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In gasgefülltem Gefäss untergebraehte Widerstandsanordnung.
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drücken. Hiefür kommen beispielsweise Kappen an den Enden der Widerstandsanordnung oder Scheiben, die quer zur Längsrichtung der Widerstandsanordnung verlaufen, in Betracht. Der Abstand der Gefässwandung von dem Widerstandskörper beträgt zweckmässig mehr als 1 cm. Als Gasfüllung eignet sich Wasserstoff von einem Druck-von 10 bis 300 mm Quecksilbersäule. Besonders bewährt hat sich eine Gasfüllung von 170 bis 200 mm Quecksilbersäule Druck bei einem gegenseitigen Abstand von 1 mm zwischen Widerstandskörper und Heizkörper.
Als Widerstandskörper eignen sich vornehmlich leitende Spinelle, wie Magnesiumtitanat.
Derartige Widerstandskörper können aus 60 Gewichtsteilen Magnesiumoxyd und 40 Gewichtsteilen Titandioxyd hergestellt werden, u. zw. zweckmässig in der Weise, dass das Gemisch in Röhrchenform ausgespritzt wird und die erzeugten Röhrchen dann zunächst bei 11000 C eine Stunde in Luft und darauf ebenfalls eine Stunde bei 14500 Cbis 1500 C in einer Wasserstoffatmosphäre gebrannt werden.
Der Wasserstoff wird hiebei vor dem Einströmen in den Ofen durch mit Wasser gefüllte Waschflaschen geleitet, um ihn mit Wasserdampf zu beladen.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wurde ein Röhrchen aus Magnesium-Titan-Spinell von einem Aussendurchmesser von 1'2 mm und einem Innendurchmesser von 1-0 mm sowie einer Länge zwischen den Stromzuführungen von 4 mm durch einen Wolframfaden geheizt, der etwa 4 W aufnahm.
Die durch den sehr kleinen Innendurchmesser des Röhrchens veranlasste innere Reibung des Gases verhinderte hiebei mit Sicherheit eine Strömung des Gases im Innern des Röhrchens. Das Gefäss umschloss bei dieser Ausführung den Widerstandskörper mit etwa 15 mm Abstand, u. zw. mit Wasserstoff von 200 mm Druck gefüllt. Der Widerstand des Röhrchens betrug bei dieser Heizung von 4 W etwa 10. 000 Ohm. Nach dem Abschalten des Heizstroms kühlte sich der Widerstandskörper so schnell ab, dass er bereits nach 1'5-4 Sekunden 90% des Kaltwiderstandes erreicht hatte. Nach vier Sekunden wurden einige hunderttausend Ohm gemessen.
Diese geringe Zeit wird dadurch erreicht, dass durch Strahlung, durch Leitung und durch die Wärmeströmung des frei im Glasgefäss strömenden Gases nur die Wärmemenge abgeführt zu werden braucht, die sich im inneren Teil des Röhrchens, in dem vom Röhrchen eingeschlossenen Gas und in dem lIeizfaden befindet. Diese Wärmemenge ist sehr gering und durch die geringe Stärke des Röhrchens kann sie leicht an das Gas abgegeben werden.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Der beispielsweise aus Urandioxyd bestehende rohrförmige Widerstandskörper 1 umschliesst mit geringem Abstand den Heizfaden 2. Der Heizfaden 2 wird von einer Feder 3 gespannt. Die Anordnung befindet sich innerhalb eines geschlossenen, mit Wasserstoff gefüllten Glasgefässes 4. Die Quetschung 5 wird von vier Stromzuführungen durchsetzt, von denen die Stromzuführungen 6 und 7 zum Widerstandskörper und die Stromzuführungen 8 und 9 zum Heizkörper führen.
Die Widerstandsänderung in dem Widerstandskörper infolge der unterschiedlichen Heizung durch den Heizwiderstand erfolgt stetig und ohne dass Wackelkontakte auftreten können. Die Schaltung kann leicht so getroffen werden, dass eine Änderung des dem Heizwiderstand vorgeschalteten Vorwiderstandes um eine Längeneinheit, z. B. um einen oder mehrere Zentimeter, einer Änderung des Halbleiterwiderstandes um eine Zehnerpotenz entspricht. In dieser Weise ist es leicht möglich, mit dem Halbleiterwiderstand ein Gebiet von drei Zehnerpotenzen zu überstreichen.
Die Widerstände nach der Erfindung lassen sich mit grossem Erfolg als selbsttätig regelnde oder willkürlich geregelte Widerstände für Entladungsgefässe aller Art verwenden.
Wenn eine Widerstandsanordnung nach der Erfindung z. B. zum Steuern von Glühlampen benützt wird, kann sie mit der zu steuernden Glühlampe baulich vereinigt werden, indem etwa nach Fig. 2 das Widerstandsröhrchen 16 einen Teil des im Lampengefäss 17 in üblicher Weise mittels eines Quetschfusses 18, eines Tragstieles 19 und der Tragdrähte 20 gehalterten Glühlampendrahtes 21 umschliessen. Der Glühlampendraht 21 ist an die Sekundärwicklung 22 eines Transformators angeschlossen, während der Widerstandskörper 16 parallel zur Primärwicklung 23 liegt. Der Primärwicklung des Transformators ist ein Widerstand 24 vorgeschaltet, der beispielsweise ein Eisenwasserstoffwiderstand sein kann. Die Glühlampe ist mit einem möglichst leicht beweglichen Gas gefüllt.
Bei dieser Anordnung wird bei steigender Belastung der Glühlampe der Widerstandskörper 16 erwärmt und dadurch die Spannung an den Enden der Primärwicklung 23 des Transformators herabgesetzt, weil die dem Transformator zugeführte Stromseite primärseitig durch den Widerstand 24 begrenzt ist. Ja nach der Abstimmung der einzelnen Teile aufeinander kann mit dieser Anordnung entweder die durch den Glühdraht 21 der Lampe fliessende Stromstärke bei schwankender Netzspannung konstant gehalten werden, was für die Verwendung einer derartigen Lampe für Messzwecke vorteilhaft ist, oder es wird durch die Rückkopplung zwischen der Heizung des Widerstandskörpers 16 und dem Kurzschliessen der Primärwicklung des Transformators eine Schwingung erzeugt, die z. B. für Signalzwecke verwendet werden kann.
Wird die beschriebene Anordnung benutzt, um die Strombelastung der Glühlampe unver- änderlich zu halten, so kann hiemit eine so genaue Einhaltung des eingestellten Wertes erzielt werden, dass sehr genaue Belichtungen bei der Vervielfältigung von Aufnahmen im Lichtbildverfahren erhalten werden. Die Belichtungszeiten können daher ein für alle Mal unveränderlich eingestellt werden und sind frei von Schwankungen der Netzspannung.