<Desc/Clms Page number 1>
Tieien-Weichzeichmmgs-FiKer.
Im Patente Nr. 147323 ist ein Weichzeichnungsfilter zur Verbesserung der Tiefenschärfe beliebiger Objektive bei gleichbleibender Lichtstärke beschrieben, welcher eine zentrale, planparallele Scheibenzone oder Öffnung besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die anschliessende, ringförmige Filterzone nicht linsenförmig geschliffen, sondern ein-oder beiderseitig lückenlos mit flachen Unebenheiten beliebiger Art (Narben oder Rillen) versehen ist, welche die optischen Randstrahlen zum Zwecke der Weichzeichnung in gewünschtem Masse wohl ablenken, aber nicht absorbieren.
Vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung obigen Grundgedankens dahingehend dar, dass grundsätzlich nur eine mittlere Öffnung für die Zentralstrahlen vorgesehen ist, an deren Begrenzungsrand das Filtermaterial am dünnsten gehalten ist, um störende Brechungserscheinungen beim Übergange der Strahlen vom Filter zum Loch zu vermeiden, während die Filterdicke gegen den äusseren Rand zu gleichmässig oder stufenweise zunimmt, um einerseits an Festigkeit zu gewinnen, anderseits die Ablenkungswirkung gegen den Rand zu vergrössern, wobei als Unebenheiten nur beiderseitige, den Filterquerschnitt wellenartig verformende Rillen angewendet werden, wie solche im Stammpatent beschrieben sind.
Eine Vergrösserung der Unebenheiten zur Verstärkung der Ablenkungswirkung gegen den äusseren Rand zu wurde bereits im Stammpatent angegeben, um auch die Breite der Überstrahlung durch die Objektivblende beeinflussen zu können. Nun hat sich gezeigt, dass eine solche Verstärkung für die Erreichung der grössten Tiefenschärfe sogar unbedingt notwendig ist, und lässt sich dieser Umstand auf folgende Weise erklären :
Der scharfe Bildkern wird durch die zentralen Lichtstrahlen erzeugt und die den Filter passierenden Strahlen werden je nach der Grösse der Unebenheiten mehr oder weniger weit von diesem Zentralbilde abgelenkt und erzeugen eine unscharf Überstrahlung.
Ohne Filter würden diese Strahlen jedoch auch schon für ausserhalb der Einstellebene liegende Objekte unscharf Zeichnung liefern, die sich jedoch von der vorhin erwähnten unscharfen Überstrahlung dadurch wesentlich unterscheidet, dass sie keine Zeichenelemente enthält, die sich mit der Kernzeichnung decken könnten. Durch die Strahlenablenkung über den Filter jedoch werden zum Teile auch Strahlenführungen entstehen, die sich mit dem Kernbilde auch für Objekte ausserhalb der Einstellebene decken und dadurch die Klarheit bzw. dessen Lichtstärke verstärken. Es ist dann nur durch die Grösse der Unebenheiten zu sorgen, dass die Strahlenablenkung in jeder Linsenzone so stark ist, dass auch noch obige Verstärkung der Kernzeichnung durch die Randstrahlen eintritt.
Da aber die Unschärfe bekanntlich gegen den Rand sehr zunimmt, müssen auch die Unebenheiten des Filters zunehmen, um noch die gewünschte Wirkung zu erzeugen. Es ist weiters klar, dass auch mangelhaft korrigierte Objektivsätze in obigem Sinne durch Verwendung des neuen Filters in ihrer Kernzeichnung verbessert werden und dass dabei der Weichzeichnungsgrad nicht übermässig verstärkt wird. Die Weichzeichnungswirkungen des Objektives und des Weichzeichners verstärken sich hiebei nicht, wie oberflächlich angenommen werden könnte, sondern wandeln sich durch Verbesserung der Kernzeichnung nur in eine andere günstigere Art Weichzeichnung gleichen Grades um.
Die Wahl beiderseitiger, den Filterquerschnitt wellenartig verformender Rillen nach Fig. 1 als Unebenheiten hat sich praktisch bestens bewährt, u. zw. nicht nur wegen der günstigeren mechanischen Versteifung des Filters, sondern auch wegen der Beeinflussung der Ablenkungswirkung durch die Filterdicke. Es ist klar, dass bei gleicher Rillenform die Ablenkung mit der Filterdicke zunimmt.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Verstärkung der Filterdicke kann nach Fig. 2 gleichmässig oder nach Fig. 3 stufenweise erfolgen.
Die stufenweise Verstärkung ergibt sich auch bei einfachem Übereinanderlegen von Einzelfiltern
EMI2.1
ersteren Falle ist noch eine weitergehende Kombinationsmöglichkeit durch Auswechslung der einzelnen Filter gegeben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ringförmiger Weichzeichnungsfilter nach Patent Nr. 147323 mit den Filterquerschnitt wellenartig verformenden Rillen, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstärke am inneren Rande am dünnsten und gegen den äusseren Rand allmählich oder stufenweise dicker gewählt ist.