AT154780B - Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Hartform. - Google Patents

Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Hartform.

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AT154780B
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Hans Dr Kappeler
Rudolf Mangold
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Hans Dr Kappeler
Rudolf Mangold
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  Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstüeken das
Negativ bildenden Hartform. 
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   Ferner kann man auch die Hartform (mit dem Formstück) kürzere oder längere Zeit bei Temperaturen, die dem Formstück nicht schaden, vorwärmen und sie erst dann mit der Behandlungsflüssigkeit zusammenbringen. 



   Ausser einer lösenden Wirkung oder einer chemischen Umsetzung durch die angewendeten Agentien kann man also auch mit einer Wärme-, Dampf-oder Gasentwicklung im Innern des Formgerüstes zum Ziele kommen. Auch kann der Erfolg durch Temperaturveränderung von aussen oder Ausführen der Reaktion im Vakuum beschleunigt-werden. Die verschiedenen Möglichkeiten kann man auch kombinieren. 



   Das Material, aus welchem beide Teile, die negative Form und das Formstück, die Prothese, bestehen, spielt im allgemeinen keine grosse Rolle, wenn schon die eine oder andere Zermürbungsflüssigkeit, je nach dem Material der Formmasse, bessere oder schlechtere Resultate liefern kann. 



   Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung des Verfahrens :
Beispiel 1 : Die Form aus Hartgips mit dem eingeschlossenen   Formstück wird   in Alkohol oder Aceton gelegt, das Ganze in ein verschlossenes Gefäss gestellt, aus welchem die Luft ausgepumpt wird, und 20 Minuten dieser Einwirkung ausgesetzt. Wenn nötig kann der Vorgang wiederholt werden. 



  Nach dem Herausnehmen aus der Flüssigkeit ist die Masse der Form so zermürbt, dass sie leicht mit irgendeinem Instrument entfernt werden kann, ohne dass das Formstück Schaden leidet. 



   Beispiel 2 : Man benutzt statt der im Beispiel 1 erwähnten organischen Flüssigkeiten eine   3% ige Wasserstoffsuperoxydlosung   und verfährt wie unter Beispiel 1. 



   Beispiel13 :   Man verwendet als Behandlungsflüssigkeit eine möglichst konzentrierte alkoholische   oder wässrige Formaldehydlösung und verfährt wie unter Beispiel 1 ; nur muss das Stück mindestens 1 Stunde im Vakuum bleiben. 



   Beispiel 4 : Die Hartgipsform (mit Formstück) wird in eine wässrige Ammoniaklösung von   20%   eingelegt und dann wie oben aufgearbeitet. 



   Beispiel 5 : Die Hartgipsform (mit   Formstück) wird   mit einer   40% eigen   Natronlauge während mehreren Stunden auf dem Wasserbade behandelt und noch warm weiter aufgearbeitet. 



   Beispiel 6 : In die Hartgipsform, welche das Formstück enthält, lässt man eine 5% ige Sodalösung, zweckmässig im Vakuum, damit es rascher geht, einsaugen. Nachher wird sie in 20% ige Salzsäure gelegt. Durch die eintretende Reaktion in den Poren der Form wird eine Zermürbung erreicht. 



   Beispiel 7 : Die das Formstück enthaltende Hartgipsform legt man in 40% ige Ameisensäure, lässt das Ganze 24 Stunden darin liegen, bringt es dann in eine   20%ige Ammoniaklösung   und verfährt wie oben. 



   Beispiel 8 : Die Hartgipsform mit dem eingeschlossenen Formstück wird mehrere Stunden auf   80-90  C   erwärmt, dann wird das Ganze in   30% ige Schwefelsäure   gelegt und in ein Gefäss gebracht, welches evakuiert wird. Nach einer   V2   Stunde wird das Stück aus der Flüssigkeit genommen. 



  Das Negativ ist meist so zermürbt, dass es von der Prothese abgebürstet werden kann. 



   Beispiel 9 : Man erwärmt die das Formstück enthaltende Hartgipsform kurze Zeit auf 105  C und legt sie nachher in   98% ige Schwefelsäure. Nach   ungefähr 24 Stunden kann die Formmasse leicht entfernt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und andern Formstücken das Negativ bildenden Hartform, dadurch gekennzeichnet, dass man die das Formstück enthaltende Hartform, die nur aus Hartgips ohne Zusätze besteht, mit solchen Zermürbungsflüssigkeiten behandelt, welche entweder chemische Veränderungen der Masse hervorrufen, wie Säuren und Basen oder im Inneren der Hartform beispielsweise durch Gas-oder Wärmebildung physikalische Wirkungen auslösen oder gar beides zusammen bewirken, damit die Hartform zermürbt wird und sich leicht von der Prothese ablösen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartform (mit dem Formstück) einer vorgängigen Wärmebehandlung unterworfen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit der Zermürbungsflüssigkeit in einem Gefäss durchführt, das evakuiert wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zermürbungsflüssigkeit auf die Form bei einer erhöhten Temperatur, die dem eingeschlossenen Formstück nicht schadet, einwirken lässt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere Zermürbungsflüssigkeiten nacheinander oder gleichzeitig miteinander zur Einwirkung bringt.
AT154780D 1936-01-07 1937-01-04 Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Hartform. AT154780B (de)

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