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Metallspritzpistole, insbesondere für Stahldraht u. dgl.
Die bekannten, Metalldrähte verarbeitenden Spritzpistolen eignen sich meist nur zum Ver- spritzen von Drähten aus leicht schmelzbarem Metall, nicht aber für Stahldraht. Abgesehen von der bei den bekannten Spritzpistolen unrichtigen Querschnittsbemesseung der Bohrung für den Zutritt der zum Schmelzen des Drahtes verwendeten Gase, die Sauerstoffüberschuss der Flamme und damit starke Anreicherung des aufgespritzten Stahles mit Zunder bewirken, ist der Grund des Versagens in erster Linie in unrichtig übersetztem, mangelhaft regelbarem Antrieb des Drahtvorschubs gelegen, insbesondere wenn dieser durch eine mit Pressluft angetriebene Turbine betätigt wird.
Kleinste Unregel- mässigkeiten des Drahtes, die unvermeidbar sind, bewirken bereits Schwankungen in der Geschwindigkeit des Drahtvorschubs und dadurch eine ungleichmässige Erhitzung des gegen eine Überhitzung empfindlichen Stahldrahtes, weshalb, wie Mikrophotographien beweisen, eine gleichmässige Beschaffenheit der aufgespritzten Stahlschiehten bei Verwendung von mit Pressluft betriebenen Turbinen nicht erzielbar ist.
Die hohe Umlaufzahl und der Mangel jeder Regelfähigkeit der durch Pressluft betriebenen
Rotationsdüsen, die zum Ausspritzen von Hohlräumen verwendet werden, ist ein weiterer Nachteil dieser bekannten Spritzpistolen.
Es sind Spritzpistolen bekanntgeworden, bei welchen in dieselben ein Elektromotor zum Antrieb des Drahtvorschubs und der Rotationsdüse eingebaut ist. Da sich ein derartiger Einbau an Hand- pistolen wegen des zu grossen Gewichtes des Elektromotors nicht bewährt hat und nur bei Spritz- apparaten anwendbar ist, wurde es auch vorgeschlagen, den Drahtvorschub vermittels einer von einem ausserhalb der Spritzpistole liegenden Elektromotor aus angetriebenen flexiblen Welle anzutreiben.
Auch diese Anordnungen weisen den Nachteil einer hohen, mangelhaft regelfähigen Umlaufzahl auf.
Um diese Nachteile zu beseitigen und eine gleichmässige Schichte des aufgespritzten Metalls auch bei Spritzpistolen, insbesondere für Stahldraht u. dgl., zu erzielen, welche von einem Elektromotor vermittels flexibler Welle betrieben werden, ist die Anordnung gemäss der Erfindung derart getroffen, dass die Übertragung der Drehbewegung auf das an der Spritzpistole angebrachte Getriebe des Draht- vorschubes bzw. der Rotationsdüse durch stufenlose Änderung der Umlaufzahl, z. B. durch ein stufen- loses Getriebe od. dgl., regelbar ist. Die Spritzpistole kann auch mit einem in ihrem Körper angeordneten Übersetzungsgetriebe versehen sein, von welchem aus nicht nur der Drahtvorschub, sondern auch die
Rotationsdüse sodann mit einer den jeweiligen Verhältnissen angepassten Geschwindigkeit angetrieben werden kann.
Bei Spritzpistolen mit Rotationsdüse kann sohin Drahtvorschub und Düse durch eine gemeinsame flexible Welle angetrieben werden, doch können beide auch durch gesonderte Wellen oder nur der Drahtvorschub bzw. die Düse von einer flexiblen Welle ihren Antrieb erhalten.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform einer Spritzpistole gemäss der Erfindung in Fig. 1 bei geöffnetem Pistolenkörper. Fig. 2 veranschaulicht den umgeklappten Deckel von oben.
Die flexible Welle 1 wird an die rechte Antriebswelle 2 angeschlossen. Das Anschlussstück ist im Schnitt gezeichnet. Die Welle versetzt durch eine in der Zeichnung nicht sichtbare Schnecke das Schneckenrad 3 und somit die Mittelwelle 4 in Drehung. Mit dieser ist die Drahttransportrolle 5, das Übertragungsrad 6 und das Schraubenrad 7 fest verbunden.
Bei geschlossenem Deckel greift das Übertragungsrad 6 in ein gleiches Zahnrad 8 ein, das mit der Druckrolle 9 verschraubt ist und dieser die Drehzahl der Transportrolle vermittelt. Zahnrad 8 und Druckrolle 9 sind in einem Lagerbock schwenkbar gelagert und werden bei geschlossenem Deckel durch einen Federpuffer 10 gegen das Übertragungsrad 6 und den über die Transportrolle 5 laufenden
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Draht gepresst, wodurch bei Drehung der Räder der Vorschub desselben bewirkt wird. Das Schraubenrad 7 versetzt nun das Schraubenrad 11 mit der linken Antriebswelle 12 und der auf dieser leicht auf- und abmontierbaren Antriebsscheibe 13 in Drehung. Von dieser kann mittels Bandübertragung eine Rotationsdüse 14 angetrieben werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Metallspritzpistole, insbesondere für Stahldraht u. dgl., welche von einem ausserhalb der Spritzpistole liegenden Motor vermittels flexibler Welle betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Drehbewegung des Motors auf das an der Spritzpistole angeordnete Getriebe des Drahtvorschubs bzw. der Rotationsdüse durch stufenlose Änderung der Umlaufzahl z. B. ein stufenloses Getriebe od. dgl., regelbar ist.