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Einrichtung an Schweissbrennern für Zahnärzte, Zahntechniker, Goldschmied od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Schweissbrennern für Zahnärzte, Zahntechniker, Goldschmied usw.
Die bisher bekannten Regeleinrichtungen für die Grösse, Hitze und Beschaffenheit der Schweiss- brennerflamme, soweit überhaupt solche Regeleinrichtungen bei Schweissbrennern vorgesehen sind, beschränken sich meist auf eine unmittelbare Düsenverstellung. Hiebei wird eines der zugeführten Gase oder Gasgemische durch eine Schraube, einen Hahn oder ein Ventil am Brenner gedrosselt, während die Luft od. dgl. vorwiegend mit Hilfe eines Blasebalgs in verschiedener Stärke zugeführt wird. In manchen Fällen werden diese Zuleitungen durch Schrauben oder Hebel am Brenner selbst reguliert. Diese Konstruktionen sind mit verschiedenen Nachteilen behaftet.
Wo diese Regeleinrichtungen in der Nähe der Flamme angeordnet sind, können sie und ihre Bedienungsgriffe einer bedeutenden Erhitzung unterliegen, wodurch eine Feinregelung schon deshalb sehr in Frage gestellt ist, weil die für die Feinregelung unbedingt erforderliche Ruhe der Hand des Einstellenden bloss durch das Bewusstsein verlorengeht, ein nahe der sehr heissen Flamme angebrachtes Einstellglied bedienen zu müssen. Darüber hinaus haben alle in einem der Wege für Gas oder Luft vorgesehenen Drosselorgane den Nachteil, dass sie viel zu plump ansprechen, so dass das oft nur geringe Ausmass der angestrebten Änderung weit überschritten wird, was wiederum nur durch Rückstellung möglich ist und abermals eine Über-oder Unterschreitung des erwünschten Einstellwertes zur Folge haben kann.
In den genannten Verwendungsgebieten muss die Qualität der Schweissflamme innerhalb weiter Grenzen, schon mit Rücksicht auf die kleinen zu schweissenden Materialmengen, insbesondere Gold verschiedenen Karatwertes, veränderlich sein, ohne dass durch die Einstellung die Sicherheit und Präzision der führenden Hand beeinträchtigt wird. Ein weiterer Nachteil einer bekannten Schweisseinrichtung besteht darin, dass bei Verwendung eines Blasebalges kein gleichförmiger Luftstrom gleichbleibender Stärke zu erzielen ist. Die Tretbewegung dabei erschüttert den Körper des Arbeitenden, der auf einem Fusse zu stehen gezwungen ist, so dass die Ruhe der Arheitshand vermindert wird.
Die Erfindung vermeidet all diese Nachteile durch Verwendung eines gleichförmigen Luftstromes ; als Mittel zur Erreichung desselben dienen ein an sich bekanntes Motorgebläse und ein an sich bekannter Rheostat. Erfindungsgemäss gelangen diese beiden Apparate in der Weise zur Verwendung, dass die Energiezufuhr zum Motorgebläse durch den vornehmlich mittels Fussbedienung verstellbaren Rheostaten geregelt wird. Die Bedienung erfolgt also insbesondere durch den festabgestützten Fuss des Arbeitenden, so dass Erschütterungen des Körpers ausgeschaltet sind. Diese erfindunggemässe Einrichtung bedeutet für das betreffende Fachgebiet einen wesentlichen technischen Fortschritt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise mögliche Form schematisch dargestellt.
Die Düse 1 besteht in bekannter Weise aus dem Gaszufuhrrohr 2 und dem Luftzufuhrrohr 3, welch letzterem die Luft aus einem Gebläse 4, in das sie in der Richtung des Pfeiles 5 eintritt, zugeführt wird. Zum Antrieb des Gebläses dient ein Elektromotor 6, dessen über die Leitung 7 erfolgende Energiezufuhr durch einen Rheostaten 8 bekannter Art willkürlich einstellbar ist. Der Rheostat ist mit dem Motor durch ein Kabel 7 verbunden. Diese Ausführung gestattet es, den Rheostaten zu Füssen des Arbeitenden und Motor und Luftpumpe ausserhalb des Arbeitsplatzes aufzustellen. Der Kraftanschluss des Rheostaten ist durch die Klemmen 9 angedeutet. Beim Ausführungsbeispiel ist ein stufenweise regelbarer Rheostat angenommen. Mit grösserem Vorteil kann jedoch ein solcher mit stufenloser Regelbarkeit Anwendung finden.
Die Bedienung des Rheostaten geschieht durch Betätigung eines Fusshebels 10 bekannter Art, wobei der Fusshebel als einarmiger Hebel mit einem orts-
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festen Lager 12 ausgebildet ist. Der Fuss ist dabei mit der Ferse in einer Rast 13 gestützt und dadurch die Bedienung des Hebels ohne Ersehütterung des Körpers mit fest aufgestelltem Fusse möglich. Eine Druckfeder 11 kann vorgesehen sein, um den Fusstritthebel bei Nichtbenutzung in der obersten einer bestimmt gewählten Gebläseleistung entsprechenden Stellung zu halten. Zur selbsttätigen Sicherung einer der übrigen Stellungen können Rasten beliebig bekannter Art ortsfest vorgesehen sein, in welche der Fusstritthebel durch seitliche Verschiebung eingestellt werden kann, für welche im Gelenk 12 genügend Spiel vorgesehen ist.
Bei der Verwendung von stufenlos regelbaren Rheostaten kann die Festhaltung des Fusstritthebels z. B. durch Klemmeinrichtung bekannter Art mit selbsttätiger Wirkung erfolgen.
Mannigfache andere Möglichkeiten zur Durchführung der Erfindung sind gegeben. Insbesondere kann die Regelung nicht nur auf elektrischem Wege erfolgen, sondern unter Zugrundelegung einer der übrigen Formen, ohne dass das Wesen der Erfindung davon berührt würde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Schweissbrennern für Zahnärzte, Zahntechniker, Goldschmied od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein an sich bekanntes Motorgebläse und ein an sich bekannter Rheostat in der Weise zur Verwendung gelangen, dass die Energiezufuhr zum Motorgebläse (4, 6) durch den vornehmlich mittels Fussbedienung verstellbaren Rheostaten (8) geregelt wird.