In gasgefülltem Gefäss untergebrachte Widerstandsanordnung. Halbleiterwiderständen mit hohen Tem peraturkoeffizienten des Widerstandes, die aus Metalloxyden oder Oxydgemischen be stehen, kann man durch eine Fremdheizung willkürlich verschiedene Widerstandswerte geben. Dabei ist es leicht, sie in verhältnis mässig kurzer Zeit auf höhere Temperaturen zu bringen. Jedoch besteht eine wesentliche Schwierigkeit darin, dass die Widerstände nach Verringerung der Heizung nur sehr langsam auf die neue niedrigere Temperatur zurückgehen.
Nach der Erfindung kann diese Schwierigkeit dadurch überwunden werden, dass der Widerstandskörper aus min destens einem halbleitenden Metalloxyd als Hohlzylinder ausgebildet ist, der den Heiz körper umgibt und der in einem mit Gas gefüllten Gefäss unter Belassung eines derart grossen Abstandes untergebracht ist, dass eine freie Strömung des Gases rund um den Widerstandskörper ermöglicht ist. Überdies wird erfindungsgemäss im Innern des Hohl- zylinders eine Temperaturströmung des Gases unterdrückt.
Dies kann zweckmässig dadurch erreicht werden, dass der Abstand zwischen dem Heizkörper und dem Wider standskörper so klein gewählt wird, dass eine die Beheizung störende Gasströmung zwi schen dem Heizkörper und dem Widerstands körper nicht stattfinden kann. Der Wider standskörper kann daher durch Leitung und Strahlung schnell auf die gewünschte Tem peratur aufgeheizt werden. Als Füllgas wählt man zweckmässigerweise ein leicht be wegliches Gas, wie beispielsweise Wasser stoff: dann ist im wesentlichen nur die Aussenseite des Körpers im Betrieb einer starken Temperaturströmung des Gases aus gesetzt.
Es gelingt leicht, die Aussenseite des Widerstandskörpers auf diese Weise nahezu auf der Temperatur des umgebenden Raumes zu halten. Bei einem Versuch wurde etwa 40' Übertemperatur gemessen. Da der Gas vorrat ausserhalb des Röhrchens eine wesent- lieh niedrigere Temperatur hat als der prak- tisch nicht strömende, kleine Gasvorrat innerhalb des Röhrchens, braucht der ausser halb des Röhrchens befindliche Gasvorrat nicht wesentlich abgekühlt zu \-erden. Er spielt daher für die Wärmeträgheit der ganzen Anordnung keine wesentliche Rolle.
An Stelle von Wasserstoff können in man chen Fällen auch Stickstoff oder Argon be nutzt werden.
Der Heizkörper kann aus einem Werk stoff hergestellt werden, der keinen Tempe- raturkoeffizienten des Widerstandes besitzt: dadurch kann eine schnelle Gleichbewichts- einstellun- auch in solchen Fällen erreicht werden, in denen eine verhältnismässig niedrige Temperatur des Heizkörpers be nutzt wird. In diesem Falle stellt man den Heizkörper beispielsweise aus Konstantan oder temperaturkoeffizientenfreien Halblei terstoffen her.
Will man eine besonders schnelle Einstellung des Widerstandes bei stärkerer Heizun-- erreichen, so wählt man einen Heizkörper mit höherer Betriebstem peratur. Dafür sind Heizkörper aus Wolfram oder llolybdän mit einer Betriebstemperatur oberhalb von 800 C geeignet. Der Abstand zwischen der Oberfläche des Heizkörpers und der Innenfläche des Widerstandskörpers sollte im allgemeinen weniges als 3 min.<B>und</B> zweckmässig (l.8 bis 1 mm betragen,
11111 eine Temperaturströmung des Gases in die sem Zwischenraum zii vermeiden. )Nenn man, um einen grossen Querschnitt des @a.lb- leiterwiderstandskörper,s bei. geringer Dicke zu erhalten, ein weites Rohr ans Halbleiter- stoff als Widerstandskörper wählt.
ist es häufig- nicht möglich oder nicht zwc @@kmässi@@. dem Heizwiderstand selber einen so !gossen Querschnitt zu erteilen, rlass der gewünschte geringe Abstand zwischen der Oberfläche des Heizkörpers und der Innenfläche (1e Ha.lbleiterwiderstandskörpers erhalten wirfl. In diesem Falle wird man andere Hilfsmittel benutzen müssen, um eine Temperaturströ mung des Gases zu unterdrücken.
Hierfür kommen Kappen an den Enden der -N#@Tider- standsanordnung oder Scheiben, die quer zur Längsrichtung der Widerstandsanordnung verlaufen, beispielsweise in Betracht. Der Abstand der Gefässwandung von dem Wider standskörper beträgt zweckmässig mehr als 1 cm.
Als Gasfüllung eignet sich eine Ftil- lunb von 10 bis 300 min Quecksilbersäule Wasserstoff. Besonders bewährt hat sich eine Füllung mit 1-r0 bis ?00 mm Quecksilber- säule bei einem gegenseitigen Abstand von 1 mm zwischen Widerstandskörper und Heizkörper.
Als Widerstandskörper eignen sich vor- nehmlieli leitende Spirielle, wie llagiresiuin- Titanat. Derartige Widerstandskörper kön nen aus 60 Gewichtsteilen Dlagnesiumogyd un.d -1.11 (xewichtste,ilen Titandiozyd her gestellt werden, und zwar zweckmässig in der Weise,
dass das Gemisch in Röhrchenform ausgespritzt wird und die erzeugten Röhr chen dann zunächst bei 1100 C eine Stunde in Luft und darauf ebenfalls eine Stupide bei 1450 " C bis 1500 C in einer Wasser- sloffatmospliäre gebrannt -erden. Der Was serstoff wird hierbei vor dem Einströmen in den Ofen durch mit Wasser gefüllte Waschflaschen geleitet. um ihn mit )'i'a.sser- dampf zu beladen.
Bei einem Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes wurde ein Röhrchen # an- s 3lagiiesium-Tita.n-Spinell von einem _@ussendurchniesser von 1.2 mm und einem Innendurchmesser von 1,0 mm, sowie einer Länge zwischen den Stromzuführungen von 4 mm durch einen Wolfrainfaden geheizt, der etwa. 4-\V aufnahm.
Die durch den sehr kleinen, Innendurchmesser des Röhrchens ver- anla.sste innere. Reibung des Gases verhin- derte lric#ri..ei mit Sicherheit eine Strömung des Crascs im Innern des Röhrchen.
Das Gefäss umschloss bei dieser Ausführung den Widerstandskörper mit etwa 15 mm<B>Ab-</B> stand und war mit Wasserstoff von \?CaC) mm Druck gefüllt.
Der Widerstand des Röhr chens belrir- bei dieser Heizung von 4 W etwa 1.0,000 Olim. Nach dem Abschalten des Reizstromes kühlte sich der 'Widerstands körper so schnell ab, dass er bereits nach 1,5 bis 4 Sekunden<B>90%</B> des Kaltwiderstan- des erreicht hatte. Nach 4 Sekunden wurden einige handerttausend Ohm gemessen.
Diese gering,exe Zeit wird dadurch erreicht, dassi durch Strahlung, durch Leitung und .durch die Wärmeströmung des frei im Glas.gefäb strömenden Gases nur die Wärmemenge, ab- geführt zu werden braucht, die, sich im innern Teil des Röhrchens,
in dem vom Röhrchen eingeschlossenen Gas und in dem Heizfaden befindet. Diese Wärmemenge ist sehr bering und durch die geringe Stärke des Röhrchens kann sie leicht an das Gas ab gegeben, werden.
In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsg@emässpn Widerstandsanord nung dargestellt. Der beispielsweise aus Urandioxyd bestehende, rohrförmige Wider- standskörper 1 umschliesst mit geringem Ab stand den Heizfaden 2. Der Heizfaden 2 wird von einer Feder 3; gespannt. Die An ordnung befindet sich innerhalb eines ge- sehlossenen, mit Wasserstoff gefüllten Glaa: gefä.sses 4.
Die Quetschung 5 wird von vier Stromzuführungen durchsetzt, von denen die Stromzuführungen 6 und 7 zum Widerstands körper und die Stromzuführungen 8 und :a zum Heizkörper führen.
Die Widerstandsänderung indem Wider standskörper, infolge der unterschiedlichen: Heizung durch den Heizwiderstand, erfolgt stetig und ohne dass. Wackelkontakte auf treten können. Die Schaltung kann leicht so getroffen werden-, dass;
eine Änderung des dem Heizwiderstand vorgeschalteten Vor- wid-erstandes um eine Längeneinheit, zum Beispiel um einen oder mehrere Zentimeter, .einer Änderung :des. Halbleiterwiderstandes um eine Zehnerpotenz entspricht. In dieser Weise ist eis leicht möglich, mit dem Halb leiterwiderstand ein Gebiet von drei Zehner potenzen zu überstreichen.
Ausführungsbeispiele der Widerstands anordnung nach der Erfindung, bei welchen das Metalloxyd des Widerstandskörpers einen negativen Temperaturkoeffizienten hat, lassen sich mit grossem Erfolg als selbsttätig regelnde oder willkürlich geregelte Wi.der- stände für Entladungsgefässe verwenden. Die Fig. 2;
zeigt ein Anwendungsbeispiel .eines solchen Ausführungebei.spiels für ein gasgefülltes Entladungsgefäss,. An die Span nungsquelle 10 sind in Reihe ein VorsoUalt- widerstand <B>11</B> und der Halbleiterwider- standskörper 112 angeschlossen. Parallel zum Halbleiterwiderstand 12,
liegt die Primär spule des Transformators 13, der die Energie für eine Nutzlast, beispielsweise das gas gefüllte Entladungsgefäss- 1.4, liefert. Auf der .Sekundärseite !des Transformators liegt in Reihe mit dem Heizkörper für den Halb- leiterwiderstand das Entladungsgefäss. Es ist leicht einzusehen.,
dassi bei dieser Schaltung ein zu starkes Steigen des. durch dieses<B>DA</B> nt- ladungsgefäss gehenden Stromes den Heiz körper für den Halbleiterwiderstand er wärmt. Dadurch wird auch die Temperatur des Halbleiterwiderstandes erhöht, und dieser Halbleiterwiderstand nimmt weniger Span nung auf. Diesi hat zur Folge, :dass die Pri märwicklung des Transformators eine ge ringere ,Sp am4ung erhält.
Die geringere ,Spannung am Transformator setzt selbsttätig .den iStrom @du-Pell dasi Entladungsgefäss herab. Wir haben hier also eine selbsttätige Regelung.
Die Fig. 3 zeigt ein anderes Anwendungs- beispiel. Häufig soll ein Transformator mit grosser .Streuung, also verhältnismässig, grossen Kupfer- und Eisenverlusten, verwendet wer den,
um die denn Entladungsröhren zugeführte Energie zu begrenzen.. Die Spannungsver minderung mit wachsender Stromaufnahme kann .nicht beliebig gross gemacht werden, weil dadurch der Transformator zu hoch er hitzt wird. Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, den Widerstandskörper 12 mit negativen Temperaturkoeffizienten parallel zur Sekundärwicklung zu legen.
Die .Sekun- ,däxwicklung des Transformators 13 speist zunächst einen Vorsichaltwiderstand für :die Entladungsräh Are 14. Der Vorschaltwider- stan.d dient gleichzeitig als Heizwiderstand für den Widerstandskörper 12.
Dem Wider standskörper 12 kann noch ein Widerstand 11 vorgeschaltet sein. Der Heizfaden hat hierbei sowohl die Aufgabe, als Vo@nsch@alt-
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widerstand <SEP> für <SEP> das <SEP> Entladungsgefäss <SEP> zu
<tb> dielen, <SEP> al.s <SEP> aueli <SEP> die <SEP> Aufgabe, <SEP> da,. <SEP> Halbleiter zu, <SEP> erwärmen. <SEP> Er <SEP> en@-ärizil:
<SEP> das <SEP> Halb IFiterröhreh(@n <SEP> umsomehr, <SEP> je <SEP> inelir <SEP> Strom <SEP> voll
<tb> der <SEP> Nutzlast, <SEP> also <SEP> vom <SEP> Entladungsrohr, <SEP> auf benommen <SEP> 'Wird. <SEP> Bei <SEP> steigendem <SEP> Strom durchgang <SEP> durch <SEP> das <SEP> Entladungsrohr <SEP> sinkt
<tb> infolgedes,,en <SEP> der <SEP> Widerstand <SEP> des <SEP> Halb leiterröhrcbens, <SEP> und <SEP> es <SEP> steigt <SEP> daher <SEP> gleicb zeitig <SEP> der <SEP> Stroinzufluss <SEP> durch <SEP> diese;
<SEP> <B><I>Halb-</I></B>
<tb> <B>cl</B> <SEP> Dies <SEP> bedingt <SEP> aber <SEP> dann <SEP> eine;
<tb> Z <SEP> l,ISI <SEP> 'it7 <SEP> lielle <SEP> relastung <SEP> .der <SEP> Sekundärspule <SEP> und
<tb> damit <SEP> ein <SEP> AbsinLen <SEP> der <SEP> Transformator spa <SEP> nnung. <SEP> Auch <SEP> liier <SEP> haben <SEP> ivir <SEP> also <SEP> eine
<tb> selbstt < i.tig@, <SEP> Regelung.
<tb>
Ein <SEP> weiteres <SEP> Anwendungsbeispiel <SEP> ist <SEP> ü1
<tb> der <SEP> Fig. <SEP> J <SEP> dargestellt. <SEP> Der <SEP> Heizfaden <SEP> für
<tb> den <SEP> Halbleiterwiderstand <SEP> 1? <SEP> liegt <SEP> in
<tb> Falle <SEP> in <SEP> Reibe <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Regeli@-iderstand
<tb> 15 <SEP> an <SEP> einer <SEP> he:,onderen <SEP> Selmnd < irwicldung <SEP> des
<tb> Transformators <SEP> 13 <SEP> oder <SEP> auch <SEP> an <SEP> einer <SEP> An zapfung <SEP> diese,. <SEP> Transformators. <SEP> Die <SEP> Haupt sekundNri@icklung <SEP> des <SEP> Transformators <SEP> 1:1
<tb> speist <SEP> die <SEP> Entladungsröhre <SEP> 14 <SEP> und <SEP> den <SEP> damit
<tb> in <SEP> Reihe <SEP> liegenden <SEP> Halbleiterwiderstand <SEP> 1\3.
<tb> -Man <SEP> kann <SEP> durch <SEP> willkürliebes <SEP> Einstellen
<tb> des <SEP> Re--eli@-icl.ersta.ndes <SEP> 1:
5 <SEP> den <SEP> Widerstands wert <SEP> des <SEP> Halbleiterröhrchens <SEP> reiteln <SEP> und
<tb> damit <SEP> den <SEP> durch <SEP> das <SEP> Eniladiingsgef < iss
<tb> gehe=nden <SEP> Strom <SEP> auf <SEP> rlen <SEP> erwünschten <SEP> Wert
<tb> einstellen. <SEP> Beispielsiseise <SEP> ist. <SEP> es <SEP> bekannt. <SEP> dass
<tb> @,a@g."füllte <SEP> Entladuvi-röhren <SEP> nach <SEP> l;iiigerer
<tb> Bea.ilspruelitin- <SEP> hart <SEP> brennen. <SEP> das <SEP> beisst <SEP> durch
<tb> Gasaufzehrung <SEP> einen <SEP> höheren <SEP> Spannungs abfall <SEP> am <SEP> Gefäss <SEP> haben. <SEP> Durch <SEP> Nachregeln
<tb> des <SEP> Widerstandes <SEP> 1.3 <SEP> kann <SEP> die <SEP> Spannung <SEP> ain
<tb> Entlaclii;
lgsgefäss <SEP> leicht <SEP> den <SEP> jeweiligen <SEP> Be triebsverhältnissen <SEP> angepasst <SEP> werden. <SEP> Ein
<tb> besonderer <SEP> Vorteil <SEP> ist <SEP> liier, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Regelung
<tb> auch <SEP> bei <SEP> solchen <SEP> Anordnungen, <SEP> die <SEP> mit <SEP> Hoch spannung <SEP> betrieben <SEP> werden, <SEP> an. <SEP> einem <SEP> Teil
<tb> vor,-enommen <SEP> wird, <SEP> der <SEP> keine <SEP> Hochspannung
<tb> Dihrt. <SEP> Es <SEP> sind <SEP> hier <SEP> also <SEP> keine <SEP> besonderen
<tb> Vorsieht:smassregeln <SEP> erforderlich.
<tb>
Die <SEP> bisher <SEP> beschriebenen, <SEP> Anwendungs beispiele <SEP> betrafen <SEP> gasgefiillte <SEP> Entladungs gefässe. <SEP> Das <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> des <SEP> Gegen- standes der Erfindung, dessen Widerstan4s- körper einen negativen Temperaturkoeffi- ziente n. zeigt, kann aber auch mit brossem Vorteil bel solchen Anordnungen benutzt werden, die #'akuum-Entladiuigsbefässe ent halten.
Ein Beispiel dafür ist. die Lautstzirke- re"elung am Versl.ärkergerät. Diese Laut- stärkeregelung kann man durch sogenannte Potentionieterwidenstände vornehmen, die entweder einen Neben@scbluss zur Eingangs- spule des Antennenkreises oder einen Neben schluss zum Gitterkreis der ersten Nieder- frequenzrühre bilden.
Je nach der Grösse des Nebenschlusses durch den Potentiometer- widerstand wird die einfallende Hochfre- quenzamplitude mehr oder 'weniger stark ver mindert.
Für diese Selialtungen benutzt inan vorteilhaft eine Widerstandsanordnung mit i.egativein Teinpeiatiirkoeffizienten des Me- talloxydes. Bei \Vecliselstromb raten liegt dabei der Heizfaden des Halbleiterkörpers in Reilie mit einem Regelwiderstand an der Heizwicklung des Transformators.
Bei Gleieli- oder Allstromgeräten legt man ihn parallel zu einem Regelwiderstand in den Heizkreis. Die, bisher verwendeten Potentio- melerwiderstände, die meist, aus Kohle wider ständen mit Gleitkontakten hergestellt wer den, haben grosse Nachteile,
da die Über- bangswiderst7inde zwischen dem bleitenden Kontakt und dem ji'iderstandsiserkstoff sehr leicht Kratzgeräusche hervorrufen. die dann mitveist < irlkt werden und im Lautsprecher ein stiirendes Rauschen hervorrufen.
Diese Schwierigkeit wird durch diese Widerstands- anordnung völlig überwunden, da irgend- welche Kratzgeräusche bei fehlendem Gleit kontakt überhaupt nicht, mehr auftreten können.
Den Halbleiterwiderstand wählt man, wenn er einen Nebenschluss zur An tennenspule bildet, dabei zweckmässig so, dass er bei Raumtemperatur einen Widerstand von 111' bis 106 Ohm und bei der höchsten Betriebstemperatur einen Widerstand von 10;
Ohm besitzt. Legt man den Widerstand zwischen Hoebi- und Niederfrequenzvenstär- herstufen. :so wählt man ihn vorteilhaft so, dass der Kaltwiderstand 10'i bis 10' Ohin und der Widerstand bei der höchsten Be- triebstemperatur 10 bis 1i02 Ohm beträgt.
Die Widerstandsanordnung mit negativem Temperaturkoeffizienten des. Metalloxydes: kann ferner auch zum Steuern von Glüh lampen benutzt werden.
In den Fig. 5 und 6 sind Anwendungsbeispiele hierfür angegeben. Nach der Fig. 5 umschliesst ,das Widerstands röhrchen 16 einen Teil .des im Lampengefäss 17 in üblicher Weise mittels eines Quetsch- fusses 18, eines Tragstiels 19: und der Trag drähte 20 gehalterten Glühlampendraktes 21.
Der Glühlampendraht 2.'1 ist an die :Sekun- därwicklung 212 eines Transformators an geschlossen, während der Widerstandskörper 16 parallel zur Primärwicklung 23, liegt. Der Primärwicklung .des Transformators ist .ein Widerstand 24 vorgeschaltet, der bei spielsweise ein Eisenwaaserstoffwiderstand sein kann.
Die Glühlampe ist mit einem möglichst leicht beweglichen Gas gefüllt.
Bei dieser Anordnung wird bei steigender Belastung der Glühlampe Ader Widerstands körper 1.6 erwärmt und dadurch die Span nung an den Enden der Primärwicklung :23 ,dies Transformators deswegen herabgesetzt, weil :die dem. Transformator zugeführte Stromstärke primärseitig durch den Wider stand 24 begrenzt ist.
Je nach der Abstim mung der einzelnen Teile aufeinander kann mit dieser Anordnung entweder die durch den Glühdraht 2.1 der Lampe fliessende Stromstärke bei schwankender 1\Tetzspannung konstant gehalten werden, was für die Vier- wendung einer :derartigen Lampe für Mess:
- zwecke vorteilhaft ist, oder es wird dusch .die "Rückkopplung" zwischen der Heizung :des Widerstandskörpers 16 und dem Kurz- schliessen der Primärwicklung des Transfor mators eine .Schwingung erzeugt, die zum Beispiel für Signalzwecke verwendet werden kann. Dieses:
Schwingen der Anordnung nach Fig. 5 ist folgendermassen zu erklären: Der Eisenwasserstoffwiderstand 24, der in Reihe mit -der Primärwicklung 23 liegt, begrenzt durch seine Regelkurve die :Strommenge, die die Primärwicklung 2,3 sowie den ,dazu parallel ,geschalteten aus Urandioxyd be- stehenden Widerstandskörper 1,6 durchfliesst.
Bei dem: Einschalten der Lampe ist nun der Halbleiterkörper 1.6 hochohmig und daher sein Stromverbrauch gering. Der Leucht körper 21: mit sehr kleiner Wärmekapazität leuchtet auf und heizt nunmehr den Halb leiterhohlkörper 16 soweit vor, :dass: sein Wi derstand :stark sinkt, wobei die durch vermehrte eigene :Stromaufnahme erzeugte Wärme in dem Halbleiterkörper 16 gleich zeitig mitwirkt.
Dadurch ,den. Eisenwasser- stoffwi.denstand 24 die Strommenge aber be grenzt wird, kann nunmehr der Fall eintre- ten, dass praktisch die Primärspule 2ss des Transformators infolge des nunmehr nieder- ohmigen,
parallel liegenden Halbleiterwider- standes 1,6 überhaupt keine Leistung mehr aufnimmt. Der Leuchtkörper 2.1 erkaltet. Der Halbleiterkörper 1.6 muss nun so be- messen sein, idass Lediglich beide Wirkungen, nämlich Heizung durch Strahlung ,des Leuchtkörpers 21 und Heizung durch :den vom Eisenwasseistoffwidwrstand durchgelas senen Strom, ihn auf hoher Temperatur halten.
Fehlt eine ,dieser beiden Heizungen, so sind die :Strahlungs@- und Leitungsverluste am Halbleiterkörper 16 .grössex als :die durch .den Eisenwasserstoffwidenstand 2,4 begrenzte Leistungsaufnahme, das heisst der Halbleiter körper kühlt sich wieder ab und wird mehr und mehr hochohmig. Nach Massgabe der Abkühlung steigt wieder die Spannung an der Primärspule 23 wie auch am Halbleiter körper 1:6.
Das bedeutet nun aber nichts anderes, als dass jetzt für .eine mehr oder weniger kurze Zeit der Leuchtkörper -21 wieder Energie aufnimmt und diese durch Strahlung abgibt, von der nun wieder einen Teil der Halbleiterwiderstand 16 erhält,
der jetzt wieder in seinem Widerstandswert zu sammenbrechen kann.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 ist der Heizkörper 25 der Widerstandsanordnung in Reihe mit dem @Glühlampendraht 21 ge schaltet. Parallel zur Glühlampe liegt der Widerstandskörpelr 16. Die Anordnung ar beitet in ähnlicher Weise wie ,die Anordnung nach Fig. 5. Hierbei dient :der Heizkörper 25 der Widerstandsanordnung als Vorwider- sta.nd für die Glühlampe.
Werden die beschriebenen Anordnungen benutzt, um die Strombelastung der Glüh- lampe unveränd erlicli zu halten, so kann hiermit eine so genaue Einhaltung des eingestellten Wertes erzielt werden, dass sehr genaue Belichtungen bei der Verviel- fältigung von Aufnahmen im Lichtbildver- fa.hren erhalten werden.
Die Belichtungs- zeiten können daher ein für alle Mal unver änderlich eingestellt werden und sind frei von Schwankungen der Netzspannung.