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Puderdose.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Puderdose hat den Zweck, einen grösseren Puderpolster in einem als flache Hülse ausgebildeten Behälter aufzunehmen, der in der Dose untergebracht ist. Gleichzeitig soll aber mittels dieses Behälters ein Bestauben des Spiegels durch das Puder verhindert werden. Die Puderdosen in ihrer bisherigen Ausführung sind durchwegs so flach gehalten, dass als Quaste in ihnen nur ein dünnes Fleckchen Platz findet. Da dieses aber nicht genügt, hat die Dame heute meist ausserdem noch den Puderpolster, den sie dann in einem besonderen Futteral im Täschchen tragen muss. Ein zweiter Nachteil der gewöhnlichen Puderdosen-die Bestaubung des Spiegels durch den Puder-wurde bereits auf verschiedene Art behoben, z.
B. durch einen automaischen Spiegelwischer, durch eine Art Rolladenverschluss des Puderbehälters und ferner durch die Ausführungsarten, wie sie in den amerikanischen Patentschriften Nr. 1959629 und Nr. 2022963 dargestellt sind. Nach diesen beiden angeführten amerikanischen Patentschriften sind zwar auch deckelartige Bestandteile, die den Puder abschliessen, vorgesehen, doch sind diese tassenförmig ausgebildet, so dass sie den Spiegel gegen den Puder der Quaste nicht schützen und für den Spiegel daher noch ein Schutzdeckel vorgesehen werden muss. Da dieser tassenförmige Deckel die Quaste jedoch nicht behälterförmig umschliesst, kann er auch nicht als Sprungdeckel ausgeführt werden, da sonst die Quaste hinausgeschleudert werden würde, sondern muss durch einen zweiten Schnappverschluss niedergehalten werden.
Es sind also bei den Puderdosen nach diesen Patenten drei Verschlüsse (Dose, Spiegeldeckel, Puderdeckel) zu lösen, wodurch die Handhabung der Dose kompliziert wird, während die Dose bei vorliegender Ausführungsart nach Lösung eines Verschlusses bereits gebrauchsfertig ist.
Um den starken Puderpolster aufnehmen zu können, ist die vorliegende Dose zunächst etwas stärker gehalten. Damit nun die Quaste im Gebrauch immer frisch bleibt, nicht wie bisher nach kurzer Zeit plattgedrückt wird, wurde für dieselbe ein eigener Behälter in Form einer flachen Hülse innerhalb der Dose angeordnet. Dieser hat auch noch den Zweck, einerseits den Spiegel, anderseits auch die Quaste gegen den Puder zu schützen, so dass man sich beim Anfassen derselben die Hand nicht bestaubt.
Beim Schliessen der Dose legt sich dieser Behälter, bevor noch der obere Deckel, in dem der Spiegel sitzt, niedergedrückt wird, staubdicht auf den Puderbehälter und trennt den Puder daher vollkommen vom Spiegel. Beiliegende Zeichnungen (Fig. 1-10) zeigen beispielsweise Ausführungen der Dose in runder und rechteckiger Form. Sinngemäss kann diese auch in jeder andern Form ausgeführt werden.
Der Quastenbehälter 1, der die Form einer flachen, nach einer Schmalseite hin offenen Hülse hat, ist an der unteren Dosenhälfte 2 dem Deckel 3 gegenüber mit einem Scharnier befestigt, so dass er im entgegengesetzten Sinne wie der Deckel aufschwingt und beim Öffnen des Deckels durch die Feder 4 automatisch aufspringt. Im Behälter ist ein Schlitz 5 vorgesehen, um die Quaste mit Hilfe eines Ringes, Knopfes oder ähnlichen Handhabe 13 bequem einschieben zu können. Für diese Handhabe der Puderquaste ist im Behälter dann noch eine flache Vertiefung angebracht, wie dies die Fig. 10 (14), für einen Ring 13 und Fig. 5 (15) für einen flachen Knopf zeigen.
Beim Schliessen legt sich der Behälter mit Fortsätzen 6 über wulstartige Schliessränder des unteren Dosenteiles 7 und wird an diese noch vor endgültigem Verschluss des Dosendeckels durch die nockenartige Erhöhungen 8, die in dem den Spiegel tragenden Deckel beispielsweise eingestanzt sind (Fig. 6), durch die Elastizität des Materials staubdicht angepresst.
Die Nocken haben schienenartige, den Spiegel überragende Fortsetzungen 9, die den Spiegel 10 beim automatischen Aufspringen des Quastenbehälters vor Beschädigung schützen sollen. In der unteren Dosenhälfte befindet sich dann der Puderraum 11, der, wie üblich, durch ein Sieb 12 abge-
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schlossen wird. Die Ausführung der Dose erfolgt in allen hiefür in Betracht kommenden Materialien (Metall, Bein, Kunstharz usw.).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Puderdose mit Klappdeckel und einem zum Abschluss des Puderraumes gegen den Spiegel dienenden, im Inneren der Dose vorhandenen besonderen Deckel, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Deckel als an einer Schmalseite offene flache Hülse (1) ausgebildet ist, in welche die Quaste ladenartig eingeschoben wird, so dass durch diese Hülse einerseits der Spiegel (10) gegen die Puderquaste, aber auch gegen den Puderraum (11) staubdicht geschützt ist.