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JMaximummehrfach-Tarifeinehtung in elektrischen Installationen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Vereinfachung einer Maximummehrfach-Tarifein- richtung in elektrischen Installationen zu erzielen, d. h. einer Einrichtung, bei der zu verschiedenen Zeiten verschiedene Tarife für den Bezug elektrischer Energie zur Verrechnung kommen und bei der das in den einzelnen Tarifzeiten bezogene Maximum angezeigt wird.
Gemäss der Erfindung stehen mit nur einem Maximumzählwerk Mittel zur Änderung der Registrierperiode nach den verschiedenen Tarifzeiten über einen Mehrfachtarifschalter in Verbindung.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung.
Mit 1 ist ein Maximumzählwerk bezeichnet. 2 ist die Taumelscheibe und 3, 4,5 sind die Kontakteinrichtungen eines Mehrfaehtarifschalters. 6,7, 8 sind die Scherenhebel und 9, 10, 11 die diese Heben steuernden Nocken von den Maximumkontakten 12, 13, 14. Die Nocken 9, 10, 11 stehen durch Getriebe 15, 16, 17 mit einer Welle 18 in Verbindung, die mit konstanter Geschwindigkeit, beispielsweise von einem Synchronmotor angetrieben wird. Das Getriebe 15 hat eine Übersetzung 1 : 1, das Getriebe 16 eine solche 1 : 2 und das Getriebe 17 eine Übersetzung 1 : 3.
Die Maximumkontakte 12, 13, 14 sind so angeordnet, dass, wenn die Scherenhebel infolge Abfallen des einen Hebelteiles vom Nocken 9 bzw. 10 bzw. 11 durchknicken, solange die Kontakte unterbrochen sind, bis der zweite Hebelteil ebenfalls vom Nocken abfällt, d. h. bis auf den Teil der Umdrehung eines der Nocken 9 bzw. 10 bzw. 11, über welchen die Scherenhebel durchgeknickt sind, ist Kontaktschluss vorhanden.
Die Maximumkontakte sind für halbstündige, viertelstündige und zehnminutige Registrierperioden angenommen, so dass die Welle 18 dem Nocken 9 in 30 Minuten, dem Nocken 10 in 15 Minuten und dem Nocken 11 in zehn Minuten eine Umdrehung erteilt.
Die Relaisspule des Maximllmzählwerkes 1 ist einerseits durch einen Leitungszweig 19 mit dem Zweig a eines Netzes verbunden, während sie anderseits durch einen Leitungszweig 20 und Abzweigungen 21, 22 mit den einen Anschlussstellen der Kontakteinrichtungen 3,4, 5 in Verbindung steht. Von den andern Anschlussstellen dieser Kontakteinrichtungen führen Leitungsverbindungen 23, 24, 25 zu den einen Anschlussstellen der Maximumkontakte und letztere sind anderseits durch einen Leitungszweig 26 bzw. Abzweigungen 27, 28 mit dem Zweig b des Netzes verbunden.
Der Mehrfaehtarifschalter 2 verbindet über 3,4, 5 immer einen der Maximumkontakte 12, 13, 14 mit dem Maximumzählwerk j ?, so dass letzteres die Belastung der gerade wirksamen Registrierperiode zeigt und registriert. Ist beispielsweise die Kontakteinrichtung 3 geschlossen, so wirkt die halbstündige Registrierperiode, indem der Stromkreis zwischen a und b über die Zweige 19, 20, 22. 23, 28 und 26 geschlossen ist. Am Ende der Registrierperiode wird für eine kurze Zeit (einige Sekunden) der Kontakt bei 12 unterbrochen, so dass der Mitnehmer des Maximumzeigers am Maximumzählwerk 1 in seine,, 0"-
Stellung zurückkehren kann.
Schaltet der Mehrfachtarifschalter 2 die Kontakte 3, 4, 5 um, beispielsweise so, dass die Kontakteinrichtung. 3 geöffnet und diejenige 4 geschlossen wird, so kommt die viertelstündige Registrierperiode zur Wirkung, indem der Stromkreis über 19, 20, 21, 24, 27, 26 geschlossen wird. Bei doppelter mittlerer
Belastung wie vorher, die sich aber nun auf die Hälfte der vorausgegangenen Zeit erstreckt, ist dann der Ausschlag auf dem Maximumzählwerk 1 der gleiche wie vorher, d. h. bei der halbstündigen
Registrierung. Bei der dritten angenommenen Tarifzeit mit der zehnminutigen Registrierperiode kann die mittlere maximale Belastung songar 300% sein bei unter den gleichen Belastungsverhältnissen gleichem
Ausschlag des Maximumzeigers.
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-Die Stufen der Registrierperioden sowie die Zahl der Tarife könnten natürlich auch andere sein, als wie im Ausführungsbeispiel angenommen.
Dadurch, dass bei der Erfindung nur ein Maximumzählwerk zur Anwendung kommt, ergibt sich einerseits eine einfache und gute Übersicht in der Ablesung des jeweiligen Maximums, da hiezu nicht erst ein dem augenblicklich geltenden Tarif entsprechendes Maximumzählwerk mit den Augen gesucht werden muss und auch keine Verwechslung eines solchen Zählwerkes eintreten kann. Anderseits wird dadurch die Schalttafel und auch die Apparatur der ganzen Tarifeinrichtung vereinfacht, da die Zahl der verschiedenen Tarife nicht für eine entsprechende Zahl von Maximumzählwerken massgebend ist, sondern eben nur ein einziges Maximumzählwerk genügt.
Endlich werden dadurch auch die Mittel zur Steuerung der verschiedenen Tarife einfach, indem hiezu ein gewöhnlicher Mehrfachtarifschalter, der automatisch (von einer Schaltuhr) oder auch von Hand betätigt werden kann, genügt.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Maximummehrfach-Tarifeinrichtung in elektrischen Installationen, dadurch gekennzeichnet, dass mit nur einem Maximumzählwerk Mittel zur Änderung der Registrierperiode nach den verschiedenen Tarifzeiten über einen Mehrfachtarifschalter in Verbindung stehen.