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Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Brennstoffpresslingen, bei dem das Gut vorgewärmt und danach durch einen nur teilweise geheizten Kanal einer Presse hindurchgefiihrt wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Herstellen von Brennstoffpresslingen, bei dem das Gut vorgewärmt und danach durch einen nur teilweise geheizten Kanal einer Presse derart hindurehgeführt wird, dass man eine aus Pressformen und den jeweils dazwischen eingesehlossenen Portionen des Gutes gebildete Säule durch den Kanal der Presse unter Hinzufügung einer Pressform mit Pressgutportion an dem einen Ende und Entnahme einer Pressform mit fertigem Pressling an dem andern Ende der Presse durchwandern lässt.
Bei den bekannten Verfahren und Einrichtungen der angegebenen Art wird während der Zeitdauer der Entnahme des jeweils vordersten fertigen Presslinges die Wirkung des Druckwerkes im Kanale der Presse auf kurze Zeit ausgeschaltet und für diese Zeit der Ausschaltung des Druckwerkes wird die Längsbewegung der übrigen Pressformen durch eine Bremsbacke verhindert. Da die hiebei in Betracht kommenden Brennstoffe meistens von solcher Beschaffenheit sind, dass sie während ihrer Erhitzung eine erhebliche Volumenverminderung erfahren, hört bei dieser einfachen Abbremsung der vordersten Pressform infolge Zusammenschrumpfung der Pressgutportionen der Pressdruck innerhalb der Säule auf.
Dies hat den Nachteil, dass die innerhalb der Presslinge durch die Erwärmung entwickelten Gase und Dämpfe die Presslinge während der Durchwanderung des Erhitzungskanals in jenen Zeiträumen, in welchen die Wirkung des Pressdruckes gemäss Obigem aufgehoben ist. immer wieder von Innen aus zum Bersten bringen können. Dies stört und verhindert natürlich das durch die Erwärmung der Pressgutportionen beabsichtigte Zusammenfliessen der Pressportion zu einer festen, einheitlichen Masse und gibt Anlass zu einer grossen Anzahl von ausschüssigen Presslingen.
Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren werden die angedeuteten Nachteile dadurch restlos beseitigt, dass der Pressdruck innerhalb der Presse in Achsenrichtung der Säule auch während der Zeitdauer der Entnahme des jeweils vordersten fertigen Presslinges ununterbrochen aufrechterhalten, bzw. ausgeübt wird.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens besitzt die in Achsenrichtung der Pressformsäule wirkende Presse in an sich bekannter Weise am Austrittsende eines Führungskanals ihr Druckwerk und am Eintrittsende desselben ihr Widerlager, und die Erfindung besteht darin, dass das Druckwerk der Presse zum Erfassen der Pressformen am Austrittsende mit mindestens zwei miteinander gekuppelten Greiforganen (Klinken, Mitnehmern, pneumatisch, hydraulisch oder in ähnlicher Weise betätigten Organen) ausgerüstet ist, die beim Vorschieben der Pressformsäule die jeweils vorderste Pressform erst loslassen,
nachdem von ihnen mindestens eine der am Vorderende der Presse befindlichen folgenden Pressformen der Säule bereits ergriffen und dadurch die ununterbrochene Kontinuität in der Aufrechterhaltung des Pressdruckes innerhalb der Presse auch während der Zeitdauer der Entnahme der jeweils fertigen Presslinge gesichert worden ist.
Die Erfindung soll noch ausführlicher an Hand der Zeichnung erläutert werden.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Einrichtung, die zur Ausführung des neuen Verfahrens geeignet ist. Hiebei wird die entsprechend fein (auf eine Korngrösse unterhalb etwa 2-1 mm) gemahlene, gegebenenfalls vorgetrocknet Kohle bei 1 in einen Trockner und Vorwärmer 2 eingebracht, wo die Kohle auf eine etwa der Anfangstemperatur der Teerbildung entsprechende Temperatur (je nach Qualität und Herkunft der Kohle auf 250-4 : 00 C) erhitzt wird. Handelt es sich um minderwertigere Brennstoffe, dann werden dieselben nach dieser Erhitzung
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Die das Druckwerk 9 verlassenden und bereits fertige Presslinge enthaltenden Pressformen gelangen in eine Abtrenn- oder Zerlegvorrichtung 13 beliebiger Ausführung, worauf ein Elevator 14 die Formen zu einem Kanal 16 hochhebt, wobei eine Auswurfvorrichtung 15 die Presslinge aus den Pressformen hinausstösst. Die Presslinge verlassen die Einrichtung auf einer Leitfläche 15'. Die leeren Pressformen werden von einer Fördervorrichtung 17 durch einen Kanal 16 im Kreislaufe in den Senkkanal 18 zurückgeführt, worauf sie wieder in den Einschieberaum 4 gelangen.
Die die Pressformen zurücktransportierende Vorrichtung 16, 17 durchsetzt, zweckmässig einen (vorteilhaft ebenfalls von den Brennern11 durch derenAngase) beheizten Raum, so dass diePressformenss in denEinschieberaum mit derselben Temperatur gelangen wie das Pressgut.
In den Fig. 2-5 sind beispielsweise Ausführungsformen von erfindungsgemässen Pressformen dargestellt.
Fig. 2 zeigt eine einfache Pressform, die an beiden Seiten mit Formflächen versehen ist, derart, dass bei Aneinanderreihung von mehreren Pressformen gleicher Art in Form einer Säule zwischen je zwei Pressformen ein geschlossener, autoklavartig wirkender Pressraum entsteht. Gemäss Fig. 2 besteht die Formfläche auf der einen Seite aus einer konkaven Fläche Al und auf der andern Seite aus einem konkaven Teil A2 sowie einem zylindrischen Teil Bi, in den die zylindrische Mantelfläche G der andern Formseite passt. Mit Pressgut wird die Fläche j, B der Pressform gefüllt und in diese dringt dann der Teil äi, ss der benachbarten Pressform hinein.
Die Rippe E ist dazu bestimmt, um in dieselbe die
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dass sie ausserhalb des Bereiches der jeweils aufgeschobenen andern Pressform zu liegen kommen. Dadurch wird die Masse der eigentlich einen Ballast darstellenden und immer wieder anzuwärmenden Pressformen auf ein möglichstes Mminum reduziert.
In Fig. 3 ist eine Viererverbindung der an Hand der Fig. 2 beschriebenen Pressformen dargestellt.
Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit ist es nämlich zweckmässig, nicht nur eine Pressform, sondern nebeneinander parallel mehrere Pressformen zirkulieren zu lassen, wobei deren Vereinigung zu einem Block wünschenswert ist. Fig. 4 zeigt einen solchen Pressformblock mit sieben Formfläche. Selbstverständlich kann ein solcher Block auch mit zehn bis fünfzehn oder noch mehr Formflächen angewendet werden. Fig. 5 zeigt eine zweiteilige Pressform, wobei der konkave Teil Al, A2 zusammen mit der Rippe E ein Stück bildet, während der zylindrische Teil Bein besonderes Stück darstellt. Beim Hinausnehmen der Presslinge wird die zweiteilige Pressform zerlegt und der Pressling wird aus dem Teil Bi hinausgeschoben. Aus diesen zweiteiligen Pressformen können ebenfalls Blöcke hergestellt werden.
Das Druckwerk 9 der in Fig. 1 angedeuteten Presse kann verschiedenartig ausgestaltet sein.
In Fig. 6 ist z. B. eine Bauart dargestellt. Die Pressformen bewegen sich im Führungskanal. A, B in
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Richtung des Pfeiles. Die Keile 20 werden von einem Kolben 21 durch den Druck eines in einer Flasche 22 befindlichen, regelbaren Luftkissens hydraulisch bzw. pneumatisch zwischen voneinander in festem Abstande befindliche Keile oder einen Keilring 23 gedrückt, so dass die durch den Kanal A, B hindurchgeführten Pressformen durch Reibung gebremst werden. Der hydraulische Druck wird durch Leitungen 24 auf Kolben 21 übertragen.
Die auf die Keile 23 von den Kolben 21 in Längsrichtung des Führungkanals A, B einwirkende Kraftkomponente drückt die Pressformsäule ständig gegen das Widerlager 7 (Fig. 1) der Presse und hält somit die im Führungskanal befindlichen Pressformen und Pressgutportionen ständig unter einem für die Herstellung der Presslinge notwendigen Pressdruck. Die Dazwischenschaltung von Federn 25 zwischen den Keilen 23 und einer feststehenden Wand 26 ermöglicht die Verschiebung des ganzen Systems in Richtung von A gegen B. Bei der schrittweisen Vorschiebung der Säule 10 als Ganzes bewegen sich auch die Keile 20 in Richtung zum Ende des Führungsgehäuses von A gegen B, sie öffnen sich dabei und ermöglichen das Verschieben der Säule.
Das vordere Ende der Keile 20 lässt dabei die zwischen ihnen befindliche, jeweils vorderste Pressform der Säule erst los, nachdem das hintere Ende der Keile mindestens eine der folgenden Pressformen bereits erfasst haben. Dadurch ist die unterbrochene Aufrechterhaltung des Pressdruckes innerhalb der Säule auch während der Zeitdauer der Entnahme der vordersten Pressform gesichert.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Druckwerkes 9 (Fig. 1) der Presse. Der gegen-
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Abstand von der Grösse der Pressgutportion, der Qualität des Brennstoffes, dem angewendeten Drucke und der Temperatur abhängt. Aus diesem Grunde können zur Abstützung der Säule nicht gewöhnliche Zahnräder, die einfach in die Rippen E der Pressformen eingreifen, angewendet werden. Bei der in Fig. 7 dargestellten Bauart sind über Walzen 27 a, 27 b, 27 e, 27 d Ketten 28, 29 gelegt, die greiferartige Mitnehmer 30 tragen. Die Teilung zwischen diesen Mitnehmern ist von dem gegenseitigen Abstande der Pressformen verschieden, derart, dass das Prinzip vom Nonius zur Geltung kommen kann.
Die Zylinder 27 a, 27 b sind miteinander durch Zahnräder 31 verbunden, von denen das eine durch ein Zahnrad 32 über einen Kurbelarm 33 mit einem Kolben 34 verbunden ist, auf den der in einem Luftkessel 35 herrschende Druck einwirkt. Dieser Druck ist bestrebt, mittels des Kolbens 34 die Ketten 28, 29 und somit die Säule ständig in einer zur Richtung A gegen B entgegengesetzten Richtung zu verschieben. Die Entfernung zwischen den Achsen der Walzen 27 a und 27 c, bzw. 27 b und 27 d ist grösser als die Höhe mindestens eines Presslinges (bzw. einer Pressform), und diese Entfernung ist vorzugsweise grösser als die Vielzahl der Höhe eines Presslinges (bzw. einer Pressform), wie dies der Fig. 7 zu entnehmen ist.
Infolgedessen hält der durch die Ketten 28, 29 mittels der Mitnehmer 30 ausgeübte Druck die Pressformen und Pressgutportionen in der Säule ständig unter dem erforderlichen Pressdruck, weil die Mitnehmer 30 mit mindestens einer der Pressformen im Eingriff stehen, bzw. weil sie die jeweils vorderste Pressform erst loslassen, nachdem sie mindestens eine der folgenden bereits erfasst haben. Wird die Säule unter der Wirkung des Druckes des Einschiebeorgans 5 (Fig. 1) schrittweise als Ganzes im Sinne des Pfeiles vorgeschoben, so werden die Ketten 28, 29 von den Pressformen in Bewegung gesetzt und infolgedessen wird der Kolben 34 derart verschoben, dass er aus einem Behälter 37 Öl in den Luftkessel 35 drückt.
Mittels der überschüssigen Menge Öl kann hiebei Arbeit verrichtet werden oder man kann diese Ölmenge über ein Ventil 36 wieder in den Behälter 37 zurücklassen.
Das Druckwerk der Presse kann zur Sicherung des Pressdruckes auch während der Zeitdauer der Entnahme der jeweils vordersten Pressform auch gemäss Fig. 8 ausgebildet sein. In die im Führungskanal A, B befindliche Säule können an Walzen 38 a, 38 b, 38 c, 38 d angebrachte Mitnehmer 39 eingreifen. Die Walzen 38 a, 38 c sind miteinander durch Zahnräder 40 verbunden, sie sind aber durch
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räder 41, 42 sind miteinander durch aneinandergelenkte Laschen 43 verbunden. Eine starke Feder 44 ist bestrebt, die Zahnräder 41, 42 auseinander zu drücken. Die Achse z.
B. der Walze 38 a ist, ähnlich wie im Falle der Fig. 7, mit einem Kolben und mit einem hydraulischen Luftkessel derart verbunden, dass die Walzen 38 a, 38 b, 38 c, 38 d bestrebt sind, die Säule mittels der Mitnehmer 39 in einer zum Pfeile entgegengesetzten Richtung zu verschieben. Die fortschreitende Säule kann z. B. dadurch, dass ihre Pressformen in die Mitnehmer des Zylinderpaares 38 a, 38 c eingreifen, vermittels eines Kolbens Arbeit verrichten. Bei der Weiterbewegung der Säule wird die Rippe einer Pressform auch in die Mitnehmer des Walzenpaares 38 b, 38 d eingreifen. Die dadurch auftretende Kraftwirkung ist bestrebt, das Walzenpaar 38 b, 38 d von dem Walzenpaare 38 a, 38 c zu entfernen, u. zw. so weit, bis die Mitnehmer des Walzenpaares 38 a, 38 c in die Rippe einer Pressform wieder eingegriffen haben.
Hat aber das Walzenpaar 38 a, 38 c die Belastung übernommen, so ist das Walzenpaar 38 b, 38 d infolge der Wirkung der Feder 44 bestrebt, sich zum Walzenpaar 38 a, 38 c zu nähern. Als Resultat dieses Spieles werden sich die beiden Walzenpaare voneinander auf eine solche Entfernung einstellen, dass der Abstand der Mitnehmer 39 der beiden Walzenpaare mit dem Abstande der Rippen der dazwischen befindlichen Pressformen identisch sein wird, d. h. der Teilungsabstand der Mitnehmer und der Pressform passt sich einander automatisch an.
Eine weitere beispielsweise Bauart des Druckwerkes der Presse zeigt Fig. 9. Auch hier greifen in die Wülste der die Säule 10 bildenden Pressformen Klinken, bzw. Klinkenpaare 46 a und 46 b, die
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von Ventilen 46 A bzw. 46 B gesteuert werden. Die Klinken sind an einer Brücke 45 A bzw. 45 B angebracht, die mit einem beweglichen hydraulischen Zylinderpaar 45 a bzw. mit einem beweglichen hydraulischen Kolbenpaar 45 b verbunden sind, auf welch letzteren der in einem feststehenden hydraulischen Zylinder 45 c herrschende Druck ebenfalls einwirkt.
Der feststehende Zylinder 45 c ist durch eine Leitung 48 a mit einem Luftkessel48 verbunden, so dass im Zylinder 45 c ständig der im Luftkessel 48 herrschende hydraulische Druck wirkt, während im Zylinder 45 a sich die Grösse des Druckes ändert, je nachdem dieser Zylinder 45 a mit dem Luftkessel 48 oder mit einem geringeren Druck liefernden Luftkessel 48 Ic verbunden ist. Wirkt in beiden Zylinderpaaren 45 a und 45 c derselbe Druck wie im Luftkessel48, so können nur die mit dem Zylinderpaar 45 a verbundenen Klinken 46 a auf die Säule eine Kraft ausüben, weil die auf den Kolben 45 b beidseitig einwirkenden Kräfte einander ausgleichen.
Die in Richtung des Pfeiles sich bewegende Säule bewegt unter Vermittlung der Klinken 46 b und der Brücke 45 B das Kolbenpaar 45 b und diese Kolben drücken die Flüssigkeit aus dem Zylinderpaar 45 e in den Luftkessel 48. Das Zylinderpaar 45 a ist längsverschiebbar und kann beim Vorwärtsbewegen der Säule in Richtung des Pfeiles unter Vermittlung der Klinken 46 a und der Brücke 45 A mitgenommen werden.
Hat sich hiebei das Zylinderpaar 45 a dem feststehend angeordneten Zylinderpaar 45 c so weit genähert, dass der an einem der Zylinder 45 a angebrachte Anschlag 49 a gegen einen mit der Hauptkurbelwelle verbundenen Auslösearm 49 c stösst, so werden dabei infolge Verschiebung einer Sperre 49 d Steuerventile 47 c, 47 a, 47 b, die von an einer Steuerwelle 50 angebrachten Nockenscheiben 50 e, 50 a, 50 b gesteuert werden, freigegeben, und sie treten infolgedessen in Wirkung. Das Ventil 47 b lässt den im Luftkessel48 herrschenden Druck über Leitungen 48 bund 48 c auf die Ventile 46 B einwirken, welche die Klinken 46 b auf der Säule zur Auflage bringen.
Wird von der Nockenscheibe 50 c unter Vermittlung des Steuerventils 47 c der Zylinder 45 a über die Leitung 48 h mit dem Luftkessel 48 k geringeren Druckes in Verbindung gebracht, so wird der auf der Säule lastende Druck von den Klinken 46 b allmählich durch die Klinken 46 a übernommen. Ist die Übernahme der Belastung beendet, so wird von der Nockenscheibe 50 a das Steuerventil47 a derart umgestellt, dass die Verbindung zwischen dem Luftkessel48 und dem Ventil 46 A und damit auch der Druck auf dieses Ventil über die mit der Aussenluft in Verbindung gebrachten Leitungen 48 d und 48 g aufgehoben wird.
Eine auf dieses Ventil 46 A wirkende Feder hebt die Klinken 46 a heraus, der im Zylinderpaar 45 a herrschende, vom Luftkessel 48 7c stammende geringere Druck füllt diese Zylinder wieder mit Flüssigkeit und die Zylinder 45 a gelangen von neuem in die ursprüngliche Lage, in der sie sich gegen Federn 49 t legen. Hiebei wird der Arm 49 c von einem am Zylinder 45 a angebrachten zweiten Anschlage 49 b wieder umgestellt und die Ventile werden verriegelt, aber erst dann, nachdem das Ventil 47 a den Druck des Luftkessels 48 zum Ventil 46 A zugelassen und die Klinken 46 a augelöst hat. Letztere übernehmen den auf die Säule lastenden Druck, sobald das Ventil 47 c den Zylinder 45 a wieder mit dem Luftkessel 48 in Verbindung gebracht hat, allmählich von den Klinken 46 b.
Wenn schliesslich das Ventil 47 b den auf das Ventil 46 B wirkenden Druck über die Leitungen 48 c und 45/durch Verbindung mit der Aussenluft aufhebt, so werden die Klinken 46 b ausgehakt und das Spiel beginnt von neuem.
Die Bauart gemäss Fig. 9 ermöglicht, die Säule 10 ständig unter der aktiven Wirkung eines mechanischen Druckes zu halten, wobei die Säule abwechselnd durch je ein Klinkenpaar abgestützt bleibt, ohne dass das Ausmass des mechanischen Druckes auch nur auf einen Augenblick sich verringern oder durch gleichzeitige Einschaltung beider Klinkenpaare auf das Doppelte ansteigen würde. Diese Bauart beseitigt auch die Wirkung jener Verschiebungen der Pressformen innerhalb der Säule 10, die sich infolge Verschiedenheit der Pressgutportionen und der daraus erwachsenen Änderung der Backenabstände, ferner infolge Wärmeausdehnungen ergeben. Die sich im Luftkessel 48 ansammelnde Flüssigkeit kann zur Verrichtung einer Nutzarbeit herangezogen oder dem Luftkessel 48 k geringeren Druckes zugeführt werden.
In dem das Druckwerk verlassenden Säulenteil ist die relative Lage der vordersten Pressform in bezug auf die benachbarte Pressform je nach der Dicke des jeweiligen Presslinges verschieden. Die in Fig. 1 angedeutete Zerlegvorrichtung 13 dient nun dazu, die an welcher Stelle immer sich einstellende vorderste Pressform der Säule zu erfassen, von der benachbarten Pressform abzutrennen und genau in die Hebevorrichtung 14 einzusetzen. Fig. 10 veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel einer solchen Zerlegvorrichtung. Hiebei können sich Klinken 51 und im Gestell der Vorrichtung fest gelagerte Zapfen 52 drehen, und sie werden von einer auf der Zeichnung nicht dargestellten Feder gegen die Säule 10 gedrückt. Die Klinken werden mittels einer durch Gelenkpunkte 52 gehenden Achse in Längsrichtung der Säule hin-und herbewegt.
Bewegen sich die Klinken in Fig. 10 nach links, so haken sie in die Wülste der Pressformen nicht ein, sondern sie gleiten an denselben hinweg.
Bewegen sich hingegen die Klinken in der entgegengesetzten Richtung, so haken ihre greiferartigen Enden 53 in die Wülste der vordersten Pressbacke der Säule 10 ein, und sie transportieren, indem sie die Pressform mit sich nehmen, dieselbe in der Hebevorrichtung 14 stets genau auf dieselbe Stelle.
Fig. 11 zeigt das Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung, die dazu dient, um zu verhindern, dass die vorderste Pressform die benachbarte oder noch weitere Pressform bei der Zerlegung der Säule mit sich reisst. In die zweitvorderste Pressform der Säule 10 greifen die Nasen 55 von Daumenklinken M,
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und sie halten diese zweitvorderste Pressform, wenn die Zerlegvorrichtung z. B. gemäss Fig. 10 sich nach rechts bewegt, zurück. Hiezu sind die Klinken 54 mit ihren Drehachsen 56 auf einem Gestell 57 aufgehängt, und dieses Gestell 57 ist unter der Wirkung von Federn 59, die auf mit dem Gestell verbundene Zugstangen 58 einwirken, bestrebt, sich ständig nach links in Fig. 11 zu bewegen. Ist nun die vorderste Pressform von der Zerlegvorrichtung z.
B. gemäss Fig. 10 entfernt worden, so werden die Klinken 54, da sie ihren Halt verloren haben, um die Achsen 56 verdreht, die Nasen 55 schalten sich aus und die Federn 59 ziehen hierauf die Klinken 54 nach links. Die Nasen 55 haken dabei in die nunmehr zweitvorderste Pressform ein, weil die jetzt vorderste Pressbacke die Nasen 60 auseinandergedrückt hat. Die Federn 59 sind zweckmässig in einem mit Öl gefüllten Zylinder 60'eingebaut, der die raschen Bewegungen der Federn mit Hilfe von an dem im Zylinder befindlichen Kolben vorgesehenen kleinen Öffnungen 60" (Katarakte) verhindert, durch die das Öl nur langsam durchdringen kann.
Ein Teil der beim Brikettieren ausgeübten Pressarbeit kann zurückgewonnen werden. Die vom
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nischen Bewegung der ganzen Maschineneinrichtung, 2. auf die Arbeit, die notwendig ist, um die einzelnen Pressformen unter den von der Presse ausgeübten mechanischen Druck zu setzen und weiterzubefördern, schliesslich 3. auf die Arbeit, die durch das Komprimieren des Brennstoffes und die während des Brikettierungsvorganges erlittene Volumenverringerung verursacht wird.
Die Arbeitsmengen unter 1. und 3. können nicht zurückgewonnen werden und sind endgültig verloren, die Arbeitsmenge unter 2. kann jedcch mittels des Druckwerkes 9 der Fresse zurückgewonnen werden. Ein Beispiel einer hiezu geeigneten Einrichtung zeigt Fig. 12.
Die im Führungskanal-4, B vorrückenden Pressformen bewegen dabei in der bereits früher erläuterten Weise ein Druckwerk 9, das unter Einschaltung einer Übersetzung 62 und eines Kurbelarmes 63 einen in einem Zylinder 64 sich bewegenden Kolben 65 in Bewegung setzt und damit eine Flüssigkeitsmenge aus einem Behälter 74 ansaugt und dann in einen Druckkessel 66 drückt. Diese Flüssigkeitsmenge steht hier unter pneumatischem Druck und sie stellt in Form einer potentiellen Energie jenen Teil der durch den Antrieb 61 geleisteten Arbeit dar, welcher Teil beim Druckwerk 9 noch aktiv wirkt und sich äusserlich in der Fortbewegung der Pressformen äussert ; dieser Teil der geleisteten Arbeit kann in einem andern Mechanismus als nützliche Leistung wieder zurückgewonnen werden.
Dies geschieht gemäss Fig. 12 beispielsweise so, dass diese Flüssigkeitsmenge durch eine Leitung 68 einem Zylinder 69 zugeführt wird, wo diese Flüssigkeit in einem Gegendruckwerk 73 nützliche Arbeit leistet, indem sie mittels eines Kolbens 70, eines Kurbelarmes 71, einer Übersetzung 72 und des Druckwerkes 73 die Säule aus den Pressformen ebenfalls ständig unter Pressdruck setzt, bzw. hält. Die ausgenutzte Flüssigkeit fliesst vom Zylinder 69 wieder in den Behälter 74 zurück.
Die Differenz zwischen den Flüssigkeitsmengen, die durch den Kolben 65 in den Behälter 66 eingedrückt und vom Kolben 70 wieder aufgenommen wird, wird zwischen dem Luftkessel 66 und dem Flüssigkeitsvorratsbehälter 74 von einer Hilfspumpe 75 oder einem Ablassventil über Leitungen 76 und 77 ausgeglichen.
Der vom Druckwerk 9 ausgeübte Gesamtdruck ist grösser als der vom Gegendruckwerke 73 ausgeübte Gesamtgegendruek, weil ja die vom Druckwerke 9 abgeleitete Arbeit nicht 100% ig zurückgewonnen werden kann und weil ausserdem die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung beim Gegendruckwerk 73 wegen der hier grösseren Volumverminderung der Presslinge grösser ist. Dies wird verständlich, wenn man berücksichtigt, dass die geleistete Arbeit dem Produkte aus Pressdruck und hinterlegtem Wege gleich ist. Wird vom Druckwerk z. B. ein Pressdruck von 50 kg/cm2 ausgeübt, so wird das Gegendruckwerk einen Pressdruck z. B. von nur 400 /c ausüben können. Den Unterschied zwischen diesen Kräften muss das Klinkwerk 7 aufnehmen bzw. der Antrieb 61 überwinden.
Der Arbeitsrückgewinner kann in der Weise vereinfacht werden, dass an Stelle der Kurbelwerke 63 und 71 ein mechanisches Differentialwerk eingeschaltet wird, wobei die Planetenräder des Differentials unter Vermittlung eines Kolbens mit dem im Luftkessel 66 jeweils herrschenden Drucke belastet werden.
Die Rückgewinnung der Arbeit kann auch in der Weise erfolgen, dass das Kurbelwerk 71 mittels des Zahnrades 72 mit dem Zahnrade 61 in Verbindung steht und auf diese Weise die Kraftleistung des Kolbens 4 unterstützt. In diesem Falle entfällt das Druckwerk 73 und der Differentialarbeitsrückgewinner wirkt unmittelbar auf den Hauptantrieb.
Die in der Beschreibung erläuterten und die an Hand der Zeichnung beschriebenen Ausführungen sind natürlich nur Beispiele, von denen im Rahmen der Erfindung beliebige geeignete Abweichungen möglich sind. So kann z. B. zum Erhitzen der Pressformen jede Art von Heizung benutzt werden, die Pressformen und das Pressgut können nach Verlassen der Heizzone A, B an Stelle der Luftkühlung künstlich gekühlt werden, die durch das Reduzierventil 12 oder ein anderes Entnahmeorgan hindurch entführten Destillationsprodukte können in an sich bekannter Weise weiter verarbeitet werden usw.
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