastischen   Körper.   



   Die   nachdem erfindungsgemässen Verfahren   hergestellten Harze sind, wie schon erwähnt, leicht   löslich   und mit andern in der Lackindustrie üblichen Lackrohstoffen verträglich. Die für Einbrennlacke benutzten Harze ergeben eine gute Elastizität. Die besonders grosse Zähigkeit, die diesen Harzen eigentümlich ist, kann wahrscheinlich durch die durch stufenweise Veresterung erreichte Molekülvergrösserung erklärt werden. Bemerkenswert ist, dass die nach dem beanspruchten Verfahren hergestellten Alkydharze schneller härten als die bekannten ähnlichen Harze. 



   Von den Alkoholen kommen neben dem erwähnten Glycerin auch 4-, 5-und 6wertige Alkohole in Frage, von den Oxysäuren ausser   Milchsäure   die andern bekannten Oxysäuren, wie Glykolsäure, Zitronensäure od. dgl., während von den aliphatischen   Polycarbonsäuren   Bernsteinsäure und Adipinsäure am gebräuchlichsten sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung härtbarer Kunstharze durch Umsetzung von mehrwertigen Alkoholen mit Polyearbonsäuren und Oxycarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man die mehrwertigen Alkohole mit zur vollständigen Veresterung ausreichenden Mengen von niedermolekularen Oxycarbonsäuren, insbesondere Milchsäure, verestert und hierauf die entstehenden Ester mit Polyearbonsäuren kondensiert.
AT155036D 1935-08-10 1936-08-06 Verfahren zur Herstellung härtbarer Kunstharze. AT155036B (de)

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