AT151591B - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Elektrische Entladungsröhre. Es ist bekannt, gas-und/oder dampfgefüllte elektrische Entladungsröhren mit einem Zünd- streifen zu versehen, der aus einer auf die Röhrenwand aufgetragenen, leitenden Schicht, z. B. Graphit oder ausgefälltem Silber bestehen kann. Diese aufgetragenen Zündstreifen können unter Umständen abbröckeln, was Unterbrechungen verursacht und den nicht mit der Zündspannungsquelle verbundenen Teil des Streifens praktisch ausser Wirkung setzt. Es wurde bereits vorgeschlagen, Entladungsröhren mit mindestens zwei nebeneinanderliegenden Schenkeln auszubilden. Diese Röhren werden häufig mit äusserst geringem, z. B. 2 mm betragendem Zwischenraum zwischen den Schenkeln ausgeführt. Das Auftragen einer leitenden, als Zündstreifen dienenden Belegung auf die einander zugekehrten Seiten der Rohrschenkel stösst jedoch bei derartigen Röhren auf grosse Schwierigkeiten. Es ist ferner bekannt, bei mit Glühelektroden ausgestatteten gas-und dampfgefullten U-förmigen Entladungsröhren eine Aussenzündelektrode vorzusehen, die aus einem metallenen, den gekrümmten Teil der Röhre von innen umfassenden Bügel sowie aus einem schmalen, zwischen den Schenkeln lose angeordneten Metallstreifen besteht. Dieser lose Metallstreifen kann verschiedene Stellungen zwischen den Rohrschenkeln einnehmen, was eine erschwerte Zündung zur Folge haben kann. Gemäss der Erfindung wird bei elektrischen Entladungsröhren zum Aussenden von Strahlen mit mindestens zwei nebeneinanderliegenden Rohrschenkeln und zwischen den Rohrschenkeln ange- ordnetem Zündstreifen wenigstens eine zwischen zwei Rohrschenkeln gespannte Feder vorgesehen, die den Zündstreifen wenigstens teilweise gegen einen dieser Rohrschenkel andrückt. Eine besonders einfache und zweckmässige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Zündstreifen und die Feder ein Ganzes bilden. So ein federnder Zündstreifen kann z. B. aus geraden Teilen bestehen, die an einer Schenkelwand anliegen und dessen gerade Teile durch gekrümmte Teile verbunden werden, die sich von der andern Schenkelwand abstützen. Röhrengebilde, die aus nebeneinanderliegenden Rohrschenkeln bestehen, pflegen öfters bei der Herstellung hinsichtlich des Abstandes zwischen den Rohrschenkeln und deren parallelen Verlaufes nicht ganz gleichmässig auszufallen. Der durch Federdruck an den Rohrschenkel angedrückte Zündstreifen weist den grossen Vorteil auf, dass er unabhängig von der Röhrenfabrikation fertiggestellt werden kann und sich ohne weitere Nachbearbeitung den Ungenauigkeiten der mit ihm auszurüstenden Röhren anpasst. Auch den im Betriebe z. B. infolge Wärmeausdehnung auftretenden Verformungen der Rohrschenkel vermag der erfindungsgemässe Zündstreifen zu folgen, so dass stets ein gutes Anliegen an die Rohrwand gewährleistet bleibt. Auch bei Röhren mit mehreren nebeneinanderliegenden Schenkeln und sehr geringem Zwischenraum zwischen diesen Schenkeln ist der erfindungsgemässe Zündstreifen von grossem Vorteil, denn er kann ohne weiteres zwischen die Schenkel hineingeschoben werden. Bei Röhren, die während des Betriebes eine hohe Temperatur, z. B. mehr als 2000 C erreichen, wie dies bei Hochdruckquecksilberdampf-Entladungsröhren oder bei Röhren der Fall ist, die mit Dampf schwer flüchtiger Metalle, z. B. Natrium, Magnesium, Kadmium usw. (d. h. Metalle, deren Dampfdruck bei 200 C kleiner ist als 1 mm) gefüllt sind, tritt häufig der Nachteil auf, dass an den Stellen, an denen der Zündstreifen mit der Wand in Berührung ist, Elektrolyse auftritt und ein Strom durch das Glas fliesst, was Beschädigungen der Röhre zur Folge haben kann. Es ist daher vorteilhaft. bei solchen Röhren zwischen der Röhrenwand und wenigstens dem an der Wand anliegenden Teil <Desc/Clms Page number 2> des Zündstreifens einen auch bei hoher Temperatur isolierenden festen Stoff, z. B. Emaille oder eine Oxydsehicht anzuordnen. Der erfindungsgemässe Zündstreifen kann gegebenenfalls auch als Zuleitung für eine Innenhilfselektrode verwendet werden. In der Zeichnung ist eine elektrische Entladungsröhre gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt. Die abgebildete Röhre 1 dient zum Aussenden von Lichtstrahlen und ist mit einer aus Edelgas, z. B. Neon von geringem Druck und Natriumdampf bestehenden Füllung versehen. Dieser Natriumdampf wird aus in die Röhre eingeführtem metallischem Natrium entwickelt. Die dargestellte Röhre EMI2.1 Rohrteil verbunden sind. An den freien Enden der Rohrschenkel ist die Röhre mit je einer Glüh- elektrode 2 ausgerüstet. Zwischen den Rohrschenkeln befindet sich der metallene, z. B. aus Nickel hergestellte ZÜndstreifen 3, der eine Breite von z. B. einigen Millimetern hat und dessen gerade, an dem einen Rohrschenkel anliegenden Teile durch gekrümmte Teile 4 verbunden sind, die z. B. halb- kreisförmig ausgebildet sein können und sich gegenüber der andern Sehenkelwand federnd abstützen. Der Zündstreifen ist durch den Leiter 5 mit der Gltihelektrode des andern Rohrschenkels leitend ver- bunden, so dass der Zündstreifen das gleiche Potential wie diese Glühelektrode hat. Selbstverständlich ist es auch möglieh, dem Zündstreifen ein von den Hauptelektroden verschiedenes Potential zu geben. Die Entladungsröhre kann in bekannter Weise von einer ein-oder mehrwandigen Glashülle umgeben werden, wobei der Raum zwischen Röhre und Hülle oder zwischen zwei Wänden der Hülle entlüftet sein kann. Vorzugsweise wird zwischen der Röhrenwand und wenigstens dem an der Wand anliegenden Teil des Zündstreifens ein auch bei hoher Temperatur isolierender, fester Stoff angeordnet. Der Zünd- streifen o kann in diesem Falle beispielsweise aus einem emaillierten Stahlband oder aus Aluminium bestehen, das an der Oberfläche oxydiert und infolgedessen mit einer dünnen isolierenden Oxydschicht bedeckt ist. Der die beiden Rohrschenkel verbindende gekrümmte Rohrteil 6 kann mit einem an dessen Innenseite anliegenden Bügel als Aussenzündelektrode oder mit einer in den Entladungsraum hineinragenden Zündelektrode ausgerüstet werden, deren Zündpotential jeweils durch den Zündstreifen.') zugeführt werden kann. Der erwähnte Bügel kann gegebenenfalls auch zum Zentrieren der Entladungröhre innerhalb einer sie umgebenden Hülle verwendet werden. Die Herstellung des dargestellten Zündstreifens ist äusserst einfach und billig und der Zündstreifen weist die oben bereits erwähnten Vorteile auf, dass seine Herstellung von der Herstellung der Entladungsröhre unabhängig ist, dass er sieh aber trotzdem allen bei der Röhrenfabrikation ergebenden Ungenauigkeiten sowie der während des Betriebes erfolgenden Verformungen der Entladungsröhre anpasst und dass er ferner auch ohne nennenswerte Schwierigkeit bei mehrschenkeligen Röhren mit besonders geringem Raum zwischen den Schenkeln verwendet werden kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Strahlen mit mindestens zwei nebeneinanderliegenden Rohrschenkeln und zwischen den Rohrschenkeln angeordnetem Zündstreifen, gekennzeichnet durch mindestens eine zwischen zwei Rohrschenkeln gespannte Feder, die den Zündstreifen wenigstens teilweise gegen einen dieser Rohrsehenkel andrückt.
Claims (1)
- 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündstreifen und die Feder ein Ganzes bilden.3. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ziindstreifen aus an der einen Schenkelwand anliegenden, geraden Teilen besteht, die durch gekrümmte, EMI2.2 4. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet dass zwischen der Röhrenwand und wenigstens dem an der Wand anliegenden Teil des Zündstreifens ein auch bei hoher Temperatur isolierender fester Stoff, z. B. Emaille oder eine Oxydschicht angeordnet ist.
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