AT151984B - Ortsveränderliche Einrichtung zur Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf. - Google Patents

Ortsveränderliche Einrichtung zur Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf.

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AT151984B
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Raphael Malbay
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Ortsveränderliche Einrichtung zur Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf. 



    Es sind bereits ortsveränderliche Vorrichtungen zur Verkohlung von Holz bekannt geworden, wobei die zur Gewinnung der Destillationsprodukte des Holzes dienenden Einrichtungen (Retorten, Säureabsorptionsvorrichtung) ineinemAggregat vereinigtsind (schweizerische Patentschrift Nr. 100183). 



  Die aus der Retorte entweichenden Verkohlungsprodukte, welche beträchtliche Mengen von Wasser, j das im Ausgangsmaterial enthalten ist und bis zu 50% des Gewichtes der Destillationsprodukte betragen kann, mit sich führen, durchstreichen den Teerscheider und die Säureabsorptionsvorrichtung, wo sich die Destillationsprodukte ausscheiden. Das Vorhandensein des Wassers bewirkt bei den bekannten Vorrichtungen verschiedene Nachteile. Im Teerscheider wird der Wasserdampf zum Teil gleichzeitig mit dem Teer kondensiert, so dass eine nachträgliche Trennung des Teer-Wasser-Gemisches erforderlich ) ist. Ein weiterer Anteil Wasserdampf wird in der Säureabsorptionsvorrichtung kondensiert, wodurch nur ein verdünntes Produkt erhalten werden kann. 



  Die vorliegende Erfindung hat nun eine solche ortsveränderliche Einrichtung zum Gegenstand, die es ermöglicht, diese Nachteile zu vermeiden und die wertvollen Produkte unmittelbar in reinem Zustand zu erhalten. 



  Die erfindungsgemässe Einrichtung, die für die Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf verwendbar ist, besteht im wesentlichen darin, dass der Teerseheider, die Säureabsorptionsvorrichtung und eine Eindampfpfanne für die Calcium- oder Natriumacetatlösung mit Doppelböden ausgestattet sind, die ihrerseits mit einem Ofen durch ein mit Ventilen versehenes Rohrsystem in Verbindung stehen, wobei über dem Ofen eine Zersetzungseinrichtung für Calcium- oder Natriumacetat angeordnet ist, an welche ein Kühler zur Kondensation der in der Zersetzungseinrichtung entstehenden Acetondämpfe angeschlossen ist. 



  Bei dieser Einrichtung werden der Teerscheider und die Säureabsorptionsvorrichtung während des ganzen Prozesses auf einer Temperatur gehalten, die hinreichend ist, um das Wasser im dampfförmigen Zustand zu erhalten. 



  Auf diese Weise kann der Teer nahezu rein und die Acetatlösung fast unverdünnt erhalten werden. 



  Im übrigen wird letztere noch in einer geheizten Pfanne konzentriert, so dass ein ohne nachfolgende Behandlung unmittelbar verwendbares Produkt entsteht. Das Wasser, das sich nicht niederschlagen kann, wird von den wertvollen Produkten getrennt und entweicht gemeinsam mit den Gasen. 



  Über dem Ofen zur Heizung der Doppelböden ist eine Zersetzungseinrichtung für das Calciumoder Natriumacetat angeordnet, mittels welcher man Aceton in einer unmittelbar verkäuflichen Form erhält. Die erfindungsgemässe Anordnung ermöglicht die Gewinnung von ungefähr 6 kg Aceton je Tonne verkohlten Holzes, wodurch der Verkohlungsprozess ausserordentlich wirtschaftlich wird. 



  In der Zeichnungist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. 



  Die Verkohlungsretorte A ist mit einem Teerseheider B mittels einer Rohrleitung verbunden, in die ein Regelventil C und ein Exhaustor D eingeschaltet sind. Der Teerscheider B ist mit einem Doppelboden B', der mit dem Ofen L verbunden ist, versehen. Er ist mit einer Pumpe B verbunden, die den im unteren Teil des Teerscheiders sich ansammelnden Teer nach oben pumpt und eine kontinuierliche Berieselung in der Richtung des Durchganges der Verkohlungsprodukte herbeiführt. 



  In der Anschlussrohrleitung der Pumpe E ist ein Dreiweghahn X vorgesehen, der die Ableitung des Teeres in ein Dekantationsgefäss F gestattet,   

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Nach dem Teerscheider B folgt mit diesem durch eine Rohrleitung   G   verbunden, eine Säure- absorptionsvorrichtung H, in der die Verkohlungsprodukte mit Kalkmilch oder einer Sodalösung in   Berührung   gebracht werden. Die Absorptionsvorrichtung H besitzt einen Doppelboden   R,   der mit   dem Ofen L in Verbindung steht. Eine Pumpe I bewirkt einen konstanten Kreislauf der in der Absorptionsvorrichtung H befindlichen Lösung im Sinne des Durchganges der gasförmigen Produkte.

   Im  
Kreislauf der Pumpe I ist ein Dreiweghahn Y vorgesehen, der die Überleitung der Lösung in eine
Eindampfpfanne J ermöglicht, deren Doppelboden J'ebenfalls mit dem Ofen L in Verbindung steht. 



   Der Ofen L wird mit Reisig oder andern wertlosen Brennstoffen gefeuert. Die Heizgase werden durch mehrere Leitungen M, N, P verteiltund über Regulierventile denDoppelböden B', H', J'zugeführt, die miteinander durch   Rohre M, N, 0,   P, T, U in Verbindung stehen. Die Heizgase werden bei K ins
Freie geleitet. 



   Der Ofen L trägt eine Zersetzungseinrichtung Q für das Acetat, in welcher durch Erhitzen auf die erforderliche Temperatur aus dem Acetat Aceton gebildet wird, dessen Dämpfe im Kühler R nieder- geschlagen werden. Das Kondensat kann aus dem Kühler R durch die Leitung   S   abgezogen werden. 



   An der Säureabsorptionseinrichtung   H   ist ein Schornstein V angebracht, der zur Ableitung des Wasserdampfes und der nicht kondensierten Produkte dient. An diesem Schornstein kann auch gegebenenfalls ein Kühler angebracht sein, mittels welchem die restlichen kondensierbaren Anteile gewonnen werden können. Die nach der Kondensation der Wasserdämpfe entweichenden Gase bestehen zum Grossteil aus Kohlenoxyd und können zur Beheizung des Ofens L herangezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Ortsveränderliche Einrichtung zur Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf, bestehend aus Retorten, die mit einem Teerscheider und einer Säureabsorptionsvorrichtung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Teerscheider (B), die Säureabsorptionsvorrichtung (H) und eine Eindampf- EMI2.1 EMI2.2
AT151984D 1933-08-11 1934-08-11 Ortsveränderliche Einrichtung zur Verkohlung von Holz, Ligniten und Torf. AT151984B (de)

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