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Fernmeldekabel.
In dem Stammpatent Nr. 149 940 ist dargelegt worden, dass bei Kabeln mit mehreren schrauben- linienförmigen Aufbauelementen, z. B. bei Hochfrequenzkabeln mit konzentrischer Rückleitung und darüberliegender Bewehrung, bei üblicher Verseilung die Gefahr besteht, dass die als Rückleitung dienenden schraubenlinienförmigen Metallbänder während der Verlegung einknicken und dass sich ! diese Einknickungen vermeiden lassen, wenn die Metallbänder der Rückleitung und die darüberliegende
Drahtbewehrung mit derselben Schlagrichtung aufgebracht werden. Derartige Einknickungen treten besonders bei Torsionsbeanspruehungen des Kabels auf.
Wird nämlich ein Kabel, dessen Aufbau- elemente in verschiedenen Lagen in entgegengesetztem Sinne verseilt sind, derart tordiert, dass sieh
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drehen, so werden die darunterliegenden Bänder aufgedreht und knicken ein, da sie anders nicht aus- weichen können.
Werden schraubenlinienförmig verseilte Elemente tordiert, so tritt bei gleichbleibender Lage der Elemente eine Durchmesservergrösserung oder-verkleinerung und bei gleichbleibendem Durch- messer eine Längenvergrösserung oder-verkleinerung ein, je nachdem, ob das schraubenlinienförmige
Gebilde auf-oder zugedreht wird. Die Grösse der Veränderungen ist von dem Durchmesser und der
Ganghöhe der betreffenden Lage abhängig.
Die nachstehende Rechnung zeigt, dass unter gewissen Voraussetzungen durch geeignete Wahl der Schlaglängen die bei Torsionen auftretenden Verlängerungen oder Verkürzungen der einzelnen
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die Versuchskabellänge entfallende Anzahl Sehlaglängen.
Es bestehen dann folgende Beziehungen :
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einer Torsion auftretende Durchmesseränderung und die Längenänderung beider Lagen gleich sein.
Geht man von der Voraussetzung aus, dass beim Auf-oder Zudrehen der schraubenlinienförmigen Elemente keine Durchmesseränderung stattfindet, so ist die Bedingung für das Verschwinden innerer
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Spannungen dann erfüllt, wenn die bei Torsion auftretenden Längenänderungen v bei beiden Lagen gleich werden. Nach a-maliger Torsion ist die Länge des Versuehskabels :
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und analog
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Hieraus ergibt sich als Bedingung für gleiche Längenänderung :
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der Durchmesser verhalten.
Bei dieser Berechnung war vorausgesetzt, dass die Durchmesser konstant bleiben. Dies ist bei Kabeln zwar angenähert, jedoch nicht genau erfüllt. Um auch dies noch zu berücksichtigen, muss man die Schlaglängen in einem etwas kleineren Verhältnis als die zweite Potenz der Durchmesser, beispielsweise die 1-5 Potenz der Durchmesser, wählen.
Diese Massnahme bietet den weiteren Vorteil, dass unter Beibehaltung der üblichen Sehlaglänge der Bewehrungsdrähte die Schlaglänge für den Rückleiter eines konzentrischen Kabels nicht so sehr kurz gewählt zu werden braucht. Für diesen sind nämlich kurze Sehlaglängen in elektrischer Hinsicht sehr ungünstig.
Da Kabel nach der Erfindung beim Ausziehen leichter zu Drehungen neigen als Kabel, deren Elemente in wechselnder Richtung verseilt sind, ist es zweckmässig, über der Bewehrung ein oder
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gesetzt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernmeldekabel mit schraubenlinienförmig gewickelten Metallbändern und Bewehrung nach Patent Nr. 149 940, insbesondere Hochfrequenzkabel mit Luftraumisolation, konzentrischer Rückleitung und Bewehrung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaglängen der Metallbänder und der Bewehrung sich ungefähr wie die Quadrate der Durchmesser ihrer Lagen verhalten.