AT152163B - Schallaufnahmegerät für Fernsprechanlagen. - Google Patents

Schallaufnahmegerät für Fernsprechanlagen.

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AT152163B
AT152163B AT152163DA AT152163B AT 152163 B AT152163 B AT 152163B AT 152163D A AT152163D A AT 152163DA AT 152163 B AT152163 B AT 152163B
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Appbau Ges Neumann & Borm
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    Schallaufnahmegerät   für Fernsprechanlagen. 
 EMI1.1 
 

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 aber in der Regel nicht auf einem schmalen Bereich des ganzen Tonbandes beschränkt ; daher steigen an Resonanzstellen des Mikrophons, die von entsprechenden Störfrequenzen getroffen werden, die vom Mikrophon abgegebenen Wechselspannungen so stark an, dass das   Störgeräusch   im Sehallwiedergabegerät sehr viel stärker auftritt, als es dem Verhältnis zwischen Störgeräusch und Sprachenergie am Mikrophon entspricht. Es ist also nicht möglich, mit den bisher für Fernsprechzwecke verwendeten Mikrophonen schlechter Frequenzcharakteristik eine einwandfreie Spraehwiedergabe in   geräusch-   gestörten Räumen zu erzielen. 



   Es sind nun Mikrophone bekannt, die eine gute   Frequenzeharakteristik,   d. h. innerhalb des   ganzen Hörbereiches   keine bzw. keine merkbaren Resonanzstellen aufweisen ; diese Mikrophone geben also die zugeführten Sprachenergien ohne nennenswerte Verzerrungen wieder. Ihre Frequenzcharakteristik verläuft also praktisch geradlinig, d.   h.,   sie ist frei von Resonanzstellen.

   Solehe Mikrophone, die sowohl als Kontakt-als auch als   Kondensator- oder elektrodynamische Schallempfänger   ausgebildet sein können, sind bisher bei Rundfunksendern,   Schallplattenaufnahmen   und beim Tonfilm verwendet worden, weil es bei diesen Anwendungszewcken auf eine naturgetreue Wiedergabe von Sprache und Musik ankommt, die mit den bisher in der Fernsprechtechnik verwendeten Kohlemikrophonen nicht erzielbar ist. Mikrophone guter Frequenzcharakteristik sind bisher für Fernsprechanlagen überhaupt nicht verwendet worden, u. zw. hauptsächlich wegen ihrer geringeren Empfindlichkeit, die eine Verstärkung der abgegebenen Wechselspannungen erforderlich macht.

   Es ist ohne weiteres und ohne Be-   einträchtigung   der guten Eigenschaften dieser Mikrophone möglich, sie auch in einem für die Zwecke der vorliegenden Erfindung geeigneten kleinen Format herzustellen. Unter den vorerwähnten Mikrophonarten   guter Frequenzeharakteristik zeichnet sich der Kontaktschallempfänger durch seine relativ   hohe Empfindlichkeit aus. 



   Es ist nun festgestellt worden, dass solche Mikrophone guter Frequenzcharakteristik auch keinen Prelleffekt haben, selbst wenn man ihre wirksame   Mikrophonfläche - abweichend   von der bisher üblichen   Benutzungsart-so nahe   wie nur überhaupt möglich an den Mund heranbringt, wo die Schallleistung der Sprache ihren Höchstwert besitzt. Dies setzt voraus, dass die Mikrophone abweichend von den bisher für Fernsprechzweeke benutzten   Schallaufnahmegeräten   keine Einsprechtrichter od. dgl. aufweisen. Bisher hat man stets geglaubt, auf derartige   Einsprechtrichter   nicht verzichten zu können, weil die Meinung herrsche, dass diese Trichter die   Störgeräusche   wenigstens teilweise fernhalten bzw. einen günstigen Einfluss auf die Frequenzeharakteristik der Mikrophone ausüben.

   Würde man aber bei den erfindungsgemäss verwendeten Mikrophonen geradliniger Frequenzcharakteristik Einsprechtrichter vorsehen, so würde die in dem Trichter befindliche und als Resonator wirkende Luftsäule von irgendeiner Frequenz des   Störgeräusches   zum Mitschwingen erregt ; das im Empfänger hörbare   Störgeräusch   würde infolgedessen einen veränderten Klangeharakter annehmen und weit stärker sein, als es der an der Sehalleintrittsöffnung bestehenden Geräusehintensität entspricht. 



   An sich ist es in der Akustik bekannt, dass die Schalleistung mit der Annäherung an die Schallquelle etwa nach einer quadratischen Funktion ansteigt. Man ist sich aber dessen nicht bewusst gewesen, dass die Sehalleistung in unmittelbarer Nähe des Mundes, d. h. am Ort der Schallerzeugung, ungeheuerhohe Werte annimmt, die sogar mit den zurzeit verfügbaren Einrichtungen nicht messbar sind. 



   In dem in Fig. 1 der Zeichnung veranschaulichten Diagramm zeigt die Kurve   a-b   die von einem der Schallquelle mehr und mehr genäherten Mikrophon abgegebene Wechselspannung in Millivolt, also in Abhängigkeit von dem in Millimetern gemessenen Abstand einer Schallquelle mit konstanter Schallenergie von dem Mikrophon. Die strichpunktierte Linie   e-d   soll die Intensität eines in dem gleichen Raum vorhandenen   Störgeräusehes   angeben, dessen Intensität am Ort der wirksamen Mikro-   phonfläche   unverändert bleibt. 



   Aus dem Diagramm geht hervor, dass die Schallenergie im Bereiche des üblichen Abstandes der wirksamen   Mikrophonfläche   von der Schallquelle, d. h. im Bereiche von etwa 40-70 mm, von der Störenergie c-d vollständig überdeckt wird. Wird die Schallquelle dem Mikrophon stark genähert, z. B. bis auf etwa 6 mm Abstand, so steigt die vom Mikrophon abgegebene Wechselspannung bei dem im Diagramm veranschaulichten Beispiel auf mehr als den zehnfachen Wert der   Störwechselspannung   an. Die im Bereiche kleiner Abstände stark zunehmende Steilheit der Kurve a-b lässt erkennen, wie ungewöhnlich hoch die vom Mikrophon abgegebene Wechselspannung bei noch weiterer, d. h. unmittelbarer Annäherung an die Schallquelle ansteigt. 



   Aus dem Vorstehenden ergibt sich also, dass dem   Heranrücken   der wirksamen Fläche des erfindungsgemäss verwendeten Mikrophons guter, d. h. geradliniger Frequenzcharakteristik unmittelbar an den Mund des Sprechers entscheidende Bedeutung zukommt. Da das Verhältnis zwischen Sprachenergie und Störenergie am Ort der unmittelbar an der Sprachquelle liegenden wirksamen Mikrophonfläche ungewöhnlich günstig ist, bedarf es irgendwelcher Massnahmen zum Fernhalten des   Störgeräusches   von der   Mikrophonfläche   nicht mehr. Praktische Versuche haben ergeben, dass mit dem neuen Schallaufnahmegerät selbst dann noch eine sichere und einwandfreie Sprachverständigung erzielbar ist, wenn das ungeschützte Ohr bis an die Grenze der Sehmerzempfindlichkeit belastet wird. 



   Es ist weiterhin festgestellt worden, dass es besonders vorteilhaft ist, wenn der beim Sprechen gebildete Luftstrom nicht senkrecht auf die dicht vor dem Mund liegende   Mikrophonfläehe   auftrifft 

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 und dabei deren Schwingungen verfälscht. Erfindungsgemäss wird daher die wirksame, in unmittelbarer Nähe der Sprachquelle angeordnete Mikrophonfläche annähernd parallel zur Sprechrichtung, d. h. zur Bewegungsriehtung des bei der Bildung der Sprachlaute entstehenden Luftstromes gerichtet. 



  Bei dieser Anordnung kann der Luftstrom im wesentlichen an der   Mikrophonfläche   vorbeistreichen, so dass er nicht mehr in der Lage ist, die vom Mikrophon abgegebenen Wechselspannungen merkbar zu verzerren. Zweckmässig ist das Halteglied des Mikrophons so ausgebildet, dass die wirksame Mikro-   phonfläche   beim Anlegen des Haltegliedes an den Kopf des Sprechers an einem seiner Mundwinkel liegt. 



   Auf der Zeichnung sind in den Fig. 2-4 einerseits und Fig. 5, 6 anderseits zwei verschiedene Ausführungsformen des neuen   Schallaufnahmegerätes   schaubildlich in Seiten-und Vorderansicht dargestellt. 



   Wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist, liegt die von einem Schutzgehäuse 1 gehaltene wirksame   Mikrophonfläehe.   2 beim Anlegen des Haltegliedes 3 an den Kopf des Sprechers sehr nahe an einem seiner Mundwinkel. Das Mikrophon ist also, wie auch Fig. 4 zeigt, nicht mit dem sonst üblichen vorgeschalteten Einsprechtriehter od. dgl. ausgerüstet. Zur Verwendung gelangt-wie eingangs   erläutert-ein   Mikrophon guter, d. h. geradliniger bzw. annähernd geradliniger Frequenzcharakteristik, das keinen Prelleffekt aufweist, z. B. ein   Kontaktschallempfänger.   



   Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen trägt das Halteglied. 3 des   Sehallaufnahme-   
 EMI3.1 
 ist es für das Wesen der Erfindung ganz belanglos, ob Mikrophon und   Hörvorrichtung   miteinander in einem Gerät vereinigt sind oder ob etwa das Halteglied, das beispielsweise um den Kopf gelegt werden kann, lediglich das   Schallaufnahmegerät   1, 2 trägt. Wesentlich ist nur, dass die   Mikrophonfläche   2 in unmittelbarer Nähe der   Sprachquelle   liegt. 



   Um den wechselnden Kopfgrössen der Sprecher den erfindungsgemäss einzuhaltenden, sehr geringen Abstand der wirksamen   Mikrophonfläehe   anpassen zu können, ist das   Sehallaufnahmegerät   in der Ebene der   Mikrophonfläche   2 einstellbar an dem Halteglied.   3   befestigt. 



   Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2-4 ist diese Einstellbarkeit dadurch erzielt, dass das Mikrophongehäuse 1 einen exzentrischen Zapfen   5   aufweist, der in einem entsprechenden Ansatz 6 des Haltegliedes drehbar gelagert ist. Auf diese Weise ist es leicht   möglich,   das   Schallaufnahmegerät   gegenüber dem Halteglied in der Ebene der   Mikrophonfläche   so zu verstellen, dass der benötigte Mindestabstand der   Mikrophonfläche   von der Schallquelle gewahrt ist.

   
 EMI3.2 
 kennzeichnet durch ein prelleffektfreies Mikrophon mit praktisch geradliniger und im Hörbereich resonanzfreier Frequenzcharakteristik, dessen wirksame   Mikrophonfläche   ohne   Schallführung   in unmittelbarer Nähe des Mundes des Sprechenden angeordnet ist und durch   Luftsehall   erregt wird.

Claims (1)

  1. 2. Sehallaufnahmegerät nach Anspruch 1 für Mikrotelephone, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlegen des Mikrotelephons an den Kopf des Sprechers die wirksame Mikrophonfläche (2) in einer Ebene liegt, die durch den Mundwinkel des Sprechers hindurchgeht und so gerichtet ist, dass der bei der Bildung der Spraehlaute entstehende Luftstrom an der Mikrophonfläche vorbeistreicht.
    3. Schallaufnahmergerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät in der Ebene seiner Mikrophonfläche vorzugsweise mittels eines exzentrischen Tragzapfens (5) gegenüber dem Mund des Sprechers einstellbar ist.
AT152163D 1934-08-25 1935-08-03 Schallaufnahmegerät für Fernsprechanlagen. AT152163B (de)

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AT152163D AT152163B (de) 1934-08-25 1935-08-03 Schallaufnahmegerät für Fernsprechanlagen.

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